E-Plus als neuer “Arbeitgeber” in Fliplife

Donnerstag, 26. April 2012 14:55

Vor sechs Wochen hatte ich es in dem Artikel Neuerungen in Fliplife: Abkehr vom reinen Click&Wait durch Integration von Quizzes mit Surffragenlogik hatte ich es ja schon angedeutet. Nun ist es amtlich: Mit der E-Plus Gruppe ist nun nach Bayer und Daimler das dritte “echte” Unternehmen in Fliplife aktiv und nutzt das Social Game als Instrument des Personalmarketings.

Das Prinzip ist bekannt: Um Karriere vom Street Promotor zum Telepath zu machen, sind verschiedene Aufgaben zu durchlaufen, mit denen man sukzessive verschiedene Spielwährungen verdient (Cash, eXPerience und Flips) und auf der Karriereleiter aufsteigt. Dabei kann man verschiedene Werkzeuge einsetzen, die man ebenfalls unterwegs verdient.

Das bewährte aber aus Sicht der Personalmarketingwirkung unter Umständen nicht optimale Click&Wait Prinzip bei der Bearbeitung der Aufgaben wurde beibehalten. Hmm, da könnte bzw. sollte man noch einmal drüber nachdenken. Interessieren würden mich die bei E-Plus gemachten Erfahrungen aber auf jeden Fall. Ich glaube da werde ich den guten Birger mal fragen…

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Neuerungen in Fliplife: Abkehr vom reinen Click&Wait durch Integration von Quizzes mit Surffragenlogik

Mittwoch, 14. März 2012 10:01

Nachdem es eine Zeit lang eines der dominierenden Themen im Recrutainment Blog war, sind die letzten Posts zum Thema Fliplife (anlässlich der Mini-Karriere von Media-Saturn auf dem Absolventenkongress und der ersten Zahlen zum Daimler-Auftritt) inzwischen doch schon wieder eine ganze Weile her. Zeit um mal wieder nachzuschauen, was sich in der Zwischenzeit getan hat oder gerade dabei ist, sich zu tun…

Die wichtigste News gleich mal vorneweg: Mit Ernst&Young und E-Plus werden in Kürze zwei neue namhafte Unternehmen virtuelle Karrieren innerhalb von Fliplife anbieten. Wenn es soweit ist, werde ich mir das natürlich näher anschauen und dann darüber berichten.

Aber welche Neuigkeiten kann man denn schon sehen? Nun, zuallererst fällt die neue Navigation auf: Mit der Fliplife City gibt es jetzt eine schöne grafische Darstellung der Navigation. Die einzelnen Gebäude auf der Fliplife Landschaft können angeklickt werden um z.B. die Karriere, die Weiterbildungen, Partys oder auch die Sport-Gelegenheiten zu erreichen.

Aus Sicht des Personalmarketings ist für mich aber eine andere Neuigkeit viel entscheidender: die Integration von Quizfragen in die Karriere. Der aus meiner Sicht größte Kritikpunkt an Fliplife aus Sicht der Personalmarketings war die pure Click&Wait Logik der zu bearbeitenden Projekte. Wenn man also bspw. bei Daimler das Projekt “Entwickle das Wohnmobil der Zukunft” übernahm, dann bearbeitete man dieses Projekt darin, in dem man einen Knopf (“Projekt beitreten”) drückt und abwartet. Nach einer gewissen Zeit war das Projekt (oder Teilprojekt) bearbeitet, man erhielt Experience-Punkte (XP) und Spielgeld (Coins) und widmete sich dem nächsten Click&Wait.

Das mag ein gängiges Prinzip von Social Games sein, nach einer gewissen Zeit jedoch ertappt man sich dabei, dass man sich die Projekttexte eigentlich gar nicht mehr wirklich durchliest, sondern nur noch den Knopf drückt. Die inhaltliche Beschäftigung mit dem Projekt(schritt) und damit das etwaige (Personalmarketing-)Learning gleich 0, naja sagen wir mal 0,1… .

