Ein Ausflug an die Hochschule Wismar – Gastvortrag zum Thema eRecruiting

Freitag, 18. Mai 2012 11:06

Ende April war unsere Mitarbeiterin Anne Martens – von Hause aus Arbeits- und Organisationspsychologin – an der HS Wismar zu einem Gastvortrag eingeladen. Der Kontakt kam durch Prof. Dr. Anton Hahne zu Stande, der in Wismar Professor für Verhaltenswissenschaften an der Fakultät Betriebswirtschaftslehre ist und sich u.a. für Themen wie Recruiting und Arbeitgebermarkenbildung interessiert.

Innerhalb der Veranstaltung „Psychologie“ hatten ca. 30 Studierende dann die exklusive Möglichkeit, sich umfassend über neue eRecruiting- und Employer-Branding-Trends und -Tools zu informieren. Der Gastvortrag war unter das Thema „eRecruiting – Wie eAssessments und SelfAssessments das Recruiting verändern“ gestellt.

Zu diesem Gastvortrag fanden sich ca. 30 Studierende der Fachrichtungen Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre, sowohl aus Master- als auch aus Bachelorstudiengängen der Hochschule Wismar, ein. Das Vorwissen über Online-Bewerbungsverfahren unter den anwesenden Studierenden war sehr unterschiedlich. Einige hatten bereits verschiedene Auswahlverfahren durchlaufen, da sie sich für Praktika oder einen Ausbildungsplatz vor dem Studium beworben hatten. Hierbei wurden jedoch eher Paper-Pencil-Verfahren eingesetzt. Das Interesse, mehr über moderne Verfahren des Recruitings und des Personalmarketings zu erfahren, schien daher entsprechend groß zu sein.

Nach einer kurzen Einführung in die  Daten und Fakten des heutigen Bewerbermarktes und den daraus resultierenden Herausforderungen für das Personalmarketing und die Personalauswahl von Unternehmen, widmeten wir uns dem Thema „Personalvorauswahl und –beurteilung durch eAssessments“. Anhand des Beispiels der Targobank Tour bekamen die Studierenden Einblicke in den Aufbau und Ablauf eines eAssessments und deren Verortung innerhalb des Bewerbungsprozesses.

Danach ging es weiter mit dem Themenkomplex „Verbesserung der Kandidaten-Selbstselektion durch SelfAssessments“. Hier berichtete Anne insbesondere über unsere beiden Kundenprojekte “Probier dich aus” der Commerzbank AG sowie C!You, das SelfAssessment für Ausbildungsinteressierte des Personalamts der Freien und Hansestadt Hamburgs.

Die Studierenden der Hochschule Wismar waren durchweg interessiert und stellten während des Vortrages allerhand Fragen. Auch die auf den Vortrag folgende Diskussion warf interessante Ansätze auf. Unter anderem diskutierten wir über die Manipulierbarkeit von eAssessment-Verfahren sowie die Möglichkeit des Einsatzes verhaltensbasierter Ansätze in der Online-Personalauswahl.

Anschließend bekam Anne noch eine Stadtführung durch den Hafen und die durchaus hübsche Altstadt von Wismar mit ihren gut erhaltenen gotischen Kirchen und wunderschönem Rathausplatz. Der Ausflug an die Hochschule Wismar war rückblickend betrachtet sowohl akademisch als auch touristisch ein voller Erfolg. ;-)

Thema: Ausbildung bei der Stadt Hamburg, Ausbildung bei der TARGOBANK, Berufsorientierung, Commerzbank Karriere, CYQUEST Vorträge und Veranstaltungen, eAssessment, Employer Branding, eRecruiting, SelfAssessment | Kommentare (0)

Interview mit Jobleads über die “virtuelle Karrieremesse für IT-Spezialisten” am 10. und 11. Oktober

Mittwoch, 16. Mai 2012 8:17

Gestern habe ich mit dem Post über den fünften Jahrestag der virtuelle Jobmesse von TMP Worldwide in Second Life das Thema “Online-Karrieremessen” aufgemacht. Dazu passend hatte ich dann die Gelegenheit ein Interview mit Christine Engelhardt und Simona Küllmer von Jobleads zu führen, die eben eine solche Veranstaltung im Oktober planen – die “virtuelle Karrieremesse für IT-Spezialisten”. Los geht´s…

Liebe Frau Engelhardt, liebe Frau Külmer, Sie veranstalten am 10. und 11. Oktober die „virtuelle Karrieremesse“ für IT-Spezialisten. Was hat es damit auf sich? Wer ist da alles so dabei?

