Beitrags-Archiv für die Kategory 'Haniel Karriere'

Warum Personalauswahl ein beidseitiger Prozess ist… Verschiedene Instrumente zur Verbesserung der Selbstauswahl

Freitag, 6. Januar 2012 13:56

So langsam dämmert es den meisten dann doch: Während früher bei dem Begriff “Personalauswahl” zumeist an den Einsatz typischer Recruitinginstrumente gedacht wurde, also die Analyse von Bewerbungsunterlagen, Auswahltests, Interviews, Assessment Center etc., setzt sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des unter anderem daraus resultierenden Fachkräftemangels zunehmend die Erkentnis durch, dass die eigentliche “Auswahl” bereits viel früher beginnt. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein Unternehmen überhaupt seine Recruitinginstrumente zum Einsatz bringen kann, hat nämlich eine ganz maßgebliche, wenn nicht DIE entscheidende Auswahlentscheidung schon stattgefunden: Die Auswahlentscheidung des Kandidaten. Nur wenn es ein Unternehmen schafft, im sog. Evoked- (oder Relevant-)Set eines Kandidaten zu erscheinen und zu bestehen, kann es überhaupt in die Situation kommen, selber auswählen zu können. Oder anders: Kandidaten, die sich bereits vor einer möglichen Bewerbung gegen ein Unternehmen entscheiden, werden von diesem mit klassischen (passiven) Recruitinginstrumenten auch nicht ausgewählt werden können.

Die Bedeutung der Selbstauswahl ist also in Bewerbermärkten nicht hoch genug einzuschätzen. Nicht umsonst nehmen die Bemühungen der Unternehmen in Employer Branding und Personalmarketing in diesen Zeiten so dramatisch zu, bis hin zu TV-Kampagnen zu besten (teuersten) Werbezeiten, siehe McDonald´s. Folgende Grafik illustriert den Zusammenhang von Selbst-Selektion auf einer einen Seite und Fremdselektion auf der anderen Seite einmal, indem die in den jeweiligen Bereichen relevanten Fragen aufgeführt sind. Ferner sind dieser Grafik auch die den jeweiligen “Sphären” zuzurechnenden Instrumente Personalmarketing, SelfAssessment und eAssessment sowie deren Schnittmengen zu entnehmen.

Dass es sich bei dieser Erkenntnis nicht um eine Binsenweisheit handelt, sondern selektionsdiagnostisch festem Fundament steht, zeigt ein Blick auf das Taylor-Russell-Modell, das wir vor einiger Zeit mal an einem einfachen Zahlenbeispiel illustriert haben.

Nun, ich bin fest davon überzeugt, dass die Bedeutung der Selbstauswahl in den kommenden Jahren weiter zunehmend wird, unabhängig von konjunkturellen Bewegungen, die es naturgemäß immer geben wird. Um der zunehmenden Vielfalt an Selbstauswahl-unterstützenden Instrumenten, die unter der Überschriftt Self-Assessment laufen, mal einen definitorischen Rahmen zu geben, haben wir vor ein paar Monaten ein Modell entwickelt und bei PersonalityProfile veröffentlicht.

Dieses Modell nimmt eine Unterscheidung von Self-Assessments entlang dreier Dimensionen vor:

1. Hinsichtlich ihrer Zielsetzung,
2. bezüglich ihres methodischen Ansatzes und
3. nach ihrer „Mächtigkeit“, also dem Umfang der Applikation.

Durch diese drei Dimensionen spannt sich ein Möglichkeitenraum auf, in dem man eigentlich alle momentan im Markt realisierten Self-Assessments verorten kann:

Dimension 1: Die Zielsetzung

Bzgl. der Zielsetzung gibt es erstens grundsätzlich solche SelfAssessments, deren vorrangiger Zweck es ist, ein oder mehrere Berufsbild(er) erlebbar zu machen bzw. darüber zu informieren. Wenngleich auch hier zumeist ein Unternehmen oder eine Hochschule als Absender in Erscheinung tritt, geht es in vor allem darum, die Besonderheiten des Jobs, bzw. der Tätigkeit zu transportieren und so einem möglichen Kandidaten die Frage zu beantworten, ob diese(r) etwas für ihn sein könnte („Person-Job-Fit“).

Eine andere Zielsetzung verfolgen hingegen solche SelfAssessments, die dem Nutzer eine Antwort auf die Frage liefern, ob er zu einem bestimmten Arbeitgeber passt („Person-Organization-Fit“). Folglich stehen hier oft grundlegende Aspekte wie Unternehmenswerte oder unternehmensindividuelle Kompetenzmodelle im Vordergrund.

Dimension 2: Die Methodik

Hinsichtlich der eingesetzten Methodik gibt es erstens solche SelfAssessments, die eher „eignungsdiagnostisch“ im Sinne eines SelbstTESTS konstruiert sind. Hier steht im Kern zumeist eine Art Fragenkatalog, der die zu testenden Konstrukte operationalisiert. Im Hintergrund laufen diese Antworten gegen einen Auswertungsalgorithmus, der die Antworten bewertet und am Ende zu einem Ergebnis verdichtet, was als Feedback an den Nutzer kommuniziert wird.

Davon zu unterscheiden sind SelfAssessments, die eher im Sinne eines Spiels oder einer Simulation zu kommunizierende Aspekte „erlebbar“ machen. Hier heißt es sinnbildlich: „Schön, dass Sie da sind, dann übernehmen Sie mal…“. Bei dieser Art „Serious Games“ lassen sich die Aufgaben zwar auch „unterschiedlich gut“ lösen, so dass der Nutzer in der Regel auch ein Feedback erhält, doch liegt der eigentliche Hauptnutzen weniger im Feedback als vielmehr im Spiel selbst. „Der Weg als Ziel“ hilft die Frage zu beantworten, ob man „zu so etwas Lust hat“ oder „so etwas kann“. Solche SelfAssessments sind in der Regel aufwendiger (sowohl in der Erstellung als auch für den Nutzer), schaffen dafür aber auch Einblicke in einer anderen Qualität.

Dimension 3: Der Umfang

Die dritte Unterscheidung von SelfAssessment Verfahren lässt sich hinsichtlich ihrer „Mächtigkeit“ bzw. ihres Umfangs vornehmen. Die sinnvollste Operationalisierung dieses Merkmals dürfte die Nutzungsdauer sein, also die vom Nutzer aufzuwendende Zeit, um das Instrument entweder komplett oder zumindest einen „aussagekräftigen“ Zeitraum lang zu nutzen.

Die weiter oben dargestellte Grafik zeigt diesen Möglichkeitsraum von SelfAssessments einmal auf. Die jeweilige Zielsetzung und die verwendete Methodik spannen dabei einen zweidimensionalen Raum auf, in dem sich SelfAssessments verorten lassen. Die Mächtigkeit des Instruments kann dabei durch die Größe des jeweiligen Kreises als dritte Dimension eingefügt werden. Hierbei bietet sich eine Unterteilung in die Kategorien „weniger als 10 Minuten“, „10 bis 30 Minuten“, „30 bis 60 Minuten“ und „mehr als 1 Stunde“ an.

Nachfolgend wurden SelfAssessments verschiedener Firmen und Einrichtungen in diesen Möglichkeitsraum eingefügt. Es zeigt sich dabei deutlich, dass bei SelfAssessments, deren vorrangige Zielsetzung die Kommunikation von Berufsbildern ist. zumeist auf spielerische, simulative Methodiken zurückgegriffen wird (oberer linker Quadrant). Diese Applikationen sind zumeist auch umfangreicher. Bei der Überprüfung des Person-Organization-Fit, also der Passungsüberprüfung zu einem Unternehmen als Arbeitgeber, wird hingegen oft eher diagnostisch vorgegangen. Diese SelfAssessments finden sich im vierten Quadranten unten rechts. Die meisten der hier genannten Beispiele finden sich detailliert hier im Recrutainment Blog beschrieben (z.B. Lufthansa, RWE, Fresenius, Haniel oder Marriott).

