Verschiedene Situationen meistern und dabei den Cultural Fit ermitteln: Der Principles Matcher von METRO Cash & Carry

Dass ihnen die Vermittlung ihrer Unternehmenswerte am Herzen liegt, hat METRO ja schon mehrfach gezeigt: Compliance-Regeln werden mit Hilfe von Comics kommuniziert

…und für die externe Kommunikation der Werte gibt es neben den regelmäßigen Messeauftritten auch ein eigens konzipiertes Brettspiel, was Mitarbeitern intern diese Werte spielerisch näherbringen soll.

Die Ermittlung der unternehmenskulturellen Passung / des Cultural-Fits geht natürlich auch digital, wie METRO Cash & Carry jetzt bewiesen hat, indem sie gerade den brandneuen METRO Principles Matcher auf ihrer Karriereseite veröffentlicht haben.

Aber wer wird hier gematcht? Und worauf genau? Was sind Guiding-Principles?

Der Reihe nach… Grundsätzlich kann man den Principles Matcher in die Kategorie der SelfAssessments einordnen. Wie der Name schon sagt, steht die Selbsteinschätzung des Nutzers im Vordergrund, diesmal unter der Leitfrage „Kann ich mich mit den Unternehmenswerten von METRO Cash & Carry, den sog. „Guiding Principles“ identifizieren?“

Wie dem treuen Leser dieses Blogs bekannt sein wird, gehören Berufsorientierungsspiele, wie z.B. bei P&C und der Commerzbank zu finden, auch zur Kategorie der SelfAssessments. Während Berufsorientierungsspiele allerdings zumeist Einblicke durch Ausprobieren („Erlebnis“) geben sollen und dabei die Überprüfung des sog. „Person-Job-Fit“ im Fokus steht, geht es bei Matchern um ein konkret quantifiziertes Passungs-Ergebnis. Und dieses Ergebnis ist im Falle des METRO Principles Matchers die individuelle Passung zur Unternehmenskultur, also dem „Person-Organisation-Fit“.

Wie der Name „Principles Matcher“ schon suggeriert, geht es hier um die Überprüfung der sog. „Guiding Principles“ der METRO Cash & Carry. Konkret gibt es sechs solcher Guiding Principles:

  • Der Kunde im Mittelpunkt
  • Erfolg durch herausragende Leistungen
  • Globales Unternehmertum
  • Authentische Führung
  • Nachhaltigkeit
  • Vertrauen in unsere Mitarbeiter

Hier sind alle Werte nochmal in einer Grafik abgebildet, die auch den Zusammenhang der Werte veranschaulicht:

Entsprechend durchläuft man im Principles Matcher hintereinander sechs Situationen, die um die Guiding Principles herum aufgebaut wurden. Man könnte das mit dem „Critical-Incident-Prinzip“ vergleichen, nur dass die hier dargestellten Situationen im Prinzip eher das Gegenteil kritischer Ausnahmesituationen sind, sondern viel mehr – wenngleich knifflige – „Alltagssituationen“ darstellen. Wenn man so will wurden die Situationen mit Hilfe der „Everyday-Incident-Technik“ erarbeitet. ;-)

Zu jeder geschilderten Situation werden einem vier Verhaltensalternativen angeboten, aus denen man eine – für sich persönlich „richtige“ – auswählen muss.

Die Applikation ist im mobiloptimierten Design erstellt, läuft also sowohl auf Desktop, Tablet, Smartphone… you name it. Kann man also auch alles bequem unterwegs in Bus und Bahn in unter zehn Minuten durchlaufen.

Wie sieht der Principles Matcher denn nun genau aus? Ein Beispiel:

Die Kassen sind überfüllt (wer kennt das nicht?). Man selbst, in der Rolle als Controller, ist aber auf dem Weg zu einem wichtigen Meeting mit dem Geschäftsleiter eines Großmarkts. Wie verhält man sich jetzt? Meeting vertagen und eine Lösung für die lange Warteschlange suchen? Die Situation im Meeting ansprechen und mit dem Geschäftsleiter gemeinsam eine Lösung suchen? Oder vielleicht doch gleich das Problem beim Schopf packen und einen Mitarbeiter bitten, eine neue Kasse zu öffnen?