Die Bayer Karriere wird nun um Quizfragen zum Unternehmen erweitert. Das ganze sieht so aus, dass in den meisten der normalen Projekte zusätzliche Zwischenschritte eingefügt wurden. Um einen dieser neuen Zwischenschritte erfolgreich abzuschließen muss eine Frage beantwortet werden. Das spannende daran, diese Fragen sind auf die einzelnen Projekte abgestimmt, erweitern so die Story, die das Projekt erzählt und fördern die Interaktion mit Marke und Unternehmen, da der Spieler dazu ermuntert wird auf den Unternehmensseiten die richtigen Antworten zu recherchieren. Hierbei wird dem Spieler eine kleine Hilfe in Form eines Links an die Hand gegeben, damit er weiß wo er die Informationen finden könnte. Wer an dieser Stelle an die Surffragen-Logik der CYQUEST Karrierejagd aus dem Jahr 2000 denken muss, ja genau… ;-)


Aus Sicht des Personalmarketings ist diese Form der “Projektarbeit” gegenüber dem bisherigen Click&Wait ein Riesenschritt nach vorn, aus Leanback wird nämlich Leanforward. Man kann an dieser Stelle bereits erahnen, dass die Reise hier noch nicht beendet ist. Interpretiert man Fliplife als eine Art Bühne, dann können der virtuellen Mitarbeiterschaft auf dieser Bühne natürlich auch noch ganz andere Projekte zur Bearbeitung vorgesetzt werden. Das können Marktforschungsfragestellungen (“Wie gefällt Euch der neue Name des Unternehmens-Traineeprogramms?”) sein genauso wie das gemeinsame Erarbeiten eines Problems / Crowdsurcing (“Wie soll unser neues Unternehmens-Traineeprogramm heißen?”) oder das Ausführen einer typischen beruflichen Tätigkeit / Realistic Job Preview (“Bearbeite Fallstudie XY…”).

Auch wenn Social Games oft gerade wegen der Einfachheit und des Low-Involvements des Click&Wait Prinzips erfolgreich sind, ist es aus meiner Sicht genau diese Erweiterung um “inhaltliche Beschäftigung”, die Fliplife bislang gefehlt hat, um wirklich Relevanz als Personalmarketinginstrument zu erlangen. Durch die gewisse Garantiertheit des Werbeerfolgs (der Spieler hat die Aufgabe garantiert gesehen, hat auf den Link geklickt und hat sie auch gelöst) ist der Ansatz vielen anderen Kommunikationswegen sogar überlegen. Oder wer kann mit Gewissheit sagen, dass X User den neuesten Post auf der Facebook-Karriereseite wirklich gesehen, gelesen oder sonst wie zur Kenntnis genommen und sich damit befasst haben. Man kann gespannt sein wie es weitergeht… Wir bleiben dran.

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Media-Saturn bietet “Mini-Karriere” in fliplife auf dem Absolventenkongress

Mittwoch, 30. November 2011 21:57

fliplife ist momentan auf dem Recrutainment Blog ein recht präsentes Thema. Wen´s langweilt bitte einfach ignorieren. Andererseits weiß ich, dass dieses Browsergame und die etwaigen darin enthaltenen Möglichkeiten zur (spielerischen) Personalkommunikation momentan einige in der Social Media-HR-Employer Branding-Personalmarketingszene (robindrisch: “Suppe”) beschäftigen. Also haben wir uns gedacht: Berichten wir mal nicht nur über fliplife, sondern begeben wir uns mal direkt in diese Welt und schaffen eine neue Karriere.

Anlässlich des heute und morgen in Köln stattfindenden Absolventenkongress bietet Media-Saturn (das ist die gemeinsame Holding der Saturn- und Media-Märkte) am Messestand die Möglichkeit, auf iPads virtuelle Media-Saturn-Karrieren innerhalb von fliplife zu durchlaufen.

Nachdem man sich mit wenigen Klicks einen eigenen Avatar zusammengebaut und den virtuellen Mitarbeiterausweis bekommen hat, kann man sich eine von drei möglichen Karrieren auswählen: Die Corporate Career in der Media-Saturn Unternehmensgruppe (“Vom Praktikant/in zum Vide President”) oder eine Marktkarriere bei Media-Markt respektive Saturn (“Vom Praktikant/in zum Geschäftsführer/in”).

Die Projekte sind dabei durchaus typische Tätigkeiten der jeweiligen Karriere. Ein großer Unterschied zum “richtigen” fliplife allerdings: Alle Projekte dauern nur wenige Sekunden. Die Idee dahinter: Während der Spieler wartet, dass er sein Projekt absolviert hat, kann er den Text zum Projekt lesen und lernt somit Inhalte der typischen Tätigkeiten kennen. Jede “Karriere” umfasst fünf Projekte, die jeweils in zwei oder drei Teilprojekte aufgeteilt sind. Man schafft es somit, die gesamte Karriere in deutlich weniger als 10 Minuten einmal durchzuspielen. Dies ist wichtig, da das Game am Stand ja in erster Linie als Magnet, zur Kontaktanbahnung und als Stichwortgeber für die persönlichen Gespräche dienen soll und weniger Selbstzweck ist.

Unter allen Standbesuchern, die die Karriere komplett durchlaufen und dies auf der Facebookseite von Media-Saturn posten, werden dann Musikdownloads bei My Juke verlost.

