Beitrags-Archiv für die Kategory 'Studieren an der Hochschule Niederrhein'

Verbesserte Studienorientierung zur effizienteren Studienplatzvergabe an deutschen Hochschulen

Mittwoch, 10. Februar 2010 15:12

Wie unter anderem die „Welt Online“ vergangenen Freitag meldet, hat sich das Einschreibechaos an deutschen Hochschulen entgegen den Beteuerungen von Hochschulrektoren und Politikern zum aktuellen Wintersemester 09/10 wiederholt.

Noch vier Wochen nach Vorlesungsbeginn im November 2009 waren rund 18.000 Studienplätze in zulassungsbeschränkten Studiengängen unbesetzt. Vereinzelt mussten die Hochschulen, denen seit 2003/2004 seitens Bund und Ländern die Auswahl ihrer Studierenden in zulassungsbeschränkten Fächern weitgehend selbst überlassen wird, bis zu acht Nachrückverfahren unternehmen, die sich deutlich in das laufende Semester hineinzogen. Aktuelle Zahlen über die während der Vorlesungszeit noch durchgeführten Nachbesetzungen freier Studienplätze existieren nicht, was laut Valentin Peter von studieren.de auf die schlechte Koordination der einzelnen Hochschulabteilungen zurückzuführen ist.

Ursächlich für die zu Semesterbeginn vielen freien Studienplätze ist unter anderem die Tatsache, dass sich Studienplatzbewerber aufgrund der Autonomie der Hochschulen und einer fehlenden zentralen Vergabestelle aus einem nachvollziehbaren Sicherheitsbedürfnis heraus bei vielen Hochschulen parallel bewerben bzw. einschreiben und später dementsprechend „abspringen“.

Die Hochschulrektorenkonferenz setzt ab 2011 auf ein „dialogorientiertes Serviceverfahren“ im Netz, um das Einschreibechaos einzudämmen. Ein wesentliches Grundproblem bleibt dadurch jedoch nach wie vor ungelöst: Einige Studiengänge sind in jedem Semester aufs Neue überlaufen, wohingegen andere, weniger bekannte und vermeintlich „unattraktivere“ Fächer zu wenig nachgefragt werden. Hier fordert Valentin Peter nachhaltige Investitionen in die Studienorientierung, damit nicht „alle in die gleichen Blockbuster (laufen), weil ihnen niemand die vielen anderen Kinos und ihre guten Filme schmackhaft macht.“

HN-Navigator-MaschinenbauCYQUEST entwickelt in diesem Bereich seit einigen Jahren mit Hochschulen wie z. B. der HAW Hamburg und der Hochschule Niederrhein virtuelle Studienorientierungsverfahren mit SelfAssessment-Bestandteilen, die genau dieser Argumentation Rechnung tragen. Beide Studienorientierungsverfahren sind in verschiedene Themenkapitel unterteilt und liefern Informationen zu den Bereichen Berufswelt, Studieninhalte und –organisation, Anforderungen sowie das Studierendenleben im jeweiligen Studiengang. Sie sind multimedial ausgestaltet, enthalten z. B. Videos, Audios, interaktive Simulationen und Fallbeispiele, um den Teilnehmern so einen hohen Grad an Erleben zu garantieren. Einblicke finden sich unter folgenden Links:

Online-Studienorientierung der HAW Hamburg

Online Studienberatung der Hochschule Niederrhein

Studienorientierung der FernFachhochschule Schweiz

Thema: Employer Branding und SelfAssessment, Studieren an der HAW Hamburg, Studieren an der Hochschule Niederrhein, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (0)

Interview zu “Employer Branding, Social Media, eAssessments” im Saatkorn-Blog

Donnerstag, 14. Januar 2010 15:32

Saatkorn_InterviewHeute erschien im Saatkorn-Blog von Gero Hesse das Interview “Employer Branding, Social Media, eAssessments” mit CYQUEST-GF Joachim Diercks. Im Rahmen des Interviews werden folgende Fragen beantwortet:

