Beitrags-Archiv für die Kategory 'Deutsche Bahn Karriere'

Die DB Summer School – wie die Deutsche Bahn Schüler für MINT-Berufe begeistert

Donnerstag, 21. März 2013 13:46

Autorin: Verena Müller.

Nicht nur Hochschulen haben mehr und mehr die Wichtigkeit des Themas „Studienorientierung“ für sich erkannt, um gut informierte und sich in ihrer Studienwahlentscheidung sichere Bewerber zu gewinnen, die dann mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit das Studium erfolgreich abschließen. Auch Unternehmen – insb. technisch ausgerichtete – sehen angesichts des vielzitierten „War for Talent“ zunehmend Bedarf, gerade im Bereich der sogenannten MINT-Berufe, Schüler für technische Berufe zu begeistern und gleichzeitig frühzeitig auf sich als Arbeitgeber aufmerksam zu machen, um den Nachwuchs zu sichern.

Vor diesem Hintergrund ruft die Deutsche Bahn Schüler der gymnasialen Oberstufe zur Teilnahme an der DB Summer School auf – einer Veranstaltung zur Studien- und Berufsorientierung, die die Deutsche Bahn in Zusammenarbeit mit der Studentenorganisation AIESEC durchführt. Inter­nationale Studenten unterrichten dabei eine Woche lang 60 Schüler auf Englisch und Deutsch in den sogenannten MINT-Fächern (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Zusätzlich erwarten die Teilnehmer spannende Exkursionen und Präsentationen, Austauschmöglichkeiten mit DB-Mitarbeitern und ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm. Bewerben kann man sich noch bis zum 08. Mai für die Teilnahme im Juni 2013.

DB_Summer_School

Beworben wird die DB Summer School auf der Seite „LOKSTER – Die DB Welt für junge Leute“, die meines Erachtens definitiv hält, was sie verspricht: Hier finden sich neben zielgruppengerecht aufbereiteten Informationen zu den DB-Einstiegsmöglichkeiten zahlreiche multimediale Hintergrundinformation, die das Facettenreichtum der DB als Unternehmen und Arbeitgeber greifbar machen und überraschen. Unter der Überschrift „Erleben“ erfährt der interessierte Leser das, was ihm sonst vielleicht verborgen geblieben wäre: Facts and Figures, aktuelle Entwicklungen, Nice-to-knows – vom mobilen Lärmschutz über das Ergebnis der Google-DB-Kooperation „Google Transit“ bis hin zu bspw. einer Fotostory zum Thema „Notfallübung im Tunnel“. Die Rubrik „Bewegen“ stellt das soziale Engagement der DB und seiner Mitarbeiter in den Fokus. Die Kategorie „Einsteigen“ gibt schließlich einen Einblick in die Breite der Beschäftigungs-, Ausbildungs- und dualen Studienmöglichkeiten und stellt zudem echte Mitarbeiter vor, wie z. B. die Projektingenieurin Susan Holtrop, die sich, wie die bekannte Personalmarketingkampagne in Bubbleform aufgreift, als Dirigentin, Strategin und Spürnase versteht, oder der „Bahnhofsarchitekt“ Marc Ulrich, Mitarbeiter der DB Station&Service, der weiß, worauf es bei der Planung von Stationsgebäuden ankommt. Ein Glossar zu aktuellen und relevanten DB-Begriffen sowie die beiden nett gemachten Spiele „Container Control“ (für alte Tetris-Zocker) und „Bahnhofschecker“, die die beiden Sparten Cargo und Passage andeuten, runden die Seite ab.

Da ich vor einiger Zeit bereits das Vergnügen hatte, mit Online-Start die DB-Karrierewebsite „unter die Lupe“ nehmen zu dürfen, möchte ich mich an dieser Stelle bei der Bewertung zwar kurz fassen, aber – auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole – zumindest feststellen: Super Seite, ausgesprochen vielfältig (inhaltlich wie medial), sehr guter Content, ansprechend gestaltet, viele passende Querverweise, animierende Teaser, übersichtliche Struktur, klar verständliche Sprache, ausgewogene Mischung aus Text, Bild-, Videomaterial und spielerischen Elementen, meines Erachtens also genau richtig gemacht für die Zielgruppe „Schüler“.

Das war er nun wohl, mein letzter versprochener Beitrag für den Recrutainment-Blog, für den ich wirklich immer sehr gerne geschrieben habe. Auch auf diesem Wege und bei dieser Gelegenheit ganz herzlichen Dank an meine lieben Kollegen! Ich hatte 4,5 tolle und lehrreiche Jahre bei CYQUEST, der Inhalte, aber zuallererst der Menschen wegen, für die ich mich bei Euch allen ganz herzlich bedanken möchte! Schnief und, um mich sprachlich bereits an die neue Heimat anzupassen, sag ich’s mal so: Macht et jooht, ich weed üsch niemols verjesse!

Thema: Berufsorientierung, Demografischer Wandel, Deutsche Bahn Karriere, Employer Branding, Studienorientierung | Kommentare (0)

Recrutainment bei der Deutschen Bahn. Interview mit Regina Arendt über die ´Azubi-Nacht im DB-Museum´

Montag, 14. Januar 2013 13:30

Unglaublich! Die Recruiting2013 ist inzwischen schon fast wieder 4 Monate her. Damals haben Robindro Ullah und Regina Arendt den fast 140 Teilnehmern den “Recruiter next Generation” bei der Deutschen Bahn vorgestellt. Damals haben sie in ihrem Vortrag ein Event angekündigt, das für den 30. Oktober geplant war und was man wohl mit Fug und Recht als Recrutainment Format bezeichnen konnte – das Event “Nachts im DB Museum“. Nun, inzwischen haben wir Januar und die “Nacht” ist inzwischen bereits auch schon wieder mehr als 2 Monate her. Von daher war es Zeit für mich, bei der DB einmal nachzuhaken, wie es so gelaufen ist, ob es schon Zählbares gibt und was wir von DB diesbzgl. in 2013 erwarten können. Ich habe mich sehr gefreut, dass Regina mir Rede und Antwort stand. Also, los geht´s…

