Neues Twitter-Karriereranking: BMW, Stihl und die Sparkassen rücken in den 1000er-Club auf. Baloise ist neu dabei und sehr aktiv.

Dienstag, 8. Mai 2012 12:40

Da ist es wieder: Das monatliche Ranking der deutschsprachigen Corporate Career Twitter-Kanäle. Ich betone das an dieser Stelle extra nochmal, dass ich in dieser Aufstellung bewusst nur “Corporate”-Accounts aufliste und nicht all diejenigen Twitterati, die sich ansonsten dem Thema “Job, Beruf und Karriere” widmen. Sonst würde mein Account @recrutainment mit aktuell 1503 Followern ja auch auf Platz 13 des Rankings geführt… ;-)

Letzten Monat wurde das Ranking überaus häufig aufgerufen und mit aktuell 35 Facebook-Likes und 6 Google-Plus´ auch sehr anständig weiter verbreitet. Das lag sicherlich auch an dem sehr aufschlussreichen Interview mit Robindro Ullah von der Deutschen Bahn über den Erfolg des “Klassenbesten” @DBKarriere. Was hat sich seitdem getan?

Nun, einiges: Speziell im “Tausenderclub”, also den Accounts mit 1000 oder mehr Followern, hat es reichlich Zuwachs gegeben: Mit BMW (@bmwkarriere), Motorsägenhersteller Stihl (@stihlkarriere) und den Sparkassen (@sparkasse_jobs) haben gleich drei Unternehmen diese Hürde übersprungen. Der Tausenderclub umfasst damit aktuell 23 Accounts. Das wird auch noch schätzungsweise zwei oder drei Monaten so sein, denn spätestens dann wird die Deutsche Bahn die 10000er Schallmauer durchbrechen, wofür ich dann eine eigene Kategorie (“Champions League”?) schaffen werde:

Eine Etage tiefer gibt es eine Neuerung. Mit @baloise_jobs ist ein neuer Account hinzugekommen. Mit aktuell 223 Followern reiht dieser sich zwar (noch) im unteren Mittelfeld ein. Aber so wie der Account aktuell bespielt wird, nämlich reichlich (siehe dazu unten mehr…) und vor allem aktiv die Diskussion begleitend, prophezeie ich der Baloise Group an dieser Stelle eine positive Entwicklung. Marcus Fischer, der nach langen Jahren bei Audi dort zum 1. Mai die Leitung des Bereichs Employer Branding und Recruiting übernommen hat, wird ansonsten schon dafür sorgen… ;-)

Drittens habe ich mir wieder einmal die Aktivität der Accounts angeschaut und siehe da: Es lag ausnahmsweise einmal nicht SNT an der Spitze. Vielmehr lagen diesmal die Sparkassen mit 154 Tweets seit dem letzten Messpunkt vorn. Auch sehr aktiv: Neuling Baloise mit 105 Tweets, also auch mit im Schnitt mehr als dreien pro Tag. Da dieser Content wie oben angedeutet nicht nur viel, sondern auch gut und “handgemacht” aussieht, kann ich nur wiederholen, dass es lohnt, @baloise_jobs zu folgen.

Auch wenn man wieder einmal erkennt, dass zahlreiche (und auch durchaus “große”) Accounts scheinbar gar nicht (mehr) bespielt werden (Metro, Media-Saturn, Philips, Siemens…) so erkennt man an dem Twitter-Follower-Index, dass das Thema insg. weiterhin konstant wächst. Dieser weist im Zeitverlauf die durchschnittliche Followerzahl derjenigen Kanäle aus, die mindestens seit März 2011 in der Betrachtung sind. Deren durchschnittliche Followerzahl steigt sehr konstant jeden Monat um knapp 40 an:

 

Thema: Employer Branding, Social Media HR | Kommentare (2)

Self-Assessment der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena

Montag, 7. Mai 2012 9:58

Die Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena bietet unter der sprechenden URL http://selfassessment.fh-jena.de ein recht aufwendiges Self-Assessment zu benötigtem Grundlagenwissen im Studium an.

Zurzeit finden sich dort Self-Assessments für Kernkompetenzen, Mechatronik und Soziale Arbeit. Bei Kernkompetenzen handelt es sich um Grundlagen in Mathematik, Physik und technischem Verständnis, die für verschiedene technische Studiengänge relevant sind. Dieser Selbsttest richtet sich an Studieninteressierte technischer Ingenieurstudiengänge.

