Der “Bin-Interessiert-Button” bei OTTO: Stellenanzeige – Persönliches Beratungsgespräch – Gezielte Bewerbung

Ein guter Recruitingprozess muss “Hürden” beinhalten, denn bei aller Talentknappheit, bei allem “War for Talent” ist es nach wie vor oberstes Ziel der Personalgewinnung, die “richtigen” Kandidaten auf die “passenden” Stellen zu bringen.

Recruiting nach dem Motto “wer den Job haben will, der kriegt ihn auch” kann nicht funktionieren. Weder für das Unternehmen noch für den Kandidaten!

Aber es dürfen natürlich keine sinnlosen Hürden sein!

Ein grottiges Bewerbungsformular zum Beispiel gehört ganz sicher nicht zu den sinnvollen Hürden. Die Zeiten des “wer sich da nicht durchkämpft, den wollen wir auch gar nicht, weil der ja nicht motiviert genug ist” sind definitiv vorbei.

Wie man eine Hürde in den Recruitingprozess einbaut, die gleichzeitig aber auch eine wunderbare “Brücke” sein kann, zeigt nun einmal mehr der E-Commerce-Riese OTTO.

Der “Bin-Interessiert-Button”

Auf zahlreichen Stellenanzeigen von OTTO findet sich nämlich nicht nur ein Button, der zu der Online-Bewerbung führt, sondern – ebenso prominent – ein “Bin-Interessiert-Schalter“.

Damit verbunden: das Versprechen, dass sich jemand aus dem Recruiting-Team von OTTO meldet. Man gibt hierbei nur seinen Namen und eine E-Mail-Adresse an.

Was dann passieren kann, das ist auf der OTTO-Website sehr anschaulich anhand des Einstiegs von David als Senior Business Intelligence Consultant bei OTTO nachgezeichnet.

Bringt man nämlich sein Interesse über den Bin-Interessiert-Button zum Ausdruck meldet sich zeitnah jemand aus dem Recruiting-Team von OTTO, um ein individuelles Orientierungsgespräch mit einem zu führen.

Es geht um das Skill-Set, die Erfahrungen und Wünsche des Interessenten.

Es handelt sich dabei nicht um ein Job-Interview, sondern vielmehr um ein Beratungsgespräch. Denn es kann sehr wohl bei dem Gespräch herauskommen, dass möglicherweise diese Stelle doch gar nicht so gut passt, dafür aber eventuell eine andere Vakanz. Eine, die der Interessent selber vielleicht gar nicht auf dem Schirm gehabt hat.

Das ist natürlich ein nicht unbeträchtlicher Aufwand, den OTTO da treibt. Denn es müssen erstens die Kapazitäten vorhanden sein, dass sich auch zeitnah jemand bei einem Interessenten melden kann. Und zweitens – vor allem – muss derjenige, der sich bei dem Interessenten meldet, auch in der Lage sein, ein qualifiziertes und individuelles Orientierungs- und Beratungsgespräch führen zu können!

Von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass OTTO dieses Instrument selektiv und nur dort einsetzt, wo es um schwierig zu besetzende Mangelprofile geht.

Dort allerdings kann dieser niedrigschwellige und direkte persönliche Kontakt am Ende den entscheidenden Unterschied machen.

Man sieht: Diese “Hürde” ist in Wahrheit gar keine, sondern eine “Brücke”.

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