Herr Banane und die Seenotrapper. Wie weit die Qualität bei Arbeitgebervideos auseinander liegen kann…

Ich bin froh, dass es mir gelingt, “zwischendurch” auch nochmal den einen oder anderen Blogartikel mit ein wenig Inhalt (und hoffentlich Hirn und Verstand) zu schreiben und nicht nur Fundstücke jeglicher Couleur und Qualitätsstufe zu posten.

Heute ist es aber mal wieder Fundstück-Zeit…

Nach der einen oder anderen Entgleisung im Bereich Stellenanzeigen, nun mal wieder etwas aus der Fraktion “Bewegtbild”.

Genauer gesagt sind es zwei Beispiele, die gemeinsam haben, dass sie im Rahmen von “Kreativwettbewerben” entstanden und beide einen sehr norddeutschen Bezug haben.

Da enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon, insb. im Hinblick auf Qualität und vor allem Fremdschämskala… Naja, da diese ja bei jedem sehr individuell ausschlägt, halte ich mich mit allzu deutlichen subjektiven Meinungsbekundungen mal zurück.

Sehr frei nach “Nordisch by nature” würde ich mal sagen: Build your own Meinung…!

Beispiel 1 entstand im Rahmen des 2013er Kurzfilmwettbewerbs “Darum bin ich ein toller Arbeitgeber” (immerhin ausgetragen durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein).

Im Beitrag des Bildungszentrums für Berufe im Gesundheitswesen Nordfriesland (kurz: BIZ NF) lernen wir anhand der unfallbedingten Leidens- und Gott sei Dank-Genesungsgeschichte von Herrn Banane viel über verschiedene Ausbildungsberufe im Klinikum Nordfriesland (Medizinischer Fachangestelle, Gesundheits- und Krankenpfleger, Physiotherapeut usw).

Ich wollte mich mit Meinungsbekundungen dazu zurückhalten. Zum Glück übernehmen es die Darsteller ungefähr bei Sek. 10 des Videos selber: “Oh mein Gott!”

Warum es da das Video vom Marienhof Föhr letztes Jahr auf die Shortlist zur Goldenen Runkelrübe geschafft hat, Herr Banane allerdings nicht… Tja, keine Ahnung.

Kommen wir zu Beispiel 2: Ja, es wird mal wieder gerappt!

Auch wenn es sich bei den Seenotrappern nicht um ein Recruitingvideo im eigentlich Sinne handelt, sondern vor allem darauf aufmerksam machen soll, dass es sich bei der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger um eine zu 100% aus Spendengeldern finanzierte Einrichtung handelt (ich wusste das schon lange, weil mein Opa bestimmt 50 Jahre Förderer war, bevor wir ihn dann vor ein paar Jahren vor Niendorf der See übergaben…), so taugt es aus meiner Sicht aber doch auch und gerade dazu:

Zur Nachwuchsgewinnung.

Dieses Video entstand als Beitrag von Studis der Schule für Grafik Design Alsterdamm unterstützt durch die Werbeagentur BrawandRieken für den “GWA Junior Agency“, einem Strategie- und Kreationswettbewerb für Nachwuchs-High Potentials der Marketingkommunikation vom Gesamtverband Kommunikationsagenturen.

Nun ja, ich bin hier befangen. Ich bin Hamburger und das Video ist sehr sehr hamburgens (auch wenn es in Hamburg gar keine Station der DGzRS gibt…, egal). Von daher gefallen mir der Hafen, die Szenen in Oevelgönne und vom Elbstrand auf Höhe der Strandperle allein schon aus diesem Grund. Aber auch der Rap ist gut – Neptuns Enkel, die Rapper Blowm und Reddich, können das “halt son büschen”, wie man hier oben so sacht…

Ach ja, ich wollte mich mit wertenden Meinungsbekundungen ja zurückhalten… (aber Jungs, ich will auch so´n Hoodie! Neptun´s Enkel – ich meine von wegen mein Opa und so…).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.