Relaunch von C!You – start-learning@hamburg. Das Berufsbild der Allgemeinen Verwaltung spielerisch und interaktiv erleben!

Dienstag, 11. Juni 2013 9:05

CYQUEST setzt einen kompletten Relaunch des erfolgreichen Berufsorientierungsspiels für das Zentrum für Aus- und Fortbildung des Personalamts der Freien und Hansestadt Hamburg um.

Erklärungsvideo_Bewerbungsprozess

Auch in Hamburg wird fleißig Beamtennachwuchs gesucht. Bereits 2007 startete das Personalamt der Freien und Hansestadt Hamburg daher ein Selbsttestverfahren unter dem Namen “C!You”, um Interessenten einen Einblick in den Arbeits- und Ausbildungsalltag in der Allgemeinen Verwaltung in einer Millionenmetropole wie Hamburg zu bieten.

EPSA2009Als dieses Projekt 2007 online ging, hätte wohl niemand mit diesem Erfolg gerechnet: In den vergangenen fünf Jahren haben insgesamt über 21.000 Teilnehmer das Online-SelfAssessment absolviert. Darüber hinaus konnten erfolgreiche Teilnahmen an den Wettbewerben EPSA 2009 und dbb Innovationspreis 2011 verzeichnet werden.

dbb_Innovationspreis„C!You“ war bei seinem Erst-Launch bereits überaus aufwendig gestaltet. Die Teilnehmer konnten sich wie in einer Computerspielsimulation über eine virtuelle U-Bahn frei in der Stadt bewegen, konnten Gebäude betreten, mit anderen Charakteren interagieren oder an einer virtuellen Stadtrundfahrt teilnehmen. Allerdings wurde eine Reihenfolge der anzulaufenden Stationen klar vorgegeben und die Teilnehmer mussten alle Aufgaben bearbeiten.

Hier setzt der Relaunch an.

Es wurde ein von Grund auf neues Layout erstellt. Nun bewegt sich der Teilnehmer nicht mehr per U-Bahn von Station zu Station, sondern hat eine Übersichtsseite, von der er bequem die einzelnen Module erreichen kann. Dazu laufen im Hintergrund Moodfilme, die Hamburg von seiner besten Seite zeigen und das Gesamterscheinungsbild stilvoll abrunden. Ein „Navigations-Widget“, welches man frei im Fenster bewegen kann, hilft dem Nutzer dabei, jederzeit die Übersicht zu behalten.

CYou_Vorher_Nachher

C!You Übersicht 2007 vs. C!You Übersicht 2013

Neben dem überarbeiteten Layout wurde auch die Struktur von C!You angepasst. „Weg von sequenziellen Abläufen“ hieß die Devise. In der neuen Version des Berufsorientierungsspiels wird die Individualität des „Users“ großgeschrieben. Jedes der fünf Module ist frei anwählbar, es gibt keinen vorgegebenen Ablauf mehr. Außerdem hat man nun die Möglichkeit, die Module zu beenden, um wieder auf die Übersichtseite zu gelangen. Auch der Marktplatz mit der Stadtrundfahrt, nützlichen Downloads, Videos und weiteren interessanten Informationen ist jederzeit erreichbar.

Menü_Online_Selbsteinschätzung

Durch diese Veränderungen ist „C!You“ nun modularer gestaltet mit der Konsequenz einer geringeren Drop-out-Rate unter den Teilnehmern. User können nun für sich entscheiden können, welche der Anlaufpunkte sie in welcher Reihenfolge absolvieren möchten.

Aufgabenübersicht_Online_Selbsteinschätzung

Um den „Teilnehmer“ auch auf einer persönlicheren Ebene als nur auf textlicher Basis anzusprechen, wurden zusammen mit dem Zentrum für Aus- und Fortbildung einige ansprechende Videos gedreht. So entstand beispielsweise ein kreatives „Bewerbungsvideo“, das den Bewerbungsprozess vorstellt und auf spannende Art und Weise erklärt.

Seit dem 31.05.2013 hat die neue Version von „C!You“ die Pforten für interessierte Schüler oder Quereinsteiger geöffnet, um sich spielerisch, interaktiv und individuell über die Laufbahn in der Allgemeinen Verwaltung, beim Personalamt der Freien und Hansestadt Hamburg, zu informieren.

“C!You” ist aufrufbar über den folgenden Link: http://cyou-startlearning.hamburg.de.

Autor: Benjamin Pohl.

Thema: Ausbildung bei der Stadt Hamburg, Berufsorientierung, Employer Branding, SelfAssessment, Serious Games | Kommentare (1)

PrepLounge bereitet durch interaktive Cases auf Auswahlprozess in Unternehmensberatungen vor

Sonntag, 2. Juni 2013 19:30

Wie man sich vorstellen kann, bekommen wir beinahe täglich Anfragen, ob wir nicht Lust und Interesse haben, über dies das und jenes im Recrutainment Blog zu berichten (von zahlreichen Anfragen zum Linktausch ganz zu schweigen). Wir schauen uns diese Angebote jeweils an und entscheiden dann immer individuell, ob es uns einen Beitrag wert ist. Sowohl aus Platz- und Kapazitäts- vor allem aber aus inhaltlichen Gründen ist dies in den allermeisten Fällen nicht der Fall.

Es gibt aber eben auch Ausnahmen. Vor kurzem bekamen wir eine entsprechende Anfrage von der Firma PrepLounge aus Köln, die ich bis dahin noch nicht kannte. PrepLounge ist soz. im Dunstkreis der überaus umtriebigen studentischen Unternehmensberatung OSCAR in Köln entstanden und – fast hätte ich es geahnt – mit Squeaker.net-Gründer Stefan Menden zeichnet auch ein guter alter Bekannter der e-Recruiting-Szene als Co-GF mit für PrepLounge verantwortlich…

preplounge_LogoGanz grob gesagt geht es bei PrepLounge darum, sich im Web mittels interaktiver Fallstudien gezielt auf den typischen “Case-basierten” Auswahlprozess in Unternehmensberatungen vorzubereiten.

Das PrepLounge Konzept hat mich aufgrund seines offensichtlichen inhaltlichen Nutzens, vor allem aber auch aufgrund der gelungenen interaktiven (beinahe “recrutainigen”) Form, überzeugt, weshalb ich Daniel Schmitz, Mitgründer von PrepLounge angeboten habe, einen kleinen Gastbeitrag bei uns zu veröffentlichen.

Also Daniel, ab geht er…

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Daniel_Schmitz_PrepLoungeÜber 700 000 Hochschulabsolventen bewerben sich jährlich weltweit bei den großen Unternehmensberatungen. Doch um ein Praktikum oder eine Anstellung zu bekommen, müssen erst aufwendige Auswahlverfahren durchlaufen werden und nur die Bewerber mit den besten Ergebnissen haben eine Chance, eingestellt zu werden. Die Möglichkeiten sich im Netz auf diese äußerst anspruchsvollen Selektionsprozesse vorzubereiten sind vielfältig.

Warum Cases?

Das Herz des Auswahlverfahrens bei Strategieberatungen ist das Case Interview. Dabei werden insbesondere das Fachwissen und die analytischen Fähigkeiten des Bewerbers getestet. Dieser wird dazu mit einer betriebswirtschaftlichen Ausgangssituation eines Unternehmens konfrontiert, die er durch strukturiertes Vorgehen lösen und für die er anschließend eine Handlungsempfehlung aussprechen soll. Die Cases spiegeln reale, jedoch simplifizierte, Herausforderungen, denen sich ein Unternehmensberater täglich stellen muss, am besten wider.

Die zu beurteilenden Situationen sind mannigfaltig und unterscheiden sich in fachlichen Fokussierungen, sowie Branchen und Schwierigkeitsgraden. Sie reichen von klassischen Cases zu Marktgrößen “Wie viele Tankstellen gibt es in Paris?” bis hin zu spezifischen Problemen von Unternehmen, in denen Kunden segmentiert werden müssen oder logistische Alternativen miteinander verglichen werden sollen.

Es ist zu beobachten, dass immer mehr Konzerne auch außerhalb der Strategieberatung Case Interviews für ihre Branche in die klassischen Job Interviews integrieren.

Übung macht den Meister

Nur die besten Bewerber werden überhaupt zu einem solchen Case Interview bei den Top-Beratungen eingeladen, von denen ungefähr 20% im Anschluss an mehrere Interviews ein Jobangebot erhalten. Um nicht zu den 80% zu gehören, die ohne Jobangebot nach Hause gehen, gibt es eine simple Formel: Üben, üben, üben. Fernando Martinelli, Gründer und Geschäftsführer von PrepLounge empfiehlt, dass jeder Kandidat im Vorfeld mindestens 30 Cases üben sollte, um im Bewerbungsgespräch seine beste Performance zeigen zu können. Denn obwohl in jedem Unternehmen verschiedene Cases gelöst werden müssen, ähneln sich die Methoden, die zur Lösung führen, in den meisten Fällen. Wichtig ist, sich nicht durch den Interview-Stil des Gegenübers verunsichern zu lassen, sondern gekonnt gängige Frameworks an die jeweilige Situation anzupassen. Und das kann man trainieren.