- Was ist eigentlich unter SelfAssessment oder eAssessment zu verstehen?
- Was sind Grundvoraussetzungen für die Umsetzung solcher Verfahren für Unternehmen?
- Wo liegen die Vorteile für Unternehmen gegenüber realen, also nicht virtuellen Assessments?
- Gibt es auch Vorteile für die Kandidaten bzw. Teilnehmer?
- Was sind state of the art Lösungen in diesem Kontext? – Gibt es bestimmte Business Cases, die besonders interessant sind?
- Wie wird sich das Thema eAssessment in den nächsten 5 jahren angesichts der demographischen und technischen Veränderungen entwickeln?
- Wo ist der besondere Nutzen im Kontext Employer Branding?
- Inwiefern spielt Social Media eine rolle für eAssessments?

Thema: Bertelsmann Karriere, Biesterfeld Karriere, Citibank Karriere, Commerzbank Karriere, Employer Branding und SelfAssessment, Fachartikel, Gruner + Jahr Karriere, Media-Saturn Karriere, Studieren an der HAW Hamburg, Studieren an der Hochschule Niederrhein, Tchibo Karriere, Unilever Karriere, Virtuelle Studienberatung, eAssessment | Kommentare (0)

Woran scheitern die Studierenden an deutschen Hochschulen?

Dienstag, 12. Januar 2010 13:15

Aktuell stellte die HIS GmbH die Studie “Ursachen des Studienabbruchs in Bachelor- und in herkömmlichen Studiengängen” vor, für die im Studienjahr 2008 2.500 Studienabbrecher an 54 Universitäten und 33 Fachhochschulen zu den Hintergründen ihrer Entscheidung befragt wurden. Damit liegen repräsentative Daten zu den Gründen und Motiven eines Studienabbruchs in den Bachelor-Studiengängen an deutschen Hochschulen vor.

Die neue sich im Zuge des Bologna-Prozesses herausgebildete Studienstruktur hat zum Beispiel in den Sprach- und Kulturwissenschaften zu einer spürbaren Abnahme des Studienabbruchs beigetragen. In den Ingenieur- und Naturwissenschaften hingegen hat sich die Situation teilweise sogar noch verschärft. Die Studie belegt, dass vor allem Leistungsprobleme und motivationale Defizite für einen Studienabbruch im Bachelorstudium verantwortlich gemacht werden können.

Die Entscheidung für einen Studienabbruch wird in der Regel nicht durch ein Motiv allein bestimmt, es gibt aber zumeist einen als zentral genannten Grund.

Drei Motive stehen dabei gegenwärtig im Vordergrund:

  • 20 % aller befragten Studienabbrecher geben Leistungsprobleme als Grund für den Studienabbruch an, d.h. sie fühlen sich den Anforderungen des Studiums nicht gewachsen Zusammen mit den 11 % der Studienabbrecher, die das Nichtbestehen von Prüfungen als Abbruchgrund nennen, sind mit 31% für ein knappes Drittel der Studienabbrecher Gründen der Überforderung ausschlaggebend. Im Vergleich zum zum Studienjahr 2000 bedeutet dies einen Anstieg von 11%.
  • Bei 19% der Befragten waren Probleme der Studienfinanzierung ausschlaggebend. Neben finanziellen Schwierigkeiten steht ist hinter diesem Motiv auch die zunehmende Schwierigkeit der Verbindung eines Studiums mit einer zur Finanzierung des Lebensunterhalts notwendigen Erwerbstätigkeit.
  • Mangelnde Studienmotivation stellt in 18% der Fälle den wichtigsten Grund für das vorzeitige Beenden des Studiums dar. Bei diesen Studienabbrechern wurde das Studium mit falschen Erwartungen an die fachlichen Inhalte und die Studienbedingungen und -anforderungen begonnen.