Das Angebot soll nach und nach erweitert werden.

Self-Assessment Kernkompetenzen

Dieser Selbsttest startet mit 34 Aufgaben zur Mathematik, gefolgt von 17 Physik-Aufgaben und 13 Aufgaben zum technischen Verständnis – ein Umfang also, der einen auch eine Weile beschäftigen dürfte, wenn man die Aufgaben ernsthaft bearbeitet. Falls einem die Zeit zu lang wird, kann man über einen Pause-Button jederzeit unterbrechen und den bisherigen Bearbeitungsfortschritt speichern. Dies funktioniert über einen Zahlencode, den man eingeben muss, um die Bearbeitung fortzusetzen. Für die Bearbeitung der Aufgaben, muss man sich nicht registrieren und kann sofort loslegen.

Am Ende jedes Aufgabenbereiches erhält man ein Feedback, das vor allem eine Rückmeldung gibt, ob die Vorkenntnisse ausreichen, um erfolgreich durch das Studium zu kommen, der Schwerpunkt liegt hier ganz deutlich auf der Studienvorbereitung. Das Feedback ist auch bei mangelnden Kenntnissen so formuliert, dass es nicht abschreckt. Statt dessen wird deutlich  – aber auch motivierend – dazu aufgerufen, sich im Selbststudium und/oder Vorbereitungskursen zu verbessern und Wissenslücken aufzuarbeiten, bevor man ins Studium einsteigt.

Am Ende erfolgt jeweils eine kurze Umfrage und dann erhält man auch Einblick in die richtigen Lösungen der gesammelten Aufgaben, teilweise mit einer kurzen Erläuterung der Lösung (und der Anzeige, was man selber jeweils angeklickt hatte)

Self-Assessment Mechatronik

Der Selbsttest zu Mechatronik enthält neben Wissensfragen zu Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Lese-/Textverständnis und technischem Verständnis auch ein Tool zum Zeitmanagement im Studium, Fragen zu den Erwartungen ans Studium und Freitextfelder zum formulieren eigener Vorstellungen. Auf diese wird gegen Ende des Selbsttests nochmal eingegangen.

Self-Assessment Soziale Arbeit

Dieser Selbsttest ist logischerweise ähnlich aufgebaut, wie der zu Maschinenbau. Allerdings bestehen die Aufgaben zu Statistischer Auswertung, Datenanalyse, Textverständnis und sozialer Arbeit hauptsächlich aus anschaulichen Fallbeispielen. Außerdem wird kurz Wissen über den Studiengang abgefragt.

Fazit: Insgesamt gut durchdachte und sinnvolle Self-Assessments, die zwar kaum tiefergehende Informationen über das Studium vermitteln (dazu aber auch nicht gedacht sind) über die jeweiligen Aufgaben jedoch einen sehr guten Eindruck von typischen Fragestellungen und Anforderungen vermitteln.

Thema: Berufsorientierung, SelfAssessment, Studienorientierung, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (0)

Fundstück zum Wochenende: Der Bayer Recruiting Song

Freitag, 4. Mai 2012 11:26

In letzter Zeit drehten sich ja einige “Fundstücke” hier im Blog um die mehr oder weniger gelungenen Rap-oder “Rammstein“-Videos verschiedener Unternehmen. Auch das aktuelle Fundstück ist ein Musikvideo zu Zwecken der Arbeitgeberkommunikation, kommt aber durchaus etwas anders daher – der “Bayer Recruiting Song“.

Da ich selber die Entstehungsgeschichte des Videos nicht kannte, habe ich mir ein paar Hintergrundinfos auf der Queb-Seite besorgt, zumal ich ja weiß, dass der Draht von Bayer zum Queb ja eher kurz ist… Dort heißt es:

Entstanden ist das Projekt auf Basis des Flashmobs, der im August 2011 zu Ehren des 40jährigen Dienstjubiläums des Bayer Mitarbeiters Karlheinz Deitz, veranstaltet wurde.Damals hatten Bayer Mitarbeiter den Song geschrieben sowie einen Flashmob mit mehreren hundert Mitarbeitern im Bayer Kasino (die Mitarbeiterkantine) organisiert. Schon 2011 war das Video des Flashmobs auf Youtube ein voller Erfolg und wurde im Web und in zahlreichen Printmedien vielfach gelobt.