Bessere Performance durch Simulation

Neben der Nervosität im Bewerbungsgespräch um seinen Traumjob zu kämpfen, verschlechtert sich die Performance der Kandidaten im Gespräch vor allem durch ihre Unsicherheit im Umgang mit der neuen Situation. Bücher, Foren und Casehefte geben dem Bewerber zwar fachliche Einblicke und machen ihn vertraut mit dem Lösen von Cases, jedoch können damit unerwartet auftretende Entscheidungssituationen mit neuen Informationen nicht trainiert werden. Durch die Simulation von Interviews mit anderen Bewerbern oder gar mit erfahrenen Consultants, können neben fachlichen Kenntnissen insbesondere das Verhalten bei nicht vorhersehbaren Ereignissen verbessert werden.

Unternehmen profitieren von gut vorbereiteten Kandidaten

Meeting Room

Unsere Idee ist es, mit PrepLounge eine Plattform anzubieten, die den Bewerber durch den kompletten Case Interview Vorbereitungsprozess führt und alle Komponenten – Cases, Übungspartner, Feedback und Experten – miteinander verbindet. Nicht nur die User profitieren von dem Rundum-Sorglos-Paket, sondern auch der potenzielle zukünftige Arbeitgeber, der die beste Performance des Kandidaten sehen kann. Wenn Bewerber PrepLounge nutzen, können nervositätsbedingte Verzerrungen der Leitung in den Case Interviews beseitigt werden und nur noch die besten Bewerber erhalten ein Angebot.

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Thema: Berufsorientierung, eRecruiting, SelfAssessment | Kommentare (0)

Neue Studienorientierungen bei der Universität Göttingen – Crop Protection, Biologische Studiengänge und Lehramt an Gymnasien

Donnerstag, 30. Mai 2013 10:58

Die Studienorientierungen der Universität Göttingen haben zuletzt im September 2012 mit Agrarwissenschaften (Bachelor und Master) Zuwachs bekommen – seitdem sind wir alles andere als untätig gewesen, so dass in der letzten Woche quasi „auf einen Schlag“ drei neue und außergewöhnliche Studienorientierungen online gegangen sind:

  • Crop Protection (Master)
  • Biologie, Biologische Diversität und Ökologie, Biologie Lehramt (jeweils Bachelor)
  • Lehramt, eine Studienorientierung zu den Anforderungen des Lehramtsstudiums und Lehrerseins, die sowohl den Bachelor, den Master of Education und das anschließende Referendariat umfasst

Also viele neue Informationen für Studieninteressierte!

Crop Protection ist ein Nachzügler der im September online gegangenen Studienorientierungen der Agrarwissenschaften und beschreibt einen englischsprachigen und international ausgerichteten Masterstudiengang der Fakultät für Agrarwissenschaften. Aus diesem Grund ist die Studienorientierung Crop Protection die erste komplett englischsprachige Studienorientierung im Angebot der Universität Göttingen.

Studienorientierung_Crop_Protection

Die bereits im Mai letzen Jahres online gegangene Biochemie Studienorientierung, wurde nun durch die biologischen Studiengänge Biologie, Biologische Diversität und Ökologie sowie Biologie Lehramt erweitert, sodass alle vier Studiengänge jetzt in einem gemeinsamen Angebot präsentiert werden, um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Studiengängen hervorheben zu können und Studieninteressierten die differenzierte Entscheidung zwischen diesen Studiengängen zu erleichtern.

So erwartet den User z.B. gleich zu Beginn der „Gesamtstudienorientierung Biologie“ eine Entscheidungshilfe, die dem Studieninteressierten anhand typischer Aussagen zu den vier Studiengängen die „Orientierung in der Orientierung“ erleichtern soll.

Anhand von Verzweigungen werden einzelne Studiengänge im Detail vorgestellt, dabei kann der User selbst entscheiden, welche und wie viele Studiengänge er sich näher ansehen möchte.

Studienorientierung_Biologie

Die Studienorientierung Lehramt an Gymnasien behandelt, anders als die anderen Studienorientierungen, keine fachspezifischen Informationen, sondern informiert umfassend über die Struktur des Lehramtsstudiums vom 2-Fach-Bachelor über den Master of Education bis hin zum Referendariat und über die speziellen Anforderungen des Lehrerdaseins.

Studienorientierung_Lehramt

Eine Vielzahl an Videointerviews, Audiointerviews und schriftlichen Erfahrungsberichten, sowie Tagesabläufen beleuchtet das Studium und den Beruf anschaulich aus Sicht von Studierenden, Absolventen und Lehrern. Weiterhin führen die Studentin Julia und die Referendarin Maike anhand von exemplarischen Tagesabläufen jeweils durch einen typischen Tag und die damit verbundenen Aufgaben im Studium bzw. Referendariat.

Statt typischen Aufgaben bietet die Studienorientierung Lehramt dem Thema angemessene Selbstbeurteilungen, die den Studieninteressierten insbesondere zur Selbstreflexion anregen sollen. So wird z.B. gefragt, inwiefern die Aussage „Es macht mir Spaß, anderen Menschen Dinge zu erklären.“ auf einen selbst zutrifft. In Zwischenfeedbacks und einem detaillierten Schlussfeedback, wird verdeutlich, welche Eigenschaften ein Lehrer mitbringen sollte. Die Entscheidung, ob er/sie selbst als Lehrer geeignet ist, muss und soll der User aber selbst treffen.

Studienorientierung_Anforderungen_Lehramt

Deshalb wird der User auch in einer Reihe von Situationsbeurteilungen als Lehrer an das Fiktivatius-Gymnasium versetzt und aufgefordert angemessen zu reagieren, wenn ihm/ihr z.B. eine Schülerin unter lautem Gelächter der Klasse ein Bein stellt.

Studienorientierung_Situationsbeurteilung_Lehramt

Verzweigungen und optionale Inhalte ermöglichen es dem User, sich in den äußerst umfassenden Inhalten auf diejenigen zu konzentrieren, die ihn besonders interessieren – es lohnt sich aber definitiv auch tiefer einzusteigen!

Weitere Studiengänge sind bereits in Planung und auch schon in der Bearbeitung, so dass hier in Bälde mit noch mehr Zuwachs gerechnet werden kann – konkret erwarten wir im Juni den Online-Start der Studienorientierung Psychologie.

Insgesamt wird das SelfAssessment-System der Uni Göttingen dann bereits mehr als 20 Studiengänge umfassen und damit eines der umfangreichsten Angebote im deutschsprachigen Raum sein…

Autorin: Jessica Heidmann.

Thema: Berufsorientierung, SelfAssessment, Studieren an der Universität Göttingen, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (0)

Online Karriere-Chat der Deutschen Telekom – Interview mit Sven Kollmenter

Montag, 27. Mai 2013 14:22

Bei der Erstellung meines Blogartikels zum Flexikum der Deutschen Telekom bin ich über den Online Karriere-Chat der Telekom gestolpert.

Über die Karriere-Seite gelangt man zum Online-Chat. Die Telekom-Recruiter stehen einem hier von Montag – Freitag zwischen 9 und 17 Uhr Rede und Antwort.

Telekom-Chat

Das musste ich natürlich direkt ausprobieren – und nach nicht mal 10 Sekunden war ich im Chat mit einem Mitarbeiter der Deutschen Telekom. Natürlich habe ich mich sofort als Bloggerin geoutet und um ein Interview zu dieser, wie ich finde, tollen neuen Funktion gebeten. Sven Kollmenter hat sich sofort als Interviewpartner bereit erklärt – vielen Dank an dieser Stelle – so I proudly present it to u :-)

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Hallo Sven, toll dass du dir die Zeit nimmst mir ein bisschen was über eurer neuestes Angebot dem „Online Karriere-Chat“ zu erzählen. Aber bevor wir anfangen, vielleicht hast du Lust kurz ein paar Worte zu dir zu sagen und kurz deinen Job bei der Deutschen Telekom zu beschreiben.

Sven-Kollmenter

Ich bin bei der Deutschen Telekom für die Personalmarketing 2.0 Aktivitäten verantwortlich, d.h. einerseits natürlich für die Weiterentwicklung unserer Social Media Präsenzen, wie z.B. FacebookTwitter oder unserer Unternehmenspräsenz auf XING. Weiterhin gehört zu meinem Aufgabengebiet aber auch, immer neue innovative Wege des Personalmarketings zu finden und diese dann für die Deutsche Telekom umzusetzen.