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Hallo Regina, die DB ist mit ihren Personalmarketingbemühungen wahrscheinlich das am häufigsten in unserem Blog behandelte Unternehmen. Sei es über Eure neue Personalmarketingkampagne oder über das Thema “Twitter als Karrierekommunikationskanal“. Sind wir einfach nur dicht an Euch dran oder spielt Recrutainment in Eurer Kommunikation einfach eine größere Bedeutung?

cyquest_praxisseminar_2012-061Natürliches beides:) Das Thema Recrutainment spielt bei uns eine immer wichtigere Rolle. Gerade mit der Einführung unserer Abteilung HM (deutschlandweite Personalgewinnung) versuchen wir mit unseren Recruitern next Generation den Schwerpunkt auf innovative und außergewöhnliche Veranstaltungen zu legen um geeignetes Personal für die DB zu rekrutieren. Wir recherchieren nach aktuellen Trends, lesen diverse Blogs, um so die Wünsche und Gedanken der Zielgruppe besser zu verstehen. Nur wenn Recruitingveranstaltungen auf Augenhöhe stattfinden und die Teilnehmer mitreißen, kann Recruiting erfolgreich sein.

Ich weiß nicht, ob du das überhaupt noch kennst – wir haben 2004 mal ein Berufsorientierungsspiel – den “Tr.A.X.” für die DB entwickelt. Das ist ja immerhin schon beinahe ein Jahrzehnt her. Ihr wart also mit die ersten… Aber Ihr habt seitdem ja immer fleißig weiter an dem Thema gebastelt, ob über Foursquare oder die twitsoap mit DBIngo und DBInga. Jüngstes Beispiel: Eure Aktion “Nachts im DB Museum” im letzten Herbst. Das war Recrutainment einmal offline. Was hatte es mit der Aktion auf sich? Beschreib doch mal. Warum ist das für Euch “next Level Recrutainment“?

Bei unsere Veranstaltung “Nachts im DB Museum” handelte es sich um eine Recruitingveranstaltung für Schüler zwischen 14 – 16 Jahren. Schüler aller Nürnberger Schulen konnten sich bewerben. Die 30 Schüler, die uns die kreativste Antwort zur Frage “Welche Rolle spielst du im DB Museum?” gaben, durften teilnehmen. Die Nacht beinhaltete eine QR Code Schnitzeljagd mit IPads durch die alten und unheimlichen Mauern des DB Museums. Fragen zum DB Museum selber, aber auch Fragen zu Ausbildungen bei der DB mussten beantwortet werden.

Das Highlight war unsere Musicalgruppe “ACT Center” aus Nürnberg, die sich als Zombies verkleidet hatten und zwischen den Exponaten den Schülern auflauerten und erschreckten. Die Schreie der Schüler hallten durch alle Räume:) Bei selbstgemachter Pizza berichteten unsere Azubi-Recruiter über unsere Ausbildungsmöglichkeiten. Am Messestand konnten weitere Fragen beantwortet werden. Die Preisverleihung und eine Tanzperformance der Zombies zu einem “Steam Punk” Song rundete die gelungene Veranstaltung ab. Wir haben hier also verschiedenste Medien und Formate kombiniert und somit ein neues Level an Recrutainment aus unserer Sicht erreicht.

Nachts_im_DB_Museum

Ich nehme mal an, dass die Aktion viel Spaß gemacht hat. Ich kann mir aber vorstellen, dass man auch bei der DB nicht (nur ;-)) für Spaß bezahlt wird. Gibt es Zählbares zu der Aktion? Haben sich tatsächlich Teilnehmer anschließend für eine Ausbildung beworben? Habt Ihr gar welche eingestellt? Und spielen KPIs wie “Cost per Hire” o.ä. in so einem Kontext überhaupt eine Rolle?

Ich denke, nur wenn man selber mit Herzblut und Spaß bei der Sache ist, kann man andere begeistern. Das haben wir mit der Veranstaltung “Nachts im DB Museum” geschafft. Wir wissen, dass sich bisher 9 der 30 Teilnehmer bei uns für eine Ausbildungsstelle beworben haben. Weitere werden sicherlich folgen. Cost per Hire ist selbstverständlich ein Thema bei uns. Recruiting ist kein Selbstzweck. Die 9 Bewerber sind schon Top, aber den tatsächlichen Revenue werden wir erst beim Ausbildungsstart im Herbst sehen können, wenn die Bewerber auch wirklich in der Ausbildung angekommen sind. Man darf aber auch nicht vergessen, dass solche Cross-medialen Recrutainment Events auch noch auf andere Konten einzahlen. Nicht zuletzt sei hier die Arbeitgebermarke genannt. Zudem konnten wir durch die Veranstaltung weitere wichtige Schulkooperationen knüpfen und positive Pressemitteilungen generieren.

Darfst du etwas dazu sagen, was die Aktion gekostet hat?

Wir haben hier natürlich viel mit Eigenmitteln gearbeitet – so wie das DB Museum. Aber gerade das macht den Charme einer solchen Veranstaltung aus. Andere fliegen mit Bewerbern für deutlich mehr Geld nach Mallorca; wir verbinden echte Inhalte mit Spaß. Beides ist irgendwie Recrutainment.

Soweit ich weiß, hast du ja im Dezember einen Folgeworkshop “Cool rekrutieren @ DB” im DB Museum durchgeführt. Um was handelte sich dabei und wie hängen die beiden Events zusammen?

Wer kann am besten sagen, wie gute und erfolgreiche Recruitingveranstaltungen bei der DB aussehen sollten? Die Schüler selber. Bei der Nacht im DB Museum habe ich mit vielen Jugendlichen gesprochen, die tolle Ideen für innovative Recruitingveranstaltungen bei der DB hatten. Aus dem Grund haben wir die zahlreichen Schüler, die sich für “Nacht im DB Museum” beworben hatten, zu einer weiteren Veranstaltung eingeladen. Der Kreativworkshop zum Thema “Cool rekrutieren @DB” hatte das Ziel viele neue und ausgefallene Ideen für die Rekrutierung von Schülern zu definieren. Der Kreativität wurden keine Grenzen gesetzt. Mit diversen Bastelmaterialien erstellten die 2 Gruppen von jeweils 5 Schülern ein kleines Kunstwerk und präsentierten es vor der Gruppe.

