So, noch ein paar Stunden und es geht für zwei Wochen in den Urlaub – keine Angst: Nicht für den Recrutainment Blog, nur für mich… Meine Kolleginnen und Kollegen werden auch der Zwischenzeit für Aktuelles aus der Employer Branding- und Recruitingszene sorgen.
Verabschieden möchte ich mich mit einem hübschen Fundstück, dass mir gestern Abend im Zuge einer kleinen Suche nach Guerilla Recruiting mal wieder in die Hände fiel.
Nun, aktuell dürften Börsenmakler an der Wall Street ja nicht allzu viel Anlass haben, über eine Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses durch Ausnutzung der Gravitation nachzudenken, aber bei all den befürchteten Blasen an den Finanzmärkten kann dieser Wunsch über Kurz oder Lang ja wieder an Aktualität gewinnen. Dazu passend hier nun die wunderbare Guerilla-Werbemaßnahme von Careerbuilder…
Speziell letzterem steht aber mein aktuelles Fundstück zum Wochenende eigentlich in nichts nach. Meine Kollegin Jessica hat diese wunderbare Stellenanzeige im Weser-Kurier gefunden. Damit sucht das Bremer Zahnlabor Gischkowski nach Mitarbeitern. Ja, das Motto steht ja eigentlich schon drunter: Wer´s nötig hat…
Hat auf jeden Fall brutales virales Potenzial… Nicht schlecht für Print!
Dass man aber auch nicht immer so kompliziert und aufwendig denken muss, das beweist unser heutiges Fundstück zwischendurch. Das ist so herrlich auf den Punkt und dabei so wunderbar analog… Obwohl? Mit aktuell 9.991 Likes, 2.287 Shares und 129 Kommentaren bei Facebook und natürlich jetzt diesem Eintrag im Recrutainment Blog ;-) ist es vielleicht alles andere als das… Wenn man das man immer so planen könnte…
Eigentlich sollte heute ein andere Blogpost erscheinen, den gibt es aber jetzt erst Freitag.
Ich bin über was herrliches gestolpert und um ehrlich zu sein, fühlte ich mich und meine Zunft dabei durchaus das eine oder andere Mal ertappt…
Der liebe kleine Robot arbeitete einst in der “Recruitment Advertising Industry”. Doch das war gestern. Heute ist er ein Employer Branding Consultant! Jawoll!
Passend zum Osterwochenende haben wir noch ein kleines Fundstück für euer Osternest. Auf der SPIEGEL Karriereseite haben wir den JOBTITEL-BANDIT gefunden. Mit Hilfe des einarmigen Banditen für Jobtitel kann man sich besonders schöne Kreationen zaubern, wie z.B. „Team-Officer for-Intergalatic-Resources“…
… oder den „National-Officer for-Bullshit-Interaction”. Per Klick auf den roten Hebel generiert man sich einen neuen Jobtitel.
Spontan denken wir hier an die Axel Springer Employer Branding Kampagne zurück. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an unseren damaligen Blogartikel inkl. Video. Hatte damals etwa schon der JOBTITEL BANDIT seine Finger im Spiel?
Fazit:
Ich finde, der JOBTITEL-BANDIT ist ein gelungenes “Spielzeug”, das bei uns im Team definitiv zur Belustigung beigetragen hat und auf eine sehr charmante Art den ein oder anderen sehr modernen Jobtitel auf die Schippe nimmt. Oder habt ihr euch noch nie gefragt, was denn nun eigentlich ein „Assistent Manager of Facility Management“ im Schwimmbad macht? :-)
Meinen Wunschtitel für die nächste Visitenkarte habe ich auf jeden Fall schon gefunden – aber seht selbst:
In diesem Sinne wünscht euch das CYQUEST-Team ein frohes Osterfest und da es dieses Jahr schon nicht dazu einlädt draußen Ostereier zu finden, kann man sich so wenigstens einen neuen Jobtitel suchen. Postet doch mal eure Favoriten!
Die guten Vorsätze zum neuen Jahr beinhalten häufig auch den Wunsch zur beruflichen Weiterentwicklung. Manchmal ist damit auch ein Arbeitgeberwechsel verbunden. Aber, wie geht man diese Kündigung nun an? Wie reagiert wohl der Chef? Und wie viel liegt einem persönlich daran, im „Guten“ auseinander zu gehen?