Eine tolle neue Funktion, die ihr auf eurer Karriereseite anbietet. Wie seid ihr darauf gekommen, den Bewerbern diesen zusätzlichen Service zu bieten?

Auch dies ist ein Ergebnis unserer Strategie, immer mal neue Wege im HR Marketing zu gehen. Durch unseren Crowdsourcing-Wettbewerb „Your Idea!“ hatten wir getreu dem Motto „von unserer Zielgruppe für unsere Zielgruppe“ Ideen für neue HR-Tools und Applikationen entwickeln lassen. Nach der Umsetzung der Facebook-App „Match“, haben wir nun durch den Karriere-Chat eine weitere Idee verwirklicht.

Als Kundin der Deutschen Telekom weiß ich, dass den Kunden auch eine Chatfunktion zur Verfügung steht. Konntet ihr bei der Umsetzung der Idee auf die technischen Voraussetzungen und die Erfahrungen aus dem Telekom Online-Kundenchat zurückgreifen?

Innerhalb des Konzerns sind wir bereichsübergreifend vernetzt, was die Nutzung und Umsetzung von neuen sozialen Medien betrifft. Die Chatfunktion des Karriere-Chats und die des Kundenservice laufen allerdings völlig unabhängig voneinander.  Den Chat für die Karrierethemen betreuen unsere Recruiting-Experten. Dies ist aus unserer Sicht auch absolut notwendig, um zeitnah zu einer Vielzahl unterschiedlicher Anfragen qualitativ hochwertige Antworten geben zu können. Im Kundenservice stehen dagegen vorrangig Produkte und Services im Fokus.

Wie kommt es, dass ihr mit dem Karriere-Chat vor allem die „Nicht-Web 2.0er“ ansprechen wollt?

Wir möchten dem Besucher die Möglichkeit geben, mit uns direkt in Interaktion zu treten, egal wo er sich gerade befindet. Ist er beispielsweise im Social Web unterwegs, kann er über unsere Social Media Präsenzen mit uns interagieren. Besucht er uns auf Messen und Veranstaltungen, steht natürlich der persönliche Austausch im Vordergrund. Der Karriere-Chat ist daher die logische Konsequenz:  Einer unserer wichtigsten Kommunikationskanäle – die Karriere-Webseite – ist jetzt auch um ein interaktives Element erweitert.

Wie verteilt sich die Arbeit, die mit einem solchen Chat verbunden ist, bei euch? Sind die Ansprechpartner die gleichen, wie bei Twitter oder wie bei eurer Facebook Telekom Karriereseite? Beantwortet ein Mitarbeiter an einem Tag alle Chatfragen oder filtert ihr diese nach Themengebieten?

Unseren Karriere-Chat betreut das gleiche Team, das auch unsere telefonische Karriere und Jobs-Hotline sowie unser Karriere E-Mail-Postfach betreut. Als Pre-Chat-Survey haben wir zu Beginn des Chats eine kurze Abfrage eingebaut, so dass das Thema an die entsprechende Kontaktperson geleitet werden kann. Demnach werden manche Themen an alle Agenten geleitet, andere Anfragen wiederum nur an Experten zu den jeweiligen Schwerpunktthemen.

Online-Chat-Fenster

Gibt es spezielle Schulungen für die Mitarbeiter? Können die Mitarbeiter während des Chats z.B. auf Satzbausteine o.ä. zurückgreifen, um die Chatgeschwindigkeit zu erhöhen?

Um in einem Chat schnell und kompetent antworten zu können, sind Schulungen unerlässlich. Unsere Kollegen werden sowohl hinsichtlich der technischen Bedienung des Chats geschult, als auch zu all unseren HR-Produkten und Aktivitäten. Ganz wichtig sind natürlich rechtzeitige Informationen zu aktuellen Personalmarketing-Aktionen, so dass die Kollegen im Chat aufkommende Fragen beantworten können. Denn wir wollen ja mit dem Chat einen hochwertigen Service liefern.

Wichtige Links und Informationen sind im System hinterlegt und auch in Textmodulen verankert. Diese Funktion nutzen wir allerdings nur äußerst sparsam, da die persönliche Beratung und das individuelle Eingehen auf die Bedürfnisse des Chat-Partners für uns an erster Stelle stehen.

Die Chatfunktion ist ja noch ziemlich neu, aber können Sie schon etwas zur Resonanz sagen?

Richtig, der Chat ging vor ca. 3 Wochen „live“ und die Kommunikation startete gar erst vergangene Woche. Daher ist es heute definitiv zu früh, um eine valide Aussage machen zu können. Was wir bisher sagen können ist, dass wir eine Vielzahl von Anfragen von Studenten und Absolventen erhalten und die Qualität der Chats ein großes Interesse der Zielgruppe an diesem neuen Tool bestätigt. Spannend ist für uns auch die Frage, wie zukünftig „Experten-Chats“ angenommen, werden. Hier bieten wir in Kürze Chats zu verschiedenen Themenschwerpunkten mit Experten aus unterschiedlichsten Fachbereichen an.

Lieber Sven, vielen Dank für das Interview! Wir drücken Euch die Daumen mit dem Chat!

Interview: Levke Mohr.

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Mitmachen! Aktuelle Studie zum Mobile Recruiting von Prof. Wolfgang Jäger und Prof. Stephan Böhm

Montag, 13. Mai 2013 19:57

Erst vor kurzem hatte die atenta Untersuchung “Mobile Recruiting Studie 2013” den deutschen Unternehmen noch substantielle Defizite in Bezug auf ihre “Mobile Recruiting Readiness” attestiert. Ich persönlich glaube zwar, dass man nicht automatisch zu den Geschlagenen im War for Talent gehört, wenn man nicht spätestens morgen eine responsive Karriere-Website nebst entsprechenden Apps für iOS, Android und Windows Phone im Programm hat, aber es steht wohl außer Frage, dass man mittelfristig kaum darum herumkommen wird, den geänderten (mobilen) Nutzungsgewohnheiten der User Rechnung zu tragen. Gerade heute erst hat Samsung einen großen Durchbruch im Bereich der 5G Übertragung vermeldet, worüber – zumindest theoretisch – mobile Datenraten von bis 1.056 Gbps möglich seien…

MobileRecruiting2013

Ein Klassiker unter den wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema “Mobile Recruiting” ist die gleichnamige Studie der Hochschule RheinMain unter Federführung der Professoren Jäger und Böhm. Diese alle zwei Jahre durchgeführte Untersuchung findet dieses Jahr im Rahmen der Betreuung einer Master Thesis von Sebastian Meurer durch Jäger und Böhm ihre Fortsetzung (über die beiden Vorstudien 2009 und 2011 habe ich jeweils hier und hier im Recrutainment Blog berichtet.

Während dabei die 2009er Studie vor allem mögliche Potenziale aufzeigte, zeichnete sich 2011 dann auch bereits so langsam eine tatsächliche praktische Relevanz des Themas ab, wenngleich eher im Sinne einer Evolution. Allerdings hat das Thema durch die explosionsartige Verbreitung von Smartphones und erschwingliche Datenpakete seitdem noch einmal deutlich an Fahrt gewonnen. Hierbei sollte allerdings auch klar sein, dass der Mobile Recruiting sehr viel breiter ist, als oft vermutet, reicht er doch vom Versand von Stellenanzeigen per SMS, über optimierte Karriere-Websites und Apps bis hin zu Location Based Services und Augmented Reality-Ansätzen. Und nicht vergessen: Auch das ist Mobile Recruiting, nur so am Rande…

MobileRecruitingderPolizei

Es stellen sich vor allem folgende Fragen:

  • Inwieweit setzen Unternehmen Mobile Recruiting inzwischen aktiv und regelmäßig zur Ansprache potenzieller Bewerber ein?
  • Welche inhaltliche und funktionale Ausgestaltung stellt den aktuellen Status Quo dar?
  • Inwieweit findet durch die Beachtung des mobilen Nutzungskontextes eine Anpassung unternehmensseitiger Recruiting-Angebote und Aktivitäten („Mobile Fit“) statt?
  • Wo liegen Nutzenpotenziale und wichtige Erfolgsfaktoren aus Unternehmenssicht?
  • Findet eine Verbindung sämtlicher Recruiting- bzw. Kommunikationskanäle Beachtung, um Brüchen in der mobilen „Candidate Experience“ vorzubeugen und so eine „mobile Sackgasse“ zu vermeiden?
  • Wie wird das Thema Erfolgskontrolle behandelt?

Diesen Fragen geht die Studie Mobile Recruiting 2013 nun auf den Grund. Vor diesem Hintergrund sind Unternehmensvertreter und Personalverantwortliche aufgerufen, an der Studie teilzunehmen, denn: Jede Studie kann nur so gut sein, wie die Daten, auf denen sie basiert… ;-)

Der Fragebogen ist erreichbar über den folgenden Link:

http://djm.de/mobile-recruiting-2013.

