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Studienwahl NRW – Der Orientierungstest für Hochschulen in Nordrhein-Westfalen

Freitag, 24. Juni 2011 12:08

Die immer größer werdende Auswahl an Studiengängen erschwert Studieninteressierten zunehmend die Wahl des Studiengangs.

  • Welcher Studiengang ist der richtige?
  • In welchem Bereich will ich überhaupt studieren?
  • Gibt es einen Studiengang der zu meinen Interessen passt?
  • Und wo liegen meine Interessen überhaupt?

Diese und viele andere Fragen stellen sich Schüler, die kurz vor dem Schulabschluss stehen und überlegen, was sie danach machen wollen. Vor diesem Hintergrund bietet die Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen e.V. einen Orientierungstest für Studieninteressierte an. Im Prinzip sehr ähnlich dem, den wir für den STARK-Verlag entwickelt haben (www.studi-kompass.de) und über den wir auch bereits hier im Blog berichtet haben.

Der Orientierungstest “Studienwahl NRW” ist auch ein berufsbezogener Interessentest.

Den Test können Studieninteressierte starten, ohne sich vorab registrieren zu müssen. Stattdessen wird automatisch eine TAN generiert. Mithilfe dieser TAN kann man sich später wieder einloggen. Das heißt, wenn man zwischendurch den Test unterbrechen möchte, oder zu einem späteren Zeitpunkt erneut auf sein Ergebnis zugreifen möchte, so kann man dies tun – vorausgesetzt, man hat sich die TAN notiert und den Zettel behalten.

Der Test selber besteht aus vier Seiten mit jeweils 16 Items, die das berufliche Interesse abfragen.

Auf einer fünfstufigen Skala, die von „gar nicht“ über „wenig“, „etwas“ und „ziemlich“ bis zu „sehr“ reicht, sollen die Studieninteressierten angeben, inwieweit sie sich für die jeweilige Tätigkeit interessieren. Die fünfstufige Skala ist aus meiner Sicht etwas unglücklich gewählt. Gerade bei Tätigkeiten, bei denen man sich nicht sicher ist, ob sie einen interessieren, tendiert man doch sehr stark dazu „etwas in der Mitte“ anzuklicken und sich so vor der Entscheidung zu „drücken“.

Wenn nicht zu allen Tätigkeiten eine Einschätzung abgegeben wurde erscheint eine Fehlermeldung. Die nicht angegebenen Interessen werden jedoch leider nicht markiert. So nimmt es etwas Zeit in Anspruch herauszufinden, an welcher Stelle der Fehler liegt.

Nachdem alle Tätigkeiten eingeschätzt wurden erhalten die Studieninteressierten nach Durchlaufen einer kurzen Evaluation ein zweistufiges Feedback. Unter der Überschrift „Mein Profil“ wird zunächst eine Rückmeldung zu grundsätzlichen Interessen für Tätigkeiten gegeben, die für ein Studium bedeutsam sind. Hierzu werden Fragen wie z.B. „anspruchsvolle Texte lesen“ oder auch „Freude am Lernen haben“ berücksichtigt. Im Anschluss daran wird die Ausprägung der Interessen in zehn verschiedenen Bereichen dargestellt.

Hier wird also die Liste an der sechs unterschiedlichen persönlichkeitsbasierten Interessensorientierungen des RIASEC-Modells nach John Holland erweitert Faktoren wie Sportlich“ oder „Musik“.  Ansonsten ist das Feedback recht ähnlich aufgebaut. Bei Klick auf das Fragezeichen neben dem jeweiligen Bereich öffnet sich eine Erklärung.

Zusätzlich werden auf Grundlage der angegeben Interessen Studienfachempfehlungen gegeben. Die Interessen werden dabei in der Gewichtung nach „sehr wichtig“, „wichtig“ und „unwichtig“ vorsortiert. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Gewichtung zu verschieben. Wer z.B. der Ansicht ist, dass „Sportlich“ zwar zu seinen Interessen gehört, jedoch eher etwas ist, dem er in der Freizeit nachgehen und beruflich nichts mit Sport machen möchte, kann dieses Interesse ggf. von „wichtig“ zu „unwichtig“ verschieben. Zusätzlich können die Treffer nach „Studienfeldern“ und „Ort“ eingeschränkt werden.

Bei Anklicken der verschiedenen Bereiche klappt eine Liste mit den passenden Studiengängen auf. Auch diese lassen sich anklicken und führen zu einer kurzen Beschreibung des jeweiligen Studiengangs.

Die Angaben zu den Studiengängen sind sehr kurz gehalten und beschränken sich auf die wichtigsten organisatorischen Informationen. Eine wirkliche Entscheidungshilfe bei der Wahl zwischen verschiedenen Studiengängen bieten diese für sich genommen nicht.