Der Tag endete mit einem Azubiquiz und einer Inforunde über unsere Ausbildungsmöglichkeiten. Wir freuen uns darauf, die ersten Ideen der Schüler in die Praxis umzusetzen.

Gibt es bereits Überlegungen, die Aktion zu wiederholen oder etwas anderes in die Richtung zu machen? Also eine Art “Blended Recrutainment-Reihe” bei der DB…?

Die Hohe Bewerberquote sowie das durchweg positive Feedback der Veranstaltung zeigt uns, dass die “Nacht im DB Museum” den Geschmack der gesuchten Zielgruppe getroffen hat. Die “Nacht im DB Museum” wird daher fest in den Veranstaltungsplan der DB im Oktober mit aufgenommen. Es werden nicht nur neue QR Codes erstellt und gruseligere Zombies engagiert, sondern auch mehr Schüler werden dieses Jahr die Chance haben, sich einen Platz für die Nacht zu ergattern. Die Reihe der Blended Recrutainment Veranstaltungen wird also fortgesetzt.

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Regina, letzte Frage: Ihr habt letzten September den Teilnehmern der Recruiting2013 sehr eindrucksvoll Euer Konzept des “Recruiters 2.0″ oder wie Ihr es nennt “Recruiter next Generation” nahegebracht. Sind Events wie die Azubinacht im Museum für Euch nur eine Art Sahnehäubchen oder stehen solche Formate für das Recruiting next Generation und sich zentraler Bestandteil Eurer Arbeit?

Jedes Format, welches wir durchführen ist NG gedacht. D.h. z.B. das neben der zielgruppengerechten Ausgestaltung auch die entsprechende Crossmediale Begleitung geplant wird. Welche Geschichten kann ich wie erzählen und vor allem: wie kann ich die Geschichte weiter erzählen. Cool rekrutieren @DB erzählt die Geschichte weiter, die das Museum für die Schüler begonnen hat. Es reicht einfach nicht mehr aus 08/15 Veranstaltungen anzubieten. Wir müssen unsere gesuchten Zielgruppen auf Augenhöhe begegnen und sie mit Angeboten überraschen, mit denen sie nicht rechnen. Dabei ist der enge Austausch mit Schülern, Studenten und Berufserfahrenen ein wichtiger Punkt.

Wie du aus unserem Vortrag “Recruiter next Generation” bestimmt noch weißt, stehen wir für Innovation, Kreativität und crossmedialen Veranstaltungsformate. Und genau das spiegelt sich in unserer Arbeit wider.

Regina, ich danke dir für das tolle Interview! Wir sehen uns hoffentlich dann in Kürze mal wieder bei einer der “Suppenveranstaltungen”… ;-)

Ja, unbedingt. Bringe meinen Löffel mit:) Danke. Und bis bald.

Thema: Ausbildung, Berufsorientierung, Deutsche Bahn Karriere, Employer Branding, Serious Games | Kommentare (0)

Happy New Year! Recrutainment Jahresrückblick 2012 – Teil II – Juli bis Dezember

Mittwoch, 2. Januar 2013 15:51

Liebe Leser des Recrutainment Blogs, Euch allen zuallererst einmal ein frohes neues Jahr 2013. Der Vollständigkeit halber möchte ich zunächst noch einmal den Blick zurück auf das gerade vergangene Jahr 2012 werfen und den Jahresrückblick vervollständigen mit den Monaten Juli bis Dezember. Wer Teil 1 noch einmal nachlesen möchte, der klicke hier. Also, los geht´s…

  • Drittens war für mich herausragend der Launch des Energie-Quiz im Rahmen der (Online-)Bewerberakademie bei RWE. Insgesamt ist die Bewerberakademie von RWE für mich ein Musterbeispiel dafür, dass “altruistischer” Content als Bestandteil einer Karriere-Website sehr viel Sinn machen kann. Dort werden nämlich zahlreiche Hinweise und Tipps rund um das Thema “Bewerbung” gegeben und zwar allgemein, nicht nur für eine Bewerbung bei RWE. Das Energie-Quiz war zudem dann auch ein schöner weiterer Beleg dafür, dass Gamification eine immer größere Bedeutung auch im Bereich der Berufsorientierung erlangt.

  • Weiter geht´s: September. Im September darf natürlich das Job-Interview von Franz Beckenbauer mit Harald Schmidt nicht fehlen oder vielmehr die Frage, was “hängende Spitze” wohl bedeutet…

  • Auch sehr schön aus der Rubrik “Fundstücke” war für mich das Making Of des Kino-Werbespots der Kampagne “Vielfalt Mann!”, mit der in Hamburg für mehr männlichen Nachwuchs im Berufsbild Erzieher geworben wird. Die Kampagne ist für mich ohnehin eines der Highlights 2012. Nicht nur dass ich es grundsätzlich für ein wichtiges gesellschaftspolitisches Anliegen halte, dieses Berufsbild insgesamt in der allgemeinen Wahrnehmung zu fördern und hierbei insb. junge Männer dafür zu begeistern, nein, ich finde die Kampagne an sich auch ein einfach sehr gut gemacht.

  • Wenn ich auf den Oktober zurückblicke, dann muss ich natürlich den Bericht über DEN Recrutainment Klassiker schlechthin erwähnen. Nein, ich meine nicht die Karrierejagd durchs Netz (…), sondern Google´s Billboard Riddles auf dem Jahr 2004 (!). Wer sich also mit dem Thema Recrutainment beschäftigt – online, offline oder blended – der sollte diesen Case kennen.

  • Zum anderen habe ich im Oktober einmal die sehr bemerkenswerte östereichische Videoplattform whatchado auf den Seziertisch gelegt und – um es kurz zusammenzufassen – für gelungen befunden.