In den USA herrscht hier momentan regelrecht eine Kündigungs-Competition. Ein schönes Beispiel gefällig?
How to Quit Your Job Like a BOSS! (Video nicht zu sehen? Einmal F5 drücken!)
Oder auch: How to quit, when you don´t like your boss (at all)… dafür aber eine ganze Marching Band mitbringt…
Was können Arbeitgeber von diesen zwei Videos lernen? Das Stichwort, das mir spontan hierzu einfällt, ist Trennungsmanagement als Teil des Employer Brandings. Gerade von Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen, kann ein Unternehmen lernen: Z.B. durch Ausstieginterviews.
Für den Fall, dass ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, um sich selbst weiterzuentwickeln etc. kann das Unternehmen z.B. durch ein gutes Talent Management- oder Alumni-Programm o.ä. den ehemaligen Mitarbeiter weiterhin mit dem Unternehmen verbinden.
Eine Kündigung muss also nicht immer ein „Ende“ sein.
In diesem Sinne möchten wir uns von CYQUEST alle ganz herzlich von unserer langjährigen Kollegin Verena verabschieden, die am Donnerstag ihren letzten Tag bei uns hat und dann wieder ein wenig dichter an die familiären Wurzeln in den Westen zieht. Verena hat uns viereinhalb Jahre durch eine intensive Phase des Unternehmensaufbaus begleitet und in dieser Zeit als Senior Projektmanagerin maßgeblichen Anteil an unserem Erfolg. Nicht zuletzt hat sie den Recrutainment Blog als Co-Bloggerin tatkräftig unterstützt und mir auch noch einen Abschiedspost für die nächsten Tage versprochen…
Also Verena, sei dir nicht zu sicher, dass wir nicht irgendwann bei dir auftauchen, um dir ein Ständchen zu singen. Du wirst hier fehlen.
Okay, heute hat das Fundstück wirklich mal so gut wie gar nichts mit Personalmarketing zu tun. Dafür dreht es sich um einen zeitlosen Wert an sich – Freundschaft. In meinem Fundstück zum Wochenende stellt Carlsberg die Frage: “Wie weit geht die Freundschaft?” oder anders: “Was würde ein wahrer Freund auf sich nehmen, um einem zu helfen?”…
Sehr gelungenes Video. Gux du? (evtl. einmal F5 drücken…)
Und wenn ich so darüber nachdenke, dann hat das Video ggf. doch etwas mit Personalmarketing zu tun. Man stelle sich den Plot leicht variiert vor: “Was würde ein Top-Mitarbeiter tun, um seinem Unternehmen zu helfen?”
Nach den verschiedenen teilweise belustigenden Rap-Einlagen deutschsprachiger Azubis (siehe Edeka, BMW und Konsorten) flatterte heute mal wieder ein Rap-Video durchs Netz, was man grob dem Bereich “Arbeitgebervideo” zuordnen kann – von – oder konkreter: ÜBER – Google, unser aller Lieblingssuchmaschinen-Konzern.
Ob mir das jetzt wirklich richtig gut gefällt? Hmm, kann ich soo jetzt nicht sagen. Auf jeden Fall klingt es irgendwie eher nach richtigem Rap. Produktionstechnisch ist das Video nicht unbedingt eine Offenbarung. Inhaltlich vermittelt das Video schon eine Botschaft, nämlich dass Google sehr vieles macht und dabei – und das ist glaubwürdig und nachvollziehbar – viele Zukunftstrends maßgeblich beeinflusst oder setzt. “Welcome to the Google Plex – the home of where the Future´s kept” ist daher sicherlich eine treffende Textzeile. Böswillig könnte man da aber auch ein wenig raushören “…where the Future´s kept hostage”…
Hier gibt es das Welcome-Google-Video dann auch nochmal in Bewegtbild-Form (wenn Ihr es nicht sehen könnt, einmal F5 drücken, speziell der Google Browser Chrome hat so manchmal Probleme mit dem Embed-Code der Google-Tochter Youtube… ;-)).
Im letzten Jahr haben wir schon über das OTTO Video “Ein Tag mit Tjorven” berichtet. Nun gibt es einen neuen in der Reihe “Ein Tag mit…”. Diesmal wurde Holger einen Tag lang begleitet und gibt einen Einblick in das Inhouse Consulting der Otto Group.
Im Gegensatz zum Tjorven-Video wurde mich Holger ein Bereichsleiter begleitet, d.h. der verwendete Testimonial-Ansatz auf leitendes Personal angewendet.