Thema: Berufsorientierung, Demografischer Wandel, eAssessment, Employer Branding, Fresenius Karriere, Haniel Karriere, Lufthansa Karriere, RWE Karriere, SelfAssessment, Serious Games | Kommentare (0)

Der Recrutainment Jahresrückblick – Teil 2: Juli bis Dezember 2011

Donnerstag, 29. Dezember 2011 11:56

Kurz vor Weihnachten – exakt 9 Minuten vor Heiligabend – erschien ja der Recrutainment Jahresrückblick Teil 1 mit den Monaten Januar bis Juni, hier nun rechtzeitig vor´m Jahreswechsel Part Two mit dem restlichen Jahr. Das wird dann Blogpost 114 für dieses Jahr sein und – sofern nicht noch irgendetwas wirklich revolutionäres vor Sylvester passiert – für dieses Jahr auch der letzte. Also…

Juli:

Neben dem Onlinestart der ersten beiden virtuellen Studienorientierungsmodule an der Uni Göttingen, einem Thema, das ich ja mit den Einträgen zum Februar schon gestreift habe, waren es vor allem zwei Beiträge, die den Juli besonders gemacht haben:

Zum einen fiel mir in dem Monat eine Infografik in die Hände, die einmal in sehr schöner Weise den Zusammenhang von “Spiel” und “Arbeit” illustrierte und dies im Kontext des Flow-Konzepts nach Mihaly Csikszentmihalyi tat. Nun, für uns ist dieses Konzept nicht wirklich neu, wir nennen uns ja seit numher nahezu 13 Jahren “Recrutainment Company”. Was aber dieses Jahr besonders war, ist dass Gamification Mainstream wurde. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass wir vor einigen Jahren noch sehr viel Stirnrunzeln geerntet haben nach dem Motto: “Sie können doch nicht so etwas ernsthaftes wie Rekrutierung mit so einem Spiel…” usw. Ich würde zwar mal vermuten, dass Gamification erst in 2012 ein ähnliches Hypethema in Marketing- (und immer etwas zeitversetzt auch in Personaler-)kreisen wird, wie es Social Media in 2010/11 war, aber wie ich an unserer Bilanz und an den wirklich zahlreichen Nachfragen nach Vortrags- oder Seminarbeiträgen hierzu ablesen konnte, war es auch in diesem Jahr schon in sehr vielen Köpfen angekommen. Die zahlreichen Praxisbeispiele für Serious Games in diesem Bereich – von einem britischen Geheimdienst, über eine große Anwaltskanzlei bis zur größten deutschen Airline – sprechen eine deutliche Sprache.

Der zweite besonders hervorzuhebende Beitrag im Juli war der Gastartikel von Thomas Helmke zu der Frage, inwieweit sich Background Checks von Kandidaten als Personalauswahlinstrument eignen. Neben der natürlich omnipräsenten Frage des Datenschutzes, z.B. in sozialen Netzwerken, sicherlich einem der Megathemen 2011 im Blog meiner Frau, geht der Beitrag von Thomas Helmke nämlich auch der Frage nach, was sich über Bewerber Background Checks eigentlich wirklich handfestes – prognostisch valides – über einen Kandidaten herausfinden lässt. Statt also dieses Thema nur tagespolitisch zu bewerten (was darf der Personaler eigentlich checken?), wird die Frage eignungsdiagnostisch gestellt: “Was genau bringt es dem Personaler überhaupt?”. Das hat mir gut gefallen.

August:

Im August ging zum einen der Haniel Wertekompass online, eines derjenigen Projekte, die uns im ersten Halbjahr sehr auf Trab gehalten haben und ebenfalls ein weiterer Beleg für den oben beschriebenen Trend, Personalmarketing-Inhalte spielerisch-simulativ erlebbar zu machen bzw. so die Selbstauswahl zu fördern.

Das zweite Thema, das ich im August besonders hervorheben möchte, ist der Onlinestart des Online-Assessment Verfahrens “Phasenprüfer” bei E.ON.

Es mag sich beim Lesen des bisherigen Jahresrückblicks ja ein wenig der Eindruck aufgedrängt haben, dass es dieses Jahr nur um SelfAssessments oder Serious Games ging. Dass es bei allen Bemühungen um unterhaltsames Personalmarketing, 2011 aber auf dem Markt der “wirklichen Auswahltestung”, also dem Einsatz eignungsdiagnostischer Testverfahren zur Kandidatenvorauswahl, weiterging, zeigte E.ON, bzw. konkreter die Kraftwerksparte von E.ON. Ein Phasenprüfer ist “ein kleines, einfaches Prüfmittel zum Feststellen von Wechselspannungen im Niederspannungsbereich. E.ON hat dieses also durchaus zum Stromgeschäft passende Gerät metaphorisch als Bezeichnung für das Online-Testverfahren verwendet, handelt es sich doch auch dabei um eine Art “Prüfung” in einer wichtigen “Phase”, nämlich der Bewerbung um einen Berufseinstieg.

Der “Phasenprüfer” ist eine Kombination aus Auswahltest (mit dem Schwerpunkt der Überprüfung kognitiver Leistungsfähigkeit und spezieller Wissensaspekte) und Personalmarketinginstrument. Zwischen den einzelnen Testmodulen stellen nämlich einige E.ON Azubis das Unternehmen und ihre jeweiligen Ausbildungsberufe und -bereiche vor.

Wenn man so will ist dieser Auswahltest ein weiteres praktisches Beispiel für den Anspruch, dass der gesamte Auswahlprozess ansprechend gestaltet sein sollte, nicht nur die bunten Bilder des Personalmarketings.

September:

Im September habe ich anlässlich des zweifelsfrei amüsanten und erfolgreichen Videos “Media Entrepreneurs” des Axel Springer Verlags die Frage aufgeworfen, ob Employer Branding überraschend sein müsse. In diese Richtung ging nämlich ein Statement von Dr. Lutz Meyer auf dem HRM Forum HR-Kommunikation. Nun, diese Frage wurde dann auch recht umfänglich diskutiert. Der Tenor der Employer Branding Szene war eigentlich recht eindeutig, dass es beim Employer Branding nicht so sehr auf den Effekt, den aktivierende Impuls bzw. das Überraschungsmoment ankommt, sondern im Sinne der Markenbildung eben um eine nachhaltige und eindeutige Positionierung des Unternehmens als Brand. Überraschung kann den Kopf in eine gewisse Richtung drehen, insofern liegt darin ggf. eine notwendige Bedingung, die Botschaft selber sollte dann aber stimmig sein, erst dann wird es “hinreichend”. Insofern ist in dem Video an sich selber wohl noch kein “gutes” Employer Branding zu sehen, allenfalls gute “Werbung”. Eingepasst in eine stimmige Gesamtkampagne jedoch kann ein solcher aktivierender Impuls auch im Employer Branding allenthalben Sinn machen. Und das scheint mit der Springer-Kampagne “Mit Bling Bling zum Erfolg” in der Tat ganz gut zu gelingen.

Neben der Frage nach dem Überraschungsmoment war das Thema “Social Recruiting” im September prägend. Erstens fiel mir hierzu eine recht schöne Infografik von Jobvite in die Hände, welche den Stand des Themas in den USA recht schön zusammenfasst, zum anderen knackte das Interview hierzu mit Beesocial-GF Sven Wiesner mit 58 Facebook-Likes den diesbezüglichen Rekord im Recrutainment Blog. Sven´s Beschreibung der eigenen Erfahrungen mit der Rekrutierung in und über Social Media waren somit auch der mit großem Abstand meistgelesene Artikel im September.

Oktober:

Im Oktober gab es inbesondere im Zusammenhang mit dem Start der Daimler AG als zweitem realen Unternehmen in dem Social Game mal wieder Neuigkeiten zum Thema fliplife.

Für uns war der Oktober aber auch deshalb ein besonderer Monat, weil gleich zwei der großen Projekte des Jahres online gingen: Die Fresenius SE startete den “Fresenius Navigator”, eine Kombination aus virtuellem Unternehmensrundgang durch die verschiedenen Konzern-Unternehmen und Selbsttest, ob man zu Fresenius passt.

Zweitens konnten wir im Oktober endlich den “Studienwahl-Navigator” für die HAW Hamburg fertigstellen. Nachdem wir ja über die letzten inzwischen fünf Jahre virtuelle Studienorientierungsmodule für inzwischen 31 Studiengänge an der HAW umgesetzt haben, stellt der Studienwahl-Navigator soz. den Schlussstein des Gesamtprojekts dar. Der Studienwahl-Navigator fungiert quasi als eine Art “Beratung vor der Beratung” und bietet Studieninteressierten verschiedene Einstiege in die Orientierung: Diejenigen, die noch nicht wissen, ob ein Studium überhaupt das Richtige für sie ist, erhalten Antworten in einem Erwartungsabgleich. Wer die Frage, ob er studieren soll, für sich selber schon bejaht hat, aber noch nicht weiß, welcher Studiengang zu den eigenen Interessen passt, der wird über einen Studieninteressentest bedient.