Unsere virtuellen Karrieremessen sind ein neuer Weg des Employer Brandings. Uns geht es um effizientes und gleichzeitig tiefgründiges Netzwerken und Bekanntmachen von Unternehmen und potentiellen Interessenten. Alle teilnehmenden Unternehmen der ersten IT-Jobmesse vom 26. und 27. April 2012 haben uns signalisiert, dass wir mit diesem virtuellen Produkt auf einem richtigen Weg sind. In der heutigen Zeit ist es doch immer wichtiger sich von der breiten Masse abzuheben und Alleinstellungsmerkmale nicht nur innerhalb der Brand sondern auch in der eigenen Kommunikation zu definieren.

Ich beobachte das Thema „virtuelle Karrieremessen“ nun schon seit beinahe 13 Jahren. Damals gab es mit Jobfair24 einen recht ambitionierten Anbieter. Durchgesetzt hat sich das Thema irgendwie aber aus meiner Warte noch nicht. Was machen Sie anders? Warum wird die Veranstaltung im Oktober ein Erfolg?

Dass virtuelle Karrieremessen sich noch nicht durchgesetzt haben hat unterschiedliche Gründe – einige waren zu verspielt und auf der falschen Plattform angesiedelt, andere waren nicht Zielgruppenspezifisch und nutzerfreundlich genug. Generell sind virtuelle Karrieremessen eine tolle Möglichkeit ohne Reiseaufwand, sehr zeitsparend und einfach über das Web zusätzlich mit Kandidaten in Kontakt zu treten – besonders da reale Karriere-Events sehr viel Zeitaufwand bedeuten. Allerdings ist es besonders wichtig, Karrieremessen nicht für alle Unternehmensbereiche gleichzeitig zu veranstalten, sondern direkt auf einzelne Bereiche innerhalb von Unternehmen, wie Jobs innerhalb der IT oder dem Ingenieurwesen auszurichten. So können wir die Community um solche Employer Branding Events zielgerichtet aufbauen und auf die unterschiedlichen Vakanzen der teilnehmenden Unternehmen fokussieren. Neben der richtigen Positionierung ist auch die technische-Komponente von herausragender Bedeutung. Unsere virtuellen Karriere-Events veranstalten wir zusammen mit unserem Partner der ubivent GmbH, welche unter anderem für BASF die virtuellen Karrieretage veranstaltet. Für weiter Informationen besuchen Sie auch gerne unsere IT-Jobmessen Xing Gruppe.

Ich finde die Argumente „pro virtuelle Messe“ sehr einleuchtend – keine Reiseaufwand, Zeitersparnis, komfortable Durchführung über´s Web, letztlich natürlich auch niedrigere Kosten -, aber ist eine Messe nicht gerade diejenige Veranstaltung, bei der es „menscheln“ muss. Müssen Unternehmen und Kandidat sich nicht sehen, fühlen, „anfassen“ können?

Die persönliche Interaktion können wir mit einer virtuellen Messe natürlich nicht ersetzten, aber das bezwecken wir mit unseren Jobmessen auch nicht. Für uns steht der Netzwerkgedanke grundsätzlich im Vordergrund. Im Grunde genommen geben wir Unternehmen die Möglichkeit, sich als innovativer Arbeitgeber innerhalb einer schwer anzusprechenden Zielgruppe zu präsentieren. Besonders das Rahmenprogramm, welches durch die teilnehmenden Unternehmen bestimmt wird (Fachvorträge zu bestimmten Vakanzen/Aufgabenfelder) spricht unsere Teilnehmer stark an. Diesen Punkt werden wir in Zusammenarbeit mit den Unternehmen weiter ausbauen. Einen kleinen Einblick aus dem Programm im April erhalten Sie hier.

Ich hatte JobLeads eigentlich in einer anderen Ecke abgespeichert, vor allem auf dem Thema „persönliche Empfehlung“ und „Incentivierung persönlicher Empfehlung durch Geldprämien“. Ist die virtuelle Messe ein Ausflug auf neues Terrain oder eher eine einmalige Aktion?

Wir haben eine lange Erfahrung mit der Besetzung von hochkarätigen Vakanzen und wissen, dass sich Unternehmen auf allen Kanälen neue Formen des Austausches schaffen müssen, um die Kandidaten zu erreichen. Speziell sind es bei JobLeads.de die hochkarätigen Fach- und Führungskräfte, die latent auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sind oder aktiv den nächsten Karriereschritt gehen möchten.