  • Damit wären wir schließlich im Dezember und damit ja fast im Jetzt angekommen. Von daher greife ich aus dem Dezember nur einmal ein Beispiel heraus. Und zwar haben wir uns mal “Social Jobs Partnership” – die neue Jobbörse von Facebook auf Facebook näher angesehen und sind dabei – vorerst – zu dem Ergebnis gekommen, dass die arrivierten Jobboards – vorerst – noch nicht allzuviel Angst haben müssen. Aber naja, es gilt es halt weiterhin zu beobachten…

Einige wichtige Themen habe ich nun in den beiden Teilen des Jahresrückblicks ausgelassen, nicht zuletzt das speziell für uns inzwischen immens wichtige Thema der “virtuellen Studienberatung” bzw. Online SelfAssessments zur Studienorientierung”. Aber so ist das eben bei Rückblicken… Nun denn, wenden wir uns ab jetzt der Zukunft zu – 2013 kann kommen!

Thema: Berufsorientierung, Deutsche Bahn Karriere, Employer Branding, eRecruiting, RWE Karriere, SelfAssessment, Serious Games, Social Media HR, Studienorientierung | Kommentare (0)

„Big Player“ Deutsche Bahn erobert mit Personalmarketingoffensive TV und Kino

Freitag, 16. November 2012 17:27

Das haben bisher in dem Format wohl nur McDonald‘s und die Bundeswehr getan. Nun geht auch die Deutsche Bahn in die Personalgewinnungsoffensive und wagt den Schritt in Fernsehen und Kinos: Angesichts der Herausforderung, jährlich etwa 7.000 Stellen neu besetzen zu müssen – und das vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und zunehmendem Konkurrenzdruck am Arbeitsmarkt – fällt morgen der Startschuss für die groß angelegte Arbeitgeberkampagne „Kein Job wie jeder andere“. Das Thema Employer Branding ist auch bei den großen Budgets angekommen!

Bei der Kampagne handelt es sich um eine deutschlandweite Maßnahme, die unterschiedliche Kanäle bespielt: Ab morgen laufen die ersten TV-Spots in der ARD, im ZDF, auf RTL, SAT1 und PRO7. Stichtag der Printkampagne ist der kommende Montag, ab dem Anzeigen in ausgewählten Zeitungen und Magazinen zu sehen sein werden. Kinospots werden ab dem 22. November 2012 geschaltet. Die ersten Einblicke sind vielversprechend:

Zielgruppen sind Schüler, Studenten, Absolventen und Professionals, die durch unterschiedliche Ansprachen erreicht werden sollen. Auch plant die DB, stärker als bisher individuell auf einzelne Gruppen wie Männer/Frauen, jüngere/ältere Arbeitnehmer etc. am Arbeitsmarkt einzugehen und auch solche Menschen mit Programmen anzusprechen, die bisher erfolglos nach Arbeit gesucht haben. Bei Kampagnenstart liegt der Fokus zunächst auf der Zielgruppe „Schüler“, im weiteren Verlauf wird es dann mehrere Kampagnenphasen mit unterschiedlichen Schwerpunkten geben.

Im Mittelpunkt der Kampagne stehen die DB-Mitarbeiter, die zu einem authentischen Blick auf die Berufsfelder der Bahn einladen. Herzstück der Kampagne ist die neue Karriereseite www.deutschebahn.com/karriere, die ich persönlich ausgesprochen gelungen und erfrischend anders finde: Der Hauptcontentbereich, eine Art „Bühne“, ist gleichzeitig auch Navigationselement, hat einen explorativen Charakter und lädt zum „Stöbern“ ein. Eyecatcher der Startseite sind die Bubbles der übergreifenden neuen Employer Branding Kampagne, die mit kreativen und anschaulichen Begriffen spielen, und einen hohen Wiedererkennungswert bieten: Du bist kein Typ wie jeder andere? Frischling, Rohdiamand, Entdecker? Dann steig als Azubi bei der DB ein. „Tüftler, Drahtzieher, Visionär? Perspektiven für Ingenieure, die etwas bewegen wollen.“ Von der inhaltlichen Kreatividee her erinnert mich dieser Ansatz ein bisschen an die ebenfalls extrem ansprechende Aktion der Hamburger Kitas für mehr männliche Erzieher „Vielfalt Mann!“, die Rennfahrer, Tourguides, Beatboxer, Zauberer, Trostspender und Vorleser suchen.

Auch in gestalterischer Hinsicht finde ich den neuen Bahn-Webauftritt überzeugend und innovativ: Ein gegebener Rahmen, aus dem die Hauptebene herausragt, sorgt für eine offene und dynamische Wirkung. Hinzu kommt die tolle Bildsprache mit hochprofessionellen Fotos, die dabei echte Einblicke geben. Eine Art Schieberegler dient nicht nur als zusätzliche Navigationebene, sondern ist gleichzeitig eine Art Seitenindikator. Das Navigationskonzept ist ohnehin meines Erachtens ausgesprochen durchdacht: Die „Bühne“ enthält auf jeder übergeordneten Seite Directlinks zu relevanten Themen, es gibt keine unnötige Verschachtelung. Alle relevanten Seiten sind über wenige Klicks zu erreichen, auch der Weg zurück ist einfach zu finden. Wenngleich die Konzeption der Navigation sicherlich komplex war, ist im Ergebnis eine aus meiner Sicht besonders übersichtliche und userfreundliche Struktur entstanden.

Inhaltlich hält der neue Karriereauftritt alle wichtigen Informationen bereit, ohne textlastig zu sein, im Gegenteil. Die Ansprache ist zielgruppengemäß: Schüler werden geduzt, die Sprache ist locker und teilweise umgangssprachlich („Du suchst einen abgefahrenen Job? Klick rein!“). Professionals hingegen werden ihrer Position angemessen deutlich formeller adressiert („Entdecken Sie jetzt Ihre vielfältigen Möglichkeiten bei uns.“).

Erstes Fazit: Die Website macht Lust auf eine intensivere Auseinandersetzung, die Kampagne erwarte ich mit Spannung!