Der neue Recruiting Song basiert nun auf dem 2011 entstandenen Lied. Getreu dem Motto “Von Mitarbeitern für Mitarbeiter” sind alle Musiker aus dem Video Bayer Kollegen verschiedenster Bereiche. An der E-Gitarre ist der Jubilar und Hobbymusiker  Karl-Heinz Deitz aus dem Flashmob Video selbst zu sehen / hören. Die Aufnahmen sind zusammen mit allen beteiligten Mitarbeitern in einem Tonstudio entstanden und machen schon beim ansehen Lust auf Mehr.

Soweit das quasi “offizielle” Statement. Hier kann man sich nun den Bayer Recruiting Song in der Highend-Studio-Version nebst professionellem Video ansehen:

Ich persönlich finde das Video inkl. dazugehöriger (Arbeitgeber-)Markenbotschaft in der Tat gelungen:

  • Das Video selber ist absolut professionell produziert, was man z.B. an den zahlreichen Kameratakes, den Jiparmschwenks und Dollyfahrten, der professionellen Ausleuchtung, der Choreo der zahlreichen auftretenden Personen, dem gelungenen Schnitt etc. festmachen kann.
  • Der Song an sich ist – hier wird es naturgemäß höchst subjektiv, weil man über Musikgeschmack nunmal nicht streiten kann – gelungen. Klar, das ist Pop-Musik und wahrscheinlich kein Anwärter auf eine Nummer 1, aber man bekommt im Radio den lieben langen Tag auch eine ganze Menge wirklich schlechteres vorgesetzt.
  • Das Video ist viral. Aktuell stehenknapp 180.000 Aufrufe bei Youtube zu Buche. Das kann sich sehen lassen und relativiert auch die sicherlich nicht unbeträchtlichen Produktionskosten. Sicherlich werden einige dieser Aufrufe von Bayer-Mitarbeitern selber kommen – der Konzern beschäftigt ja selber deutlich über 100.000 Personen – aber auch das ist absolut okay, ist doch eine der wesentlichen Wirkungsrichtungen des Employer Branding eben eine “nach innen gerichtete”…
  • Das Casting der im Video auftretenden Musiker, die “im echten Leben” Bayer-Mitarbeiter sind, funktioniert. Ich glaube zwar ehrlich gesagt nicht, dass diese für das saubere Einspielen der Musik wirklich zwingend erforderlich waren (wahrschienlich mit Ausnahme der Leadsängerin Sarah Kerimis, beruflich im HR bei Bayer tätig), aber so wird eine sehr schöne “Mitmach- und Identifikationsmetapher” transportiert. Der “Mitarbeiter als Testimonial“-Ansatz kommt durchaus glaubhaft rüber. Auch Flashmob-”Opfer” Karlheinz Deitz ist als Gitarrist in dem Song / Video dabei, was insofern Charme hat, als dass er “im echten Leben” als Ansprechpartner für Traineebewerber und Berufseinsteiger im Bayer Hochschulmarketing tätig ist.

Also, ein Fundstück der besseren Art! Definitiv.

Thema: Employer Branding, Social Media HR, Trainee | Kommentare (2)

Interview mit E-Plus HR Manager Dieter Roschmann über den E-Plus Auftritt in “Fliplife”

Donnerstag, 3. Mai 2012 8:28

Im Januar 2011 habe ich das erste Mal über Fliplife berichtet. Der Artikel “Spielerische Berufsorientierung, interessantes Personalmarketing-Tool oder einfach Spielkram?” ist mit mehr als 2000 Aufrufen einer der meistgelesenen Artikel in diesem Blog. Nun, die Erkenntnis, dass sich die Leser des Recrutainment Blogs für Instrumente interessieren, die auf spielerische Weise Personalmarketing, Employer Branding und Realistic Job Previews verbinden ist so überraschend nicht. Das wurde dann nicht nur durch die Zugriffszahlen auf die nachfolgenden “Fliplife-Updates” (z.B. über den Daimler-Auftritt in Fliplife, die Mini-Karriere von Media-Saturn anlässlich des Absolventenkongresses oder die Integration von Quizzes mit Surffragenlogik) unterstrichen, sondern auch die große (und kontroverse) Resonanz auf den Vortrag von Fliplife-Gründer Ibrahim Evsan beim letzten CYQUEST Praxisseminar im November 2011.