Wer schon weiß, welche Richtung ihn interessiert, der kann sich die von der HAW in diesem Bereich angebotenen Studiengänge im “HAW-Universum” anzeigen lassen und wer schließlich seinen Wunschstudiengang schon kennt, sich hierüber aber detailliert informieren möchte, der kann natürlich in den studiengangsindividuellen Navigator einsteigen. In Summe stellt der Auftritt ein sehr umfängliches Instrument der Studienorientierung dar. Wie sich dann weiter unten im Dezember zeigen wird, lassen sich weite Teile dieser Konstruktion auch auf den Kontext der Berufsorientierung übertragen…

Ach ja, das Interview mit Nina Diercks zum Thema Social Media Recht soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, waren doch die rechtlichen Implikationen des Social Web in 2011 auch eines der die Diskussion zunehmend prägenden Themen. Wen das im Detail interessiert, dem sei auch ihr Jahresrückblick noch einmal entsprechend ans Herz gelegt.

November:

Der November war bei stark geprägt durch das CYQUEST Praxisseminar am 22.11. Bei der halbtägigen Veranstaltung im Grand-Elysée erhielten die ca. 65 Teilnehmer überaus praxisnahe Einblicke in aktuellen Entwicklungen rund um das Thema “Recrutainment”. Ibrahim Evsan gab Einblick, wie sich fliplife in Zukunft weiterentwickeln wird, RWE stellte exklusiv und vorab den neuen Azubi-Channel der Karriere-Website vor, Potentialpark gab dazu passend Hintergrundinformationenn, was eine “gute” Karriere-Website eigentlich ausmacht, die Uni Göttingen beleuchtete das Thema “virtuelle Studienorientierung” und auch das Thema “Social Media Recht” fehlte nicht. Wenn man so will war das Praxisseminar also eine Art “Live-Zusammenfassung” der Jahresthemen.

Aus dem November möchte ich aber auch noch eine andere Geschichte besonders herausstreichen: Nämlich den Beitrag über die Aktion “Vielfalt Mann!”, mit der die Hamburger Kitas um männliche Erzieher werben. Ich habe das überschrieben mit “Berufsbilder gegen den Kamm gebürstet”, weil es eben immer noch stereotyp ist, dass ErzieherIN ein Frauenberuf ist. Von solchen unverkrampften Kampagnen kann es aus meiner Sicht durchaus mehr geben. Dazu passte auch ganz gut, dass gestern bekannt wurde, dass 55% aller BUFDIs (also Teilnehmer am Bundesfreiwlligendienst) männlich sind. Es tut sich was im Rollenverständnis der Geschlechter, auch ohne Quote…

Dezember:

Womit wir im Dezember und damit ja quasi im Jetzt angekommen wären. Für uns war der Dezember noch einmal sehr stark geprägt durch den Online-Start verschiedener Projekte, die uns eigentlich das gesamte Jahr hindurch beschäftigt haben: Zum einen war da das “Spiel zur Berufsorientierung” der Lufthansa, zweitens der oben schon genannte Azubi-Channel von RWE und drittens (psst…, wird erst im Januar offiziell) der Relaunch des Berufsorientierungsspiels “Probier dich aus!” der Commerzbank.

Daneben ragte natürlich das Interview mit Google Pressesprecher “@frischkopp” Stefan Keuchel im Dezember heraus, der uns einen kleinen Blick hinter die Kulissen des Arbeitgebers Google gab.

So, geschafft, nicht nur den Rückblick in zwei Teilen, sondern auch das Jahr. Wie heißt es so schön, nach dem Jahr ist vor dem Jahr. 2012 wirft seine Schatten (wo Schatten sind, muss ja entsprechend auch viel Licht sein) voraus. 2012 wird sicher wieder eine ganze Menge Neues bringen. Wenn ich so daran denk, kann ich´s eigentlich kaum erwarten…

Thema: Ausbildung, Ausbildung bei E.ON, Berufsorientierung, eAssessment, Employer Branding, Fresenius Karriere, Haniel Karriere, Lufthansa Karriere, RWE Karriere, SelfAssessment, Serious Games, Social Media HR, Studienorientierung, Studieren an der HAW Hamburg, Studieren an der Universität Göttingen, Virtuelle Studienberatung, Vorträge und Veranstaltungen | Kommentare (0)

Der Recrutainment Jahresrückblick – Teil 1: Januar bis Juni 2011

Freitag, 23. Dezember 2011 23:51

Mannomann, das war Jahr war kernig. Eingerahmt vom Donnergrollen der Euro-, Finanz- oder wie immer man sie nennen mag-Krise, war das Jahr im Employer Branding, Recruiting und Personalmarketing doch eher bestimmt von Hochkonjunktur, Fachkräftemangel, Social Media, deutlich steigenden Budgets und neuen Hypethemen wie etwa Gamification oder Crowdsourcing. Für CYQUEST war 2011 ein überaus erfolgreiches Jahr, auch wenn die gute Auftragslage und die vielen Projekte leider oft dazu führen, dass man zu den eigenen Themen nicht oder nicht in gebotenem Maße kommt #JammeraufhohemNiveau. Naja, ich bin mir sicher, dass unsere eigene relaunchte Website und die “Karrierejagd reloaded” es in den 2012er Rückblick schaffen werden.

Doch der Reihe nach. Was waren die Recrutainment-Themen 2011? Im Recrutainment Blog sind in 2011 bisher 112 Artikel erschienen, im Schnitt also nahezu jeden dritten Tag einer. Hier meine Highlights, Januar bis Juni zuerst…

Januar:

Anfang Januar habe ich erstmalig über Fliplife gebloggt und damit eines der bestimmenden Themen des Jahres aufgegriffen, auch wenn ich das da noch nicht wusste. Fliplife tauchte dann in verschiedenen weiteren Posts immer wieder im Recrutainment Blog auf und Ende des Jahres mündete dies dann auch in einem gemeinsamen Projekt – der “Media-Saturn Mini Karriere” auf dem Absolventenkongress. Doch dazu mehr, wenn wir beim November angekommen sind. Meine anfängliche Kritik, nämlich dass die im Spiel zu bearbeitenden Projekte (noch) nicht über den nötigen Tiefgang und damit nicht die wünschenswerte Personalmarketing-Wirkung verfügen – vor allem wg. des Click&Wait-Prinzips der Bearbeitung -, ist zwar immer noch aktuell, aber ich halte die gebotene Bühne und die Verbindung von Social Gaming und Personalmarketing nach wie vor für sehr spannend und da ich weiß, dass Fliplife sich weiter entwickeln wird, wird uns das Thema auch in 2012 beschäftigen. So viel wage ich vorherzusagen.

Ein anderes Higlight im Januar war der Bericht über den dritten Flight der McDonald´s Employer Branding Kampagne. Nicht nur dass diese Kampagne das Thema Employer Branding in neue Budget-Dimensionen gehievt hat und zudem im Schwerpunkt ein bis dahin eher ungewohntes Medium (nämlich TV) in den Mittelpunkt gestellt hat, sondern auch weil diese Kampagne den vielbemühten und -strapazierten Testimonial-Ansatz als alles bestimmenendes Stilmittel verwendet hat, war sie sicherlich eines der Themen 2011. Ich habe die Frage, ob Testimonials noch zeitgemäß sind oder inzwischen aufgrund des inflationären Einsatzes doch keine hinreichende Differenzierung mehr bieten, dann im Juni nochmal aufgegriffen. Auf jeden Fall hat mich die Berichterstattung über die Kampagne in Kontakt gebracht mit dem meines Wissens einzigen bloggenden Personalvorstand Deutschlands – Wolfgang Goebel, dessen Employerbranding-Blog die Szene absolut bereichert hat.

Februar:

Aus dem Februar möchte ich zwei Themen besonders hervorheben: Zum einen ging Mitte Februar der Studieninteressentest online, den wir für den Schulbuch-Verlag STARK entwickelt haben. Dieser auf dem Modell beruflicher Interessen nach John Holland basierende Interessentest liefert jungen Menschen eine Orientierung, welche Studienrichtung bzw. welcher Studiengang denn besonders gut zu ihnen passen könnte.