Es gibt hierbei keine richtigen oder falschen Antworten, es gibt nur mehr oder weniger gut zu den METRO Principles passende Antworten. Es gibt ja auch keine per se „guten“ oder „schlechten“ Unternehmenskulturen, sondern nur mehr oder weniger passende

Wer den METRO Principles Matcher selbst durchläuft, wird sehen, dass die Beantwortung der Fragen gar nicht so einfach ist: Es ist nämlich nicht gleich ersichtlich, welche der vier Antworten nun die „richtige“ oder auch die „erwünschte“ ist. Im Psycho(-logen-)sprech würde man sagen: Hierbei spielt sogenannte soziale Erwünschtheit eine untergeordnete Rolle :-)

Nachdem man alle sechs Stationen absolviert hat, wird der prozentuale Gesamtscore errechnet, der angibt, wie sehr man mit den von METRO Cash & Carry vertretenen Werten übereinstimmt. Die sechs Werte kann man sich im Anschluss auch nochmal in Ruhe anschauen.

METRO-Matching goes international!

Da METRO Cash & Carry ein international agierender Konzern ist, haben auch schon andere Länder die Hand gehoben und „Ich möchte auch!“, gerufen. Und so wird der METRO Principles Matcher bald in verschiedenen Ländern eingesetzt. Und auch auf verschiedenen Karrieremessen wird der Principles Matcher live zum Einsatz kommen.

Der Principles Matcher der METRO setzt also auf Situationsbeurteilungen, eine Technik, die sehr gut geeignet ist, sehr unternehmensindividuelle Einblicke zu gewähren. Wie drückte sich eine Nutzerin kürzlich aus:

„Der METRO-Matcher hat es geschafft, diese Szenen vor dem geistigen Auge zu entwickeln – das macht es interessant“

Einen ähnlichen Weg ging seinerzeit Haniel auch mit dem Haniel Wertekompass. Damit scheinen sich Situationsbeurteilungen neben dem Yay-or-Nay Prinzip, mit dem etwa der Allianz Kulturmatcher arbeitet, als ein Weg der unternehmensindividuellen Cultural Fit-Messung zu etablieren. Ein dritter Weg werden standardisierte Verfahren sein wie etwa der CYQUEST Kulturmatcher.

Diese Instrumente sind zwar aufgrund ihres Anspruchs auf allgemeingültige Messung von unternehmenskulturellen Merkmalen nie so firmenindividuell wie die vorher beschriebenen Wege, liefern dafür aber auch nachweislich (im Sinne eignungsdiagnostischer Gütekriterien) exakte Messergebnisse. Wer mehr über den CYQUEST Kulturmatcher erfahren will, wird hier fündig.

Fazit:

Verschiedene Wege führen nach Rom, beziehungsweise zur Messung der Unternehmenskultur. Ob man ein eher standardisiertes Verfahren, einen Matcher mit Yay-or-Nay-Logik oder den Situational-Judgement-Ansatz wie bei METRO Cash & Carry verfolgt, hängt von vielen Faktoren ab und sollte unternehmensindividuell entschieden werden.

Besonders hervorzuheben ist beim METRO Principles Matcher, dass die Situationen nah am Arbeitsalltag angesiedelt sind und es nicht sofort ersichtlich ist, welche Antwort „erwünscht“ ist.

Und wer jetzt Lust den eigenen Cultural Fit zur METRO zu ermitteln, der sei hier gerne dazu eingeladen.

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Anna Rabens

Hallo zusammen, mein Name ist Anna und ich arbeite bei CYQUEST als Projektmanagerin. Für mich persönlich ist es dabei besonders spannend, Themen wie das Employer Branding genauer unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, inwiefern sich das auf den Recruitingprozess auswirkt.

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