Nun liegt die #HREdge26 rund einen Monat zurück. Im Nachgang ist immer noch so einiges zu tun: Eindrücke verarbeiten, Inhalte aufbereiten usw. Daran haben wir in den letzten Wochen intensiv gearbeitet und nun ist es Zeit für einen quasi offiziellen Rückblick, bevor wir nachfolgend dann den Blick in die Zukunft und auf die #HREdge27 (am 18. März 2027) richten.
Haufenweise Fotos und ein sehr schönes Video mit O-Tönen vom Event findet Ihr ganz unten im Beitrag.
#HREdge26 – Skills-based Hiring: ein ehrlicher Nachmittag über Potenziale, Verantwortung und neue Wege
Die #HREdge26 war für uns genau das, was wir uns erhofft hatten: kein lautes Buzzword-Feuerwerk, sondern ein konzentrierter, offener Austausch darüber, wie wir Personalgewinnung (und -entwicklung!) neu und besser denken können.
Gleich zu Beginn hat Prof. Klaus Hurrelmann einen wichtigen Rahmen gesetzt. Seine Einblicke in die Lebensrealität junger Menschen waren deutlich – und haben einen sehr nachdenklich gemacht. Verunsicherung, Druck und fehlender Zukunftsoptimismus sind real. Skills-based Hiring ist vor diesem Hintergrund mehr als ein Recruiting-Ansatz – es ist auch eine Frage von Haltung und Verantwortung.
Da Klaus seine Keynote in freier Rede vorgetragen hat, haben wir ihn im Nachgang gebeten, uns das Modell der „produktiven Realitätsverarbeitung“ noch einmal in einem Gastartikel zur Verfügung zu stellen. Den Artikel könnt Ihr hier nachlesen:
Skills statt Zeugnisse. Produktive Realitätsverarbeitung als Zukunftskompetenz
Sehr konkret wurde es im Case von MOIA: Neue Rollen, neue Technologien, neue Anforderungen. Hier wurde greifbar, warum Lebensläufe oft nicht mehr weiterhelfen – und warum Simulationen, Assessments und Lernfähigkeit so viel aussagekräftiger sind als formale Stationen.
Der vorgestellten Case, wie MOIA für das Berufsbild „Safety Driver“, also Personen, die autonom fahrende Fahrzeuge nicht mehr fahren, sondern beaufsichtigen, dürfte mustergültig für das Konzept des Skills-based Hirings stehen.
Da uns Jessica Röskam und Nino Remorino die vor Ort gezeigten Slides im Nachgang leider nicht zur Veröffentlichung und Weitergabe an die Teilnehmendem bereitstellen durfte, haben wir Jessica und Nino zum Interview gebeten, so dass die Kernaussagen halt auf diesem Weg vermittelt werden. Das Interview findet Ihr hier:
Skills-based Hiring: Wie rekrutiert man Safety-Driver, Jessica Röskam und Nino Remorino?
Mit Emi Candan von SmartRecruiters ging der Blick eine Ebene höher – auf moderne Talentplattformen. Besonders hängen geblieben ist bei mir die Frage, wie Skills überhaupt sichtbar werden, wenn sie aus Daten, Profilen, Erfahrungen und Lernaktivitäten zusammengesetzt sind.
KI kann hier enorm unterstützen – aber nur, wenn wir verstehen, dass Skill-Matching keine Wahrheit ist, sondern eine Wahrscheinlichkeit, die erklärt, hinterfragt und weiterentwickelt werden muss. Transparenz und Integration waren die zentralen Stichworte dieses Beitrags.
Den Vortrag Skills sichtbar machen: Kompetenzbewertung und KI in modernen Talentplattformen von Emi findet Ihr hier als Canva: https://www.canva.com/design/DAHEaHCAwWc/t2qdzfCY6lWIo5NIWPAl6w/view?utm_content=DAHEaHCAwWc
Mit Felix von Zittwitz von ausbildung.de kam in seinem Vortrag „The Good, the Bad & The Ugly – Berufsorientierung in Zeiten von KI“ ein Perspektivwechsel dazu: KI ist längst Teil der Berufsorientierung. Das eröffnet Chancen, macht aber auch Bias sichtbar. Skills sichtbar zu machen heißt auch, Vielfalt bewusst mitzudenken – gerade in KI-gestützten Systemen.