Der Interessentest bedient damit ein ganz wesentliches aktuelles Thema, nämlich das der “beruflichen Orientierung”. In Zeiten knapper werdender Ressourcen kann es sich eine Volkswirtschaft wie die deutsche immer weniger leisten, wenn junge Menschen sich aufgrund fehlender Information für eine “falsche Richtung” entscheiden, von den individuellen “Kosten” einmal ganz abgesehen. Das Thema hat uns dann insb. durch die Projekte an der Uni Göttingen, der HAW Hamburg sowie der Hochschule Niederrhein dann auch das ganze Jahr über enorm beschäftigt. Und: Hier ist der Höhepunkt der Entwicklung sicherlich noch lange nicht erreicht.

Das zweite Thema aus dem Februar, das ich herausgreifen möchte, ist die Facebook-Applikation “Bist du ein Kronese?” der Krones AG. Die ohnehin in Social Media sehr umtriebige Krones AG hat hiermit zwei Themen kombiniert, die die Diskussion insg. doch sehr stark bestimmt haben: Social Media einerseits und Gamification – oder konkreter: der Einsatz spielerischer Mittel zur Vermittlung von Personalmarketing-Botschaften = Recrutainment – andererseits. Und, Ehre wem Ehre gebührt. Die Krones AG kam uns damit auch zuvor: Unsere Facebook-Applikation “Could it be U?” für Unilever startete erst ein paar Wochen später…

März:

Einer der Topseller im März war der Beitrag “Was hat Crowdsourcing mit Employer Branding und Recruiting zu tun?“. Ich habe damit eine Frage aufgegriffen, von der ich überzeugt bin, dass sie uns in den kommenden Jahren noch in erheblich stärkerem Maße beschäftigen wird – sowohl hinsichtlich der Chancen (“aktives Mitdenken und Einbindung der Zielgruppen in die Findung von Lösungen”) als auch der Risiken (Urheberrecht…?). Zum Ende des Jahres kam dann weitere Bewegung in das Thema, nämlich in Form eines spannenden Projekts der Deutschen Telekom. Wie gesagt: Wir können gespannt sein, was da noch kommen mag…

April:

Im April startete der Ausbildungsblog der Stadt Hamburg. Bei allem Hype um Facebook- und Facebook-Karriereseiten sind und bleiben für mich Blogs immer noch die “Ursuppe” des Mitmachweb, des Web 2.0. Die vielgestellte Frage “welche Contents stellen wir denn mal auf unsere Facebook-Seite” stellt sich bei Unternehmen, die einen eigenen Karriereblog betreiben nämlich eigentlich nicht. Ein funktionierender Blog generiert soviel höchstgradig verwend- und verwertbaren Content, aus dem man dann auf den verschiedenen Plattformen reichlich schöpfen kann. Gepaart mit der unglaublich hohen Suchmaschinenrelevanz von Blogcontent stellt sich die Frage, warum sich dieses Thema nicht viel größerer Verbreitung erfreut. In diesem Kontext verweise ich auch immer gern als Best Practise auf den Azubiblog von OTTO, der im Herbst auf der Social Media Recruiting Conference vorgestellt wurde und auch im Blog von Henner Knabenreich nachgelesen werden kann.

Mai:

Das Highlight aus dem Mai ist eigentlich ein Thema, das sich zu einer Art “festen monatlichen Instanz” im Recrutainment Blog entwickelt hat – das “Ranking der Followerzahlen deutschsprachiger Karriere-Twitter-Kanäle von Unternehmen”. Weshalb ich jetzt hier dem Mai zugeordnet habe liegt daran, dass wir uns in dem Monat einmal daran gewagt haben, verschiedene Twitter-Kanäle inhaltsanalytisch zu untersuchen, um so eine Art Typologie zu entwickeln: Die “Job-Twitterer”, die “Veranstaltungs-Twitterer”, die “Golddigger” und die “Dialog-Twitterer” unterscheiden sich dabei durchaus in ihrem Verständnis davon, wie Twitter für Zwecke der Personalkommunikation genutzt werden kann und sollte. Nun, wie gesagt gibt es ein Update des Rankings mit dem Lokführer Deutsche Bahn an der Spitze, dem übrigen “Tausenderclub,” der zweiten Liga, dem Twitter-Index, dem Follower-Following-Ratio und zuweilen auch mit einer inhaltsanalytischen Betrachtung verschiedener Kanäle regelmäßig einmal im Monat. Die Dynamik des Themas ist trotz aller Unkenrufe und der vermeintlichen alles aufsaugenden Kraft von Facebook nach wie vor ungebrochen. Anfang Januar 2012 erscheint das nächste Update und im Februar wird es dann auch eine weitere Neuerung geben – den Aktivitätsindex. Stay tuned…

Juni:

Aus dem Juni ragen in der Retrospektive neben einem tollen Urlaub in Griechenland (Eurokrise, da war doch was…) vor allem zwei Beiträge heraus, die den stark beschleunigten Trend hin zu mehr oder weniger spielerischen Selbsttest-Applikationen unterstreichen. Nicht nur, dass wir selbst dieses Jahr eine ganze Reihe von Projekten in diesem Bereich umgesetzt haben (zu einigen kommen wir dann in Teil 2 des Rückblicks), sondern auch andere waren hier so aktiv, dass wir teilweise kaum hinterkamen, darüber zu berichten. Die zwei Beispiele, die wir im Juni detaillierter durchleuchtet haben, stammten von Marriott-Hotels einerseits und BP (ja, Beyond Deepwater Horizon Petroleum…) andererseits.

Ich nehme an, dass es diese Vielfalt an unterschiedlichen Cases, die allesamt irgendwie unter den Überschriften “Serious Game”, “SelfAssessment”, “Realistic Job Previews” etc. anzusiedeln sind, war, die uns dann dazu gebracht hat, ein Modell zu entwickeln, nach dem die verschiedenen Typen solcher Recrutainment Tools methodisch unterschieden werden können. Dieses Modell wurde dann – ein kleiner Vorgriff auf die zweite Jahreshälfte – im September im Fachblog PersonalityProfile in einem kleinen Artikel erstmals veröffentlicht.

So, jetzt sind es nur noch ein paar Minuten bis Heiligabend und der Recrutainment Blog verabschiedet sich in ein paar Tage Familienurlaub. Teil 2 des Recrutainment Jahresrückblicks wird zwischen den Jahren folgen.

Bis dahin allen Lesern, Abonnenten, Fans, Freunden, Kunden, Wettbewerbern, Mitarbeitern und sonstigen “Zutaten der Suppe” FROHE WEIHNACHTEN!

Thema: Ausbildung, Ausbildung bei E.ON, Berufsorientierung, Commerzbank Karriere, Demografischer Wandel, eAssessment, Employer Branding, Fresenius Karriere, Haniel Karriere, Lufthansa Karriere, Media-Saturn Karriere, RWE Karriere, SelfAssessment, Serious Games, Social Media HR, Studienorientierung, Studieren an der Universität Göttingen, Unilever Karriere, Virtuelle Studienberatung, Vorträge und Veranstaltungen | Kommentare (1)

Programmänderung beim CYQUEST Praxisseminar: Potentialpark beleuchtet Anforderungen an Karrierewebsites, eRecruiting, Facebook-Pages und Co.

Donnerstag, 17. November 2011 17:57

Am nächsten Dienstag findet das diesjährige CYQUEST Praxisseminar in Hamburg statt. Bislang haben sich dazu etwa 70 Teilnehmer angemeldet.

Leider ist Thomas Heuwing von Haniel am Dienstag verhindert, so dass der Vortrag “Unternehmenswerte als ein wesentliches Merkmal der Arbeitgebermarke” ausfallen muss.

Aber wir haben kurzfristig einen tollen Ersatz beschaffen können:

Christoph Skrobol, Country Manager DACH des schwedischen Marktforschungsunternehmens Potentialpark, wird in seinem Vortrag der Frage nachgehen, wie Online-Kommunikation mit potentiellen Bewerbern heute aussehen sollte. Potentialpark ist vielen Personalern bekannt durch die jährlich durchgeführte TEWeB-Studie, in der Potentialpark die Karriere-Websites von Unternehmen in Deutschland, Frankreich, UK, den USA und den Regionen Asien und Europa als Ganzes untersucht. Die hieraus resultierenden Rankings sind für viele Personalmarketing-Verantwortliche eine wichtige Orientierung bei der täglichen Arbeit und Gradmesser für den Erfolg zugleich. Darüberhinaus erstellt Potentialpark aber inzwischen auch das APOLLO Ranking (eRecruiting), das S-Com Ranking (Facebook Karrierewebseiten), sowie das M-Com Ranking (Mobile Karrierewebseiten / Career Apps).

