Unternehmen geben sich große Mühe, junge Talente zu gewinnen. Attraktive Ausbildungsprogramme, spannende Projekte, flexible Arbeitsbedingungen und vielfältige Benefits sollen dafür sorgen, dass Bewerbende von selbst anklopfen. Wenn diese Strategie aufgeht, passiert genau das, worauf Personalabteilungen hoffen: Die Bewerbungen kommen in großer Zahl und das Interesse der jungen Talente ist deutlich spürbar.
Damit stellt sich schnell die nächste Herausforderung:
Wie erkennt man nun unter all diesen Bewerbungen diejenigen, die wirklich die Fähigkeiten und Interessen mitbringen, die für den jeweiligen Beruf entscheidend sind?
Beim Familienunternehmen ARBURG kennt man diese Herausforderung gut. Seit über 100 Jahren verbindet ARBURG Innovationskraft mit präziser Ingenieurskunst und zählt inzwischen weltweit zu den führenden Herstellern von Spritzgießmaschinen. Rund 3.400 Mitarbeitende arbeiten an 37 Standorten in Entwicklung, Vertrieb und Service. Die Maschinen selbst werden zentral am Hauptsitz in Loßburg (Deutschland) gefertigt.
Dort starten jedes Jahr zahlreiche junge Menschen ihre Ausbildung oder ein Duales Studium in technischen, informatischen oder wirtschaftlichen Bereichen. Um aus der Vielzahl an Bewerbungen die passenden Talente herauszufiltern, setzt ARBURG auf ein zweistufiges Assessmentverfahren: Ein Online-Test dient als strukturierte Vorauswahl, gefolgt von einem vertiefenden Assessment vor Ort.
Schritt 1: Das Online-Assessment
Der erste Schritt ist ein etwa 30-minütiger Online-Test, den Bewerbende bequem von zu Hause aus absolvieren können.
Im Mittelpunkt stehen Verfahren zur Messung kognitiver Leistungsfähigkeit, die für viele Ausbildungsberufe und duale Studiengänge besonders relevant sind. Dazu gehören Aufgaben zu:
- numerischem Denken
- konzentriertem und schnellem Bearbeiten von Informationen
- figural-bildhaftem Problemlösen (Culture-Fair-Test)
Ergänzt wird das Online-Assessment durch einen berufsbezogenen Interessentest. In diesem Selbsteinschätzungsverfahren bewerten die Bewerbenden verschiedene berufliche Tätigkeiten danach, wie stark sie diese persönlich interessieren. Die Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise darauf, wie gut die Interessen der Bewerbenden zu den Anforderungen der jeweiligen Ausbildung oder des dualen Studiengangs passen und dienen später als Gesprächsgrundlage, etwa im Interview.
Schritt 2: Das Vor-Ort-Assessment
Wer im Online-Test überzeugt, wird zu einem zweiten Assessment vor Ort eingeladen. Diese Testphase dauert 45-60 Minuten und wird auf Tablets durchgeführt.
Je nach Ausbildungsrichtung oder dualem Studiengang durchlaufen Bewerbende zwischen fünf und sieben verschiedene Testverfahren. Alle Assessments beginnen mit einem Multitasking-Test, der überprüft, wie gut Aufgaben parallel und konzentriert erledigt werden können.
Weitere Inhalte umfassen fachliche Wissenstests in:
- Mathematik
- Physik
- Technik
- Englisch
Neben kognitiven Fähigkeiten und Fachwissen spielen auch persönliche Eigenschaften eine wichtige Rolle. Deshalb absolvieren alle Bewerbenden abschließend einen berufsbezogenen Persönlichkeitstest, der Merkmale wie Motivation, soziale Interaktion und Arbeitsstil erfasst. Die Ergebnisse helfen somit dabei, ein umfassendes Bild der Bewerbenden zu gewinnen.
Technisch sind die Assessmentverfahren direkt an das Bewerbermanagementsystem von ARBURG angebunden. Einladungen zu den Assessments können dabei direkt über das System versendet und Testergebnisse unmittelbar nach Durchführung eingesehen werden.
Strukturierte Auswahl – fair für beide Seiten
Das zweistufige Verfahren vereint die Vorteile digitaler Vorauswahl mit einer vertiefenden Überprüfung vor Ort. Der Online-Test ermöglicht eine effiziente, skalierbare Vorauswahl, während das Vor-Ort-Assessment zusätzliche Vergleichsmöglichkeiten liefert und die Ergebnisse validiert, was gerade in Zeiten digitaler Hilfsmittel wie KI-gestützter Tools ein klarer Vorteil ist.
Bei ARBURG sorgt diese Kombination dafür, dass Talente fair bewertet werden und Unternehmen wie Bewerbende sich gleichermaßen auf einen transparenten und validen Auswahlprozess verlassen können. Zudem erhalten Bewerbende mehrere Gelegenheiten, ihre Stärken zu zeigen.

