Fundstück: Lena sucht Baby-Paul/-ine… Popstar sucht mit Instagram-Clip nach “persönlichem Azubi”

Was macht man, wenn man 2,9 Millionen Abonnenten bei Instagram hat und einen Job zu vergeben hat?

Nicht so schwer zu erraten, oder? Man dreht ein kleines Video, drückt auf publish und hat dann womöglich die nächsten drei Jahre damit zu tun, die Berge von Bewerbungen zu sichten… ;-)

So oder ähnlich lässt sich wohl das Phänomen beschreiben, dass sich gerade rund um die Suche von Lena Meyer-Landrut nach einem “Azubi” beobachten lässt.

“Lena” hat vorgestern auf ihrem Instagram-Kanal ein zweiminütiges Video veröffentlicht, in dem sie, unterstützt von Paul “Hütte” Hüttemann, bekannt gibt, dass sie per sofort einen “Azubi” sucht.

Paul Hüttemann ist derjenige, der diesen Job aktuell hat und um dessen Nachfolge es geht (deswegen “Baby-Paul/-ine”). Die Aufgabe: Begleitung 24/7, bei Events, bei Shootings, bei Terminen usw. und die entsprechende Dokumentation in Foto- und Videoform.

Und? Tja, bummelige 533.000 Videoaufrufe in nicht ganz zwei Tagen (in der Zeit, die ich für diesen Artikel gebraucht habe, sind rund 7.000 dazugekommen…) und mehr als 1.500 Kommentare, von denen viele die baldige Bewerbung ankündigen, sprechen eine ziemlich deutliche Sprache. Bewerben kann/ soll man sich per E-Mail. Dabei sein sollen: Ein “Portfolio” und ein kurzes Vorstellungsvideo.

Zwar klingt “Ruhm und Ehre” eher nach “wenig oder kein Geld”, aber hey, lässt sich die Generation nicht eh nur noch mit Sinn statt Geld locken… ;-) Ich bin mir jedenfalls sicher, dass das responsemäßig ziemlich rumsen wird und kann mir vorstellen, dass Lena und Kollegen die nächste Zeit ziemlich viel damit zu haben werden, sich Bewerbungen und -Videos anzugucken.

Jetzt kann man diesen Fall natürlich nicht direkt auf Unternehmen und ihr Recruiting übertragen. Zum einen dürfte es kein Unternehmen geben, dessen Karrierekanal bei Instagram auch nur im entferntesten die Reichweite einer Lena Meyer-Landrut erreicht. Auch dürfte es für viele schon erheblich spannender klingen, einen Popstar ein Jahr lang mit einer Kamera begleiten zu können, als – sagen wir mal – eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker in Weiden in der Oberpfalz zu absolvieren (ohne das abwerten zu wollen). Und schließlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Aufruf viral geht, natürlich enorm viel größer als eine Stellenanzeige der Kreissparkasse Birkenfeld (auch wenn ich ebenjener vor ein paar Jahren einmal durch einen Beitrag im Recrutainment Blog zu enormem “Ruhm” verhelfen konnte… ;-)).

Aber: Das Beispiel zeigt, was für ein Potential möglicherweise auch für Personalmarketing und Recruiting im Influencer-Marketing stecken könnte. Selbst wenn hinten zwei Nullen weniger dranhängen, wäre das für viele Nachwuchs suchende Unternehmen ja schon ein Riesenerfolg…

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