Letzte Woche gab es dann das letzte Update anlässlich des Starts der E-Plus Gruppe als drittem “echten Arbeitgeber” in dem Social Game. Statt zu spekulieren, was die Beweggründe des Unternehmens für diesen Schritt waren und ob dies als sinnvoll oder nicht einzuschätzen ist, habe ich den E-Plus Auftritt zum Anlass genommen, den Entscheider direkt zu fragen. Für ein Interview stand mir Dieter Roschmann, Department Manager Human Resources der E-Plus Gruppe und verantwortlich für das Fliplife-Engagement zur Verfügung.

Also, Herr Roschmann, los geht´s!

Hallo Herr Roschmann, ich beobachte Fliplife nun eigentlich schon seit es an den Start gegangen ist. Die Verheißung, dass man hier “spielerisch Karriere machen” kann, konnte der Recrutainment Blog natürlich nicht ignorieren. Die E-Plus Gruppe ist nun das dritte “echte” Unternehmen in Fliplife. Was hat Sie bewogen, bei Fliplife einzusteigen?

Wir als Mobilfunkanbieter im Zeitalter von Smartphones und mobilem Internet brauchen Mitarbeiter, die sich mit moderner Nutzung des Internets, nämlich den Social Media, nicht nur auskennen, sondern die dort zu Hause sind. Diese so genannte Generation Y treibt sich schon fast naturgemäß im Netz auf eine andere, neue Art und Weise um, die schon Menschen Ende Zwanzig aktiv lernen müssen. Viele davon spielen gern online, das greifen wir über Fliplife auf. Zwar ist dieser Weg, potenzielle Bewerber über ein Social Game anzusprechen, noch ungewöhnlich. Aber Talente wollen heute unterhalten und umworben werden, da müssen wir als Unternehmen auch mal solche ungewöhnlichen und neuen Wege gehen. Das Spiel leistet eine andersartige, unterhaltsamere  Ansprache als diejenige, die Arbeitgeber klassisch über Homepages oder Messeauftritte wählen. Bei Fliplife machen wir auf uns aufmerksam, während die User entspannt in ihrer Freizeit unterwegs sind und nicht gestresst Jobbörsen durchsuchen.

Was kann ein “Mitarbeiter in Fliplife”, also ein Fliplife-Spieler, der virtuell bei Ihnen anheuert im Verlauf der E-Plus Karriere machen? Was für Projekte hat er zu bearbeiten?

Zum Launch starten wir mit witzig aufbereiteten Aufgaben, die der Gamer über die richtigen Klicks löst – mit dem Click-and-Wait-Prinzip. Über Texte und Bilder wird er dabei in eine Karrierestory bei der E-Plus Gruppe entführt und lernt so nebenbei das reale Unternehmen ein bisschen näher kennen. Denn die fiktiven Projekte haben zum Teil einen realen Bezug zu Aktionen, die es tatsächlich bei uns gibt. Für den richtigen Klick gibt es dann für den Spieler die entsprechende virtuelle Belohnung.

Aber simples Klicken und Warten führt doch sicher nicht zu einer nachhaltigen Personalmarketing-Wirkung. Denn die nötige inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Inhalt bleibt dabei ein wenig auf der Strecke…

Richtig, deswegen arbeiten wir unter Hochdruck am nächsten Schritt. Das wird die Implementierung von Aufgaben sein, bei der die User sich ein bisschen mehr anstrengen und auf die Jagd nach Informationen gehen müssen oder ihre Kreativität zeigen sollen.  Dabei stellen wir uns im Sinne des Crowd-Sourcing-Ansatzes vor, für aktuelle reale Projekte kleine Aufgaben erledigen zu lassen wie beispielsweise eine Fotoaktion unserer BASE Shops durchzuführen oder einen Marketing-Claim mit zu entwickeln. Das wird natürlich zumindest über Coins, die Währung von Fliplife, angemessen entlohnt. So verzahnen wir den Spaßauftritt des Arbeitgebers in Fliplife mit dem Auftritt der E-Plus Gruppe in der Realität.

Wie sind diese “virtuellen Projekte” entstanden? Hat das Fliplife-Team sich diese ausgedacht oder waren Sie und Ihr Team das?