Die Befragung ist anonym, dauert zwischen 10 und 15 Minuten und alle Teilnehmer erhalten kostenfrei eine ausführliche Zusammenfassung der Studienergebnisse.

Also, auf geht´s!

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Thema: Employer Branding, eRecruiting, Mobile Recruiting | Kommentare (0)

Aktuelles Ranking der Unternehmens-Twitter-Karriere-Kanäle zeigt insg. leicht abflachendes Follower-Wachstum

Mittwoch, 8. Mai 2013 14:11

Es sind mal wieder drei Monate ins Land gegangen, so dass es Zeit wird, sich einmal mehr dem Ranking der Unternehmens-Karriere-Kanäle auf Twitter zu widmen. Im letzten Update Anfang Februar haben wir ja unter anderem einmal beleuchtet, von welchen Faktoren das Follower-Wachstum abzuhängen scheint sowie angerissen, dass sich die Zahl der nicht-validen Follower (sog. “Fake-Followers”) durchaus von Kanal zu Kanal signifikant unterscheidet.

Okay. Zu den aktuellen Zahlen:

Fangen wir mal mit dem aus meiner Sicht wichtigsten Ergebnis an: Insg. zeichnet sich doch so langsam ein leicht abflachendes Wachstum der Follower-Zuwächse ab. Ich analysiere dies über den sog. Twitterranking-Index. Dieser berechnet sich recht simpel als “die durchschnittliche Followerzahl der über einen längeren Zeitraum (aktuell seit Sept 2011) beobachteten Accounts”. Darin enthalten sind zur Zeit 44 (der insg. 64 beobachteten) Accounts. Da die Großkanzlei CMS ihren Kanal CMS_career geschlossen hat, fließen nun in den Index nur noch 44 Accounts ein. Insg. ist der Index somit aber ein ganz guter Gradmesser dafür, ob es Veränderungen in der “Twitter-Dynamik” gibt.

Twitterranking-Index

Twitterranking_Index_0513

Der Index zeigt insg. ein stetiges Wachstum, d.h. allen ewigen Unkenrufern kann hier gleich Einhalt geboten werden. Die Followerzahlen der Karrierekanäle wachsen weiterhin deutlich. Aber, auch das ist korrekt: Die Wachstumsdynamik nimmt ab. Während der monatliche Zuwachs des Indexwertes vor eineinhalb Jahren noch um die 40 schwankte, liegt er jetzt nur noch bei etwa 30. Nun ja, ich glaube, das ist im Prinzip ein normales Phänomen. Warum ich nämlich immer noch – und eigentlich in zunehmendem Maße - glaube, dass sich Twitter als Kommunikationskanal für (Corporate-)Karriereinformation eignet, habe ich ja sehr ausführlich vor einiger Zeit dargelegt.

Wie sind es bei den einzelnen Accounts aus?

Ü2000er

In der Etage nördlich der 2000 Follower hat sich nicht viel verändert. Ganz vorn die Bahn, dahinter Reckitt-Benckiser und Daimler. Dahinter nun jedoch, und das ist bemerkenswert, bereits der Oldenburger Callcenter-Betreiber Teleteam, der also in der Zwischenzeit Unilever und die Deutsche Telekom überholen konnte.

Auch ein Kommentar wert ist der Account “@JobatSiemens”. Hierbei handelt es sich um den Karriereaccount der ehemaligen Siemens-Tochter IT Solutions, die aber seit Ende 2010 der französischen Atos gehört und seit Herbst 2011 auch unter diesem Namen firmiert. Der Twitterkanal liegt seitdem brach, wächst aber artig immer weiter in den Followerzahlen und liegt mit aktuell 2112 Followern (worunter nur ca. 12% Fake-Follower sind) nicht weit hinter Audi oder Bertelsmann zurück. Ich habe Siemens mal dezent den Hinweis zukommen lassen, dass man doch mal versuchen könne, diesen Twitterkanal zu übernehmen. Es gibt meines Erachtens erheblich schlechtere Startpositionen, um in das “Corporate Career Twittern” einzusteigen…

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1000 bis 2000 Follower

Eine Liga darunter ist insb. das Follower-Wachstum der Rational AG, einem im MDAX notierten mittelständischen Hersteller von Groß- und Industrieküchengeräten zur thermischen Speisenzubereitung aus Landsberg, zu bestaunen. Faktisch hat sich die Rational AG auf den ersten Platz der “zweiten Liga” geschoben (vor IBM und Allianz) und schickt sich an, als nächster in die Champions League aufzusteigen.

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500 bis 1000 Follower

In Liga drei liegen Brunel und Ernst&Young an der Tabellenspitze. Bei beiden könnte es sein, dass sie zum nächsten Update Anfang August eine Liga aufgerückt sein könnten, rechnet man das aktuelle Wachstum hoch.

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U500

In Liga vier schließlich, den Accounts mit weniger als 500 Followern, befindet sich nicht nur ein Neuling im Ranking (Haniel), sondern mit Henkel, der Techniker Krankenkasse, Jungheinrich und der Online-Druckerei Flyeralarm einige, die ein für dieses Segment doch recht flottes Wachstum zeigen – weiter so!

Twitterranking_U500erClub_0513

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Praxisseminar ‘Recruiting2014′ am 10. September mit Vorträgen von Allianz, BASF, Telekom, Butting, VB Zürich und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband

Dienstag, 30. April 2013 10:07

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Inzwischen ist die Veranstaltung ein fester Bestandteil im jährlichen Event-Kalender der Recruiting-, Employer Branding- und Personalmarketing-Szene geworden. Zum inzwischen sechsten Mal findet am 10. September 2013 das CYQUEST Praxisseminar statt. Der Name: Recruiting2014. Mit dem Bezug auf das jeweils folgende Jahr wollen wir den Anspruch der Tagung untermauern, Zukunftsthemen zu präsentieren und zu diskutieren, dabei aber immer auch Beispiele zu präsentieren, zu denen es bereits konkrete Erfahrungswerte und Lessons Learned gibt. Als Co-Veranstalter haben wir dieses Jahr die medienfabrik|embrace, also die Truppe von Gero Hesse, sowie erneut das Institute for Competitive Recruiting von Wolfgang Brickwedde dabei.

Es gibt immer Unternehmen, die sich etwas früher etwas weiter rauswagen und dabei ihre Erfahrungen machen – gute und manchmal eben auch nicht so gute. Diese Unternehmen versuchen wir zu identifizieren, damit sie auf der Tagung eben genau über diese Learnings berichten – von Personaler zu Personaler.

Auch in Engpassmärkten die Passenden finden

Worum geht es in diesem Jahr? Nun, die Schlagworte ”Demografischer Wandel, Fachkräftemangel oder Bewerberknappheit” dominieren aktuell die Diskussion im Recruiting. Hierbei wird argumentiert, dass sich die Macht vom Unternehmen hin zum Bewerber verschiebt und sich Unternehmen zunehmend in der Rolle des “sich Bewerbenden” wiederfänden. Um die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen, bedarf es aktiven Recruitings (“Active Sourcing”) und des Recruiters 2.0.

Das ist im Prinzip alles richtig, in ihrer Pauschalität taugen diese Schlagworte jedoch kaum für nachhaltige Recruitingstrategien. Natürlich gibt es – in zunehmendem Maße – Engpassmärkte. Auch finden sich Unternehmen oftmals nicht mehr mit Auswahlthemen konfrontiert, sondern müssen ihr Recruiting zunehmend nach Vertriebsgesichtspunkten ausrichten. Aber: Es gibt aber natürlich auch nach wie vor Branchen, Regionen und Berufsgruppen, deren Problem nicht die zu geringe Quantität ist, sondern eher die Frage: “Wie identifizieren und rekrutieren wir möglichst effizient und schnell die Richtigen aus der Masse an Bewerbungen?”.

Nach der überaus erfolgreichen Recruiting2013 im letzten Jahr, steht die diesjährige Recruiting2014 unter der Überschrift “Passung” oder etwas umgangssprachlicher dem “Topf-und-Deckel-Prinzip”. In insgesamt sieben hochkarätigen Fachvorträgen soll es um eine differenzierte Betrachtung der Frage gehen, wie eigentlich das richtige Unternehmen und der passende Kandidat (m/w) bestmöglich zusammenfinden. Konkret stehen Themen wie “Cross-Gender Recruiting”, Referral-Programme, Azubi- und Schülermarketing, Recrutainment und Auswahltests auf der Agenda. Das Ganze aus der Perspektive von Großkonzernen genauso wie mittelständischen Unternehmen oder Non-Profit-Organisationen.