Insofern stellt der Vortrag von Christoph Skrobol eine wunderbare Einleitung u.a. für den Vortrag von RWE über die neue Ausbildungs-Website (Azubi-Channel) nach der Kaffeepause dar.

Wir haben zwar nicht mehr viele Plätze frei, aber wer sich kurzentschlossen noch für das Praxisseminar anmelden möchte, den bekommen wir sicher noch unter. Und weil es bei dieser Veranstaltung um die Inhalte geht und wir nicht als Kongressveranstalter damit Geld verdienen wollen, ist die Teilnahme zudem äußerst günstig. Einfach die Anmeldung kurz per Fax rüberschicken.

Das aktuelle Programm sieht nun so aus:

Ab 13.00 Uhr: Eintreffen der Teilnehmer.

13.30 – 13.45 Uhr: Begrüßung, Joachim Diercks, Geschäftsführer CYQUEST GmbH.

13.45 – 14.25 Uhr: Recrutainment vom Web 1.0 zum Web 2.0 – die Karrierejagd durchs Netz im Wandel der ZeitMalte Hansen, Director Human Resources, Middle Europe, Veolia Wasser GmbH und Joachim Diercks, Geschäftsführer CYQUEST GmbH.

14.25 – 15.05 Uhr: Online-Kommunikation aus Bewerbersicht – Anforderungen an Karrierewebseiten, eRecruiting, Facebook und Co., Christoph Skrobol, Country-Manager DACH, Potentialpark Communications AB.

15.05 – 15.45 Uhr: Keine Spaßbremse, sondern wichtige Leitplanke – worauf ist rechtlich bei der Umsetzung von Social Media Maßnahmen zu achten?Nina Diercks, Rechtsanwältin, Herausgeberin Social Media Recht Blog.

15.45 – 16.15 Uhr: Kaffeepause

16.15 – 16.55 Uhr: Virtuelle Studienorientierung und Online SelfAssessment an der Universität GöttingenChristina Höhmann, Vernetzung Studienberatung, Georg-August-Universität Göttingen.

16.55 – 17.35 Uhr: VoRWEggeher gesucht – Ausbildungsmarketing auf dem neuesten Stand: Der Azubi-Channel der Karriere-Website von RWE, Andrea Große Onnebrink und Julia Brock, Personalmarketing Konzern, RWE AG

17.35 – 18.15 Uhr: Social Gaming + Employer Branding + Berufsorientierung = FliplifeIbrahim Evsan, Founder & Managing Director, United Prototype Web Game GmbH / Fliplife.

Ach übrigens: Unter http://twitterwallr.com/cyquest_praxisseminar haben wir eine Twitterwall eingerichtet. Wer also nicht persönlich dabei sein kann, kann der Veranstaltung über die entsprechenden Tweets folgen. Das Hashtag lautet: #CQPS11

Thema: Ausbildung, Berufsorientierung, CYQUEST Vorträge und Veranstaltungen, eAssessment, Employer Branding, Haniel Karriere, SelfAssessment, Serious Games, Social Media HR, Studienorientierung, Studieren an der Universität Göttingen, Trainee, Virtuelle Studienberatung, Vorträge und Veranstaltungen | Kommentare (1)

RWE stellt neuen Azubi-Channel auf dem CYQUEST Praxisseminar vor

Donnerstag, 29. September 2011 9:21

Am 22. November veranstaltet CYQUEST sein jährliches Praxisseminar. In dem bewährten halbtägigen Veranstaltungsformat geht es dabei um praktische Einblicke und die Vorstellung von Cases und Best Pracitises aus den Bereichen Recrutainment, Online-Assessment, Self-Assessment, Employer Branding und Social Media.

In insg. sechs ca. 40-minütigen Vorträgen stellen dabei Unternehmen und Hochschulen Projekte aus diesen Bereichen vor und lassen dabei die Zuhörer an ihren “Lessons Learned” teilhaben. Abgerundet wird die komprimierte Information der sechs Vorträge des Nachmittags mit einem netten Get-Together am Abend mit kulinarischen Köstlichkeiten, einem schönen Glas Wein und jeder Menge Möglichkeit zur Diskussion über die Eindrücke des Tages.

Seit heute umfasst das Programm nun sechs Vorträge. Neben Vorträgen von Malte Hansen (VEOLIA Wasser), Thomas Heuwing (Haniel), Christina Höhmann (Uni Göttingen), Nina Diercks (Social Media Recht) und Ibrahim Evsan (Fliplife) wird nun auch die RWE AG einen Vortrag beisteuern und dabei brandaktuell den ein paar Tage vor der Veranstaltung online gehenden neuen Azubi-Channel der RWE-Karrierewebsite vorstellen. Ich will hier noch allzu viel verraten, aber der Azubi-Channel wird in vielerlei Hinsicht Zeichen setzen hinsichtlich der angebotenen Tools zur Berufsorientierung und dem spielerischen Einblick in Ausbildungsberufe bei RWE.

Das vollständige Programm der Tagung sieht nun wie folgt aus:

Ab 13.00 Uhr: Eintreffen der Teilnehmer.

13.30 – 13.45 Uhr: Begrüßung, Joachim Diercks, Geschäftsführer CYQUEST GmbH.

13.45 – 14.25 Uhr: Recrutainment vom Web 1.0 zum Web 2.0 – die Karrierejagd durchs Netz im Wandel der Zeit, Malte Hansen, Director Human Resources, Middle Europe, Veolia Wasser GmbH und Joachim Diercks, Geschäftsführer CYQUEST GmbH.

14.25 – 15.05 Uhr: Unternehmenswerte als ein wesentliches Merkmal der Arbeitgebermarke, Thomas Heuwing, Head of Internal Communications & Branding, Franz Haniel & Cie. GmbH.

15.05 – 15.45 Uhr: Keine Spaßbremse, sondern wichtige Leitplanke – worauf ist rechtlich bei der Umsetzung von Social Media Maßnahmen zu achten?, Nina Diercks, Rechtsanwältin, Herausgeberin Social Media Recht Blog.

15.45 – 16.15 Uhr: Kaffeepause

16.15 – 16.55 Uhr: Virtuelle Studienorientierung und Online SelfAssessment an der Universität Göttingen, Christina Höhmann, Vernetzung Studienberatung, Georg-August-Universität Göttingen.

16.55 – 17.35 Uhr: VoRWEggeher gesucht – Ausbildungsmarketing auf dem neuesten Stand: Der Azubi-Channel der Karriere-Website von RWE, Andrea Große Onnebrink und Julia Brock, Personalmarketing Konzern, RWE AG

17.35 – 18.15 Uhr: Social Gaming + Employer Branding + Berufsorientierung = Fliplife, Ibrahim Evsan, Founder & Managing Director, United Prototype Web Game GmbH / Fliplife.

Es gibt noch ein paar Restplätze und weil bei dieser Veranstaltung um die Inhalte geht und wir nicht als Kongressveranstalter damit Geld verdienen wollen, ist die Teilnahme zudem äußerst günstig (siehe Konditionen).

Wann? Dienstag, 22. November 2011. Beginn: 13.30 Uhr (Einlass ab 13.00 Uhr), Ende: ca. 18.15 Uhr (Vorträge), danach “Get-Together”.

Wo? Grand-Elysée Hamburg, Rothenbaumchaussee 10, 20148 Hamburg. Ca. 2 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Dammtor.

Teilnahmepreise*:

  • Unternehmensvertreter: 149€
  • BPM-Mitglied: 119€
  • Hochschulvertreter: 99€
  • CYQUEST Kunde: 99€
  • Studierende/HR-Blogger: 59€

*Alle zzgl. 19 % MwSt.

Weiterführende Informationen finden sich auf www.cyquest.net. Zur Anmeldung senden Sie bitte diese Fax-Vorlage an die +49 (0)40 85407-333 oder -111.

