Mit dem HAUPTSTADT MATCHER spielerisch zum passenden Einstieg beim Land Berlin

Hand aufs Herz: Wie viele von uns wussten mit 16 oder 17 Jahren wirklich, welchen Beruf sie einmal ausüben möchten? Wahrscheinlich die wenigsten. Und trotzdem erwarten wir von Jugendlichen, dass sie schon in diesem Alter eine Entscheidung treffen, die ihren weiteren Lebensweg maßgeblich prägt.

„Was willst du später einmal werden?“ gehört zu den Fragen, die Jugendliche immer wieder hören – von Eltern, Lehrkräften, Freunden oder Verwandten. Die ehrlichste Antwort lautet dabei oft: „Ich weiß es noch nicht.“

Das ist kein Zeichen von Orientierungslosigkeit, sondern völlig normal. Schließlich kennt man in diesem Alter meist nur einen Bruchteil der Berufe, die es überhaupt gibt. Also wird recherchiert, mit Freundinnen und Freunden gesprochen und vielleicht ein Praktikum absolviert. Die Berufswahl entsteht dabei nicht selten nach dem Prinzip „Das klingt ganz interessant“.

Natürlich kann das funktionieren. Häufig bleibt aber ein ungutes Gefühl zurück, weil die Entscheidung eher auf Zufall als auf echter Passung beruht. Und genau das zeigt eine Schwäche unseres bisherigen Systems. Wir sprechen oft viel zu früh über konkrete Berufe und viel zu selten darüber, wer ein Mensch eigentlich ist, was ihn motiviert und wo seine Stärken und Präferenzen liegen.

Genau an dieser Stelle setzt der HAUPTSTADT MATCHER des Landes Berlin an. Das Matching-Tool stellt nicht den Beruf, sondern den Menschen an den Anfang des Orientierungsprozesses. Im Mittelpunkt steht deshalb nicht mehr die Frage „Wer passt zu unseren Stellen?“, sondern „Was passt eigentlich zu dir?“.

Das Tool ist auf der Karriereseite des Landes Berlin eingebunden und dort kostenlos sowie anonym nutzbar. Nach dem Start bewerten Nutzende 23 Aussagen zu typischen Aspekten des Berufsalltags. Es geht bspw. um Fragen wie: Arbeite ich lieber drinnen oder draußen? Möchte ich mit Menschen arbeiten oder eher mit Technik? Kann ich mir unregelmäßige Arbeitszeiten vorstellen? Jede Aussagen wird dabei von einer kurzen Videosequenz begleitet, die das Tool visuell auflockert.

Das Bewertungssystem ist bewusst einfach gehalten. Jede Aussage wird nach dem YAE-or-NAY-Prinzip mit „passt zu mir“ oder „passt nicht zu mir“ beantwortet. So setzen sich Nutzende spielerisch mit ihren Interessen und Präferenzen auseinander.

Nach ein bis zwei Minuten erhalten Nutzende ein übersichtliches Ranking der Berufsfelder des Landes Berlin, sortiert nach der individuellen Passung. Damit erhalten sie eine konkrete Orientierung, von der aus sie direkt in die Berufsfelder eintauchen, passende Ausbildungsberufe oder duale Studiengänge entdecken und relevante Informationen abrufen können, von Aufgaben über Voraussetzungen bis hin zur Vergütung.

Die Orientierung erfolgt somit nicht mehr im luftleeren Raum, sondern auf Basis einer reflektierten Selbsteinschätzung.

Was hier auf den ersten Blick wie ein Service für Jugendliche wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als wirkungsvolles Instrument für das Recruiting. Denn der HAUPTSTADT MATCHER setzt genau dort an, wo viele Recruitingprozesse heute ihre größte Herausforderung haben: am Anfang der Candidate Journey.

Wenn Kandidat*innen bereits vor der Bewerbung besser verstehen, was zu ihnen passt, verändert sich die Qualität der Bewerbungen. Entscheidungen werden bewusster getroffen und Erwartungen realistischer eingeordnet.

Gleichzeitig entsteht eine Candidate Experience, die sich von klassischen Karriereportalen abhebt. Statt sich durch lange Stellenbeschreibungen und Karriereseiten zu arbeiten, erleben Nutzende einen interaktiven und visuell gestützten Zugang zur Berufswelt. Das fühlt sich nicht nach Hürde an, sondern nach Unterstützung und wirkt sich positiv auf die Wahrnehmung der Arbeitgebermarke aus. Denn wer Orientierung bietet, bevor überhaupt eine Bewerbung im Raum steht, positioniert sich nicht nur als Arbeitgeber*in, sondern als Partner*in bei der Berufsentscheidung.

Was das Land Berlin hier macht, steht exemplarisch für einen Perspektivwechsel, den viele Organisationen zwar diskutieren, aber bislang nur selten konsequent umsetzen. Im Mittelpunkt steht nicht mehr die Frage, wie möglichst viele Bewerbungen generiert werden können, sondern wie Menschen dabei unterstützt werden, eine fundierte Berufsentscheidung zu treffen. Genau darin liegt auch die Chance, dass die passenden Talente ihren Weg zur Organisation finden.

Warum also die Passung dem Zufall überlassen, wenn sie sich gezielt fördern lässt?

Neugierig geworden? Der HAUPTSTADT MATCHER kann direkt hier ausprobiert werden: https://hauptstadt-matcher.berlin.de

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