Hier ist übrigens der Spot für die, die ihn im TV verpassen sollten:

Thema: Berufsorientierung, Deutsche Bahn Karriere, Employer Branding | Kommentare (2)

Aktuelles Corporate Career Twitter Ranking inkl. Interview mit Uwe Baierl von “Tabellenführer” Deutsche Bahn

Donnerstag, 8. November 2012 14:51

Seit etwas mehr als zwei Jahren analysiere ich monatlich Twitteraccounts, die Unternehmen zur Kommunikation von Arbeitgeber- und Karrierethemen nutzen. Konkret war das im August 2010 als ich die Zählung begonnen habe. Damals waren insg. 16 Accounts in der Zählung und mit seinerzeit schon beachtlichen 2300 Followern lag damals die Deutsche Bahn knapp vor Daimler mit etwa 2100 Followern an der Spitze des Rankings.

Heute, ziemlich exakt 27 Monate später, befinden sich auch diese beiden immer noch ganz vorn im Ranking. UND: Beide haben im letzten Monat wichtige Schallmauern durchbrochen: Während Daimler mit @Daimler_career die 5000er Marke knackte, schaffte es @DBKarriere als erster Kanal dieser Art über die 10000!

Bevor ich weiter unten also zu den aktuellen Zahlen der inzwischen 62 beobachteten Kanäle komme, habe ich den Meilenstein der Deutschen Bahn mal zum Anlass genommen, um mich mit Uwe Baierl, Teamleiter Online Personalmarketing und bei der DB verantwortlich für alle Online-Karrierethemen der DB (Karrierewebsite, Social Media) zu unterhalten und einiges über die aktuellen Personalmarketing-Aktivitäten der Bahn zu erfahren. Also Uwe, ab geht´s…

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Hallo Uwe, jetzt war es soweit: Euer Karriere Twitter-Kanal @DBKarriere hat als erster deutschsprachiger Corporate-Account dieser Art, die Followerzahl von 10.000 durchbrochen. Damit spielt Ihr wie meine monatlichen Rankings zeigen in einer eigenen Liga. @Daimler_Career als nächstplatzierter mehr oder weniger rein deutsch funkender Account hat ziemlich exakt die Hälfte an Followern. Was macht Ihr besser, oder sagen wir mal „anders“ als die anderen?

Zuerst einmal sind wir stolz darauf, diese neue Bestmarke gesetzt zu haben. Wir sind ein kleines engagiertes Team, welches mit viel Leidenschaft dabei ist, neue Kanäle und Themen für die DB zu erschließen und die bestehenden Plattformen auszubauen.

Ich glaube unser Erfolg bei Twitter basiert einerseits darauf, dass wir relativ zeitig mit unserem Kanal im Markt waren, vor allem aber darauf, dass wir einen tollen Content-Mix haben. Wir posten nicht nur Job-Angebote, sondern bieten unseren Followern einen attraktiven Themenmix aus interessanten News, regionalen Veranstaltungen, Erfahrungsberichten, aber auch offenen Jobs. Darüber hinaus beschränken wir uns nicht nur auf reine Karrierethemen, sondern re-tweeten auch viele andere interessante Themen von denen wir glauben, dass sie unsere Follower interessieren. Unser Anspruch ist es mehr zu bieten, als die reine Vermittlung offener Jobs.

Twitter produziert ja zuweilen schon komische Phänomene. Ihr seid bis Juli monatlich konstant immer um über 200 Follower gewachsen, um dann rasant abzubremsen. Von September bis Oktober betrug das Wachstum noch nicht einmal 40 Follower. Habt Ihr was verändert oder wie erklärst du dir dieses Phänomen?

Ehrlich gesagt, so ganz können wir uns dieses Phänomen auch nicht erklären, da wir in dieser Zeit keine grundlegenden Veränderungen vorgenommen haben. Wir führen die Entwicklung jedoch ein Stück weit darauf zurück, dass die Anzahl unserer (Re)Tweets etwas geringer war als in den Monaten zuvor. Der November wird für uns ein heißer Monat, denn bei DB Karriere wird es, über Twitter hinaus, viele spannende Neuerungen geben. Wir mussten unseren Fokus also etwas verlagern, werden aber bald wieder voll durchstarten.

Auch Thyssen-Krupp hat einen merkwürdigen Kurvenverlauf: Von September 2010 bis Juli 2011 hat sich die Followerzahl von @Thyssenkruppjob mehr als verdoppelt, seitdem ist sie nahezu konstant. Man kann Euren Kanal überhaupt nicht mit dem von ThyssenKrupp vergleichen – die senden ausschließlich automatisiert Jobpostings -, und dennoch gibt es diese teilweise schwer zu erklärenden Kurvenverläufe. Befasst Ihr Euch damit oder ist die Followerzahl aus deiner Sicht ohnehin nicht wirklich als KPI geeignet?

Die Anzahl der Follower bzw. Fans ist für uns durchaus ein wichtiger KPI, da er doch schnell einen ersten Überblick liefert. Dennoch, die Zahl alleine sagt noch lange nichts darüber aus wie erfolgreich man ist. Viele Follower sind noch lange kein Indikator dafür, wie erfolgreich ein Kanal ist. Viel spannender ist es sich anzuschauen, wie hoch die Interaktion mit den Fans bzw. Followern ist.

Wir sehen diese Entwicklung sehr stark bei unserem Facebook Kanal. Wir haben ein großes Wachstum an Fans und sind mittlerweile in den Top 10 der deutschsprachigen Karriereseiten angekommen. Sehr spannend ist zu sehen, dass wir im direkten Vergleich zu den Platzhirschen, mit teilweise vierfach so vielen Fans, hervorragend bei dem Wert „Sprechen darüber“ abschneiden. Dieser KPI ist für uns viel entscheidender, denn er gibt uns ein direktes Feedback, dass unsere Themen ankommen und vor allem interessant sind. Und er bestätigt uns darin, dass unser Themenmix den Nerv unserer Fans bzw. Follower trifft.

Genau, Ihr macht ja nicht nur Twitter. Kannst du uns erläutern, wie Ihr Social Media ansonsten noch für eure Arbeitgeberkommunikation einsetzt?