Zunächst sind ja die zehn Karrierelevel entstanden und benannt worden – das schwierigste am ganzen Entwurf. Für uns war klar, dass wir so viele unserer Bereiche wie möglich über die Fliplife-Karriere abbilden wollten. Die mussten in einen halbwegs logischen Zusammenhang gebracht werden, der auch einen hierarchischen Aufstieg darstellt. Unsere Erfahrung: Die Auswahl und Benennung der Joblevel können nur Mitarbeiter erarbeiten, die das Unternehmen gut kennen. Das ist für den externen Partner schwierig, er kann dann beim Feintuning unterstützen. Als unsere Joblevel dann definiert waren, lief für uns der Rest von ganz allein – bzw. über unseren Partner Fliplife. Er machte nach einem Briefing durch uns Vorschläge für die einzelnen Projekte. Da lag wiederum das Feintuning auf unserer Seite. Auch den Live-Gang hat Fliplife technisch sauber über die Bühne gebracht.

Ist Ihr Engagement in Fliplife auf Dauer angelegt oder ist der Aufschlag befristet, wohin soll die Reise gehen?

Die E-Plus Gruppe ist dauerhaft dabei, über die nächsten Schritte in Richtung Crowd-Sourcing habe ich Ihnen ja schon einiges erzählt. Damit befinden wir uns allerdings immer noch auf der Ebene des Personalmarketings, wenn auch mit einem innovativen Ansatz. Die Kunst wird jedoch sein, die virtuelle Welt mit der des realen Arbeitgebers E-Plus Gruppe zu verzahnen. Denn am Ende wollen wir rekrutieren – und zwar besondere und zu unserer Kultur passende Talente! Also müssen wir eine geeignete Ebene finden, einen persönlichen Kontakt zu interessierten und für uns interessanten Spielern herzustellen. Dazu planen wir, unsere besten virtuellen Karrieredurchstarter über Fliplife anzusprechen und zu Events einzuladen.

Gibt es schon erste “zählbare” Ergebnisse? Wie viele Mitarbeiter hat E-Plus denn schon innerhalb von Fliplife? Und können Sie messen, ob Ihr Auftritt bei Fliplife Recruiting-Erfolge mit sich bringt?

284 aktive Spieler sind es schon jetzt kurz nach dem Start. Sicherlich werden wir die Zahlen beobachten: Zum einen kann Fliplife natürlich auswerten, wie viele User sich für unsere virtuelle Karriere interessieren, sie ggf. abbrechen, bis zu Ende spielen oder sogar mehrmals absolvieren. Darüber hinaus werten wir über unser Online-Bewerberportal aus, welchen Weg durch das Web unsere Bewerber gegangen sind, um zu unserer Karriereseite zu gelangen. So können wir den Nutzen überprüfen. Außerdem werden wir beobachten, ob die oben genannten Veranstaltungen, zu denen wir unsere Fliplife-Mitarbeiter einladen werden, uns neue zu uns passende Mitarbeiter bringen. Wir sind sehr gespannt, wie sich dieser Kanal für uns entwickelt.

Ich werde das Thema Fliplife natürlich weiter beobachten. Vielleicht werde ich demnächst auch mal von Daimler rüber zur E-Plus Gruppe wechseln… Lieber Herr Roschmann, ich danke Ihnen für das Interview!

Thema: Berufsorientierung, Employer Branding, SelfAssessment, Serious Games, Social Media HR | Kommentare (0)

Virtuelle Studienorientierung für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Göttingen

Montag, 30. April 2012 8:36

Auch wenn wir dieses Thema in den letzten Wochen im Recrutainment Blog ein wenig vernachlässigt haben, soll keineswegs der Eindruck aufkommen, dass dessen Bedeutung nachgelassen habe. Im Gegenteil: Der Einsatz von SelfAssessment Verfahren zu Zwecken der Studienorientierung ist für Hochschulen ein enorm wichtiges Thema des eigenen Marketings geworden. Zahlreiche Hochschulen haben seit den Anfängen dieses Themas 2005/2006 dieses Thema aufgegriffen und bieten sog. “OSA” an. In der Kategorie “virtuelle Studienberatung” haben wir eine ganze Reihe an Beispielen analysiert.

Im Gegensatz zum Self-Assessment im Unternehmenskontext geht es hier nicht um Themen wie Rekrutierung oder Personalwerbung, also Mitarbeitergewinnung, sondern es geht schlicht gesagt darum, “Studienanfänger in die für sie richtigen Studiengänge (an der für sie richtigen Hochschule und Hochschulform) zu bekommen”. Wir haben 2005 mit dem Projekt “HEAP” das Thema erstmals aufgegriffen und dann mit dem Studienwahl-Navigator an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften eines der ersten und heute sicherlich größten Projekte in diesem Bereich begonnen. Bis heute haben deutlich über 300.000 Studieninteressierte auf die studiengangsindividuellen HAW-Navigatoren oder den Studieninteressentest an der HAW zugegriffen, davon mehr als 100.000 namentlich registriert. Insg. steuert das Hochschulgeschäft heute gut 40% unseres Umsatzes bei.