Wer das Veranstaltungsformat kennt, weiß dass dabei auch und gerade der informelle Austausch zwischen den Teilnehmern in einem sehr angenehmen Ambiente nicht zu kurz kommt. Im letzten Jahr waren die 140 Plätze bereits in der Frühbucher-Phase vergriffen, also sichern Sie sich rechtzeitig ihren Platz für die Recruiting2014.

Das Programm

Ab 12:45 Uhr:

Eintreffen der Teilnehmer, Anmeldung

13.15 – 13.30 Uhr:

Begrüßung durch Joachim Diercks, Geschäftsführer CYQUEST GmbH

13.30 – 14.10 Uhr:

Männer in die Kitas!

Ralf Lange, Leiter der Hamburger Koordinierungsstelle ’MEHR Männer in die Kitas’ und Cornelia Heider-Winter, Pressesprecherin

Wie der Paritätische Wohlfahrtsverband Hamburg Männer für den Erzieherberuf begeistert und für einen Ansturm auf die Fachschulen sorgt.

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14.10 – 14.50 Uhr:

Frauen gehören ganz nach vorn

Jörg Buckmann, Leiter Personalmanagement, Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ)

Wie die Verkehrsbetriebe Zürich verstärkt Frauen ansprechen und – ganz ohne Quote – vermehrt einstellen.

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14.50 – 15.30 Uhr:

Recrutainment @ Allianz – spielerisches Personalmarketing

Dominik Hahn, Expert Online Employer Branding, Allianz SE

Im Zuge des Trendthemas ´Gamification´ ist auch der Einsatz von Spielelementen in Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting sprunghaft angestiegen. Bei der Allianz ist ´Recrutainment´ jedoch kein Modethema, sondern bereits seit über einem Jahrzehnt fester Bestandteil der Arbeitgeberkommunikation. Der Vortrag gibt einen Überblick über verschiedene Projekte der letzten Jahre sowie die dabei gemachten Erfahrungen und stellt ein aktuelles Recrutainment-Projekt detailliert vor.

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15.30 – 16.00 Uhr:

Kaffeepause

16.00 – 16.20 Uhr:

Mitarbeiter Empfehlungen: Status Quo, Chancen und Tipps

Wolfgang Brickwedde, Director, Institute for Competitive Recruiting

Es klingt so einfach: gut passende neue Mitarbeiter günstig mit Empfehlung von aktuellen Mitarbeitern einstellen. Doch welchen Stellenwert haben “Mitarbeiter werben Mitarbeiter” Programme im Recruiting-Mix, wie ist der Status der Programme und wieviele Mitarbeiter werden über diesen Kanal eigentlich eingestellt? Wie kann man solche Programme gestalten – nur reaktiv oder auch proaktiv? Was bieten Unternehmen ihren Mitarbeitern für die Empfehlungen? Ein Überblick bringt Klarheit.


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16.20 – 17.00 Uhr:

Cultural Fit durch Mitarbeiter werben Mitarbeiter

Katja Rothe, Prokuristin, Butting Personal Services, H. BUTTING GmbH & Co. KG

Schokolade oder Kuchen? Wie die international tätige Fa. Butting (2500 MA) aus der Nähe von Hannover die Begeisterung der aktuellen Mitarbeiter für das Unternehmen nutzen kann, um zu überraschend niedrigen Kosten an den größten Teil ihrer neuen Mitarbeiter zu kommen und das auch noch mit einem Cultural Fit Filter!

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17.00 – 17.40 Uhr:

Zeigt uns, was Ihr könnt!

Bettina Strobel, Selection & Nurturing, Center of Expertise European Recruiting, BASF SE

Die Einführung einer elektronischen Eignungsdiagnostik in der Azubiauswahl bewirkte bei der BASF eine gewisse Abkehr von Zeugnissen & Schulnoten. Die neuen Methode sorgt dafür, dass Plätze früher und schneller besetzt werden können, wobei auch schon Kandidaten eingestellt wurden, die früher (bspw. aufgrund schlechter Mathenoten) keine Chance gehabt hätten und sich trotzdem gut machen.

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17.40 – 18.20 Uhr:

Wissen verändert alles – Neue Wege im Schülermarketing der Deutschen Telekom AG

Ute Neher und Marco Baldauf, Recruiting&Talent Acquisition, Deutsche Telekom AG

  • reif – das Jugendmagazin
  • Wissen verändert alles – spielerisch die Telekom erleben
  • mit MINT – Initiativen – Technik erleben
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Ab 18.20 Uhr:

Im Anschluss an den inhaltlichen Teil können Sie die Veranstaltung bei kulinarischen Köstlichkeiten und tollem Blick über den Hamburger Hafen gemütlich ausklingen lassen. Nutzen Sie diese Gelegenheit zum informellen Erfahrungsaustausch und Networking.

 

Die Anmeldung

Wir erwarten wie in den letzten Jahren wieder zwischen 100 und max. 140 Teilnehmer (mehr passen definitiv nicht). Letztes Jahr waren die Plätze bereits innerhalb der Frühbucherphase weg, von daher sichert eine frühe Anmeldung einen sicheren Platz. Die Frühbucherfrist mit nochmal vergünstigten Preisen gilt bis zum 30.06. Die Anmeldung erfolgt entweder über dieses Anmeldefax, direkt über die Eventseite bei amiando (http://de.amiando.com/Recruiting2014.html) oder kann hier auf der Seite über das Ticketmodul durchgeführt werden:

 

Autor:

Thema: Ausbildung, Berufsorientierung, CYQUEST Vorträge und Veranstaltungen, Demografischer Wandel, eAssessment, Employer Branding, eRecruiting, Serious Games | Kommentare (1)

Studie der Uni Mannheim untersucht Wirksamkeit von Online-Studienwahl-Assistenten. Aufruf zur Teilnahme!

Donnerstag, 25. April 2013 15:52

Dem geneigten Leser ist es sicherlich nicht entgangen, dass wir uns hier nicht nur mit Fragen des Arbeitgebermarketings und Recruitings befassen. Auch die Themen Berufs- und insbesondere Studienorientierung spielen eine große Rolle, denn wie ich schon an verschiedenen Stellen ausgeführt habe, gibt es hier eine ganze Reihe an Parallelen. In der Tat stellt die Erstellung virtueller Studienorientierungsapplikationen inzwischen etwa die Hälfte unseres Geschäfts dar.

Aber – und das ist ja auch sehr zu begrüßen – wir sind nicht die einzigen, die sich hiermit beschäftigen. Neben einigen wenigen anderen privatwirtschaftlichen Unternehmen, die sog. “OSA” für Hochschulen bauen, gibt es vor allem eine ganze Reihe Hochschulen, die diese in Eigenregie entwickeln.

Eine der ersten Hochschulen, die SelfAssessments zur Studienorientierung in Eigenregie entwickelt haben, war die Uni Mannheim. Und da es nicht nur bei schönen Worten bleiben soll, sondern natürlich auch die Wirksamkeit virtueller Studienberatungen in Bezug auf die Studienwahlsicherheit belegt sein will, läuft nun an der Uni Mannheim ein sehr spannendes Forschungsprojekt hierzu an.

Um was es dabei genau geht, dazu lassen wir sehr gern Dr. Karina Karst vom Lehrstuhl Pädagogische Psychologie der Uni Mannheim zu Wort kommen. Liebe Frau Dr. Karst, Ihre Bühne…

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karina-greb_dipfSoziologie, Politik oder doch lieber Psychologie? Was interessiert und wofür ist man überhaupt geeignet? Eine Möglichkeit, die eigenen Vorstellungen mit den Anforderungen des Studienfachwunsches zu vergleichen, bieten so genannte Self-Assessement Tests.

Unser Team vom Lehrstuhl Pädagogische Psychologie der Universität Mannheim (Leitung: Prof. Dr. Oliver Dickhäuser; Projektkoordination: Dr. Karina Karst) führt derzeit in Kooperation mit der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) eine Studie über die Wirksamkeit solcher Studienfachwahl-Assistenten durch. Konkret befragen wir Interessierte der Studiengänge Soziologie und Politikwissenschaften. Dabei können die teilnehmenden Personen ihre Erwartungen mit den tatsächlichen Ansprüchen und Inhaltsbereichen des Studiums abgleichen und bei größeren Diskrepanzen ihren Studienwunsch überdenken.

Solche Verfahren werden zukünftig immer wichtiger, so kann eine höhere Passung nicht nur die Zufriedenheit und Leistung der Studierenden erhöhen, sondern auch langfristig die Studienberatungen unterstützen. Mithilfe der Studie soll geprüft werden, ob die Tests diesen Ansprüchen gerecht werden und es bei einer ungünstigen Passung zu einem kritischen Überdenken des Studienwunschs kommt. Als Self-Assessment Verfahren dient dabei eine adaptierte Version des Mannheimer Informationssystem für Sozialwissenschaften (MISS), das federführend von Prof. Dr. Erdfelder (Lehrstuhl Psychologie III) entwickelt wurde.