Diese Messeversion von fliplife ist insgesamt enorm abgespeckt, d.h. Features wie der Shop, Arbeitsmarkt, Freizeit usw. sind auskommentiert, um den Spieler nicht abzulenken, sondern den Fokus komplett auf dem Content zu belassen. Zwei Features allerdings wurden im Spiel belassen: Zum einen verbraucht man durch das Bearbeiten von Projekten Energie, die sich von allein auch nicht schnell genug auffüllt. Hierzu muss man sich mit dem verdienten Lohn zwischendurch einen Energydrink besorgen. Zum anderen kann man Ausdauer und Arbeitsqualität auch beeinflussen, indem man zwischendurch in der fliplife Akademie trainiert.

Insgesamt finde ich, dass die Absolventenkongress-Version von fliplife eine gelungene Kombination aus “Gewinnspiel am Messestand”, inhaltlicher Beschäftigung mit dem Unternehmen und Icebreaker zur Gesprächseröffnung geworden ist. Wir sind sehr gesapnnt, wie die Applikation in der Nachbetrachtung der Messe gewirkt hat.

Es ist beabsichtigt, die für die Messe geschaffenen Inhalte im Anschluss auch in das “echte” fliplife zu transferieren. Dazu werden dann ein paar Anpassungen nötig sein – die meiste Arbeit allerdings ist getan…

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Erste Zahlen zum Daimler-Auftritt in fliplife

Freitag, 11. November 2011 10:59

Vor drei Wochen ist die Daimler AG als zweites reales Unternehmen in das Browsergame “fliplife” eingestiegen, ich habe berichtet. Dabei können fliplife-Spieler eine virtuelle Ingenieurkarriere bei Daimler durchlaufen – “Vom Felgenpolierer zum Innovationsguru”. Hier die Unternehmensseite von Daimler in fliplife (ich konnte es mir nicht verkneifen, das Werbebanner rechts mit auf den Screenshot zu nehmen ;-) Sorry, Daimler…):

Man kann dieses Engagement sicherlich so oder so beurteilen, Geschmäcker sind ja nun einmal verschieden. Manche halten die Verbindung von Spiel und Personalkommunikation grundsätzlich für Unsinn (ja, solche Leute gibt es tatsächlich noch…), manche finden Browsergames à la fliplife hierfür nicht geeignet und anderen ist die inhaltliche Tiefe der Aufgaben in fliplife (noch) nicht ausreichend. Aus Sicht des Personalmarketings bzw. aus Sicht des Controllings des Selbigen aber sind neben Geschmack natürlich auch Zahlen ein wichtiger Gradmesser – frei nach dem Motto: Der Köder soll vor allem dem Fisch schmecken, nicht zwingend dem Angler…

Dank Uwe Knaus habe ich nun ein paar erste Zahlen zum Engagement von Daimler in fliplife und die sind aus meiner Sicht sehr bemerkenswert:

  • Bis gestern waren exakt 2.029 “Ingenieure” bei Daimler angestellt.
  • Diese haben innerhalb von fliplife ca. 15.000 Projekte absolviert.
  • Die Daimler “Karriereseite”, also die Seite, auf der man die Projekte auswählen kann, wurde ca. 248.000 aufgerufen.
  • Die Spieler waren zusammen etwa 7.400 Stunden mit den Projekten beschäftigt.
  • Die Spieler sind im Durchschnitt 22 Jahre und zu 56% weiblich.

Was sagt uns das?

Nun, dass in drei Wochen mehr als 2.000 Personen virtuell bei Daimler angeheuert haben ist rein quantitativ schonmal eine ganze Menge. Man vergleiche diese Zahl mal mit den Fanzahlen von Facebook-Karriereseiten. Ja, ich weiß auch, dass dieser Vergleich an allen Ecken und Ende hinkt, aber es sind nunmal mehr als 2.000 Menschen, die Daimler über diesen Weg der Karriere-Kommunikation erreicht. Punkt. Zum Vergleich: Bei Bayer sind aktuell (d.h. in den letzten Wochen tatsächlich in einer Bayer-Karriere aktiv) gut 16.000 “virtuelle Mitarbeiter” beschäftigt. Die Bayer Karriere-Fanpage bei Facebook hat aktuell etwas mehr als 7.200 Fans…).

