Rap? Für Personalmarketing? Von der Polizei? Oh Gott, was kommt jetzt? Was erstaunlich gutes…

Eben erst den 1000sten Artikel im Recrutainment Blog gefeiert, da geht es gleich weiter. Weiter, weiter, immer weiter! Wie bei Olli Kahn, oder so… ;-)

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Heute geht es dabei um ein Thema, oder besser die Schnittmenge zweier Themen, die uns hier auch in der Vergangenheit schon häufiger beschäftigt haben: Den Einsatz von Rap als Stilmittel der Arbeitgeberkommunikation und die Bemühungen der Polizei in eben dieser Disziplin.

Wer denkt nicht mit wohligem Schauer an den Runkelrüben-Gewinner 2013 “Hey Torben, Go Torben“, mit dem die Polizei NRW seinerzeit auf Bewerberfang ging? Als mir dann kürzlich wieder ein Rap, ausgerechnet wieder der Polizei NRW in die Timeline spülte (Dank an die Anwältin!), da war ich – naja sagen wir mal so – “gespannt”.

Aber siehe da. Das Video bzw. der Song “Polizei ist…” ist tatsächlich ziemlich gelungen (weniger filmerisch, mehr inhaltlich).

Dieses stammt von einem Hauptkommissar der Wache in Köln-Sülz, der – ja das soll es auch geben – als Freizeitbeschäftigung rappt. Und das a. nicht so schlecht und b. (hier noch wichtiger) in dem Song inhaltlich doch recht ungeschminkt den Polizeialltag beschreibend:

Polizei ist in der ersten Reihe stehn, wenn die Steine fliegen, während deine Freunde feiern gehn

Oder:

Müttern sagen dass eins ihrer Kinder grad gestorben ist

Oder:

Nächster Einsatz, es besteht große Eile, auf der Autobahn brennen abgetrennte Menschenteile

Das kann man wohl tatsächlich “ungeschminkt” nennen…

Aber genau darum geht es bei der Berufsorientierung ja auch eigentlich. Hochglanzfloskeln gibt es genug. Was gebraucht wird, ist Realistic Preview… Und wenn der Polizeialltag all diese Dinge umfasst, dann sollte das auch kommuniziert werden.

Niemandem ist geholfen, wenn alle zur Polizei wollen (was lt. Trendence und Co. ja offenbar so ist), aber nur weil der Job so schön sicher ist. Sicher im Sinne von “unkündbar”, meine ich… Zur Passung gehört nämlich eben auch, die Härten eines Berufs zu kennen, gegen das eigene Wertesystem zu halten und dann “sehenden Auges” zu entscheiden, ob das was für einen ist, oder nicht.

In meinen Augen wurde das Video daher auch vollkommen zu recht von Jan Böhmermann, als POL1Z1STENS0HN selber ja durchaus erfahren in der Erstellung von Polizei-Raps…, geadelt.

Also, von mir aus deutlich Daumen hoch. Warum das Video aber nur auf Facebook zu finden ist, weiß ich nicht. Jugendliche nutzen Facebook ja bekanntlich eher nicht mehr, zumindest nicht als ersten Anlaufpunkt…

Was meint Ihr?

P.S. Die Story mit der Polizei NRW ist noch nicht ganz zu Ende. Ich habe mich in diesem Zusammenhang mal etwas genauer auf deren Karriere-Website umgesehen und dabei durchaus spannendes entdeckt. Im Laufe der Woche gibt es dann noch ein Nachschlag…

P.P.S. Das Thema “Polizei+Personalmarketing” hatten wir hier im Blog ja auch schon häufiger. Wer hier tiefer einsteigen will, der kann/sollte mal hier klicken…

1 Gedanke zu „Rap? Für Personalmarketing? Von der Polizei? Oh Gott, was kommt jetzt? Was erstaunlich gutes…

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