Wer Lust bekommen hat – hier gibt es einen kleinen Videorückblick auf das letzte CYQUEST Praxisseminar:

Thema: Ausbildung, Berufsorientierung, eAssessment, Employer Branding, Haniel Karriere, RWE Karriere, SelfAssessment, Serious Games, Social Media HR, Studieren an der Universität Göttingen, Virtuelle Studienberatung, Vorträge und Veranstaltungen | Kommentare (0)

Der interaktive Haniel Wertekompass. Selbsttest zur Überprüfung der eigenen Wertepassung

Donnerstag, 25. August 2011 12:29

Haniel ist eines der traditionsreichsten deutschen Unternehmen. Was vor über 250 Jahren als Kolonialwarenhandel seinen Anfang nahm ist heute eine Unternehmensgruppe mit über 50.000 Mitarbeitern und ca. 24,5 Milliarden Euro Umsatz. Die Franz Haniel & Cie. GmbH steht als Holding über fünf operativen Geschäftsbereichen. Neben den zwei 100% Beteiligungen CWS-boco (Waschraumhygiene, Schmutzfangmatten und textile Dienstleistungen) und ELG (Handel mit und die Aufbereitung von Rohstoffen für die Edelstahlindustrie) sind dies die Mehrheitsbeteiligungen TAKKT (Spezialversandhandel für Geschäftsausstattung) und Celesio (Dienstleistungen im Pharma und Gesundheitsbereich) sowie die 34,24% Minderheitsbeteiligung an der Metro Group. Kurz: Haniel ist ein international agierender Handels- und Dienstleistungskonzern.

Haniel ist seit der Gründung in Familienbesitz (heute ca. 600 Gesellschafter). Aus der langen Tradition heraus hat das Unternehmen besondere und sehr eigene Werte herausgebildet. Diese bilden bei aller Dynamik die fest verankerten Prinzipien, nach denen sich das Unternehmen und seine Mitarbeiter in ihrem Handeln ausrichten (sollen).

In einem aufwendigen Prozess hat das Unternehmen unter Einbindung des Vorstands, der Gesellschafterfamilie und der Abteilungsdirektoren diese im Konzern gelebten und praktizierten Werte im vergangenen Jahr sprachlich neu gefasst. Dieser Haniel Werte-Reigen umfasst die folgenden sechs Werte:

1. Wir denken in Generationen.
2. Wir schaffen Wert.
3. Wir übernehmen Verantwortung.
4. Wir handeln als Unternehmer.
5. Wir gestalten Wandel.
6. Wir stärken unsere Mitarbeiter.

Doch was heißt das konkret? Wie drücken sich die Werte aus? Seit gestern bietet Haniel nun auf der eigenen (Karriere-)Website, im Intranet und als Bestandteil der Facebook Karriere-Seite eine interaktive Applikation an, mit deren Hilfe man a) die Werte kennenlernen und b) herausfinden kann, ob man zu diesen Werten passt – der “Haniel Wertekompass“. Dieser wird auf Deutsch und Englisch angeboten.

Der Wertekompass umfasst insg. sechs Situationen (entsprechend der sechs Werte), in denen der Nutzer jeweils eine Einschätzung vornimmt, wie er sich in dieser Situation verhalten würde (sog. Situational Judgment Technique). Zu jeder Situation gibt es dann eine entsprechende Stellungnahme, wie das Unternehmen hierzu stünde. Die Antworten des Nutzers werden über die sechs Situationen gesammelt und mit der Sichtweise des Unternehmens abgeglichen.

Das Ergebnis zeigt am Ende, wie sehr der Nutzer auf “Haniel-Kurs” liegt (oder eben nicht…).

Die Applikation soll erstens helfen, die Arbeitgeber-Marke Haniel inhaltlich zu profilieren. Dabei geht es auch darum, den Namen Haniel als Arbeitgeber bekannter zu machen, da Haniel erstens eine komplexe Unternehmensstruktur (s.o.) hat und zweitens über keine bekannte Endverbrauchermarke (wie etwa „BMW“ oder „Lufthansa“) verfügt. Zweitens soll die Applikation sich auch an bestehende Mitarbeiter wenden und hierbei vor allem der Zielsetzung dienen, die Haniel-Werte konkreter „erlebbar“ zu machen.

Wichtig ist es hierbei festzuhalten, dass es bei “Werten” an sich kein “richtig” oder “falsch” bzw “besser” oder “schlechter” gibt, sondern immer nur ein “besser oder schlechter PASSEND“. In sofern ist der Wertekompass auch nicht im Sinne eines Tests zu missinterpretieren (die Teilnahme ist eh anonym und kann beliebig häufig wiederholt werden). Es geht vielmehr darum, die Selbstauswahlfähigkeit potentieller Kandidaten zu erhöhen, in dem man auf kurzweilige Art aufzeigt, wer das Unternehmen ist, wofür es steht und wofür vielleicht auch nicht. Wer sich angesprochen fühlt, wird bestärkt sich zu bewerben, wer sich abgeschreckt fühlt, wird bestärkt es zu unterlassen. Beides ist gut, weil es die Grundquote der Bewerber verbessert.

Thomas Heuwing von Haniel wird dann im November im Rahmen des CYQUEST Praxisseminars das Thema “Werte als Employer Value Proposition”, also Werte als Differenzierungsmerkmal im Employerbranding, dezidiert aufgreifen (dazu kann man sich übrigens noch anmelden…).

Thema: Employer Branding, Haniel Karriere, SelfAssessment, Serious Games, Social Media HR | Kommentare (2)

MyMarriott – Serious Facebook Game zur Berufsorientierung von Marriott

Dienstag, 28. Juni 2011 13:07

Ich hatte mich schon gewundert. Das letzte hier im Recrutainment Blog beschriebene Beispiel zur spielerischen Berufsorientierung liegt ja nun auch schon sage und schreibe 14 Tage zurück (BP…). Okay, mal abgesehen davon, dass wir demnächst wieder zwei Applikationen fertigstellen werden (Haniel, Lufthansa), sprang mich in letzter Zeit nichts wirklich bemerkenswertes an. Bis heute.

Auf der englischsprachigen Facebook-Karriereseite von Marriott (www.facebook.com/marriottjobsandcareers) gibt es jetzt die Facebook App “MyMarriott“. Was verbirgt sich dahinter? Ganz einfach: Hotelleriejobs spielerisch erfahren. Doch der Reihe nach:

Von der Facebook-Seite ruft man die App auf. Leider konnten die Macher des Tools nicht der Versuchung widerstehen. Die App liest einige Profilinformationen aus dem Facebook-Profil aus und man willigt ferner ein, dass ein Eintrag auf der eigenen Pinnwand erfolgt. Das ist normalerweise für mich der Punkt abzubrechen, aber nun ja, hier überwog das fachliche Interesse. Warum man das echten Interessenten allerdings zwingend vorschreibt, weiß ich nicht. Dem etwaigen Erkenntnisgewinn steht sicherlich eine beträchtliche Anzahl an Abbrechern gegenüber. Nun denn.

Nach Einwilligung startet die eigentliche App (http://apps.facebook.com/mymarriotthotel). Zunächst durchschreitet man ein virtuelles Hotelportal.

Danach kann man (theoretisch) aus mehreren Spielen auswählen, die für verschiedene Bereiche eines Hotels stehen. Theoretisch, weil zur Zeit erst ein Bereich fertig ist. Die Küche…

Nachdem man sich dann seinen Wunsch-General Manager ausgesucht hat, geht es los. In der Küche des Hotel begrüßt einen der General Manager und weist einen ein. In der Iso-Ansicht, wie man sie aus vielen Simulationsgames (mir fiel spontan der Klassiker “Beach Life” ein) kennt, platziert man z.B. einen oder mehrere Herde, an die man dann einen oder mehrere Köche/innen stellt.

Die “Aufträge”, also Essensbestellungen, kommen dann als sog. Tickets rein. Die Tickets zieht man per Drag & Drop auf den jeweiligen Koch und teilt ihm so den Jobs zu, das Essen zuzubereiten. Es dauert dann einen kleinen Moment bis er fertig ist. Wenn das Essen fertig ist, kann man dieses servieren (und Umsatz machen) oder es wenn es nicht in der gebotenen Qualität gekocht wurde, noch einmal kochen lassen. Wenn nämlich die Qualität nicht stimmt, essen die Gäste nicht auf (ergo: Sie kommen mit geringerer Wahrscheinlichkeit wieder)… Wie gut die Köche kochen hängt mit deren Fähigkeiten zusammen, die zum einen durch Erfahrung größer werden, auf die man aber auch selber mittels guter Rekrutierung und Personalentwicklung Einfluss nehmen kann (dazu mehr weiter unten).