Den Vortrag von Felix haben wir hier abgelegt. Sehr zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang auch das Interview, das wir hier im Blog Ende des letzten Jahres mit Felix geführt haben:
„Sicherheit ist die neue Währung am Arbeitsmarkt – auch für Azubis“
Ein besonderes Highlight der #HREdge26 war der live vor Ort und vor Publikum aufgenommene Video-/Podcast zum Thema Quality of Hire. Tim Verhoeven, Melanie Habrich, Vanessa Reynolds und Prof. Lars Jansen haben auf unheimlich hohem Niveau diskutiert, was QofH eigentlich ist und wie man diese erfassen kann.
Die Diskussion ist hier im Recrutainment Blog als Videocast und bei den HR Data Dudes als Podcast erschienen. Dringende Guck- bzw. Hörempfehlung!
Besonders beeindruckend war auch der Beitrag von Meike Fuß und Lisa Preuß von DPDHL. Ihr Ansatz, Skills über einen praxisnahen Potenzialcheck sichtbar zu machen – nicht nur für Auswahl, sondern direkt als Startpunkt für Entwicklung – zeigt, wie konsequent Skills-based Hiring intern gelebt werden kann.
Wir haben von der DPDHL keine Freigabe bekommen, den gezeigten Vortrag zum Standortleiter:in Potenzialcheck im Nachgang bereitzustellen, aber hierzu wird es sicherlich in näherer Zukunft hier im Blog noch mehr geben…
Zum Abschluss wurde es noch einmal grundsätzlich: Im Streitgespräch Evidenz versus (?) Intuition wurde klar, dass gute Entscheidungen beides brauchen – strukturierte, faire Verfahren und reflektierte menschliche Einschätzung.
Die Diskussion war durchaus kontrovers. Und doch hatte man beim Zuhören beider Seiten, die sehr leidenschaftlich von Prof. Jürgen Deters auf der einen und Harald Ackerschott auf der anderen Seite vorgetragen wurden, jedes Mal das Gefühl starker Zustimmung. Und so zeigte sich dann irgendwie auch, dass das Fragezeichen in der Überschrift „Intuition versus (?) Evidenz“ wahrscheinlich ganz zu recht da stand. Denn im Detail mag es große Unterschiede zwischen beiden Konzepten geben, betrachtet man jedoch das große Ganze wird klar, dass es sowohl ohne Evidenz als auch ohne Intuition kaum gehen wird.
Harald brachte dies mit der Piraten-Augenklappe sehr bildlich auf den Punkt: man gebraucht am besten beide Augen, um ein ganzheitliches Bild zu bekommen…
Nach dem üppigen inhaltlichen Teil widmete sich die #HREdge26 dann vollends dem, was sie eigentlich schon den ganzen Tag lang war – ein Afterwork mit viel Substanz. Am späteren Abend hieß diese Substanz dann bei dem einen oder der anderen halt „Hire-Likör“… Die letzten verließen die Villa im Heine-Park so um Mitternacht…
Für uns bleibt vor allem ein Gefühl: Wir sind auf dem richtigen Weg – wenn wir den Mut haben, Auswahl neu zu denken und Menschen nicht auf Lebensläufe zu reduzieren.
Hier findet Ihr nochmal einen Rückblick in Bewegtbildern mit einigen O-Tönen vom Event:
Und hier könnt Ihr in der Fotogalerie stöbern:
Wer jetzt schon sichergehen möchte, dass er für die #HREdge27 ein Ticket abbekommt, der kann sich jetzt auch schon eines von max. 20 sog. „Blind-Tickets“ für die nächste #HREdge am 18. März 2027 ordern. „Blind“ deshalb, weil es noch keinen inhaltlichen Programmpunkt gibt. Das wird sicher wieder herausragend, aber wir haben gerade erst mit den inhaltlichen Überlegungen und der Programmplanung begonnen. Der Rahmen der #HREdge27 wird aber wieder ähnlich wie bei den letzten Malen.
Da die Teilnehmerzahl bei der #HREdge ja immer auch max. 160 beschränkt ist (mehr passt dort nicht) und die Tickets idR. spätestens zwei Monate vor dem Event ausverkauft sind, ist ein Blind Tickets vllt. nicht die schlechteste Idee.
Man kann also guten Gewissens schon sein Handtuch auf die Liege legen. Und naja, deutlich billiger sind die Blind-Tickets ja auch…
Also: Hier geht es zu den Tickets: https://www.cyquest.net/company/events/hredge27/
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