Im Anschluss an den Test können sich die Teilnehmer nach Eingabe ihres Namens ein Zertifikat erstellen lassen. Dies beinhaltet jedoch lediglich die Information, dass der Test durchlaufen wurde und nicht, welche Interessen der User hat.

Unter der Überschrift „Wie geht es weiter?“ werden weiterführende Links aufgelistet.

Die Gestaltung des Tests ist insg. Eher schlicht gehalten. Eine Abgrenzung der einzelnen Items bei der Befragung würde die Beantwortung des Tests erleichtern. Auch das Feedback, insbesondere die Studienfachempfehlungen und die Detailinformationen zu den einzelnen Studiengängen sind eher schlicht und sachlich gehalten.

Insgesamt gesehen bietet der Orientierungstest tatsächlich das, was er verspricht – eine Orientierung im Studiengangs-Dschungel NRW. Er hilft Studieninteressierten dabei herauszufinden, in welchen Bereichen ihre Interessen liegen. Und auch wenn sie nachher nicht genau wissen, welches der passende Studiengang ist, wissen sie zumindest in welchem Bereich sie suchen sollten. Und das ist ja schon eine ganze Menge.

Auf jeden Fall tut sich doch einiges auf dem Gebiet der Studienorientierung. Wir erstellen gerade übrigens einen Studieninteressentest für das Land Rheinland-Pfalz, über den wir hier natürlich auch berichten werden, wenn er fertig ist…

Thema: Berufsorientierung, SelfAssessment, STARK-Verlag, Studienorientierung, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (2)

Jobstairs bietet “Ausbildungscheck”

Montag, 16. Mai 2011 11:13

Die Jobbörse der Großunternehmen Jobstairs bietet seit Kurzem einen interaktiven Ausbildungscheck an. Klar, dass wir diesen hier vorstellen.

Die Startseite mutet zunächst recht frisch und jugendlich an. Die Optik erinnert durchaus an spielerische Formate á la Fliplife und Konsorten. Bevor man mit dem Azubicheck loslegen kann, muss man sich entweder registrieren oder wenn man bereits einen Jobstairs-Account hat, sich mit diesem anmelden.

Inhaltlich setzt sich der Ausbildungscheck dann aus zwei Teilen zusammen. Einem Interessen- und einem Wissenstest. Die Reihenfolge kann man selber wählen. Klickt man nur auf “weiter” startet man mit dem Interessentest:

Bei dem Interessentest handelt es sich dann um einen klassischen “Holland-Test”, d.h. die beruflichen Interessen werden nach dem “RIASEC-Modell” erfragt. Der Interessentest umfasst insgesamt 90 Items, von denen jeweils 15 den sechs “Occupational Types” nach Holland zugeordnet sind:

  • Technisch-handwerkliche Interessen (R – “realistic”)
  • Wissenschaftlich-forschende Interessen (I – “investigative”)
  • Künstlerisch-kreative Interessen (A – “artistic”)
  • Soziale Interessen (S – “social”)
  • Wirtschaftlich-unternehmerische Interessen (E – “entrepreneurial”)
  • Administrativ-verwaltende Interessen (C – “conventional”)

Beim Ausbildungscheck sind die Items sehr artig sortiert, d.h. es kommen erst 15 R-Items, dann 15 I-Items und so weiter. Die Einschätzung, wie stark einen jeweils die genannte Tätigkeit interessiert, erfolgt auf einer siebenstufigen Ratingskala von “würde ich sehr ungern machen” bis “würde ich sehr gern machen”. Etwas problematisch: Der Schieberegler steht per Default bei “würde ich sehr ungern machen”. Nervöse Klicker klicken ggf. weiter und haben damit eine (negative) Einschätzung abgegeben. Hier wäre es besser gewesen, erst einmal eine Antwort zu “erzwingen” bevor man zum nächsten Item kommen kann. Die nachfolgenden zwei Screenshots zeigen jeweils ein Item aus dem Bereich “handwerklich-technische-” und ein Item aus dem Bereich “wirtschaftlich-unternehmerische Interessen”:

Die Bearbeitung des Interessentests dauert gute zwanzig Minuten, wobei 15 Sekunden Bearbeitungszeit pro Item kalkuliert sind. Dies hat während der Bearbeitung durchaus seinen Längen. Insb. die Einzelitempräsentation (Item – Antwort – Weiter, Item – Antwort – Weiter…) wird auf Dauer sehr lang. Man hätte problemlos auch mehrere Items auf einer Seite präsentieren können, wie wir dies etwa beim Studieninteressentest beim Stark-Verlag gemacht haben. Immerhin kann man die Bearbeitung unterbrechen und den Zwischenstand speichern – ein Vorteil der Registrierung.