Ja das stimmt, Twitter ist nur einer der Kanäle, den wir als Team betreuen. Für uns bilden die Karrierewebsite und die Social Media Kanäle eine Einheit, um in der Gesamtheit unsere Zielgruppen dort abzuholen, wo sie unterwegs sind. Von daher setzen wir je nach Zielgruppe auf verschiedene Plattformen, so dass wir nur die für sie relevanten Themen kommunizieren. Zum Beispiel sprechen wir auf Facebook hauptsächlich mit Schülern und Studenten, wohingegen wir auf Xing eher mit Hochschulabsolventen und akademischen Berufserfahrenen im Austausch stehen.

Darüber hinaus wollen wir auf jeder Plattform auf Augenhöhe mit den Nutzern kommunizieren, auf individuelle Fragen eingehen und herausfinden, was die Zielgruppe in Bezug auf Job, Ausbildung und Bewerbung bewegt. Das Gießkannenprinzip kann aus meiner Sicht nicht funktionieren, denn jeder Kanal ist anders, aber vor allem jede Zielgruppe ist anders. Unser Anspruch ist kein anonymer Kanal mit automatisierten Posts, sondern das menschliche Gesicht der DB zu zeigen und für unsere Fans bzw. Follower da zu sein.

Gibt es dabei zählbare Resultate? Ich meine die Meinungen darüber, was in Social Media jetzt eigentlich ein Erfolg ist, gehen ja recht weit auseinander, aber wie bemesst Ihr, ob Ihr auf dem richtigen Weg seid und sich die investierte Zeit und evtl. das investierte Budget rechnen?

Der primäre Fokus unserer Social Media Aktivitäten ist Informationen über Einstiegsmöglichkeiten und Jobmöglichkeiten zu bieten, Hilfestellung bei der Bewerbung zu leisten, Beratung bei der Ausbildungssuche anzubieten und generell mit unseren Beiträgen dem Arbeitgeber Deutsche Bahn ein Gesicht zu geben.

Eine monetäre Erfolgsbewertung ist oftmals schwierig und man kann auch nur schwer einen Hebel errechnen, welchen Nutzen jeder eingesetzte Euro am Ende des Tages hat. Dennoch, die Interaktion mit unseren Fans ist ein guter Gradmesser für den Erfolg. Beispiel: Wir haben vor einigen Wochen engagierte Studenten und Studentinnen gesucht, die Lust hatten, an einem Fallstudienwettbewerb bei unserer Konzernstrategie teilzunehmen. Unserem Aufruf über Twitter und Facebook sind viele Studierende gefolgt und wir haben innerhalb kürzester Zeit viele gute Bewerbungen bekommen. Dies war ein wirklicher Erfolg für alle Beteiligten. Das Beispiel zeigt recht gut, dass sich Social Media Aktivitäten durchaus auszahlen und einen wirklichen Mehrwert darstellen können.

Letzte Frage: Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen ist “Mobilität” bei Euch ja tatsächlich Programm. Wie steht es bei Euch um das Thema “Mobile Recruiting” – angefangen bei Location Based Services wie Foursquare als Marketingkanal bis hin zu Apps zur Kommunikation oder sogar als Bewerbungsinstrument…?

Die DB ist mit ihren Bahnhöfen ja seit kurzem aktiv bei Foursquare vertreten und auch wir schauen, ob dies ein relevanter Kanal für uns als Karriereteam ist. Dennoch, bei aller Euphorie, am Ende muss der Nutzen stimmen und man muss den Usern einen echten Mehrwert bieten können, gerade im Karrierebereich. Einfach einen Kanal zu besetzen reicht nicht aus und macht einen aus meiner Sicht auch unglaubwürdig bei der jeweiligen Zielgruppe. Ohne ein stichhaltiges Konzept und vor allem konkrete Ziele werden wir nichts unternehmen.

Was für uns jedoch einen hohen Stellenwert hat, ist das Thema Mobile Recruiting. Ich hatte es bereits angedeutet, der November wird ein heißer Monat für uns und man sollte häufiger mal einen Blick in Richtung unserer Karrierewebsite werfen. Darüber hinaus haben wir noch viel vor, gerade im mobilen Bereich. Wir wollen unsere Zielgruppen dort anholen wo sie unterwegs sind, und das wird perspektivisch noch viel stärker nicht mehr der klassische Desktop daheim sein, sondern das Tablet und das Smartphone. Hier arbeiten wir an konkreten Konzepten und werden auch 2013 zu überraschen wissen. Man darf gespannt sein.

Uwe, ich danke dir vielmals für das Interview und wenn Ihr die Aktion ausgewertet habt, würde mich einmal sehr interessieren, wie Eure Azubi-Nacht im DB-Museum so gelaufen ist…

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Soweit zur Deutschen Bahn. Damit das hier auch den geduldigsten Leser nicht überstrapaziert, fasse ich das aktuelle Ranking sehr kurz und beschränke mich nur auf die Charts. Da kann sich ja jeder sein Häppchen rauspicken…

Soweit die Rankings. Wie zu sehen, feierte neben der Bahn und Daimler auch die Commerzbank ein kleines Achievement – man übersprang die Marke 500 und stieg somit quasi in die dritte Liga auf…

Der Index, also die “durchschnittliche Anzahl Followers der über einen längeren Zeitraum betrachteten Kanäle”, ist im September um 29 Punkte gestiegen. Das entspricht etwa dem Wachstum der Vormonate, liegt aber weiterhin unter dem langfristigen Wachstum.

Bei der Aktivität, also der Anzahl abgesetzter Tweets, setzte SNT mit atemberaubenden 531 Tweets eine neue Allzeit-Bestmarke. Auf Platz zwei folgte dann mit der Rational AG der einzige Neuling im Ranking (227 Tweets). Im Durchschnitt betrug der Wert 41 Tweets, was einen Hauch mehr als sonst ist, was sich aber eigentlich einzig durch den enormen Output von SNT erklären lässt.