In diesem kostenlosen internetbasierten Beratungstool haben Studieninteressierte der Fachrichtung Soziologie und Politikwissenschaft die Möglichkeit, ihre eigenen Erwartungen mit den tatsächlichen Anforderungen im Studium abzugleichen. Dabei orientieren sich die Inhalte an typischen Themengebieten eines soziologischen bzw. politikwissenschaftlichen Studiums. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass auch statistische Methoden einen Schwerpunkt in sozialwissenschaftlichen Studienfächern bilden können? Oder, dass biologische Grundlagen des Nervensystems in einem psychologischen Studium besprochen werden?

Profilvergleich_Studienerwartungen_Soziologie

An der Studie können alle Interessierten der Fachrichtungen Soziologie und Politikwissenschaft teilnehmen. Die Befragten erhalten direkt im Anschluss eine schriftliche Rückmeldung und erfahren, welche Erwartungen wirklich zutreffend sind und welche Annahmen nach Expertenmeinung lieber nicht an das Studienfach gestellt werden sollten. Als Dankeschön für die Teilnahme verlosen wir zudem unter allen 25 Teilnehmern je einen Amazon-Gutschein im Wert von 20€.

Erste Ergebnisse der Studie können im Herbst 2013 abgerufen werden. Wir freuen uns über eine rege Teilnahme.

Zum Fragebogen geht es hier lang: http://paed-psych.uni-mannheim.de/studienwahl

Autor:

Thema: Berufsorientierung, SelfAssessment, Studienorientierung, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (1)

studierBAR – Studienorientierung per Mobile App an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Mittwoch, 17. April 2013 8:40

Nicht nur Employer Branding und Berufsorientierung von Unternehmen, auch die oftmals spiegelbildlichen “Rekrutierungsbemühungen” von Hochschulen, bei denen es darum geht, junge Menschen möglichst in die zu ihnen passenden Studiengänge zu bringen, sind sowohl unser Geschäft als auch regelmäßig Thema hier im Blog. Tatsächlich umfasst die Kategorie “Virtuelle Studienorientierung” inzwischen 116 Artikel, d.h. ein knappes Fünftel aller Beiträge im Recrutainment Blog dreht sich auch hierum.

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Die Bedeutung der Studienorientierung

Auch wenn viele Personaler das immer nicht so auf dem Schirm haben – virtuelle Studienorientierung und auch “Hochschul-Branding” (also das Bestreben der Hochschulen distinkte Bildungsmarken zu werden, in Analogie zum Employer-Branding der Unternehmen) sind inzwischen richtig große Themen geworden. Kaum eine Hochschule, die nicht detaillierte Corporate Identities erarbeitet hat, kaum eine Hochschule, in der es nicht professionelle Öffentlichkeitsarbeits- und/oder Marketingabteilungen gibt.

Und so überrascht es nicht, dass hier durchaus auch eine ganze Menge Neues entsteht, das auch und gerade Inspiration für Unternehmen bieten kann. Dutzende Universitäten und Fachhochschulen bieten inzwischen sogenannte “OSAs” zur Studienorientierung an, wobei dieses Akronym für “Online SelfAssessment” oder auch – an der Uni Freiburg – “Online Studienwahl Assistent” steht. Diese Instrumente dienen der Information und Selbsttestung im Vorwege einer Studienwahlentscheidung. Zu nennen sind hierbei u.a. der Studienwahl-Navigator der HAW Hamburg oder der Online-Test “Check-in@hrw” der Hochschule Ruhr West.

Jüngstes Beispiel und Beleg dafür, dass auch Hochschulen nicht hinter dem Mond leben, sondern im Gegenteil vielen Unternehmen mittlerweile voraus sind, ist die App “studierBAR” der Technische Hochschule Georg Simon Ohm in Nürnberg. Viele der großen deutschen Unternehmen tun sich ja noch recht schwer mit dem Schritt in die mobile Welt, wie die Mobile-Recruiting Studie von atenta ja kürzlich erst deutlich unterstrichen hat. Virtuelle Studienorientierung hingegen auf das mobile Endgerät zu bringen, diesen Schritt sind durchaus schon einige Hochschulen gegangen.

go2GöEin Beispiel hierfür ist die App “go2Gö” der Uni Göttingen (wer es ausprobieren möchte, der halte seinen QR-Scanner einfach mal auf den Code links), ein anderes wie gesagt die App studierBAR der Ohm Hochschule.

Diese haben wir uns mal ein wenig genauer angeschaut, weil diese nicht nur mit einer Art Selbsttest zur Studienorientierung aufwartet, sondern insg. eine sehr verspielte Anmutung hat – also genau richtig für den Recrutainment Blog…

studierBAR – Studienorientierungstest als mobile App

studierBAR ist eine native App, d.h. es handelt sich nicht um eine mobile Website, die nur so aussieht bzw. bedient wird wie eine App, sondern man installiert diese über den Apple AppStore (für das iPhone, iPod touch und iPad) respektive Google play (für Android Geräte ab Gingerbread Version 2.2. aufwärts).

Hat man die App installiert kommt man relativ schnell zu deren Kern: Man dreht dabei quasi eine Runde durch eine Bar und lernt alle Studiengänge der Ohm-Hochschule, symbolisiert durch verschiedene Avatare kennen. Man lernt immer vier dieser Avatare auf einmal kennen. Dazu werden einem dann jeweils Fragen gestellt, durch deren Beantwortung man jeweils zwei dieser Avatare “rauswirft”. Die Fragen sind dabei jeweils ipsativ, d.h. man erhält auf eine Frage (z.B. “Deine beste Freundin hat Geburtstag. Was schenkst du ihr?”) zwei Handlungsalternativen und muss sich für eine entscheiden.

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Ipsative (Forced Choice) Designs sind offensichtlich momentan sehr angesagt (siehe hierzu z.B. mein eher kritischer Artikel zu Ausbildung.de von letzter Woche), weil diese weniger mit dem Problem der “Sozialerwünschtheit” zu kämpfen haben als andere Persönlichkeitstest-Designs und für den User wirklich schon einfach und schnell zu bearbeiten sind. Diese haben aber oft mit gewissen Reaktanz-Problemen zu kämpfen, weil man als User die intern ablaufenden Bewertungsprozesse gleichsam einer Blackbox nicht mehr nachvollziehen kann und folglich dazu neigt, den Test “schlecht” zu finden, wenn einem das Ergebnis nicht passt. Zudem sind diese Tests methodisch wirklich nicht trivial (Stichwort: probabilistische Testtheorie…).

So hoch hängen die Trauben bei der studierBAR aber wiederum nicht. Hier ist der Mechanismus einfacher:

Es gibt insg 22 Studiengänge. Jeweils 4 davon erscheinen in der ersten Runde wie oben dargestellt und “treten gegeneinander an”. In insg. 6 Runden lässt man jeweils durch die Auswahl der entsprechenden Antwort zwei weiterkommen. Welche ausscheiden und welche verbleiben, kann man dabei ganz gut an den jeweiligen Statements, die doch recht stereotyp sind, ablesen. Da 22 sich nicht ganzzahlig durch 4 teilen lässt, erscheinen zwei Avatare / Studiengänge doppelt. In dieser ersten Runde (der “Blue Lounge”) scheiden somit 10 Studiengänge aus, 12 verbleiben.

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Mit diesen 12 geht es dann in die zweite Runde, die “Play Bar”. Nach einem ähnliche Schema qualifizieren sich hier in drei Runden wiederum sechs Studiengänge für das “Finale furioso im Light Club”.

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In zwei Runden definieren sich nach dem bekannten Prinzip die vier Finalisten, also die lt. studierBAR bestpassenden Studiengänge, die die Ohm-Hochschule anzubieten hat.

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Man kann die Avatare anklicken (übrigens auch während de Ausscheidungsrunden) und erhält dann kurze weiterführende Informationen zu den jeweiligen Studiengängen:

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Diese Informationen lassen sich auch direkt über eine entsprechende Übersicht an anderer Stelle der App aufrufen.

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Fazit

Nett. Ich finde die App gelungen. Ich hatte zwar bei mehrfacher Durchführung zum Teil deutlich voneinander abweichende Ergebnisse, was auf eine nicht sonderliche hohe Reliabilität hindeutet, aber im Gegensatz zum Berufscheck bei Ausbildung.de wird hier auch nicht von einem “wissenschaftlichen Test” gesprochen.

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Die spielerische Aufmachung und auch der Hinweis beim Ergebnis “Passen sie nicht zu dir? Dann dreh doch noch eine Runde durch die studierBAR!” machen mE hinreichend deutlich, dass es sich nicht um ein abschließendes psychologisch valides Studienberatungs-Ergebnis handelt, sondern um eine im besten Wortsinne “Spielerei”, die einem helfen soll, sich in dem unübersichtlichen Angebot besser zurecht zu finden.

