HeartPoints – per App die Wertschätzung innerhalb der Belegschaft fördern

“Retention ist das neue Recruiting”,

so zumindest hört man momentan vielerorts…

Ich gestehe, dass ich mit dieser aus meiner Sicht etwas unterkomplexen Formel etwas hadere. Denn es klingt immer ein wenig so, als wenn das eine ohne das andere ginge und man es sich jetzt im Recruiting erlauben könne, nicht mehr so genau hinzusehen, weil sich das dann ja alles “in der Retention” hinbiegen ließe. So einfach ist aber natürlich nicht. Retention ist ja keine Disziplin oder “Abteilung”. Retention ist vielmehr Ergebnis verschiedener Dinge, z.B. eines wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitenden, einer guten Personalentwicklung, von Weiterentwicklungsmöglichkeiten oder flexiblen und individuellen Beschäftigungsmodellen. Und natürlich hängt Retention auch von einer guten Personalgewinnung ab, d.h. je besser beim Zueinanderfinden von beiden Seiten darauf geachtet wird, ob man auch wirklich zueinander passt, desto besser wird es nachher auch mit der Retention gelingen…

Was ich an dem Slogan “Retention ist das neue Recruiting” allerdings sehr begrüße, ist erstens dass dadurch überhaupt einmal betont wird, dass diese zwei Dinge irgendwie im Zusammenhang stehen und entsprechend auch zusammen gedacht werden müssen sowie zweitens schlichtweg, dass der Bindung von Mitarbeitenden dadurch eine größere Aufmerksamkeit zuteil wird.

Es ist ja auch bestechend logisch: Je länger Unternehmen ihre guten Mitarbeitenden binden können, desto weniger Recruitingdruck…

Daher überrascht auch nicht, dass immer mehr auch digitale Lösungen entstehen, die das Ziel verfolgen, die Bindung von Mitarbeitenden zu erhöhen. Im März hatten wir darum etwa einen Gastbeitrag von benefits.me im Recrutainment Blog, im Februar war Crewting zu Besuch…

Und heute möchte ich euch das Motivationstool HeartPoints vorstellen. In einem Satz würde ich HeartPoints als “App zur Förderung der Wertschätzung innerhalb der Belegschaft” beschreiben, aber um es sehr viel konkreter zu machen, habe ich Janet Zschieschang um einen kurzen Gastbeitrag gebeten.

Janet ist Geschäftsführerin von Buben & Mädchen, einer 2011 gegründete Spezialagentur für Incentives, Bonusprogramme und Mitarbeitermotivation. Die Motivationsexperten, animieren zu mehr Leistung und inspirieren durch emotionale Wertschätzungssysteme und anerkennende Kommunikation. Und Buben & Mädchen steht hinter der App HeartPoints.

Also Janet, deine Bühne. Was hat es mit HeartPoints auf sich?

>> Gastbeitrag, Janet Zschieschang:

So etabliert ihr eine Wertschätzungs-Kultur! Gastbeitrag von Janet Zschieschang von Buben + Mädchen

Retention und Mitarbeiterbindung – die Begriffe sind heute in aller Munde, zumindest bei Personaler:innen. Kein Wunder: Es wird immer schwieriger, Arbeitskräfte zu finden – für Jobs jeglicher Art. Und der Wettbewerb um gute Fachkräfte wird immer aggressiver: Die Mitarbeitenden anderer Unternehmen direkt anzugehen, steht auf der Tagesordnung.

Gleichzeitig – das zeigen Studien wie der Trendreport Jobwechsel 2023 vom Trendence Institut – wird die Bindung von Arbeitnehmenden an ihren Arbeitgeber immer schwächer. Nur 15,1 Prozent der Arbeitnehmenden sind demnach gar nicht offen für die Angebote anderer Arbeitgeber. Alle anderen schon. Was also tun?

Im Unternehmen eine Kultur der Wertschätzung etablieren!

Das gehört zu den strategischen Aufgaben der Unternehmensleitung sowie von Führungspersonen. Und das ist wichtig, um auf Dauer den geschäftlichen Erfolg zu sichern. Wertschätzung ist ein wichtiger Beitrag, um Mitarbeitende zu binden und zu motivieren. Denn zufriedene und motivierte Mitarbeitende bleiben! Bei der Bindung an das Unternehmen spielen – neben dem Gehalt – Themen wie die individuelle Tätigkeit oder die Verantwortung im Unternehmen eine Rolle. Langfristig aber ist es genauso wichtig, Mitarbeiter:innen für das wertzuschätzen, was sie Tag für Tag für das Unternehmen leisten. Denn Menschen sehnen sich nach Anerkennung – und sie wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv aus.

  • Die Macht des Lobes: Es liegt nicht nur in der Verantwortung der Vorgesetzten, Lob auszusprechen. Auch das gegenseitige Lob unter Kollegen schafft eine Atmosphäre der Wertschätzung und fördert den Teamgeist.
  • Anerkennung für besondere Leistungen: Jenseits der täglichen Aufgaben gibt es Momente, in denen Mitarbeitende den sprichwörtlichen Extra-Kilometer gehen. Diese außergewöhnlichen Anstrengungen über den messbaren Erfolg in Zahlen hinaus verdienen ein direktes positives Feedback – eine wichtige Führungsaufgabe.
  • Wertschätzung als Grundlage: Echte Wertschätzung ist viel mehr als Lob und Anerkennung. Sie beinhaltet das Verständnis für die Bedürfnisse, Anliegen und Ideen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  • Langfristige Unternehmensbindung: Die Kombination aus Lob, Anerkennung und Wertschätzung trägt zur langfristigen Unternehmensbindung bei. So lassen sich eingespielte Teams entwickeln, die effizienter arbeiten und bessere Ergebnisse erzielen.