Neugierig?
Klappe die Zweite:
Ich muss sagen, dass mir auch dieses Video ganz gut gefällt. Insb. die Abschnitte, in denen es menschelt, also bspw. der Aspekt “Vereinbarkeit von Beruf und Familie” gezeigt wird, finde ich gelungen. Die gezeigten “Arbeitssituationen” finde ich zwar inhaltlich glaubwürdig, diese wirken auf mich aber auch zuweilen ein wenig “nachgespielt”.
Ich muss sagen, die Idee finde ich wirklich – um mal so 70er-Sprech zu bemühen – “pfiffig”! Bei der Kölner Agentur antwerpes, die sich mit ca. 70 Mitarbeitern auf “kreative Kommunikationskonzepte für den Healthcaremarkt” spezialisiert hat, kann man sich quasi “als Roboter” bewerben. Die Aktion wurde entsprechend passend “Robo Job” getauft.
An wen richtet sich das und wie genau muss man sich das vorstellen?
Robo Job richtet sich an die Zielgruppe IT´ler, denn auch mittelständische Agenturen haben Bedarf an Software-Entwicklern… Als erstes müssen Interessenten auf der Seite http://robojob.antwerpes.de eine leichte bis mittelschwere Programmieraufgabe lösen.
Ich gebe zu, ich hätte das nicht gekonnt, aber das ist ja auch so gewollt – Programmierer bin ich nämlich nicht ;-). Ich habe mich aber sofort erinnert gefühlt an die Google Billboard Rätsel. Im Prinzip kann man daran die Idee der “Mini-Assessments” als Instrument intelligenter Selbstselektion oder auch als Ernsthaftigkeitshürde verwirklicht sehen.
Gelingt einem die Lösung (ich gebe zu, ich habe mir von einem unserer Anwendungsentwickler helfen lassen) wird man aufgefordert, über Skype Kontakt aufzunehmen.
Und dann wird es spannend: Über Skype wird man direkt auf den Kopf des Roboters geschaltet. Hä? Wie?
Also: Bei antwerpes gibt es einen Roboter, der aus einem eigens angefertigten Kunststoff-Torso, montiert auf Bürostuhlrollen, sowie einem iPad als Kopf besteht. Und auf diesen iPad-Kopf wird man als “Kandidat” nun über Skype geschaltet. Das funktioniert zu festen Uhrzeiten (wochentags zwischen 11 und 13 sowie 14 und 17 Uhr).
((c) antwerpes ag)
Im Prinzip wird man dadurch via Skype virtuell ins Unternehmen eingeladen. Man kann in der Agentur herumgeführt werden, potentielle Kollegen treffen und sich ein “Bild” machen.
Aber: es geht nicht nur um den Rundgang. Vielmehr dient der virtuelle Kontakt auch dem Unternehmen dazu, ein Jobinterview zu führen. Man tauscht sich über das Profil des Bewerbers aus und im Anschluss erhält der Kandidat eine an seinem Know-how ausgerichtete Aufgabe. Diese kann er im Gespräch lösen. Sollten dafür weitere Informationen oder Materialien notwendig sein, können diese bei Bedarf via Skype zugesendet werden.
Es werden also Interview und (mentale) Arbeitsprobe kombiniert. Nun sind zwar auch webbasierte Videointerviews mittlerweile bekannt und auch der Einsatz von Skype hierfür bereits umfangreich erprobt (z.B. bei Otto), aber die beim Robo Job gewählte sehr “recrutainige” Kombination mit Mini-Assessment, moderner Hardware und – muss man sagen – cooler Optik setzt hier nochmal deutlich einen oben drauf.
Ganz Agentur hat antwerpes dann natürlich auch einen Youtube-Trailer für das Projekt produziert und ins Netz gestellt:
Also, Zwischenfazit. Ich finde die Idee wirklich gelungen. Es hat zwar sicher nicht jeder einen Roboter-Torso rumstehen oder einen befreundeten Kulissenbauer, der einem so einen mal eben schafft, aber ansonsten setzt sich Robo Job so simpel wir pfiffig aus bekannten Komponenten zusammen. Und das ist clever.
Ob es auch wirkt? Dazu greife ich mir mal meinen guten alten Bekannten Rouven Schäfer, Leiter Human Resources bei antwerpes, zu einem Interview. Stay tuned…