Ich persönlich finde die sehr comicartige Darstellung der Avatare/Studiengänge nicht mehr so zeitgemäß, aber da gehen die Geschmäcker nun einmal deutlich auseinander.

Die (zwar wenigen) Bewertungen in den beiden App-Stores von Apple und Google sind durchaus positiv, was auf eine entsprechende Akzeptanz bei der Zielgruppe hindeutet.

Dass die studierBAR App ein gemeinsames Projekt von Studierenden, Professoren und Mitarbeiter/innen der Technischen Hochschule Nürnberg ist, macht das Gesamtprojekt für mich noch sympathischer, drückt es doch zu einem gewissen Grad das “mögliche Miteinander” dort aus.

Autor:

Thema: Berufsorientierung, Employer Branding, SelfAssessment, Serious Games, Studienorientierung, Studieren an der HAW Hamburg, Studieren an der Hochschule Ruhr West, Studieren an der Universität Göttingen, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (2)

Ausbildung.de: Mit Berufscheck Traumberuf finden. Eine kritische Würdigung

Donnerstag, 11. April 2013 16:39

Das muss man der Truppe von Employour wirklich lassen. Der Buzz im Vorwege des Launches der neuen Seite Ausbildung.de war gut inszeniert. Die zwei bereits einige Zeit vor dem Launch der Seite gestreuten Videos “Wie würdest du dir einen Ausbildungsplatz suchen?” und “Wie könnte eine Website zum Thema Ausbildung heißen?” waren witzig, hatten virales Potential und arbeiteten sehr gut auf den Namen der Plattform “Ausbildung.de” hin.

Ausbildung_de

Auch hierzu kann man Employour wirklich nur gratulieren. Der Name ist für eine Plattform zum Thema Ausbildung natürlich sensationell. Entweder da hat jemand sehr früh den richtigen Riecher gehabt und sich die URL gesichert oder es wurde tief in die Tasche gelangt, um sie sich zu kaufen. Da solche URLs in Deutschland 1997, spätestens 1998 weg waren, ist von letzterem auszugehen. So berichtete zumindest die WuV im Zusammenhang mit dem Start der Seite, dass man sich die Seite für “viel Geld” gesichert habe. nun, egal wie: Der Name ist super.

Wie der eine oder andere meiner Leser sicherlich weiß, ist es mir (und auch den Angeboten für die wir bei CYQUEST verantwortlich zeichnen) ein ganz besonderes Anliegen, das “Zueinanderfinden” zu verbessern. Nein, nicht im Zwischenmenschlichen, dann hätten wir eine Partnerbörse aufgemacht, sondern das Zueinanderfinden von (jungen) Menschen und den am besten zu ihnen passenden (Ausbildungs-)berufen, Unternehmen, Studiengängen, Hochschulen etc. Diese Herkulesaufgabe zu bewältigen, steht im Prinzip über all unseren Berufsorientierungsspielen, SelfAssessments, Auswahltests, Job-, Degree-, Skill-Matchern, virtuellen Studienberatungen, Selbsttests usw. und immerhin arbeiten wir dabei ja inzwischen mit nahezu 50 Unternehmen, Einrichtungen und Hochschulen zusammen – von der Allianz bis zu den Wieland-Werken…

Von daher freue ich mich auch über jedes neue Angebot, das antritt, um diesen Übergang, dieses Zueinanderfinden zu verbessern. Und Ausbildung.de gefällt mir dabei wirklich gut, weil es frisch und locker das Thema “passender Ausbildungsplatz” angeht und im Gegensatz zu vielen etwas verkopften Angeboten offensichtlich sehr von der Zielgruppe her gedacht und gestaltet ist.

Nichtsdestotrotz muss ich leider der aus meiner Sicht doch etwas zu euphorischen Berichterstattung in einigen Medien und Blogs einen kräftigen Schluck Wasser in den Wein kippen.

Warum? Nein, es geht mir nicht um die noch ausbaufähige Darstellung auf mobilen Endgeräten. Die halte ich zwar für zunehmend wichtig, aber wenn es hier noch Defizite gibt, ist das aus meiner Sicht auch nicht so eine Katastrophe, wie das zuweilen von einigen Employer Branding Consultants beschworen wird (hierzu mehr gibt es hier).

Nein, ich sehe vor allem zwei andere Probleme:

1. Persönlichkeitsrechte.

Das ist zwar nicht mein vorrangiges Themengebiet (wäre eher was für Nina oder Stephan…) aber ich möchte für die Macher von Ausbildung.de wirklich hoffen, dass sie hier hinreichend aufgepasst haben.

In dem “Berufscheck” (eine kritische inhaltliche Würdigung dazu unter 2.) kann man herausfinden, was für ein “Persönlichkeitstyp” man ist (wie gesagt: inhaltliche Würdigung gleich). Diese “Persönlichkeitstypen” sind – das macht es ja so schön sprechend – mit bekannten (realen) Personen überschrieben. Es gibt den Barack Obama-Typ, den Sebastian Vettel-Typ, den Til Schweiger-Typ, den James Bond-Typ oder den Cameron Diaz-Typ, um nur einige ausgewählte herauszugreifen.

Diese “Typen” sind dann auch mit entsprechenden Bildern der Personen illustriert. Diese Bilder sind, wie man auf der Seite lesen kann, von Getty Images erworben. Das ist für den journalistischen Verwendungszweck relativ unkritisch, zur Illustration eines kommerziellen Angebots hingegen schon kein “Standard” mehr – gleichwohl natürlich über entsprechende bilaterale Lizenzregelungen möglich.

Über den reinen Gebrauch der Bilder zur Illustration werden die “Typen” hier jedoch zudem inhaltlich mit Charaktermerkmalen attribuiert. So erfährt man zum Beispiel, dass der “Joachim Gauck-Typ”, sich “nicht davor scheut, das Kommando zu übernehmen”, “nicht nur dem Bauchgefühl zu vertrauen, sondern getroffene Entscheidungen zu hinterfragen” und “großen Wert auf Ordnung, Regeln und Struktur zu legen”.

JoachimGauck_Typ

Das mag alles stimmen oder nicht, aber einem Menschen Eigenschafts- und Persönlichkeitsmerkmale zuzuschreiben, um ihn symbolisch für einen gewissen Typen heranzuziehen, greift m. E. unzweifelhaft in dessen Persönlichkeitsrechte ein. Im Falle fiktiver Personen wie James Bond befinden wir uns ganz schnell im Markenrecht. Dazu kann Getty Images selber sicherlich keine Lizenz vergeben. Im Fall von Joachim Gauck mag das ggf. noch überschaubare rechtliche Auswirkungen haben, im Falle wirklich “teurer Personenmarken” wie Cameron Diaz oder tatsächlicher Marken wie James Bond kann das sehr schnell wirklich teure Konsequenzen haben (Abmahnung, Unterlassung, Schadensersatz usw.). Ich hoffe, die entsprechenden Vereinbarungen mit den jeweiligen Personen oder deren Vertretern wurden hier getroffen…

Doch wir sind ja kein Blawg, von daher nun zu meiner eigentlichen Baustelle…

2. “Wissenschaftlicher” Berufscheck

Ein zentrales Feature von Ausbildung.de ist der Berufscheck. Wer den Recrutainment Blog kennt, der weiß, dass so etwas hier umgehend auf den Seziertisch kommt. Wir befassen uns ja nun mittlerweile beinahe 15 Jahre mit diesem Thema und halten hier einen ganzen Haufen Psychologen damit auf Trab.

Der Berufscheck auf Ausbildung.de wird recht vollmundig beworben mit Begriffen wie “Persönlichkeitstypologie” und “wissenschaftlich” und verspricht, einen “mit 12 Fragen zum Traumberuf” zu führen. Okay. Das ist markig. Doch zunächst einmal: Wie funktioniert der Berufscheck?

Man bekommt insg. 12 Fragen gestellt. Das heißt, man erhält jeweils zwei Kärtchen, auf denen jeweils ein “Typ” beschrieben wird und man entscheidet sich für denjenigen, der besser auf einen zutrifft. Ein Forced Choice Design also, ein ipsativer Test.

Ausbildung_de_Berufscheck

Die Fragen zielen inhaltlich auf bekannte berufsbezogene Persönlichkeitsdimensionen wie Extraversion/Introversion, Gewissenhaftigkeit (siehe bspw. Big Five Modell), Handlungsorientierung (siehe bspw. BIT), Thinking/Feeling (siehe bspw. Myers-Briggs) oder Offenheit für Neues (siehe bspw. Big Five / Great Eight). Hierbei werden aus meiner Sicht Dimensionen aus konstruktbasierten Testverfahren und typologisierenden Tests munter gemischt. Hinzukommen eher Präferenzmerkmale wie Generalismus/Spezialistentum oder Mobilität.