Diese drei Motive sind bei mehr als zwei Dritteln aller Studienabbrüche von vorrangiger Bedeutung. Von nachrangiger Bedeutung sind dann die Gründe “unzureichende Studienbedingungen” (12% gegenüber 8% in 2000), “Wunsch nach beruflicher Neuorientierung” (10%), “familiäre Probleme” (7%) und “Krankheit (4%)”.

motive-studienabbruch_HIS

Diese Befunde liefern einen weiteren Beleg dafür, dass ein zunehmendes Augenmerk darauf gelegt werden muss, mit allen zur verfügung stehenden Mitteln “die passenden Studierenden in die für sie passenden Studiengänge” zu bekommen. Der zentrale Ansatzpunkt muss also in der Bereitstellung “orientierungsverbessernder” Instrumente liegen. Die inzwischen an einer Reihe von Hochschulen verwirklichten Verfahren virtueller Studienorientierung und SelfAssessment-Angeboten zielen genau in diese Richtung. Die virtuelle Studienberatung der HAW-Navigatoren an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg etwa umfasst inzwischen umfangreiche Informationsangebote für nahezu alle grundständigen Bachelor-Studiengänge der Hochschule. Diese sind als verpflichtender Bestandteil einer Bewerbung in den Akkreditierungsprozess eingebaut, so dass VOR einer Bewerbung sichergestellt ist, dass ein hohes Niveau an Erwartungssicherheit hinsichtlich der Studienanforderungen, -inhalte und -bedingungen aber auch der hinter dem Studium liegenden Berufswelten erreicht ist. Wie empirische Untersuchungen gezeigt haben, konnte die Studienwahlsicherheit der teilnehmer erheblich gesteigert werden. So stieg z.B. der Anteil derer, die Angaben “sicher” oder “absolut sicher” in ihrer Studienwahl zu sein, zwischen 8,2 und 16,3 Prozentpunkten an. Ähnliche Ansätze werden inzwischen auch an anderen Hochschulen wie der Hochschule Niederrhein oder Uni Freiburg verfolgt.

Die HIS-Studie „Ursachen des Studienabbruchs in Bachelor- und in herkömmlichen Studiengängen“ steht hier als kostenloser PDF-Download zur Verfügung.

Thema: Employer Branding und SelfAssessment, Fachartikel, Studieren an der HAW Hamburg, Studieren an der Hochschule Niederrhein, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (0)

Virtuelle Studienberatung der Hochschule Niederrhein – Maschinenbau, Mechatronik, Verfahrenstechnik, Soziale Arbeit, Kulturpädagogik

Freitag, 27. November 2009 15:05

Wo liegen meine Stärken? An welchen Tätigkeiten habe ich Spaß? Wo sehe ich mich in der Zukunft?

Viele Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich gerade gegen Ende ihrer Schulzeit mit diesen und ähnlichen Fragen, die grundlegend für den weiteren Lebensweg sind.

Studien belegen, dass Eignungstests im Rahmen der Studierendenauswahl zwar grundsätzlich Hinweise auf die generelle Studierfähigkeit geben, jedoch nicht als Indikator für den Studienerfolg verstanden werden können. Vielmehr hängen Studienerfolg und –abbrecherquote wesentlich von den auf Seiten der potenziellen Studienbewerber vorhandenen Kenntnissen über Studieninhalte, -schwerpunkte und den Studienverlauf ab. Wichtig sind zudem vor allem auch die Gegebenheiten des Hochschulorts, kulturelle Aspekte oder Fragen der Studienfinanzierung. Es kann davon ausgegangen werden, dass allein das Vorhandensein einer Hochschulzugangsberechtigung grundsätzlich als Nachweis der allgemeinen Studierfähigkeit ausreicht. Von daher steht im Hinblick auf die Studierendenauswahl vor allem die Passung von individuellen Kompetenzen und Bedürfnissen der Studieninteressierten auf der einen und den Anforderungen der Hochschule bzw. den Inhalten des Studiums auf der anderen Seite im Mittelpunkt.

