Fundstück des Tages – World’s Toughest Job – #worldstoughestjob

So ist das mit dem Bloggen – man legt sich seinen Redaktionsplan zurecht und überlegt sich, wann man denn mal welche Themen bringen will und dann funkt einem dieses “Social Web” mit seinen Verlockungen und interessanten Fundstücken immer dazwischen…

So auch heute wieder.

Aus drei Ecken gleichzeitig kam mir das folgende Video auf den virtuellen Schreibtisch…

Das Videointerview für den härtesten Job der Welt: #worldstoughestjob

Bitte vorm Weiterlesen auf jeden Fall zuerst das Video anschauen!

Das Video ist natürlich großartig und nicht umsonst momentan viral wie nix…

Auch die Botschaft ist definitiv korrekt, wenngleich ja auch nicht so neu:

Der Beruf “Mutter” ist tough: 365-24-7. Miese Bezahlung. Enorm hohe fachliche und vor allem soziale Kompetenzen unabdingbar. Das Bewusstsein hierfür zu schaffen bzw. zu stärken, ist wichtig und das definitiv nicht nur zum Muttertag (BTW: dieses Jahr am 11. Mai…).

Allerdings habe ich mich nach Abebben der ersten emotionalen Verzückung irgendwie auch ein wenig unwohl gefühlt. Und das weniger aus dem schlechten Gewissen heraus, dass ich weder meiner Mutter noch der Mutter meiner Kinder nicht die entsprechende Wertschätzung gegenüber aufbrächte oder aufgebracht hätte, sondern – um ehrlich zu sein – ich fühlte mich diskriminiert…

Meine Frau und ich praktizieren ein Lebensmodell, in dem wir BEIDE einer beruflichen Verwirklichung nachgehen und BEIDE uns um das Wohl (und die oft damit einhergehenden Wehen) unserer Kinder kümmern. Auch Nachts, auch an Feiertagen und auch dann, wenn die Kita während der Arbeitszeit anruft, weil das Kind krank ist und abgeholt werden muss.

Das mit dem #worldstoughestjob, ja das kann ich unterschreiben. Mich deshalb als “Mom” zu bezeichnen, das nicht.

So sehr ich der Meinung bin, dass den häuslichen Pflichten oder dem Familiy-Management mehr Anerkennung gebührt, so wenig finde ich es hilfreich, diese Anerkennung dann doch wieder entlang des alten, tradierten Rollenbilds zu tun.

Insofern finde ich das Video sensationell, gut und begrüßenswert. Einerseits. Gleichzeitig finde ich es auf subtile Weise furchtbar diskrimierend und gestrig.

So, und jetzt Feuer frei! Verhaut mich.

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