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Die 12 gestellten Fragen kommen lt. Ausbildung.de aus einem Pool von 448 Fragen, wobei man immer “nur die zu den bisherigen Antworten (…) passenden Fragen gestellt” bekommt. Der Test ist also auch adaptiv.

Hat man alle 12 Fragen beantwortet, bekommt man als Ergebnis zum einen den oben bereits beschriebenen persönlichen Typ genannt (also Joachim Gauck, James Bond, Sebastian Vettel, Nelson Mandela, Mutter Teresa etc.), zum anderen dann inkl. eines Prozentwerts die “passenden Ausbildungsberufe”. Das wiederum heißt, der “Persönlichkeitstypentest” wird nicht nur auf die Person bezogen, sondern das Ergebnis dann auch noch auf die Umwelt (in diesem Fall mögliche Ausbildungsberufe) bezogen. Um das zu tun, müssen auch alle theoretisch verfügbaren Ausbildungsberufe (das sind in Deutschland um und bei 400, auf Ausbildung.de ein paar weniger) ebenfalls nach der gleichen Typologie beschrieben sein, da sich sonst keine Übereinstimmung festmachen ließe. Gerade die Bestimmung der berufs- und diagnostisch-relevanten Anforderungen der verschiedenen Ausbildungsberufe bezogen auf eine wie auch immer quantifizierte Passung zwischen Person und Umwelt ist typischerweise kein ganz triviales Unterfangen, wenn es „wissenschaftlich“ gemacht wird (siehe dazu die Vorgehensweise bspw. bei „was-studiere-ich.de“ hinsichtlich Umwelt-Interessencodierung).

Ausbildung_de_Berufscheck_Ergebnis

Bewertung

Das klingt super. Das klingt aber aus meiner Sicht auch zu schön, um wahr zu sein. Ein Test, bei dem ich nur 12x klicken muss und schon bekomme ich exakt “prozentgenau” gesagt, was mein Traumberuf ist – da wird die Herkulesaufgabe kinderleicht.

Das zumindest wird einem suggeriert, wenn von einem wissenschaftlichen Testverfahren die Rede ist. Nicht dass wir uns falsch verstehen: Ich finde Matcher und Selbsttests, die vielleicht die am Ende herauskommende Aussage nicht wirklich abschließend beweisen können, nicht per se schlecht, alles andere als das! Dann muss man diese aber auch als solche darstellen – als Anregung zur Selbstreflektion. Hier wird leider so getan, als sei das Ergebnis einfach “richtig” und zwar abschließend richtig, wissenschaftlich belegt. Zu 99% passt der Fluglotse. Punkt.

Zum Unterschied zwischen wissenschaftlichen und laienpsychologischen Tests haben die Kollegen der Uni Freiburg mal eine schöne Erläuterung in ihrem Online Studienwahl Assistenten für das Fach Psychologie gebracht, die ich hier gern einmal wiedergeben möchte:

Wissenschaftliche_vs_Laienpsychologische_Tests

Um eine Analogie zu verwenden: Es gibt im Reformhaus oder der Apotheke jede Menge Mittel, die gegen alles Mögliche helfen können, frei und ohne Rezept. Und diese Mittel können ja auch tatsächlich helfen, auch oder vielleicht weil man daran glaubt. Möchte man aber als Hersteller ein wirkliches Medikament vermarkten, steht da (zurecht) ein enormer Hürdenlauf von Studien, Tests, Retests, Zulassungsverfahren etc. davor. Sprich: Es gibt ein Regelwerk, an das man sich halten muss, wenn man wirkliche Arzneimittel auf den Markt bringt. Der Effekt darf nicht nur auf Glauben beruhen, sondern er muss nachweisbar sein.

Für Tests im Rekrutierungskontext gibt es zwar keine verbindlichen, gesetzlichen Regeln, aber es gibt eine einschlägige DIN, die DIN 33430. Und die wiederum verlangt Gütekriterien, Dokumentation und vor allem Transparenz. Dazu habe ich bei Ausbildung.de leider nichts gefunden. Nach dem niederländischen COTAN System muss ein “Test für wichtige Entscheidungen auf der individuellen Ebene” bspw. eine Reliabilität von mind. r=.90 aufweisen, um als “gut” eingestuft zu werden (vgl. Kersting, 2006). Das ist ein objektives Kriterium. Zu solchen Themen findet sich unter “Warum funktioniert unser Berufscheck so gut?” bei Ausbildung.de leider nichts.

Ethische Verantwortung

Das mag jetzt alles ein wenig pingelig klingen, nach dem Motto: “Ihr Eignungsdiagnostiker in Eurem Elfenbeinturm…”. Ich reite aber auf dem Punkt so intensiv rum, weil hinter dem Einsatz von Tests immer auch eine ethische Verantwortung liegt. Junge Menschen gehen auf die Seite, lesen “wissenschaftlicher Test”, bekommen ein Ergebnis angezeigt und schlagen daraufhin möglicherweise diesen Weg auch ein. In diesem Moment kommt dem Testanbieter eine nicht unbeträchtliche Verantwortung zu. Ich glaube zwar, dass niemand seine Berufswahl allein auf Basis eines Testergebnisses aufbaut, sondern immer auch weitergehende Information herangezogen wird (die Ausbildung.de ja durchaus auch sehr gut aufbereitet bietet), aber die Richtung wird schon vorgegeben. Das alles wäre in diesem Fall bei Weitem nicht so gravierend, wenn entweder belegt würde, dass es sich wirklich um einen wissenschaftlichen Test handelt (welche Theorie, von wem entwickelt, welches N, welche Gütekriterien, wie werden die Umwelt-Anforderungen erhoben und zur Person gematcht etc.) und man dem Ergebnis mithin auch soundsoweit vertrauen kann oder man es eben als “reine Anregung zur Reflexion” verkaufen würde – im Sinne von: “Schau mal, das könnte was für dich sein. Bitte beachte, dass es sich hier nicht um ein abschließendes Testergebnis handelt.” Ein solches SelfAssessment überlässt es nämlich dem Nutzer zu beurteilen, was er aus dem Ergebnis mitnehmen möchte. Eine Aussage wie “zu 95% passt der Speditionskaufmann zu dir” überlässt diese Beurteilung dem Nutzer nicht.

Ich würde mir wünschen, dass diese Informationen nachgeliefert werden, um letztlich auch den Beweis der Wissenschaftlichkeit anzutreten.

Leider muss ich auch an dieser Stelle dem geschätzten Kollegen Henner Knabenreich in Bezug auf seine eher negative Bewertung der Leistung der Arbeitsagentur sehr deutlich widersprechen: Wir haben gerade selber einen Azubi eingestellt und waren relativ erstaunt darüber, was über die Agentur an Bewerbern kam – quantitativ wie qualitativ. Vielleicht schwingt aber bei Henner auch die für unsere Generation ja oft noch selbst erlebte “traumatische” Erfahrung des Besuchs im BIZ der Arbeitsagentur mit: “Sie sind also gern an der frischen Luft, dann werden Sie am besten Landschaftsgärtner…”. Nach allem, was ich bis jetzt von dem Berufscheck bei Ausbildung.de sehen konnte, liegt dieser vom Niveau leider aber auch nicht darüber. Wie gesagt: Ich bin für den Gegenbeweis immer offen… Man muss sogar im Gegenteil festhalten, dass der unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Wottawa für die Bundesagentur entwickelte Test Berufe-Universum zwar evtl. nicht durch Einfachheit und Usability glänzt, aber sicherlich ein wirklich wissenschaftlicher Orientierungstest für Ausbildungsinteressierte ist. Die Gleichung “Behörde = doof und verstaubt, Startup = cool und trendy” ist mir ein bisschen zu einfach.

Fazit

Also, ich begrüße Ausbildung.de wirklich sehr. Jede (ambitionierte) Seite, die hilft, dass junge Menschen den zu ihnen passenden Weg einschlagen, ist zu begrüßen. Im Falle von Ausbildung.de sehe ich zudem wirklich gute Ansätze hinsichtlich Gestaltung, Usability und Zielgruppen-Affinität – GenY will like it…! Um so mehr fühle ich mich aufgefordert, meine Bauchschmerzen hinsichtlich der einen oder anderen Komponente der Seite zu äußern. Ich hoffe, dies kommt als solches an, als das es gemeint ist: Wohlwollende, konstruktive und begründete Kritik. Für Bashing hätte ich definitiv keine vier Stunden Zeit und 12000 Zeichen aufgewendet…

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Thema: Ausbildung, Berufsorientierung, eAssessment, Employer Branding, eRecruiting, SelfAssessment | Kommentare (4)