JobLeads funktioniert, wie ein globales Mitarbeiterempfehlungsprogramm: Unternehmen und Headhunter loben attraktive Erfolgsprämien aus und wenn aus dem persönlichen Netzwerk, der bei uns registrierten Talentscouts ein passenden Kontakt für eine Vakanz in Frage kommt, dann freuen wir uns über Klasse statt Masse! Die gezielte Empfehlung bringt unserer Community ein stetiges Wachstum und den Unternehmen neue potenzielle Bewerber.

Die virtuelle Messe ist unserer Meinung nach ein Medium, um Kandidaten anzusprechen, die man sonst nicht erreichen würde. Eine interessante Erfahrung bei der ersten Veranstaltung war, dass die meisten Besucher gleichzeitig am Donnerstag, den 27. April am Vormittag auf der Plattform aktiv waren. Also auch vom Arbeitsplatz ist die Messe bequem zu besuchen gewesen.

Liebe Frau Engelhardt, liebe Frau Küllmer,  ich bin gespannt auf die Veranstaltung im Oktober und drücke Ihnen fest die Daumen!

Thema: Employer Branding, eRecruiting | Kommentare (0)

Recrutainment History: Heute vor 5 Jahren hat TMP Worldwide die erste virtuelle Karrieremesse in Second Life veranstaltet

Dienstag, 15. Mai 2012 9:36

Vor ein paar Tagen habe ich in der Zeitung einen Artikel darüber gelesen, dass Werte wie “Demut” zur Zeit eine große Renaissance erleben. Hat wohl was mit Finanzkrise zu tun… Man ist aber auch von Zeit ganz gut beraten, sich zu fragen, ob einem selbst das nicht auch mal wieder ganz gut zu Gesicht stünde, wenn man als “vermeintlicher” Experte mal wieder die Welt von morgen vorhersagt. Ich denke das öfter im Moment, wenn das Thema “Börsengang” und die zukünftigen Perspektiven von Facebook diskutiert werden.

Warum komme ich darauf? Nun, heute vor exakt fünf Jahren hat TMP Worldwide die “erste offizielle virtuelle Karrieremesse in Second Life” veranstaltet. Second Life? Ja, genau. Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt. Die virtuelle Welt Second Life war 2006/2007 DAS, nein DAS Thema überhaupt. Alle Welt hat sich überschlagen in Bezug auf die unglaublichen Möglichkeiten, die diese Parallelwelt bieten und verheißen würde. Von virtuellen Partnerschaften war die Rede, von virtuellem Urlaub, einem “zweiten Leben” eben. Und natürlich machte das Thema auch vor Employer Branding und Recruiting nicht halt.

Bei der Jobmesse waren mit eBay, Microsoft, Sodexo, HP und T-Mobile auch wirklich namhafte Unternehmen dabei. Heute spricht kein Mensch mehr von Second Life (was natürlich auch nicht gerechtfertigt ist, hat das Tool doch im Bereich eLearning durchaus seine Verwendung gefunden) und auch das Thema “virtuelle Karrieremesse” an sich hat meiner Ansicht nach bislang einfach noch nicht wirklich durchsetzen können. Nach durchaus ambitionierten Ansätzen zu Zeiten der New Economy (“Jobfair24″) und immer mal wieder Versuchen einiger Unternehmen (z.B. Procter und Gamble) fristet das Thema immer noch ein wenig ein Schattendasein. Die virtuellen Messen in Second Life waren lt. TMP durchaus ein Erfolg. Es wurde dann aber doch nicht fortgesetzt, von daher glaube ich war der Erfolg vor allem ein PR-Erfolg. Aus meiner Sicht war Second Life einfach entschieden zu “hochschwellig”. Es ist eben sehr aufwendig die Software zu installieren, zum Laufen zu bringen, sich einen Avatar zu bauen usw. um dann festzustellen, dass man doch eher allein ist und keinen trifft…

Aber heißt das etwa, dass das Thema an sich deshalb nichts taugt? Vorsicht mit solchen Prognosen. Vor dreizehn Jahren hat uns auch mehr als eine Person einen Vogel gezeigt, als wir behauptet haben, dass man Assessments über das Internet durchführen könne und solle… Heute für viele eine Selbstverständlichkeit. Vielleicht feiern virtuelle Karrieremessen in Kürze ihren Durchbruch, vielleicht bei Facebook, vielleicht ganz woanders.

Demut eben…

Übrigens: Ein Video zu der virtuelle Jobmesse in Second Life habe ich auch gefunden…

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Fundstück zum Wochenende: 10 Gründe warum ein Corporate Blog besser ist als eine Facebook-Seite

Freitag, 11. Mai 2012 11:31

Vor kurzem habe ich inspiriert durch einen Einwurf von Sascha Lobo bei SPIEGEL online den Artikel “Facebook Karriereseiten sind nur geborgt” geschrieben. Tenor: Man soll nicht blindlings denken, dass eine Präsenz bei Facebook das Allheilmittel und die Krone der Web 2.0-Strategie darstellt. Dafür sind die Risiken zu groß.