HN-Navigator-MaschinenbauAus dieser Argumentation heraus hat sich die Hochschule Niederrhein für ein webbasiertes Studieninformations- und Beratungsangebot entschieden. Die virtuellen Studienorientierung gibt Studieninteressierten die Möglichkeit, im Internet multimedial ausgestaltete Applikationen zu durchlaufen, die wichtige Fragen zur Berufswelt, zu Studieninhalten in einzelnen Studiengängen, der Studienorganisation und dem Studierendenleben an der Hochschule beantworten.

Die virtuellen Beratungsmodule der HN-Navigatoren setzen klar vor der eigentlichen Bewerbung an und nehmen aktiv Einfluss darauf, wer sich für einen Studiengang bewirbt. Die Studieninteressierten erhalten entscheidungsrelevante Informationen, die ungeeignete Bewerber „abschrecken“ und passende „anziehen“ sollen.

HN-Navigator-Soziale-ArbeitVerfügbar sind die HN-Navigatoren bisher in den drei ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen Maschinenbau, Mechatronik und Verfahrenstechnik sowie den sozialwissenschaftlichen Fächern Soziale Arbeit und Kulturpädagogik. Somit sind beide Hochschulstandorte – Krefeld und Mönchengladbach vertreten.

In Text- und Bildform erfahren Studieninteressierte alles Wichtige zu Studieninhalten, -aufbau und –organisation. In Videointerviews geben Studierende, Professoren und Absolventen aus erster Hand authentische Einblicke in die Hochschule, die Studienanforderungen und das Leben am Fachbereich. Im Kapitel „SelfAssessment“ haben Studieninteressierte die Möglichkeit, sich im Vorfeld der Bewerbung einmal selbst an studiennahen Aufgaben und Fragestellungen „auszuprobieren“. Rückmeldende Feedbacks enthalten Hinweise auf Neigung und Eignung für den entsprechenden Studiengang.

Die webgestützte Studienorientierung ist eine Serviceleistung der Hochschule Niederrhein und besteht ergänzend zur persönlichen Studienberatung. Die umfangreichen Infos und nützlichen Links auf relevante Websites unterstützen die Studienentscheidung und bieten die Grundlage für eine fundierte Studienwahl, damit das vermeintliche Traumfach im Nachhinein nicht zum Albtraum wird!

Die Evaluation einer ähnlichen, von CYQUEST realisierten virtuellen Studienberatung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg in bisher 29 Studiengängen mit inzwischen gut 100.000 Teilnehmern belegt, dass durch das virtuelle Informations- und Beratungsmodul die Selbstauswahlfähigkeit und die Studienwahlsicherheit der Interessenten nachweislich erhöht werden. Die Studienabbrecherquote lässt sich durch diesen Ansatz senken, der Studienerfolg deutlich verbessern. Zudem geht eine derartige Serviceleistung der Hochschule mit positiven Auswirkungen auf die Profilbildung und das Image der Hochschule einher.

Abrufbar sind die HN-Navigatoren unter www.hn-navigator.de. Eine Registrierung für den Navigator des Interesses ermöglicht es, den Bearbeitungsfortschritt zu speichern, wenn die Bearbeitung unterbrochen werden und zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt werden soll. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich mit folgendem anonymen Gastzugang einzuloggen, der den Bearbeitungsfortschritt nicht festhält:

  • Benutzername: besucher
  • Passwort: besucher

Im kommenden Jahr soll der Umfang der virtuellen Studienberatungs- und Selbsttestangebote an der Hochschule Niederrhein deutlich ausgebaut werden. Ziel ist ein hochschulweiter Ausbau.

Thema: Employer Branding und SelfAssessment, Studieren an der HAW Hamburg, Studieren an der Hochschule Niederrhein, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (0)