Zweitens: Diese etwas mehr als 2.000 Daimler-Ingenieure haben im Schnitt 7,5 Daimler-Projekte bearbeitet. Mein nach wie vor zentraler Kritikpunkt an fliplife ist, dass die wirkliche inhaltliche Auseinandersetzung mit einem Projekt durch das “Click&Wait”-Prinzip noch deutlich ausbaufähig ist. Ein Teilprojekt zu bearbeiten heißt nämlich zunächst einmal nur, es sich auszusuchen, auf Projekt starten zu drücken und abzuwarten, bis die Zeit abgelaufen ist. Das muss man dann ggf. mehrfach wiederholen, um irgendwann das nächste Teilprojekt bearbeiten zu können usw. Irgendwann hat man dann das Gesamtprojekt abgeschlossen und widmet sich dem nächsten. Von daher relativiert sich die Zahl von durchschnittlich 7,5 bearbeiteten Daimler-Projekten bzw. die verwendete Zeit von 7.400 Stunden (also durchschnittlich ca. 3,5 Stunden pro Spieler) auch. Aber: Selbst wenn der Tiefgang der Bearbeitung recht gering ist, die Spieler sind während des Spiels immerzu und immer wieder gedanklich in einer “Daimler-Welt”. Man sollte nicht den Fehler machen, die sublime Wirkung dieser Form des “Nebenbei” zu unterschätzen.

Und: Welche Projekte das Unternehmen anbietet, wieviel Tiefgang man diesen mitgibt und wieviel gedankliches Zutun man dem Spieler abverlangt, kann man als Unternehmen ja auch ein wenig selber steuern. Wir erstellen gerade für einen unserer Kunden gemeinsam mit fliplife eine “Handelskarriere” (in knapp 3 Wochen dazu mehr), wobei insb. dieser Aspekt deutlich stärker betont wird.

Ich bleibe dabei: es mag einem selber manchmal schwerfallen nachzuvollziehen, warum Menschen so viel Zeit mit “Social Games” verbringen. Aber sie tun es nunmal. Von daher lohnt es sich auch, diesen Kanal als möglichen Weg des Personalmarketings sehr ernsthaft zu prüfen. Zahlen lügen nicht. Mehr dazu in Kürze…

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Viel Zuwachs im “Tausenderclub” – Corporate Career Twitter Kanäle von Allianz, Media-Saturn, Audi, Thyssenkrupp und T-Systems überspringen 1000-Follower-Marke

Montag, 7. November 2011 15:21

Wieder ein Monat vorbei, wieder eine aktuelle Chart-Show der Follower-Zahlen deutschsprachiger Karriere-Twitter-Kanäle von Unternehmen. Und: Es hat sich seit Anfang Oktober einiges getan. Die augenscheinlichste Veränderung hat sich in der “ersten Liga” – dem Tausenderclub – ergeben. Mit den Kanälen der Allianz (@allianzkarriere), Media-Saturn (@mediasaturn), Audi (@audi_karriere), T-Systems (@job_tsystemsMMS) und dem Re-Entry ThyssenKrupp (@thyssenkruppjob) umfasst die Liste derer mit mehr als 1000 Followern nun 18 Firmen – Bundesliga-Format. Vornweg mit ungebremster Dynamik die Deutsche Bahn, die nun als erster die 7000er Marke geknackt hat:

Eine Etage darunter, also den Kanälen mit bis zu 1000 Followern, hat sich auch einiges bewegt. Neu hingekommen sind z.B. die Firmen Gicom (@gicom_org) und Unicepta (@Unicepta_Jobs) aber auch der Kanal eines echten Schwergewichts, nämlich Fresenius (@Fresenius_Jobs). Letztgenannter mit aktuell 9 Followern zunächst erstmal ganz am Ende der Liste, aber der Kanal ist ja auch noch wirklich neu. Den spektakulärsten Zugewinn konnte @Sparkasse_Jobs verbuchen, die die Followerzahl von 301 auf 599 nahezu verdoppelt haben. Hier muss man allerdings auch dazusagen, dass die Zahl an Followings (also Kanälen, denen gefolgt wird) im gleichen Zeitraum noch erheblich stärker wuchs (auf aktuell 1830).

Die insg. weiter ungebremste Dynamik belegt der “Follower-Index”. Hierin vergleichen wir die durchschnittliche Followerzahl derjenigen Kanäle, für die für einen hinreichend langen Zeitraum Daten vorliegen. Wie man erkennt ist der monatliche Zuwachs des Index´ mit ca. +40 pro Monat seit Jahresanfang nahezu konstant.

Wer sich vertieft mit der Materie beschäftigen möchte, dem seien auch unsere weitergehenden Analysen hierzu empfohlen. So haben wir in der Vergangenheit bspw. das Follower-Following-Ratio untersucht und sind inhaltsanalytisch mal einigen Kanälen auf den Leib gekrochen, um nach möglichen “Typen” von Karriere-Kanälen und Gründen für deren Erfolg oder Mißerfolg zu suchen.

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