Der wit matcht sie alle: Die Weiterbildungsangebote des Portals “hoch & weit”

Viele deutsche Hochschulen bieten, häufig in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, wissenschaftliche Weiterbildungen an. Das Angebot ist sehr umfangreich und divers, weshalb es gar nicht so einfach ist, das passende Angebot zu finden. Aber keine Sorge: Hier hilft jetzt der wit!

Der wit – Weiterbildungs-Interessentest ist Teil des neuen Portals hoch & weit der Hochschulrektorenkonferenz. Die Idee des Portals ist, dass hier erstmalig wissenschaftliche Weiterbildung gebündelt abgebildet wird und eine gezielt auf diesen Kontext zugeschnittene Filterung die Suche nach dem passenden Angebot ermöglicht.

Der in das Portal von CYQUEST integrierte wit basiert auf einem nach wissenschaftlichen Standards entwickelten Interessentest auf Basis des RIASEC-Modells von John L. Holland. Das klingt nicht nur toll, sondern ist es auch!

Aber was macht so ein Interessentest denn eigentlich im Detail?

Das Modell von Holland ist in der psychologischen Interessenforschung hoch anerkannt und liegt daher vielen Interessentests zugrunde. Dieses Modell unterscheidet sechs Interessensbereiche, die in einem Hexagon angeordnet werden:

R = Realistic  handwerklich-technisch

I = Investigative  untersuchend-forschend

A = Artistic  künstlerisch-kreativ

S = Social  erziehend-pflegend

E = Enterprising  führend-verkaufend

C = Conventional  ordnend-verwaltend

Die Anordnung der Interessensbereiche hängt damit zusammen, wie ähnlich sich diese sind. Ein Beispiel: Die beiden gegenüberliegenden Interessen R und S beispielsweise sind gegensätzlich zueinander. Das handwerklich-technische Interesse orientiert sich hauptsächlich an der Arbeit mit Dingen, wohingegen sich das erziehend-pflegende Interesse hauptsächlich an der Arbeit mit Menschen orientiert. Gleichwohl kann es natürlich auch Menschen geben, die sowohl ein ausgeprägtes technisches als auch soziales Interesse haben.

Nach diesem Modell sollen Menschen besonders dann zufrieden mit ihrer Arbeit sein, wenn diese ihren Interessen entspricht. Um nun sowohl die Interessen einer Person als auch die Interessensanforderungen eines Berufs (oder auch Weiterbildungsangebots) abzubilden, werden die drei Interessenbereiche bestimmt, die hauptsächlich charakteristisch für die Person bzw. das Weiterbildungsangebot sind.

Um dies vereinfacht darzustellen, wird aus den sechs Interessenbereichen ein dreistelliger Code, der sogenannte Holland-Code, aus den Anfangsbuchstaben der Interessen gebildet. Der am stärksten ausgeprägte steht dabei ganz vorne, der zweitstärkste an zweiter Stelle usw.

Ein praktisches Beispiel: Deutschlehrer = SAI

S = Die Lehrtätigkeit ist durch die Arbeit mit Menschen primär sozialer Natur.
A = Sprache und Literatur werden zum künstlerisch-kreativen Interesse gezählt.
I = Zusätzlich ist Wissenschaft und Forschung ein wichtiger Aspekt in der Lehre bzw. auf dem Weg zum Lehrberuf.

In einem Interessentest wie dem wit schätzt man also das eigene Interesse an verschiedenen beruflichen Tätigkeiten selbst ein, welches dann wiederum den sechs Interessenbereichen zugeordnet wird. Die Selbsteinschätzung erfolgt dabei anhand von insgesamt 36 tätigkeitsbasierten Aussagen mittels einer 11-stufigen Skala.

Aus den Selbsteinschätzungen wird dann in Echtzeit ein Ergebnisprofil ausgewertet und angezeigt. Das Tolle am wit ist, dass hierfür keine Registrierung notwendig ist. Das Profil zeigt die Ausprägung auf allen sechs Interessenbereichen an, wobei die drei Hauptinteressen, die am deutlichsten ausgeprägt sind, als erstes angezeigt werden. Denn aus diesen leitet sich der Holland-Code ab.

Wer sich jetzt fragt, was das ganze mit wissenschaftlichen Weiterbildungsangeboten zu tun hat, aufgepasst: Der individuelle Holland-Code einer Person kann mit dem Holland-Code eines Weiterbildungsangebots auf Übereinstimmung geprüft werden. Lautet bspw. ein individueller Code RCE, stimmen die Hauptinteressen nicht mit den Interessenanforderungen des Lehrberufs Deutsch (SAI) überein. Mithilfe von Berechnungsformeln aus der Interessenforschung kann ein prozentualer Wert bestimmt werden, der die Passung des Angebots zu den eigenen Interessen anzeigt. Vom wit-Ergebnis ausgehend kann nun eine Liste an Weiterbildungsangeboten angezeigt werden, die diesen persönlichen Passungswert enthält:

Zusätzlich können über einen Schieberegler alle Weiterbildungsangebote mit niedriger Passung ausgeblendet werden. Bei meinem persönlichen Interessencode werden mir mit einer Einstellung von 90% nur noch 225 von über 1700 Weiterbildungsangeboten angezeigt und mit einer Einstellung von 100% reduziert sich die Zahl auf 8 Weiterbildungsangebote.

Somit wird das Ergebnis aus dem Interessentest zu einem nützlichen Filter, um sich bei der Suche nach der Nadel im Heuhaufen auf einen etwas kleineren Haufen Heu zu konzentrieren.

Auch auf der Suche nach Weiterbildung? Zum selbst ausprobieren einfach hier klicken.

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