Durchblick im Studiendschungel: Uni Innsbruck hilft Studieninteressierten mit “StudyTest”

Manchmal wundern sich die “Personaler-/HR-Leser” des Recrutainment Blogs über die hier immer wieder auftauchenden Themen der Studienorientierung und fragen sich, was das denn mit ihren Themen zu tun hat und ob es sich lohnt, auch diese Beiträge zu lesen.

Nun, das liegt zum einen daran, dass CYQUEST in diesem Bereich sehr aktiv ist – zu unseren Kunden gehören eine ganze Reihe von Hochschulen und Studienorientierungsplattformen -, das liegt aber vor allem daran, dass das Thema Studienorientierung enorm viel mit dem Thema Berufsorientierung zu tun hat: Die Probleme, vor denen Hochschulen stehen, um genau die richtigen Studierenden in die zu ihnen passenden Studiengänge zu bekommen, sind nahezu exakt die gleichen Probleme, die auch Unternehmen zu lösen haben, um passende Mitarbeiter zu gewinnen. Infolgedessen sind auch die Instrumente, die man hierfür einsetzen kann, oft sehr nah miteinander verwandt.

Also: Ja, es lohnt sich auch und gerade für HRler, sich einmal anzuschauen, was denn die Kollegen und Kolleginnen aus den Hochschulen so unternehmen, um den “Fit” zu erhöhen…

Studieninteressentest als Instrument zur Orientierung

Und da möchte ich den Blick heute einmal über die Landesgrenzen nach Österreich werfen. Seit kurzem bietet dort nämlich die Uni Innsbruck einen sog. Studieninteressentest an, mit dessen Hilfe Studieninteressierte den am besten zu ihnen passenden Studiengang finden können: Den StudyTest.

Doch der Reihe nach. Warum ist das überhaupt wichtig?

Nun, man muss sich vergegenwärtigen, dass junge Menschen wenn sie aus der Schule kommen vor einer echten Herkulesaufgabe stehen. Es heißt oft “hey, du hast eine Hochschulzugangsberechtigung in der Tasche, dir steht jetzt die Welt offen! Such dir was aus!” Und dann soll man sich doch bitte was passendes aussuchen: Man kann eine Ausbildung machen, man kann ein duales Studium absolvieren. Oder doch ein Vollzeitstudium?

In Deutschland reden wir je nach Zählweise dabei über ca. 350-600 Berufsausbildungsmöglichkeiten, weit über 1000 Duale Studiengänge und – nach aktuellem Stand des Hochschulkompass – sage und schreibe 10.531 grundständige Studiengänge! Tja, dann such dir mal was passendes aus…

Für die Studienorientierung bieten genau aus diesem Grund in Deutschland seit einigen Jahren ZEIT ONLINE und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) mit dem sog. SIT eine enorm praktische Hilfestellung bei der Studienorientierung an.*

Der SIT ist ein von CYQUEST entwickelter Studieninteressentest basierend auf dem sog. Holland-Modell. Dieser dauert ca. 10-15 Minuten und ermittelt die individuellen Ausprägungen von insg. sechs beruflichen-/Studieninteressen. Und diese werden wiederum gematcht mit den Interessenmerkmalen der aktuell rund 10.500 in der HRK-Datenbank enthaltenen Studiengänge.

Das Ergebnis: Eine gerangreihte Darstellung der Studiengänge nach Interessenpassung.

Und diese Auswahl kann dann noch weiter verfeinert werden z.B. in dem man angibt, an welcher Hochschulform man studieren möchte oder wie weit von zuhause man bereit ist, wegzuziehen usw.

Man erhält dabei am Ende nicht “DEN” Studiengang, den man studieren soll/muss (das wäre ja auch ein etwas komisches Verständnis von Eigenverantwortung…), aber man kann von da ausgehend seine Suche sehr viel effizienter gestalten. Denn es macht Sinn, seine weitere Recherche erstmal auf diejenigen Studiengänge zu konzentrieren, die auch eine hohe Interessenpassung aufweisen.

Der SIT ist übrigens unheimlich erfolgreich: Seit dem Start Anfang 2014 haben ziemlich genau 850.000 Studieninteressierte den Test entweder bei der ZEIT oder auf dem Hochschulkompass absolviert. Um das in Relation zu stellen: Wir reden über etwa ein Drittel (!) aller Studienanfänger in Deutschland in diesem Zeitraum.

Und Österreich?

Tja, wie gesagt: Der Wirkungsradius des SIT war bislang auf Deutschland und das Studienangebot in Deutschland beschränkt. Nun ist seit kurzem auch die Uni Innsbruck als erste österreichische Hochschule mit dem gesamten Bachelor-Angebot Teil der Suche. Wer also bei ZEIT ONLINE oder Hochschulkompass.de den SIT nutzt, der bekommt – Passung vorausgesetzt – auch die Studienangebote der Uni Innsbruck ausgespielt.

Und: Die Uni Innsbruck bietet auf ihrer Website mit dem sog. StudyTest eine hochschulindividuelle Variante des SIT. Unter http://studytest.uibk.ac.at/ können Studieninteressierte den Test durchlaufen…,

…erhalten dabei ebenso wie beim SIT ein individuelles Studieninteressenprofil…

…und können dieses dann mit dem aus rund 180 Studiengängen bestehenden Studienangebot der Uni Innsbruck abgleichen lassen.

Von da ausgehend kann man dann in die weitere Detailrecherche einsteigen. In meinem Fall sollte ich also wohl mal bei den Wirtschaftswissenschaften vorbeischauen! Ach ne, ich habe das ja schon studiert… ;-)

Wer also entweder schon weiß, dass er auf jeden Fall an der Uni Innsbruck studieren möchte, der kann seine Detailrecherche dort nun auch mit dem StudyTest starten und muss sich auf jeden Fall nicht durch 180 Studiengänge ackern. Und wer dann doch in Innsbruck nicht fündig wird oder doch nochmal schauen will, zu welchen Studiengängen an anderen Hochschulen die eigenen Interessen passen würden, der klickt einfach auf “passende Studiengänge anderer Hochschulen” und wird mit samt seines Interessenprofils in die Studiengangssuche bei ZEIT ONLINE geschickt. Den Test muss man dort natürlich nicht wiederholen.

*Und bevor ich es vergesse. Orientierungshilfe auf Basis von Interessentests gibt es nicht nur für die Studienorientierung, sondern auch für die Berufsorientierung. Wer also nicht studieren möchte (oder wenn dann dual), sondern eine Berufsausbildung anstrebt, der sollte mal bei Einstieg.com vorbeischauen. Da gibt es etwas ganz ähnliches für Berufsorientierung…

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