Matching, Matching, Matching – wie TenneT jungen Menschen hilft, den passenden Beruf zu finden

Im Rahmen einer aktuellen Trendstudie gingen Stepstone und der BPM kürzlich der Frage nach, wie das Recruiting denn wohl im Jahre 2026 aussehen wird. Hierfür wurden die Unternehmens-/Personalerseite und die KandidatInnenseite getrennt befragt.

Bei vielem waren sich beide auch relativ einig, interessant fand ich jedoch, dass es vor allem die KandidatInnen sind, die davon ausgehen, dass in der Zukunft intelligente Matching-Technologien dafür sorgen werden, dass man nicht aufwendig nach Jobs suchen muss, sondern diese komfortabel vorgeschlagen bekommt. Die Unternehmensseite war hier nicht ganz so überzeugt.

Ich bin hier ganz klar auf KandidatInnenseite. Ich habe bereits 2015 im Rahmen eines kleinen Aufsatzes für das t3n Magazin prophezeit, dass Matching DAS zentrale Thema der Personalgewinnung werden wird und folgerichtig tauchte das Thema dann auch Anfang 2017 bei meinem Blick in die Glaskugel (“Recruiting 2030”) wieder als eine der vier langen Linien auf…

Und wenn ich aktuell einen Blick auf die Marktentwicklungen werfe, dann komme ich nicht umhin, mich erstens bestätigt zu fühlen und zweitens festzustellen, dass es – glücklicherweise – reihenweise Unternehmen gibt, die Matching-Technologien und -Tools in ihren Personalgewinnungsbemühungen einsetzen. So haben wir ja allein hier im Recrutainment Blog in den letzten zweieinhalb Monaten drei solche Instrumente vorgestellt: Sana Kliniken (“Raketenstart”), BWI (“Ausbildungsmatcher”) und EDEKA Südwest (“Berufsmatcher”).

Und heute kommt gleich wieder ein neues Beispiel hinzu…

Der TenneT Ausbildungsmatcher.

Wer TenneT nicht kennt: TenneT ist einer DER Übertragungsnetzbetreiber Europas und für die Energieversorgung von rund 41 Millionen verantwortlich. Man könnte auch sagen: Ohne Unternehmen wie TenneT würde der im Norden gewonnen Windstrom niemals in den Süden gelangen können.

TenneT spielt also bei der Energiewende eine ganz entscheidende Rolle. Und dafür sucht man natürlich geeigneten Nachwuchs. Damit diese Suche gut gelingt, kommt es auf Passung an. Und genau dafür liefert der neue Ausbildungsmatcher jungen Menschen eine hervorragende Hilfestellung.

Das Prinzip kennt man ja inzwischen: Die NutzerInnen bekommen kurze Statements zu sehen, beim TenneT Ausbildungsmatcher sind es 15, um müssen jeweils Zustimmung oder Ablehnung zu diesen Statements ausdrücken. Hier geht das über das anklicken eines grünen Herzens oder eines roten Kreuzes…

Das dauert je nach Lesegeschwindigkeit zwischen 1 und 2 Minuten. Die individuellen Antworten werden algorithmisch bewertet und münden in einer Passungsaussage zu den verschiedenen von TenneT angebotenen Ausbildungsberufen. Die Trefferliste kann man dann durch das weitere Filterkriterium Schulabschluss noch weiter eingrenzen.

Von der Trefferliste kann man dann den Deepdive in weiterführende Informationen zu dem jeweiligen Berufsbild machen oder direkt zur Bewerbung abspringen.

Insofern ist auch der TenneT Ausbildungsmatcher ein Beispiel für eine Matchingtechnologie, die die Wünsche und Interessen der NutzerInnen explizit berücksichtigt und in eine berufliche Perspektive übersetzt.

Es wird also nicht versteckt und hintenherum aus etwaigen Daten wie Social Media Profilen und Einträgen oder noch dubioser aus Browsereinstellungen, Endgerätetyp, mit dem man die Seite aufruft, Tageszeit, Cookieinhalten etc. auf ggf. passende Berufe geschlossen, sondern der individuelle Mensch und dessen Einschätzungen zur Basis des Matchings gemacht.

Man kann das interessendiagnostisches Matching nennen. Sicherlich ein Weg, den das Matching zukünftig gehen wird.

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