Zwei Veranstaltungstipps zur Zukunft Personal. Themen: „Personalmarketing, das gar nicht geht“ und „Mobile Recruiting, aber bitte differenziert“. Wir sehen uns!

Das Zeitfenster zwischen Ende der Sommer- und Beginn der Herbstferien ist traditionell jedes Jahr High-Season.

Eine Veranstaltung jagt die nächste – letzte Woche fanden mit der Recruiting Convention von Prospective in Zürich und dem HR Barcamp von whatchado in Wien zwei „Klassentreffen“ zeitgleich statt, diese Woche geht mit der HR Fuckup Failure Night in München weiter, nächste Woche folgt der alljährliche Pflichttermin zur smrc in Hamburg und na klar, den Recruiterslam am 9.11. in Stuttgart dürfen wir auch nicht vergessen… – und ganz nebenbei versucht die HR-Welt auch alle möglichen Projekte wahlweise in dieser Zeit anzuschieben oder abzuschließen…

Man kann fast schon sagen zum Glück findet die Zukunft Personal dieses Jahr vergleichsweise spät – vom 18. bis 20. Oktober – statt. Sie beansprucht dafür aber auch wieder einen Zeitraum von drei Tagen.

Naja, ich selber werde mich für zwei Tage nach Köln begeben und hoffe darauf, viele bekannte Gesichter zu treffen und natürlich auch auf viele spannende neue Inputs.

Für erstgenanntes ist sicherlich die von Henner Knabenreich organisierte HR-Night am Abend des 18. Oktober in der Wolkenburg ein schöner Rahmen. Für die Inputs sorgen jede Menge Vorträge und Veranstaltungsformate auf oder im Umfeld der Messe.

Ein Highlight wird meiner Meinung nach das Trendforum „Recruiting zwischen Mensch und Maschine“ sein. Viele Themen rund um Robot- bzw. Data Driven Recruiting, automatisiertes Matching und das Spannungsfeld zwischen Mensch und Algorithmus werden dabei detailliert beleuchtet, also Themen, die hier im Recrutainment Blog quasi „wohnen“.

Ich selber werde an zwei Stellen bzw. im Rahmen zweier Veranstaltungsformate Inhalte in die Debatte schmeißen und würde mich freuen, viele von Euch jeweils vor Ort begrüßen zu dürfen.

meettheblogger

Zum einen habe ich die Ehre den ersten Tag der sog. Blogger Lounge abzuschließen. Dieses im Vorjahr eingeführte Format hat sich offenkundig bewährt und wurde von der einen oder anderen Kinderkrankheit kuriert. Dieses Jahr wird das Ganze bspw. sehr viel prominenter sichtbar sein und zwar in Halle 2.1. an Stand U.02.

Über alle drei Messetage wird sich das Who-is-Who der deutschen HR-Bloggerszene – von „Wollmilchsau“ Jan Kirchner bis „HR in Mind“ Robindro Ullah – hier den Staffelstab reichen und über einen bunten Themenmix sprechen. Ich werde diesen am 18.10. um 16.00 Uhr direkt von „NocheinPersonalmarketingblog“ Tim Verhoeven übernehmen und damit wie gesagt Tag 1 beenden.

OMG, die Stellenanzeige geht ja gar nicht! Oder doch?

Hack_CooleSäue

Im letzten Jahr hatte ich das Thema Cultural Fit auf die Agenda gehoben und einen ersten frühen Einblick in unser neues Testverfahren „Kulturmatcher“ gegeben. Dieser ist inzwischen eignungsdiagnostisch fertig entwickelt und wird von uns dann voraussichtlich zum neuen Jahr auf den Markt losgelassen. Wer hierzu einen ersten Erfahrungsbericht hören möchte, der sei auf den Vortrag von Stefan Reiser „Cultural Fit – Nutzung in der Praxis: Wie uns Algorithmen bei der Suche nach passenden Mitarbeitern helfen“ im Rahmen des oben genannten Trendforums „Recruiting zwischen Mensch und Maschine“ verwiesen.

Da also das Thema Cultural Fit dieses Jahr schon erfreulich prominent auf der ZP vertreten sein wird, habe ich mir mal so ein richtig schönes Blogger-Thema für die Blogger-Lounge vorgenommen:

Ausgehend von der Überlegung, dass Employer Branding nur dann erfolgreich sein kann, ja eigentlich sogar „nur dann überhaupt irgendeinen Sinn“ hat, wenn es zur Unterscheidbarkeit der jeweiligen Arbeitgebermarke beiträgt, kommt man schnell zu der Frage, wie mutig Employer Branding sein muss oder darf.

Konsequenterweise heißt es dann oft:

„Seien wir mal „anders“!

Gemeint ist dann konkret aber oft eher:

„Aber nicht sooo anders!“…

Es ist aber – um Merkel zu zitieren – im ureigensten Sinne alternativlos: Um aufzufallen, muss man die immer gleichen Floskeln und Stockfotos überwinden.

Das heißt aber unter Umständen auch, dass man die Grenzen der Political Correctness mindestens austesten, möglicherweise sogar überschreiten muss. Die Frage ist nur: Wo verlaufen diese Grenzen eigentlich? Was ist mutige und zudem auch noch „gute“ Personalwerbung? Was ist (un)billige Effekthascherei, die nicht nur gegen den guten Geschmack verstößt, sondern möglicherweise auch ein Fall für die Rechtsabteilung werden kann?

