Alles nur (noch) Fake? (M)Ein Thema auf der „Schicht im Schacht“ am 24.04. in Duisburg

Bei uns glätten sich so langsam die Wogen wieder nach der fulminanten #HREdge26 Ende März. Ein paar Rückblicke und Zusammenfassungen werden in der nächsten Zeit noch folgen, aber gleichzeitig richtet sich der Blick nun ja auch auf die anstehenden Veranstaltungen.

Und da steht mit der Schicht im Schacht am 24.04. eines meiner absoluten Lieblingsevents ins Haus.

Marcel Rütten und sein Team haben wieder ein absolutes Top-Programm zusammengestellt, das – beginnend mit dem legendären Warm-Up am Vorabend – eigentlich jeden, der auch nur im entferntesten mit Personalgewinnung zu tun hat, in den Landschaftspark Nord nach Duisburg lotsen sollte. Dass das Event zudem unheimlich herzlich und mit viel Liebe zum Ruhrpott-Detail ausgerichtet ist, kommt noch sehr begünstigend hinzu.

Apropos Ruhrpott: Die Abschluss-Keynote (also bevor der Knappenchor wieder die Bühne beschallt) wird dabei mit Peter Neururer ein echtes Ruhrpott-Urgestein halten. Wir können uns also wahrscheinlich auf eine richtige Kabinenpredigt freuen.

Und dass ich nochmal irgendwann von mir behaupten kann, direkter Vorredner von Peter Neururer zu sein, hätte ich auch kaum für möglich gehalten.

Ist aber so. Ich werde mich direkt vorher auf der großen Bühne im Theatersaal der Frage widmen:

Alles Fake oder was?

Dass das Thema Fake durch den Fernandes-Ulmen-Fall just eine solche (unrühmliche) Prominenz erlangen würde, wusste ich zu dem Zeitpunkt als Marcel und ich das Thema besprochen haben, noch nicht. Aber dass das Thema nicht erst seit gestern in der Welt ist, wissen wir ja spätestens seit das Stable Genius mit orangem Haar den Begriff „Alternative Fakten“ und „Fake-News“ etabliert hat.

Und naja, zu glauben, dass all das nichts mit Recruiting zu tun hätte, wäre ja auch sehr naiv. Im Gegenteil: Künstliche Intelligenz hat massiven Einfluss darauf, wie Bewerbungen und Bewerbungsprozesse heutzutage aussehen. Von „KI-Schönung“ über „KI-Manipulation“ bis hin zu wirklichem „Fake“ ist alles dabei und stellt uns vor große Herausforderungen.

Das geht los bei KI-„optimierten“ Anschreiben und Lebensläufen und reicht bis hin zu komplett durch Avatare geführten Bewerbungsinterviews. Die „Signale werden zu billig“, um einmal auf Michael Spence´ Signaling Theorie zu referenzieren… Wenn es so einfach geworden ist, sehr gut passend aussehende Bewerbungen mit sehr wenig Aufwand zu erstellen, führt dies auf Unternehmensseite dazu, dass sehr viel mehr Aufwand zur Sichtung und Bewertung getrieben werden muss bei gleichzeitig deutlich weniger „Resultat“…

Eine Folge: Arbeitgeber intensivieren Background-Checks. Dazu auch sehr passend ist dieser Gastartikel von Nabil el Berr, CEO des auf Background-Checks spezialisierten Tech-Anbieters Indicium…

Auch wir bei CYQUEST werden natürlich permanent mit der Frage konfrontiert, wie hoch denn die Aussagekraft von eignungsdiagnostischen Tests eigentlich noch ist, wenn diese doch ggf. auch mit Hilfe von KI gelöst werden können. Und darum wird es in dem Vortrag auch um diese Frage gehen.

Das Überraschende: Im Einsatz von Eignungsdiagnostik liegt durchaus ein Lösungsbeitrag, um dem Problem der steigenden Menge kaum noch sinnvoll zu bewertender Bewerbungen zu begegnen. Insofern ist die Diagnostik an dieser Stelle gar nicht so sehr Teil des Problems als vielmehr Teil der Lösung – Stichwort: CAPTCHA

Darum lautet mein Vortragstitel auch:

Alles nur (noch) Fake? Warum Eignungsdiagnostik (speziell) in Zeiten von KI so wichtig ist

Zum Teil sind die Lösungen dabei sogar verblüffend simpel, wie ich mit etlichen Ausflügen in aktuelle Forschung aufzeige… Eignungsdiagnostik liefert nämlich zum einen inhaltlich aussagekräftige Signale (das heißt, sie ermöglichen „Unterscheidung“) und sie gibt den Signalen einen „Preis“

Soweit zu meinem Beitrag zur Schicht im Schacht. Aber auch sonst ist das Programm wirklich oberstes Regal.

Ich kann daher wie gesagt, nur wärmstens anraten, sich – sofern noch nicht geschehen – eines der letzten Tickets zu schnappen. Am besten gleich hier lang

Wir sehen uns dann nächste Woche in Duisburg. Glück auf!

Ein Kommentar zu „Alles nur (noch) Fake? (M)Ein Thema auf der „Schicht im Schacht“ am 24.04. in Duisburg

  1. Wichtiges Thema! CV Faken geht auch schnell und einfach ohne KI. Wir sollten auch mal über Fake Work im allg. sprechen aber das traut man sich in der HR Blase nicht. :-)

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