Alles nicht so wahnsinnig ausgeprägt in unserer Arbeitskultur, in der manche Vorgesetzte nach der Devise handeln „Nicht geschimpft ist gelobt genug“.

Insofern stellt sich eine ganz praktische Frage: Wie kann Wert­schätzung strukturiert in den Arbeitsalltag integriert werden? Die Antwort: Wenn Anerkennung als zentraler Unternehmenswert definiert und das Lob(en) Teil der Unternehmenskultur werden. Beides muss von der obersten Führungsebene über die Bereichs- oder Teamleiter:innen bis hin zu den Fachkräften vorgelebt werden: unter Gleichgestellten, aber auch zwischen Führungskräften und ihren Teams – in beide Richtungen.

Emotionale Bindung erhöhen und Wettbewerbsvorteile sichern im Kampf um die besten Talente

Doch grau ist alle Theorie – auf die praktische Umsetzung kommt es an. Helfen können dabei eine Reihe praktischer Maßnahmen, die Unternehmen in ihrem Alltag umsetzen können, ohne gleich das ganz große Rad zu drehen.

  • Unternehmenskultur und Unternehmenswerte von Anfang bis Ende der Mitarbeiterbeziehung: Vor dem Onboarding bis nach dem Offboarding
  • Regelmäßige Trainings mit Führungskräften: Welche Handlungsoptionen habe ich als Führungskraft, was muss ich beachten, welche Fallstricke gibt es?
  • Neue Wege gehen mit digitalen Tools wie HeartPoints: Modular aufgebaut, als App-basierte Plattform leicht zu bedienen, schnell implementiert – kombinierbar mit steuerfreiem Sachbezug über einen Prämienshop

Diese Maßnahmen schaffen einen Rahmen, in dem Mitarbeitende gerne und regelmäßig untereinander „Danke“ sagen: für Überstunden bei Ausfällen oder für ein erfolgreiches Projekt, etwa die Entwicklung einer komplexen Software oder beim Produktionsstart für neuartiges Spezialwerkzeug. Auch Führungskräfte können einzelnen Mitgliedern oder dem gesamten Team ein Lob aussprechen.

Buben + Mädchen hat dafür ein eigenes Tool entwickelt: HeartPoints. Das ist eine digitale Lösung, um Wertschätzung strukturiert in den Führungsalltag zu integrieren. Mit HeartPoints können alle Mitarbeitenden untereinander „Danke“ sagen. Beispielsweise für die schnelle Hilfe bei einer aufwändigen Vorstandspräsentation, für eine komplizierte Auswertung der Vertriebszahlen oder für die zündende Idee zu einem Neukundenkonzept. Das Ganze läuft über eine App. Mit ihr lassen sich die HeartPoints vergeben und mit einer persönlichen Nachricht versehen.

Wenn der Vorgesetzte dieses Dankeschön freigibt, werden die Punkte gutgeschrieben. Auf diese Weise gutgeschriebene Punkte können dann in Prämien umgetauscht werden.

Eine weitere Besonderheit: Die HeartPoints-App verbindet Mitarbeitende im Office mit ihren schreibtischlosen Kolleg:innen.

Das HeartPoints-Wertschätzungs-Modul gewährleistet, dass nicht nur Kollegen Lob und Anerkennung unkompliziert und vor allem kontinuierlich vergeben, sondern auch Führungskräfte. Anhand definierter Vorgaben lässt sich zudem auswerten, wie aktiv sie die digitale Anerkennung an ihre Teams vergeben und ob sie ihr Kontingent an Lobeinheiten ausschöpfen. Umgekehrt haben Team- und Bereichsleiter die Anzahl der vergebenen und erhaltenen Lobeinheiten in ihrem Verantwortungsbereich im Blick. Damit können Unternehmen die Wertschätzung von Vorgesetzten an ihre Mitarbeitenden als einen der wichtigsten Treiber für Motivation und Leistungssteigerung strukturiert in den Führungsalltag integrieren. Vier weitere Module fokussieren Themen wie Team Spirit, Benefits, Kommunikation und Mood. Alle Module lassen sich beliebig kombinieren.

Ein Konzept, das funktioniert, wie das Praxisbeispiel einer mittelständischen Berufsträgerkanzlei aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Dort ist HeartPoints seit einigen Monaten im Einsatz, um den guten Teamspirit weiter zu verbessern und auch neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzubinden.

  • Bereits vier Wochen nach der Einführung hatte jedes Mitglied des 18-köpfigen Teams mindestens einmal Punkte vergeben oder empfangen.
  • Mehr als 100-mal pro Monat haben die Mitarbeitenden des Unternehmens auf diese Weise „Danke“ gesagt.
  • Im Schnitt wurden etwa 25 Punkte pro einzelnem Dankeschön vergeben.
  • Etwa jedes fünfte Mal vergaben Mitarbeitende das Maximum: 50 Punkte (22 Prozent)
  • Bei der Vergabe der Dankespunkte wurde meist Teamwork als Grund angegeben.

So wird jeden Monat Wertschätzung gelebt! Wer sie auf diese Weise strukturiert in den Unternehmensalltag integriert, kann im Wettbewerb um die besten Talente und Fachkräfte den entscheidenden Unterschied machen.

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