Am Dienstag, 18. Oktober,  um 16 Uhr werde in meiner Blogger-Session einige Beispiele aus dem Kuriositäten-Kabinett des Personalmarketings vorstellen – wer hier regelmäßig der Rubrik „Fundstücke“ folgt, weiß wovon ich spreche… -, um genau diesen Fragen nachzugehen.

Erwartet dabei keine fertigen Antworten, aber hoffentlich eine lebhafte Diskussion…

Wer noch eine Freikarte für die Zukunft Personal benötigt, der schicke mir bitte kurze eine E-Mail, Nachricht über einen meiner Social Media Kanäle oder hier als Kommentar unter dem Artikel. 

Mobile Recruiting? Ja, auf jeden Fall. Aber bitte differenziert und nicht um jeden Preis…

Nachdem wir uns dann die HR-Night um die Ohren geschlagen haben, wird der zweite Messetag mit einer Veranstaltung „außerhalb“ starten.

Und zwar lädt meinestadt.de am 19. Oktober ab 8.30 in die Kunstbar direkt zwischen Dom und Hauptbahnhof zu BeatsANDBreakfast.

beatsandbreakfast

Das Thema lautet

Good Morning (Mobile) Recruiting!

Moderiert von Cliff Lehnen, stv. Chefredakteur der Personalwirtschaft, werden dabei Sascha Krause (Google), Prof. Wolfgang Jäger (Hochschule RheinMain), Georg Konjovic (meinestadt.de), natürlich Dominik Hahn (Allianz), der zu dem Thema wohl wie kaum ein anderer wirkliche Erfahrungswerte hat und ich verbal die Säbel kreuzen.

Wie unschwer zu erkennen, wird es um Mobile Recruiting gehen und vor allem um die Frage, wie „mobile“ denn das Recruiting heute schon sein muss.

Wer häufiger mal im Recrutainment Blog zu Gast ist, weiß dass ich hier gebetsmühlenartig für eine differenzierte Sicht werbe. Mobile ist wichtig und in Teilbereichen der Personalgewinnung meines Erachtens inzwischen ein Must Have.

Ich sage aber bewusst „Personalgewinnung“, nicht „Recruiting“, weil ausgerechnet der Teil, nämlich das eigentliche Recruiting und alles was damit zusammenhängt (Bewerbung, Auswahl, Tests, Interviews etc.), für mich zwar durchaus zum Teil mobilisiert werden kann, aber noch (zumindest in Deutschland) nicht muss. Auch gibt es Aspekte der Personalauswahl, wo ein „undifferenziertes alles mobile“ sogar kontraproduktiv und das genaue Gegenteil von „im Sinne des Bewerbers“ wäre. Ich habe das ausführlich erst kürzlich im Kontext von Auswahltests („Mobile Assessment“) hier im Blog beschrieben.

Mobile_Assessment_Tablet2

Andere Bereiche der Personalgewinnung hingegen dürfen meiner Meinung heute nach gar nicht mehr ohne den Mobile-Aspekt bzw. vieles muss sogar konsequent nur vom mobilen Ende aus gedacht werden. Hierzu zählt für mich alles, was der Personalkommunikation zugerechnet werden kann (Employer Branding, Personalmarketing, Stellenanzeigen, Matching, Self-Assessment, Berufsorientierung etc.). Aber auch muss man immer die Frage klären, was genau man mit „mobile“ eigentlich meint: Alles Smartphone oder was? Oder doch „nur“ Tablet? Meint man nur das genutzte Endgerät oder auch den Verwendungskontext „unterwegs“?

Ihr merkt, Fragen über Fragen, keine eindeutigen, sondern differenzierte Antworten…

Und genau die wollen wir beim Frühstück diskutieren. Für alle, die linksrheinisch übernachten also: Vor der Messe erstmal auf einen Kaffee und ein Schwätzchen in die Kunstbar kommen…

Bis in drei Wochen! Spätestens…

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Jo Diercks

Geschäftsführer bei CYQUEST GmbH
Ich bin Gründer und Geschäftsführer der CYQUEST GmbH und der Mi4 GmbH. CYQUEST beschäftigt sich mit dem Thema Recrutainment, also dem Einsatz spielerisch-simulativer Methoden im Online-Assessment, Employer Branding und Recruiting. Im Recrutainment Blog berichte ich regelmäßig hierüber. Mi4 ist als Unternehmensberatung auf Themen des Online-Marketings und eCommerce spezialisiert.

3 Gedanken zu „Zwei Veranstaltungstipps zur Zukunft Personal. Themen: „Personalmarketing, das gar nicht geht“ und „Mobile Recruiting, aber bitte differenziert“. Wir sehen uns!

  1. Hallo Jo, super Idee mit der Beats & Breakfast und dem Thema. Aber um 8:30 Uhr direkt nach der HR-Night?
    Sollen da nur Spaßbremsen aufschlagen?

  2. ;-) Für mich ist das fast Mittag! Normalerweise geht der Wecker um 6.25 Uhr… Aber naja, 8.30 Uhr wird wohl erst die Tür aufgeschlossen, wirklich losgehen tut´s wohl erst um 9.15 Uhr…

  3. Hallo Herr Diercks,
    benötige noch eine Freikarte für die Zukunft Personal. Wäre es möglich eine von Ihnen zubekommen?

    Grüße

    Raphael Duell

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