Fundstück zum Wochenende: Mal wieder ein Video, mal wieder mit Musik, aber kein Rap, keine Fee und durchaus gelungen

Azubi-Rap– und Feen-im-Bankenwunderland-Videos haben genug Haue bekommen in der letzten Zeit, da wird es Zeit mal wieder aus der Ecke “Gelungen” zu zeigen. Ich bin heute über ein Video der Firma Juvalia aus Berlin gestolpert. Juvalia ist ein Unternehmen aus Berlin, das Schmuck herstellt und über ein – nennen wir es mal – “Tupperware”-Konzept vertreibt.

Das Video zeigt zu der Musik von Carly Rae Jepsen (“Call Me Maybe”) die Firma und das Team, um letztlich Stylistinnen zu rekrutieren. Mal abgesehen davon, dass es u.U. nicht wirklich AGG-konform sein könnte, dass keine Stylisten, sondern nur “Innen” gesucht zu werden scheinen und dass ich für Juvalia annehme (und hoffe), dass man sich die erforderlichen Nutzungsrechte der Künstlerin bzw. der Rechteinhaber besorgt hat, finde ich das Video an sich höchstgradig unterhaltsam und gelungen. [Kurzer Einschub für die Juristen an dieser Stelle: Ich habe das Video unten eingebettet und mache es mir explizit nicht zu eigen…]

Zu Beginn des Videos ist man noch ein wenig unentschlossen, ob das jetzt doch eher peinlich wird (man hat ja einfach durch die Sparda-Feen immer schon ein wenig die Deckung oben), aber ich muss zugeben, dass es einen dann doch zunehmend “mitnimmt”. Zudem überzeugt die Konzeptidee des “One-Takes”. Was auf den ersten Blick einfach aussieht, nämlich dass im Hintergrund oft aufwendige Positionsveränderungen von einzelnen Personen oder ganzen Gruppen stattfinden müssen, während der Fokus gerade auf einer anderen Person liegt, setzt in Wahrheit hohe Anforderungen an Planung, Skript und Choreo. Natürlich handelt es sich nicht um einen One-Take, aber die Schnitte sind sehr professionell versteckt.

Das Video selber transportiert nicht wirklich Inhalt (abgesehen davon, dass man das schöne Büro sieht, Mitarbeiter(?) kennenlernt und erfährt, dass die Firma ihr Büro offensichtlich unweit des Alexanderplatz in Berlin hat), dafür aber Emotion und das kann bei einem Produkt wie diesem letztlich ja auch das Entscheidende sein. Und der Call to Action ist es eben, die mehrfach gezeigte Telefonnummer anzurufen (“Call Me Maybe”)…

Doch bilde sich bitte jeder selber seine Meinung. Hier das Fundstück (für Chrome-Nutzer: wenn hier kein Video zu sehen ist, einmal F5 drücken…):

 

2 Gedanken zu „Fundstück zum Wochenende: Mal wieder ein Video, mal wieder mit Musik, aber kein Rap, keine Fee und durchaus gelungen

  1. Ja das fand ich auch super!
    Ich habe als es vor ein paar Wochen rauskam sogar direkt die Nummer gewählt. Der Kollege am Hörer sagte mir, sie haben 1 1/2 Tage gebraucht das Video zu produzieren, hatten enorm viel Spaß und auch ordentlich Rückmeldungen. Ich frag nochmal nach ob sie die Stylistin gefunden haben!

  2. Finds cool! Macht spaß! Jetzt stellen wir uns vor, die Jungs und Mädels würden in einem Interview gesagt haben, dass sie miteinander super klar kommen und dass die Arbeitsatmosphäre toll ist…gähn…
    Statt darüber zu reden, haben sie’s bewiesen. Das ist der richtige Ansatz.
    Wichtig für das Gelingen des Videos waren, neben dem Kameramann und der tollen Choreographie, die Mitarbeiter. Sie haben nicht krampfhaft versucht etwas zu sein was sie nicht sind. Sie haben tatsächlich Spaß und deswegen machts auch uns Spaß, beim zuschauen.

    Wie Jo schon gesagt hat: Das Video hat nicht wirklich Inhalt, der einzige Inhalt des Videos ist “Wir sind ne coole Truppe die gemeinsam eine Menge Spaß haben kann”.
    Ich finds sympathisch und halte es für einen guten Schuss aus der Hüfte. Sicherlich ist Juvalia kein Platz für Stylistinnen die hoch hinaus wollen oder eine ernste Karriere planen, wenn doch, muss mehr folgen. Mehr Inhalt.
    Ich fänds spannend zu erfahren wie es wirklich ist bei Juvalia zu arbeiten und ich kann mir vorstellen, dass sich einige Juvalia Interessenten Dasselbe fragen.
    Was ich mich aber am meisten frage ist:
    Wie lange dauerts bis die Gema an der Tür klopft?!

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