Thema: Berufsorientierung, Deutsche Bahn Karriere, Employer Branding, eRecruiting, Social Media HR | Kommentare (2)

Twitter-Ranking aktuell: Krones wieder in der Champions League. Neu dabei: Techniker Krankenkasse

Sonntag, 7. Oktober 2012 9:49

Eigentlich dachte ich ja bereits letzten Monat, dass die Deutsche Bahn als erster Corporate Career Twitter-Kanal in Deutschland die 10000er Schallmauer durchbrechen würde. Und? Es hat auch diesen Monat noch nicht ganz geklappt. Mit aktuell 9978 ist die magische Grenze nur noch einen Tick entfernt, aber eben auch noch nicht ganz erreicht. Für den November kann die Bahn aber wohl schon mal den Champagner kaltstellen.

Dafür ist Krones nach einem Monat wieder bei den ganz Großen, soz. in der Champions League dabei. Nachdem ich letzten Monat der besseren Übersichtlichkeit erstmals die inzwischen deutlich über 60 beobachteten Kanäle in vier getrennten Grafiken dargestellt hatte (“Ü-2000″, “1000-2000″, “500-1000″ und “U-500″) war Krones kurzzeitig nicht mehr ganz oben zu finden. Das wie gesagt hat aber nicht lange gedauert und Krones hat die 2000er Marke überschritten.

Übrigens: @KronesAG ist der einzige der hier beobachteten Corporate Career Twitter-Kanäle, der bereits von dem Titelbild-Feature bei Twitter Gebrauch gemacht hat. Hierdurch kann man sein Erscheinungsbild des eigenen Kanals auf twitter.com stärker branden bzw. über dieses Titelbild selber Marketingbotschaften transportieren. Insofern ahmt Twitter hier ein wenig Facebook nach, Sinn macht es aber allemal. Das Titelbild kann unter Settings > Design > Header hochgeladen werden, sollte idealerweise 1200×600 Pixel haben und die Größe von 5 MB nicht überschreiten.

In der Kategorie 1000 bis 2000 Follower schickt sich Audi an, demnächst aufzusteigen. Schreibt man das bisherige Wachstum fort, wird dies auch zum November geschehen. Aber wer weiß, wie man an @DBKarriere sieht kann man nicht immer aus der Vergangenheit in die Zukunft extrapolieren.

In der Kategorie 500 bis 1000 liegt Philips mit aktuell 963  Followern vorn. Allerdings hat man dort nach dem kurzen Aufflammen im Juli die Aktivität scheinbar erstmal wieder eingestellt. Im August und September wurden jeweils keine Tweets abgesetzt. @sush2002, was ist da los?

In diese “dritte Liga” wird aller Voraussicht nach im nächsten Monat die Commerzbank aufsteigen, die mit aktuell 490 Followers momentan Tabellenführer in der Kategorie “U-500″ sind. Das würde mich insofern schon sehr freuen, als dass ich finde, dass die Commerzbank insg. eine sehr durchdachte Social Media Strategie in der Arbeitgeberkommunikation verfolgt. Twitter spielt hier zwar nur eine Nebenrolle, aber Twitter gehört eben auch dazu. Die Teilnehmer der Management Forum Starnberg Veranstaltung “Recruiting im Social Web” Anfang des Jahres in München kamen in den Genuß, sich die CoBa-Strategie einmal en Detail durch Personalmarketing-Leiterin Dorothee Pfeuffer vorstellen zu lassen. Ich selber habe mir diese bereits vor über zwei Jahren in den Anfängen einmal genauer vorgenommen. Wer also “historisches Interesse” hat, der kann das hier gern nachlesen…

Neu in dieser Liste ist seit diesem Monat die Techniker Krankenkasse mit @TK_Karriereteam. Dort hat vor kurzem Social Media Experte Jürgen Sorg das Ruder der Social Media Kommunikation in die Hand genommen. Ich bin mal gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Mit aktuell 14 Followern steht der Kanal natürlich erst ganz am Anfang.

Der Index, also die “durchschnittliche Anzahl Followers der über einen längeren Zeitraum betrachteten Kanäle”, ist im September um 31 Punkte gestiegen. Das entspricht ziemlich exakt dem Wachstum der Vormonate, liegt aber weiterhin unter dem langfristigen Wachstum. Ergo: Twitter wächst weiter, aber mit leicht gebremster Dynamik.

Die Aktivität der betrachteten Kanäle hat im September insg. wieder zugenommen. Im Schnitt wurden wieder über 38 Tweets abgesetzt (nach ca. 29 im Vormonat). Erneut am fleißigsten waren dabei SNT (@SNTlive), Teleteam (@call_teleteam) und die Sparkassen (@Sparkasse_Jobs).

Ich werde im Kontext dieser Langzeitstudie häufiger gefragt, ob es denn überhaupt sinnvoll sei, Twitter als Kanal der Karriere-Kommunikation zu bespielen. Schließlich sei die Reichweite bei Facebook um ein X-faches größer (siehe hierzu bspw. die aktuelle Analyse der Facebook-Followerzahlen im Personalmarketingblog) und ob man bei Twitter die eigenen Zielgruppen erreicht…?

Nun, ich würde Twitter nicht unterschätzen. Es ist in der Tat richtig, dass man viele Zielgruppen (z.B. Azubis, Absolventen etc.) über Twitter kaum direkt erreicht. Twitter ist nicht so sehr das “Spaßmedium” wie es etwa Facebook ist. Und na klar: 10000 Follower bei der Twitter-Tabellenführer Deutschen Bahn sind verglichen mit den 100000 Fans bei Facebook-Karrierefanpage Primus BMW auch quantitativ verschwindend. Aber: Twitter ist das Medium für Meinungsmultiplikatoren. Journalisten, Blogger und oft auch Multiplikatoren aus der avisierten Zielgruppe nutzen Twitter als “User-generated” Newsticker. Darüber verbreiten sich Inhalte, werden dadurch oft an anderer Stelle reproduziert (zum Beispiel hier im Recrutainment Blog) und darüber – und das ist dann wirklich mal wichtig – SUCHMASCHINENRELEVANT.