Warum dieses Thema bei Hochschulen so wichtig geworden ist? Ganz einfach: Erstens befinden sich auch Hochschulen inzwischen in einem durchaus spürbaren Wettbewerb um Nachwuchs und unternehmen große Anstrengungen, sich als distinkte Bildungsmarken zu positionieren. Zweitens geht es schlichtweg um Geld, viel Geld. Jeder Studienanfänger, der – warum auch immer – sein Studium vor dem Abschluss abbricht, kostet die Hochschule viel Geld, ohne dass letztlich das gewünschte Resultat, nämlich ein erfolgreicher Absolvent erreicht wurde. Insofern lohnt sich die Investition in eine gute Studienwahl “vorher” allemal. Nicht nur für den Studi, sondern auch und insbesondere für die Hochschule.

Jüngstes Beispiel: Die Erweiterung der Online Studienorientierung an der Universität Göttingen um das Fach Betriebswirtschaftslehre.

Im vergangenen Jahr wurde an dieser Stelle bereits über die Studienorientierungen für Chemie sowie Forstwissenschaften und Waldökologie an der Uni Göttingen berichtet. Dieses Angebot wurde nun (wie damals schon angekündigt) um die Studienorientierung für Wirtschaftswissenschaften erweitert.

Logischerweise sind der Aufbau und die Art der Inhalte denen von Chemie oder Forstwissenschaften und Waldökologie ganz ähnlich. Da diese News aber schon eine Weile zurück liegt, hier eine kleine Wiederholung:

In 5 Kapiteln werden Informationen zu folgenden Themen vermittelt:

  • Berufswelt (Was kommt nach dem Studium?)
  • Studium (Wie läuft das Studium ab? Welche Inhalte werden vermittelt?)
  • Studienorganisation (u.a. Zeitmanagement im Studium, wie sieht ein typischer Tag aus?)
  • Anforderungen (Übungsaufgaben und Informationen zu den Anforderungen, die im Studium auf einen zukommen)
  • Studienkultur (Leben an der Fakultät, Studentenleben in Göttingen)

Es muss weiterhin entweder eine Registrierung erfolgen oder über einen Gastzugang eingeloggt werden. Die Teilnahme ist allerdings freiwillig und ausschließlich als Angebot für einen selbst gedacht.

Die Inhalte werden, wie bei den Vorgängern auch, über einen bunten Mix an Medien (Videos, Erfahrungsberichte, interaktive Einheiten, Selbsttests, usw.) präsentiert.

Besonders hervorzuheben ist bei der Studienorientierung für Wirtschaftswissenschaften die Fallstudie als Assistentin oder Assistent des fiktiven Unternehmens „Quality-Rent-AG“, in der es die Aufgabe des Users ist, typische Fragestellungen aus der Unternehmensführung, dem Marketing und den Finanzen zu bearbeiten. Z.B. soll beurteilt werden, welche Geschäftsbereiche unter den gegebenen Umständen sinnvollerweise ausgebaut werden sollen und weshalb.

Daneben gibt es natürlich auch die „klassischen“ Selbsttest-Aufgaben zu Mathematik, Englisch und fachlichem Textverständnis.

Neben den eignungsdiagnostischen Inhalten, wird das Studium z.B. aber auch durch einen Fotorundgang und die Darstellung eines typischen Tagesablaufes eines Studierenden veranschaulicht.

Somit bietet die Studienorientierung Wirtschaftswissenschaften neben Informationen auch echte (interaktive) Einblicke, welche die 60-75-minütige Bearbeitungszeit auf alle Fälle wert sind.

Aktuell befindet sich die virtuelle Studienorientierung an der Uni Göttingen im weiteren Ausbau. Über die nächsten Monaten werden weitere Studiengänge hinzukommen, vor allem aus den Bereichen Agrarwissenschaften, Biologie und Geowissenschaften. Eine aktuelle Übersicht des jeweiligen Ausbaustands findet sich im Standortmodul des Projekts. Stay tuned…

Thema: Berufsorientierung, SelfAssessment, Studienorientierung, Studieren an der Universität Göttingen, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (0)