Passend dazu habe ich unter der Woche durch einen Tweet von Klaus Eck eine sehr schöne Infografik gefunden:

10 Gründe, warum ein Blog besser ist als ein Facebookauftritt

Am besten gefällt mir dabei Reason #1: Nämlich, dass man beim Bloggen Herr im eigenen Haus bleibt und nicht Mark Zuckerberg… Sach ich ja… Ach ja, und die Argumente “Content Hub” und vor allem “SEO” sind natürlich auch nicht zu unterschätzen…

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Neues Twitter-Karriereranking: BMW, Stihl und die Sparkassen rücken in den 1000er-Club auf. Baloise ist neu dabei und sehr aktiv.

Dienstag, 8. Mai 2012 12:40

Da ist es wieder: Das monatliche Ranking der deutschsprachigen Corporate Career Twitter-Kanäle. Ich betone das an dieser Stelle extra nochmal, dass ich in dieser Aufstellung bewusst nur “Corporate”-Accounts aufliste und nicht all diejenigen Twitterati, die sich ansonsten dem Thema “Job, Beruf und Karriere” widmen. Sonst würde mein Account @recrutainment mit aktuell 1503 Followern ja auch auf Platz 13 des Rankings geführt… ;-)

Letzten Monat wurde das Ranking überaus häufig aufgerufen und mit aktuell 35 Facebook-Likes und 6 Google-Plus´ auch sehr anständig weiter verbreitet. Das lag sicherlich auch an dem sehr aufschlussreichen Interview mit Robindro Ullah von der Deutschen Bahn über den Erfolg des “Klassenbesten” @DBKarriere. Was hat sich seitdem getan?

Nun, einiges: Speziell im “Tausenderclub”, also den Accounts mit 1000 oder mehr Followern, hat es reichlich Zuwachs gegeben: Mit BMW (@bmwkarriere), Motorsägenhersteller Stihl (@stihlkarriere) und den Sparkassen (@sparkasse_jobs) haben gleich drei Unternehmen diese Hürde übersprungen. Der Tausenderclub umfasst damit aktuell 23 Accounts. Das wird auch noch schätzungsweise zwei oder drei Monaten so sein, denn spätestens dann wird die Deutsche Bahn die 10000er Schallmauer durchbrechen, wofür ich dann eine eigene Kategorie (“Champions League”?) schaffen werde:

Eine Etage tiefer gibt es eine Neuerung. Mit @baloise_jobs ist ein neuer Account hinzugekommen. Mit aktuell 223 Followern reiht dieser sich zwar (noch) im unteren Mittelfeld ein. Aber so wie der Account aktuell bespielt wird, nämlich reichlich (siehe dazu unten mehr…) und vor allem aktiv die Diskussion begleitend, prophezeie ich der Baloise Group an dieser Stelle eine positive Entwicklung. Marcus Fischer, der nach langen Jahren bei Audi dort zum 1. Mai die Leitung des Bereichs Employer Branding und Recruiting übernommen hat, wird ansonsten schon dafür sorgen… ;-)

Drittens habe ich mir wieder einmal die Aktivität der Accounts angeschaut und siehe da: Es lag ausnahmsweise einmal nicht SNT an der Spitze. Vielmehr lagen diesmal die Sparkassen mit 154 Tweets seit dem letzten Messpunkt vorn. Auch sehr aktiv: Neuling Baloise mit 105 Tweets, also auch mit im Schnitt mehr als dreien pro Tag. Da dieser Content wie oben angedeutet nicht nur viel, sondern auch gut und “handgemacht” aussieht, kann ich nur wiederholen, dass es lohnt, @baloise_jobs zu folgen.

Auch wenn man wieder einmal erkennt, dass zahlreiche (und auch durchaus “große”) Accounts scheinbar gar nicht (mehr) bespielt werden (Metro, Media-Saturn, Philips, Siemens…) so erkennt man an dem Twitter-Follower-Index, dass das Thema insg. weiterhin konstant wächst. Dieser weist im Zeitverlauf die durchschnittliche Followerzahl derjenigen Kanäle aus, die mindestens seit März 2011 in der Betrachtung sind. Deren durchschnittliche Followerzahl steigt sehr konstant jeden Monat um knapp 40 an:

 

Thema: Employer Branding, Social Media HR | Kommentare (2)