Leider ist auch innerhalb des Tests von der spielerischen Anmutung der Startseite nicht allzu viel übrig geblieben (es bleibt immer die gleiche Grafik stehen), so dass auch hiervon keine Auflockerung, Kurzweile oder gar “Flow” zu erwarten ist. Nun, jetzt ist ein vorrangig psychologisch angelegter Selbsttest natürlich auch kein wirkliches Spiel, aber man hätte sich durchaus ein wenig mehr Mühe geben können, die jeweiligen Inhalte auch thematisch abwechslungsreicher illustrieren zu können. Es ist ja am Ende auch niemandem gedient, wenn der Nutzer (wir reden hier von Schülern!) nach 43 Items gelangweilt abbricht. Wir werden in den nächsten Wochen einen interaktiven Azubi-Check bei der Lufthansa einführen. Dort wird es doch etwas anders aussehen… Das dürfen dann andere kritisieren…

Im zweiten Teil des Ausbildungscheck geht es dann um “Wissen”… Hier geht es darum, eine Reihe von Aufgaben aus verschiedenen Bereichen jeweils unter Zeitdruck zu bearbeiten. In der Einleitung bekommt man drei Aufgabentypen in Form von Beispielaufgaben gezeigt (“synonyme Begriffe”, “Zahlenreihen”, die hier in Diagramm-Form präsentiert werden und “Figurenvergleiche”).

Etwas gemein ist, dass einen dann innerhalb des Tests vorrangig ganz andere Aufgabentypen erwarten, z.B. Diagrammanalysen, räumliche Denkfähigkeit, verbale Logik oder Primzahlen. Auch stellt sich dem geneigten Betrachter die Frage, wo es sich bei diesen Aufgabentypen denn nun um “Wissen” handelt. Einzig die Kenntnis von Primzahlen würde ich als “wissensbasiert” bezeichnen, bei den anderen Aufgaben handelt es sich wohl viel eher um Schlussfolgerndes Denken bzw. Kognitive Leistungsfähigkeit ggf. ergänzt um denkoperatorische Facetten wie Bearbeitungsgeschwindigkeit oder Verarbeitungskapazität. Gut, das wäre zugegebenermaßen alles etwas sperrig für die Zielgruppe, aber der Begriff “Logik” wäre m.E. schon zumutbar und sicherlich besser treffend gewesen.

Wie dem auch sei, die 21 Aufgaben, für die einem insg. 20 Minuten zur Verfügung stehen, sind inhaltlich abwechslungsreich. Auch stellen die dort gemessenen Konstrukte zweifelsohne valide Indikatoren hinsichtlich der Prognose von Berufs- bzw. Ausbildungserfolg dar.

Abschließend kommt dann der eigentlich Clou: Basierend auf den Ergebnissen aus beiden Teiltests erhält der Nutzer unter der Überschrift “Deine Zukunft” eine Übersicht möglicherweise passender Berufsbilder NEBST entsprechenden Verlinkungen zu dazu auf Jobstairs ausgeschriebenen Stellen und weiterführenden Informationen im Berufenet der Bundesagentur. Ferner erhält der Nutzer per E-Mail ein Ergebnis-PDF, in dem die Testergebnisse noch einmal detailliert aufgelistet, kommentiert und in Relation zu Vergleichsnormen gesetzt sind.

Fazit: Grundsätzlich ist der Ausbildungscheck ein absolut sinnvoller und zur Berufsorientierung hilfreicher Ansatz. Quasi als “Orientierung vor der Orientierung” nimmt das Instrument den Ausbildungsinteressierten an die Hand und sortiert die große Welt der Möglichkeiten sinnvoll vor. Auch die direkte Anzeige von verfügbaren Ausbildungsmöglichkeiten ist ein sinnvoller “Call for Action”. Gestalterisch hingegen enttäuscht der Ausbildungscheck. Es gibt außer der comiquesken Anmutung nichts, was es dem Nutzer angenehm macht, das Tool auch komplett zu durchlaufen. Klar, man kann argumentieren, dass es wohl nicht zu viel von einem jungen Menschen verlangt sein dürfte, sich auch mal 35 Minuten hinzusetzen und der eigenen Zukunft zu widmen. Stimmt. Aber wo wäre das Problem gewesen, die Tests z.B. durch kleine informatorische Aspekte aufzulockern oder zumindest zwischendurch mal das Setting zu verändern? In diesem Zusammenhang verweise ich immer wieder gern auf den Einwurf, warum der gesamte Auswahlprozess ansprechend gestaltet sein sollte