Die zweite wichtige Tätigkeit neben der rechtzeitigen und qualitativen Zubereitung von Mahlzeiten besteht im Einkauf von Waren und Zutaten. Nur wenn hinreichend Zutaten vorhanden sind, können Gerichte angeboten und nur dann entsprechend damit Umsatz gemacht werden.

Wenn man dieses Onboarding verstanden hat, geht es richtig los: Man stellt Köche ein (diese unterscheiden sich hinsichtlich Skill, Speed, Learning and Mood). Natürlich kosten “gute” Leute mehr. Ferner investiert man in Equipment, d.h. konkret in verschieden gute Herde sowie Utensilien, die zum Kochen benötigt werden. Dann macht das Restaurant auf, Herde werden in der Küche platziert, Köche darangestellt, Bestellungen gehen ein und werden (hoffentlich flott und in guter Qualität) abgearbeitet. Dabei werden Zutaten verbraucht. Wie im echten Leben kann es vorkommen, dass Bestellungen storniert werden, etwa wenn es zu lange dauert. Dann hat man Zutaten verbraucht, den Koch beschäftigt, den Herd benutzt, aber keinen Umsatz gemacht. Das sollte also vermieden werden.

Wie schon gesagt kann man die “Qualität” der Mitarbeiter beeinflussen, indem man diese schult. Das kostet zwar, zahlt sich aber sowohl in der Arbeitsqualität (somit einer höheren Kundenzufriedenheit und damit einer steigenden Anzahl an Bestellungen) und Arbeitsgeschwindigkeit (also einer geringeren Stornierungswahrscheinlichkeit) aus. Auch hier wie im echten Leben.

So spielt man sich entsprechend durch die Runden, stellt Köche ein und schult diese, kauft Zutaten ein, organisiert die Bestellungen, serviert Mahlzeiten an Gäste usw. Wenn man sich dabei gut anstellt, verdient man im Endeffekt damit Geld (gemessen in sog. Coins) und Badges. Natürlich fehlt auch die Möglichkeit nicht, diese Verdienste über den Facebook Connect an Freunde zu kommunizieren. Ach ja, der Spielstand kann abgespeichert werden.

Mein Fazit: Einige Aspekte von MyMarriott finde ich wirklich sehr gut gelungen. Auch wenn es natürlich ein Spiel ist und damit naturgemäß vereinfacht, kann man sich die grundsätzlichen Zusammenhänge und Abläufe in einer Hotelküche gut vorstellen. Ein bißchen fad wurde es dann aber doch auf Dauer, weil es sich trotz neuer Mitarbeiter, weiterer Gerichte auf der Karte und mehr Action in der Küche doch irgendwie wiederholt. Okay, aber so ist es vielleicht auch… Mir fehlte zwischendurch auch wenig weiterführende Erläuterung nach dem Motto: “Sie haben jetzt erlebt, dass… . Das ist in einer Großküche wie in einem Hotel so, weil… .” Hier hätte die Orientierungswirkung noch ein wenig verstärkt werden.

Auch ist es natürlich schade, dass man zur Zeit erst einen Bereich des Hotels spielerisch ausprobieren kann. Aber das soll sich demnächst ändern. So wie MyMarriott gemacht ist, kann man sich darauf wirklich freuen. MyMarriott stellt sich in eine Reihe z.B. mit poweRBrands von Reckitt-Benckiser oder Could it be U? von Unilever. Und natürlich muss in diesem Kontext auch Fliplife erwähnt werden.

Hier übrigens noch ein kleiner Erklärungstrailer bei Youtube:

Thema: Ausbildung, Berufsorientierung, Employer Branding, Haniel Karriere, Lufthansa Karriere, SelfAssessment, Serious Games, Social Media HR | Kommentare (0)

Social Media HR Area auf der DGFP Fachmesse – Vorstellung des Haniel-Wertekompasses

Montag, 23. Mai 2011 16:47

Jedes Jahr im Juni veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) mit der Fachmesse “Personal & Weiterbildung” eine der wichtigsten HR-Messen in Deutschland. Dieses Jahr organisiert Humancaps die “Social Media HR Area“. An zwei Tagen (8. und 9. Juni) wird es dort ein strammes Programm aus Vorträgen und Podiumsdiskussionen geben:

So werden etwa der frischgebackene “SMP-Innovator” Gero Hesse und Lutz Altmann über die zunehmende “Professionalisierung von Social Media im Personalmarketing” sprechen, Martin Grothe von Complexium seinen “5E-Fahrplan” vorstellen, Prof. Jäger den Aspekt “Social Media Controlling” beleuchten oder Robindro Ullah von der Deutschen Bahn über „Markenbotschafter – Gesichter für den Arbeitgeber“ referieren.

Nein, ich werde diesmal nicht dabei sein, sondern nur im Geiste vom Strand aus mitfiebern, aber statt meiner wird mein Kollege und Co-GF Ramin Mirhachemzadeh die CYQUEST Farben hochhalten. Gemeinsam mit Andrea Schmitz von Haniel wird er einen Impulsvortrag über die “Verbesserung der Selbstauswahl durch SelfAssessment” halten und dabei insb. den (dann) brandneuen “Haniel Wertekompass” vorstellen.

Nicht erst seitdem Potentialpark das Vorhandensein von “Recommendations based on education and personality” zu einer Beurteilungsdimension der Qualität von Karriere-Websites erhoben hat, sprießen alle möglichen Formen von “Selbsttests, Matchern oder Checkern” aus dem Boden. Wir haben hier im Blog ja kürzlich erst eine Aufstellung einer ganzen Menge von in diese Richtung gehenden Instrumenten vorgenommen, an denen wir beteiligt waren. Und wie man auch im Recrutainment Blog nachlesen kann sind wir nicht die einzigen, die sich hierzu Gedanken machen (siehe hier…).

Nun, Unternehmenswerte sind für das Employer Branding an sich ein sehr zentrales Konstrukt, baut sich doch ein großer Teil der “Unternehmens-DNA” hierum auf. Wenige Unternehmen können dabei auf eine so lange Tradition und so distinkte Werte wie Haniel zurück blicken. Es ist von daher nur konsequent, hierin auch ein Alleinstellungsmerkmal (oder neudeutsch: EVP – Employer Value Proposition) im Wettbewerb um Köpfe zu suchen und mittels SelfAssessment erlebbar zu machen. Insb. vor dem Hintergrund der über 250-jährigen Geschichte des Konzerns erscheint der aktuelle Titel des Manager-Magazins um so spannender… Übrigens: Das Manager-Magazin Titelbild und die “nautische Metapher” des Werte-Kompasses haben nichts miteinander zu tun.

Frau Schmitz wird zum Thema “Werte als Alleinstellungsmerkmal” auch auf dem CYQUEST Praxisseminar im November einen Vortrag halten. Wer sich also dafür interessiert, kann sich gern anmelden! Einen Vorgeschmack gibt es wie gesagt in Wiesbaden… Das gesamte Programm der Social Media HR Area kann hier heruntergeladen werden.

Thema: Berufsorientierung, CYQUEST Vorträge und Veranstaltungen, Employer Branding, Haniel Karriere, SelfAssessment, Social Media HR, Vorträge und Veranstaltungen | Kommentare (2)

Interaktive Berufsorientierung und Selbsttests für zahlreiche Berufs- und Studienrichtungen

Freitag, 6. Mai 2011 12:22

Kürzlich fragte mich ein befreundeter HR-Blogger, ob sich SelfAssessments nicht eigentlich auch gut für die Berufsorientierung eignen würden.

Nun, SelfAssessment ist in der Tat zu einem sehr großen Teil ein Thema der Berufsorientierung! Eigentlich oft sogar noch mehr als ein Instrument des Personalmarketings. Im Kern geht es oft eher um die Frage, ob Berufsbild / Studiengang XY das richtige für mich ist und erst in zweiter Instanz dann, ob ich Lust habe diesen Job bei Unternehmen XY auszuüben oder den Studiengang an Hochschule Z zu studieren.

