SelfAssessment zur Studienfachwahl – kurzer Rückblick auf die ZEM Fachtagung

zem.jpgAm 11. und 12. November fand im Uni Club der Universität Bonn die Fachtagung Self-Assessment zur Studienfachwahl an Hochschulen statt, ausgerichtet durch das Zentrum für Evaluation und Methoden (ZEM) unter der Leitung von Prof. Georg Rudinger.

Die sehr gut besuchte Veranstaltung (ca. 100 Besucher) gab einen hervorragenden Überblick über den aktuellen Stand der Erfahrungen im Umgang mit SelfAssessment Verfahren zur Studienfachwahl.

Die sehr praxisnahen Berichte aus verschiedensten Hochschulen (HAW Hamburg, Universitäten Bochum, Wien, Frankfurt, Aachen, Bonn, Chemnitz und Freiburg) zeigten ein recht breites Spektrum an Interpretationsmöglichkeiten auf, was sich hinter dem durchaus schillernden Begriff SelfAssessment verbergen kann.

Insb. trat in diesem Kontext die Frage auf, wo eigentlich der Begriff “Assessment”, also im Sinne von “Bewertung / Einschätzung”, aufhört und wo der Begriff “Beratung”, also im Sinne von “Information” anfängt. Nun, dies mag eine unter Umstände spitzfindige und ggf. akademische Debatte sein, es zeigt sich jedoch, dass die gewählte Begrifflichkeit zuweilen zu einer Zuweisung der Verantwortung für dieses Thema führt. Segelt die Applikation unter der Überschrift Assessment wird dies häufig mit einer Zuständigkeit der Eignungsdiagnostik gleichgesetzt. Wird es eher als “Beratung” oder “Information” gesehen, so liegt die Verantwortung häufiger in der allgemeinen oder speziellen Studienberatung.

Im Grunde jedoch wird ja immer das gleiche Ziel verfolgt: Die Erhöhung des Studienerfolgs. Betrachtet man die Gründe für unzureichenden Studienerfolg, so stellt man fest, dass es häufig sowohl Defizite hinsichtlich der jeweiligen “Eignung” als auch Defizite hinsichtlich dessen, was sich jemand unter einen Studiengang vorgestellt hat, sind, die dazu führen ein Studium abzubrechen oder schlechter zu bewältigen als gewünscht.

Von daher hat die Fachdiskussion vor Ort gezeigt, dass letztlich auch beide Aspekte im Rahmen von “Self-Assessment / virtuellen Studienberatungs-Projekten” berücksichtigt werden sollten. Schluss letztlich geht es ja bei allen Ansätzen darum, Interessenten einen Service zu bieten, damit diese selber besser entscheiden können, welcher Weg über die Hochschule am besten geeignet ist, zum Lebensglück zu führen… ;)

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