Thema: Ausbildung, Berufsorientierung, eAssessment, Employer Branding, Lufthansa Karriere, SelfAssessment, STARK-Verlag, Studienorientierung | Kommentare (1)

CYQUEST und der STARK Verlag präsentieren webbasierten Interessentest zur Studienwahl

Freitag, 18. Februar 2011 11:15

„Wie finde ich das passende Studienfach?“ Diese Frage stellen sich viele Schülerinnen und Schüler, wenn sie kurz vor dem Abitur stehen. Durch die immer größer werdende Anzahl von Studiengängen wird die Studienentscheidung sicherlich auch nicht einfacher. Viele Schülerinnen und Schüler sind sich gar nicht sicher, in welchen Bereichen ihre Interessen liegen und in welchen Studiengängen sie diesen Interessen nachgehen können.

Hier setzt das Online-SelfAssessment an, das CYQUEST und der führende Schulbuch-Verlag STARK nun gemeinsam anbieten. Wir möchten junge Menschen dabei unterstützen, den Studiengang zu finden, der zu den individuellen Interessen passt. Denn: Die Entscheidung betrifft ja nicht nur den Studiengang, den man dann in den nächsten drei bis vier Jahren studiert. Vielmehr muss man sich auch im späteren Berufsleben mit den gewählten Inhalten beschäftigen. Viele Berufsanfänger, die sich für das falsche Studienfach und damit für den falschen Beruf entschieden haben, sind in ihrem späteren Berufsleben unzufrieden – und das dauert in der Regel ein paar Jahre länger…

Zielgruppe unseres Online-SelfAssessments sind Studieninteressierte. Egal, ob diese gerade kurz vor dem Ende ihrer Schullaufbahn stehen, oder vielleicht bereits eine Berufsausbildung gemacht haben – wer studieren möchten und noch nicht genau weiß, welches Studienfach am besten passt, ist hier an der richtigen Adresse. Oder man hat vielleicht bereits eine Idee, was man studieren möchten, möchte dies aber noch einmal überprüfen? Auch dabei kann unser Online-SelfAssessment weiterhelfen. Es kann auch Wege aufzeigen, an die man vielleicht bislang noch nicht gedacht hat; möglicherweise passt ja ein anderer Studiengang viel besser?

Folgendes Video erklärt in einem Realdurchlauf, wie der Studieninteressentest funktioniert, und welche Ergebnisse dabei herauskommen:

Der Studieninteressentest ist von CYQUEST entwickelt und evaluiert worden. Dieser basiert auf dem sog. “RIASEC-Modell” nach John L. Holland, welches insg. sechs unterschiedliche persönlichkeitsbasierte Interessensorientierungen unterscheidet:

  • Technisch-handwerkliche Interessen
  • Wissenschaftlich-forschende Interessen
  • Künstlerisch-kreative Interessen
  • Soziale Interessen
  • Wirtschaftlich-unternehmerische Interessen
  • Administrativ-verwaltende Interessen

Alle diese Interessen sind bis zu einem gewissen Grad in dem jedem von uns vorhanden, aber eben in unterschiedlichem Ausmaß und verschiedener Reihenfolge. Und: Alle diese Interessen werden in unterschiedlichem Maße durch versch. Berufsbilder und Studiengänge bedient. Dort, wo eine hohe Übereinstimmung zwischen innerer und äußerer Interessenwelt besteht, gibt es einen guten Match – eine wichtige Voraussetzung für Studienzufriedenheit und -erfolg.

Die Rückmeldung umfasst neben dem individuellen Interessenprofil eine detaillierte und kommentierte Übersicht über den hierzu passenden Studiengängen. Dazu gibt es dann verschiedene Filtermöglichkeiten und weiterführende Informationen zu den Studiengängen, so dass man das Ergebnis hervorragend zum Startpunkt weiterer Orientierungen heranziehen kann.

Dabei ist allerdings wichtig zu betonen, dass der Interessentest einem keineswegs die Entscheidung für oder gegen einen Studiengang abnimmt, sondern vielmehr eine wichtige “Hilfe zur Selbsthilfe” darstellt. Das Ergebnis sollte entsprechend auch Freunden, Verwandten, Lehrern oder Studienberatern diskutiert werden.

Das Online-SelfAssessment ist zu erreichen über die Seite http://www.studi-kompass.de oder direkt über http://stark-verlag.cyquest.net/. Dort muss man dann seinen Zugangscode eingeben, den man entweder online über den STARK Verlag oder im Buchhandel über die Broschüre Studi-Kompass 2011/2012 erhält, und schon geht es los.

Thema: Berufsorientierung, eAssessment, SelfAssessment, STARK-Verlag, Studienorientierung, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (0)