Wir befassen uns nun seit mehr als 10 Jahren intensiv mit der Erstellung von Realistic Job Preview- und SelfAssessment Verfahren. Dadurch sind inzwischen Orientierungsformate für zahlreiche Berufs- und Studienrichtungen bzw. konkrete Berufsbilder entstanden. Um das einmal zu verdeutlichen, habe ich nachfolgend mal eine Auflistung vorgenommen, nebst dazugehöriger Verlinkungen zu den Tools (bitte jeweils die weibliche Form mitdenken!):

Gegenwärting befinden sich bereits wieder eine ganze Reihe weiterer Berufsbilder in der Umsetzung. Zu nennen wären hier z.B. Chemiker, Forstwirte, Geographen, Geowissenschaftler (alle Uni Göttingen), Speditionskaufleute, Servicekaufleute im Flugverkehr, Hotelkauf- und -fachleute, Lagerlogistiker, Fluggerätmechaniker, Werkzeugmechaniker, Systemgastronomen, Köche, Bäcker (alle Lufthansa) sowie Elektroniker für Betriebstechnik, Industriekaufleute, Industriemechaniker und IT-Systemelektroniker (alle RWE). Wenn es soweit ist, wird darüber selbstverständlich im Blog berichtet! Bis wir aber die diversen Hundert Berufsbilder abgebildet haben, bleibt noch ein wenig zu tun…

Natürlich gibt es neben diesen Berufsorientierungsformate auch noch eine ganze Reihe von SelfAssessments, deren vorrangige Zielsetzung es ist, aufzuzeigen, ob ein bestimmtes Unternehmen zu einem passt. Hier sei nur auf die Facebook App “Could it be U?” von Unilever oder der demnächst erscheinende Werte-Kompass von Haniel verwiesen. Aber das ist ein anderes Thema, auch dazu demnächst mehr…

Thema: Ausbildung bei der Stadt Hamburg, Berufsorientierung, Biesterfeld Karriere, Commerzbank Karriere, Deutsche Bahn Karriere, Employer Branding, Haniel Karriere, SelfAssessment, Serious Games, Studienorientierung, Studieren an der HAW Hamburg, Studieren an der Hochschule Niederrhein, Studieren an der Universität Göttingen, Unilever Karriere, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (1)

2011 wieder ein CYQUEST Praxisseminar zu “Recrutainment, SelfAssessment, eAssessment, Employer Branding und Social Media”

Dienstag, 5. April 2011 13:35

2010 haben wir wg. der hohen Veranstaltungsdichte ausgesetzt, doch 2011 gibt es wieder eines: Zum inzwischen vierten Mal veranstalten wir am 22. November 2011 wieder ein CYQUEST Praxisseminar. Zugegeben, November ist noch ein bißchen hin, aber erstens schadet es nicht, sich den Termin schon einmal im Kalender zu reservieren und zweitens waren bei den letzten Malen die Plätze doch recht begehrt, so dass ich durchaus eine frühe Anmeldung empfehlen würde (gibt auch attraktive Frühbucher-Konditionen, doch dazu unten mehr…).

Worum geht es?

Das CYQUEST Praxisseminar ist eine halbtägige Veranstaltung, die sich rund um die Themen Recrutainment, SelfAssessment, Online-Assessment, Employer Branding und Social Media dreht.

Über den Nachmittag erhalten die Teilnehmer komprimierte Informationen in Form von Praxisberichten. Die Referenten (m/w) kommen aus Unternehmen und von Hochschulen und berichten direkt aus realisierten Projekten. Die Erfahrung der letzten Male hat gezeigt, dass diese Berichte den Besuchern sehr handfeste Einblicke in “Lessons learned” geben und konkrete Hilfestellungen für eigene Projektvorhaben bieten. In den letzten Jahren haben z.B. Unternehmen wie Media-Saturn, die Commerzbank, DAK, Bertelsmann, Unilever, Tchibo, Gruner+Jahr, die Deutsche Bahn oder die Citibank / TARGOBANK und Hochschulen wie die Uni Freiburg oder die HAW Hamburg über ihre Erfahrungen bei der Gewinnung von Mitarbeitern oder Studierenden berichtet. Einen Rückblick auf das letzte Praxisseminar Ende 2009 findet sich hier.

Doch keine Angst, es gibt an dem Tag nicht nur den “Nürnberger Trichter” auf den Kopf… Vielmehr geht die Veranstaltung nach dem letzten Vortrag direkt in den angenehmen Teil über. Bei kulinarischen Köstlichkeiten, einem schönen Glas Wein oder einem Bier kann man die Eindrücke des Tages Revue passieren lassen, mit anderen Teilnehmern diskutieren und natürlich fleißig networken.

Das diesjährige Praxisseminar wird in Kooperation mit dem BPM – Bundesverband der Personalmanager e.V. angeboten und von der vom Helios-Verlag herausgegebenen Fachzeitschrift Human Resources Manager unterstützt.

Zum Programm (alle nachfolgend genannten Referenten haben zugesagt, ggf. kommt aber am Nachmittag noch ein weiterer Beitrag aus einer der BPM Fachgruppen hinzu):

Ab 13.30 Uhr: Eintreffen der Teilnehmer.

14.00 – 14.15 Uhr: Begrüßung, Joachim Diercks, Geschäftsführer CYQUEST GmbH.

14.15 – 14.50 Uhr: Recrutainment vom Web 1.0 zum Web 2.0 – die Karrierejagd durchs Netz im Wandel der Zeit, Malte Hansen, Director Human Resources, Middle Europe, Veolia Wasser GmbH und Joachim Diercks, Geschäftsführer CYQUEST GmbH.

14.50 – 15.25 Uhr: Unternehmenswerte als ein wesentliches Merkmal der Arbeitgebermarke, Thomas Heuwing, Head of Internal Communications & Branding, Franz Haniel & Cie. GmbH.

15.25 – 16.00 Uhr: Keine Spaßbremse, sondern wichtige Leitplanke – worauf ist rechtlich bei der Umsetzung von Social Media Maßnahmen zu achten?, Nina Diercks, Rechtsanwältin, Herausgeberin Social Media Recht Blog.

16.00 – 16.30 Uhr: Kaffeepause

16.30 – 17.05 Uhr: Virtuelle Studienorientierung und Online SelfAssessment an der Universität Göttingen, Christina Höhmann, Vernetzung Studienberatung, Georg-August-Universität Göttingen.

17.05 – 17.40 Uhr: Social Gaming + Employer Branding + Berufsorientierung = Fliplife, Ibrahim Evsan, Founder & Managing Director, United Prototype Web Game GmbH / Fliplife.

Wann? Dienstag, 22. November 2011. Beginn: 14.00 Uhr (Einlass ab 13.30 Uhr), Ende: ca. 18.00 Uhr (Vorträge), danach “Get-Together”.

Wo? Grand-Elysée Hamburg, Rothenbaumchaussee 10, 20148 Hamburg. Ca. 2 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Dammtor.

So, nun zu den Teilnahmegebühren und den oben versprochenen Frühbucher-Konditionen:

Der Teilnahmebeitrag richtet sich diesmal ein wenig danach, welcher Zielgruppe man angehört. Wie folgende Tabelle zeigt, erhalten BPM-Mitglieder, Hochschulvertreter, CYQUEST Kunden, Studierende und Fach-Blogger einen vergünstigten Teilnahmepreis. Wer sich zudem bis zum 31.5. anmeldet, erhält neben der Preisvergünstigung für Frühbucher auch noch ein Exemplar des Buches “Personalmarketing 2.0″ (Christoph Beck, Hrsg.) geschenkt:

Teilnahmepreis:

Frühbucherpreis *
Preis *
Unternehmensvertreter
119€
149€
BPM-Mitglied
99€
119€
Hochschulvertreter
89€
99€
CYQUEST Kunde
89€
99€
Studierende/HR-Blogger
-
59€

*Zzgl. 19 % MwSt.

Weiterführende Informationen finden sich auf www.cyquest.net. Zur Anmeldung senden Sie bitte diese Fax-Vorlage an die +49 (0)40 85407-333 oder -111.

Thema: Ausbildung bei der Citibank, Ausbildung bei der DAK, Ausbildung bei der Stadt Hamburg, Ausbildung bei der TARGOBANK, Bertelsmann Karriere, Biesterfeld Karriere, Commerzbank Karriere, CYQUEST Vorträge und Veranstaltungen, Deutsche Bahn Karriere, eAssessment, Employer Branding, eRecruiting, Gruner + Jahr Karriere, Haniel Karriere, Media-Saturn Karriere, SelfAssessment, Serious Games, Social Media HR, Studienorientierung, Studieren an der HAW Hamburg, Studieren an der Universität Göttingen, Tchibo Karriere, Unilever Karriere, Virtuelle Studienberatung, Vorträge und Veranstaltungen | Kommentare (0)