Ein Beispiel gefällig? Vor ein paar Tagen habe ich über Twitter von Ina Ferber von dem Staples Azubi-Video erfahren und dieses dann als Fundstück im Blog verarbeitet. Abgesehen von den mehreren Hundert Lesern dieses Beitrags und der viralen Verbreitung ist dabei vor allem eines bemerkenswert: Wenn man aktuell nach der Begriffskombination “Staples Azubi” sucht, dann taucht eben dieser Blogpost als vierter Treffer im Organischen Suchindex auf, direkt hinter der Staples-eigenen Karriereseite, aber noch vor Youtube. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die vielzitierte Zielgruppe eben genau dies tut: Nach dieser oder ähnlichen Begriffskombinationen bei Google suchen.

Das ist alles etwas “von hinten durch die Brust ins Auge”, aber hey: So funktioniert PR heute… Also, Twitter nicht unterschätzen…

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Twitter Karriereranking wieder aktualisiert. Die Deutsche Bahn bremst hart vor dem 10000er Signal…

Montag, 10. September 2012 10:42

Es ist mal wieder soweit – die aktuellen Zahlen zu den Karrierekanälen von Unternehmen bei Twitter liegen vor. Und: es ist immer noch nicht soweit, nämlich dass das erste dieser Unternehmen die 10000er-Schallmauer durchbricht. Irgendjemand hat der Deutschen Bahn scheinbar bei dieser Marke ein Haltesignal hingestellt und der Zug ist mächtig in die Eisen gegangen, um direkt davor stehen zu bleiben.

Der besseren Lesbarkeit der Grafiken zuliebe habe ich aber dennoch eine Veränderung der Darstellung vorgenommen: Der “Tausenderclub” ist Geschichte. Die Beletage der deutschprachigen Corporate Career Twitter Accounts umfasst jetzt alle diejenigen, die mehr aktuell mehr als 2000 Follower aufweisen. Ich habe es mal blumig, den “Ü-2000er-Club / Champions League” getauft. Dieses reicht von der Deutschen Bahn mit knapp unter 10000 bis zu Siemens (mit dem seit Ewigkeiten brachliegenden, aber dennoch weiter wachsenden Kanal “@JobsatSiemens”) mit akut etwas mehr als 2000 Followern:

Die zweite Etage (der 1000-2000er-Club, wenn man so will die “Bundesliga”) wird aktuell angeführt von Krones und Audi, die aber voraussichtlich beide in Kürze wieder in der ersten Riege dabei sein werden:

Als nächstes folgt der 500-1000er-Club, der von Philips bis QVC reicht:

Schließlich dann die Kategorie der Accounts mit weniger als 500 Followern. Diese reicht aktuell von der Commerzbank (die Chancen hat, nächsten Monat eine Liga aufzusteigen) bis zu Neuling TUI (die mit @TUIAnimation speziell für Animateure trommeln).

In dieser Kategorie finden sich die anderen beiden Neulinge im Ranking. Das ist zum einen die Firma ifm und zum anderen die Thyssen-Krupp Presta AG aus Luxemburg. Treuen Lesern des Recrutainment Blogs ist vielleicht in der Vergangenheit die mehrfache Diskussion des Twitter-Phänomens Thyssen-Krupp nicht entgangen: Der Account @ThyssenKruppJob pumpt in rauhen Mengen automatisiert Jobangebote in den Kanal. Damit war dieser über einen langen Zeitraum quasi DER Aufsteiger im Ranking (Zuwachs von 440 Follower im Zeitraum September 2010 bis auf 1000 im September 2011), um dann schlagartig fortan zu stagnieren (aktuell: 1033). Die luxemburgische Thyssen-Krupp Presta macht es da inhaltlich meines Erachtens sehr viel besser, steht aber mit 19 Followern erst ganz am Anfang der Reise:

Die leichten Bremsspuren, die auch bei versch. Kanälen zu erkennen sind, finden sich auch im Gesamtindex wieder. D.h. die durchschnittliche Followerzahl wächst zwar immer noch, aber sowohl mit deutlich niedrigeren Wachstumsraten als auch mit geringeren absoluten Zuwächsen:

Auch die Aktivität, ausgedrückt durch die Anzahl geposteter Tweets, war im August niedriger als in den Vormonaten und lag bei durchschnittlich knapp 30. Hierbei ragten wieder einige deutlich heraus (SNT, Thyssen-Krupp, Sparkassen) und andere hielten sich “vornehm” zurück. Schauen wir mal, ob dies nur an der Sommerpause lag oder ob mehr dahintersteht. Stay tuned…

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Die Recruiting2013 ist vollständig ausgebucht. Wir freuen uns auf 120 Teilnehmer!

Freitag, 17. August 2012 18:45

Dass wir mit Vorträgen von der Deutschen Bahn, Deutschen Telekom, E.ON, Nordex und OTTO ein wirklich schönes Programm für die “Recruiting2013” auf die Beine gestellt bekommen hatten, war uns eigentlich auch schon bewusst, als wir Ende Mai begonnen haben, die Veranstaltung zu kommunizieren. Dass wir aber so einen Teilnehmeransturm erleben, damit haben wir ehrlich nicht gerechnet. Und das obwohl (oder gerade weil…?) wir weder explizit das Thema “Social Media” bespielen noch das “Recruiting-Trendthema des Jahres” Recruiting Games auf dem Programm haben…

Die ursprünglichen 100 Plätze waren bereits in der Frühbucherphase bis Ende Juni weg. Danach haben wir dann noch eine Warteliste aufgemacht, um Interessenten die Möglichkeit zu geben, gegebenenfalls nachzurücken, wenn Teilnehmer absagen. Diesen 20 Interessenten konnten wir nun nach einer erneuten Begehung der Location – dem Business Club Hamburg – nun tatsächlich noch zusagen, weil die Räumlichkeiten doch noch zwei Stuhlreihen mehr hergeben. Wird halt kuschelig…

Aber nu ist Sense… Mehr als 120 Personen gehen da wirklich nicht rein, weshalb wir jetzt auch die Warteliste geschlossen haben.

Ich freue mich auf den 19. September, auf spannende Vorträge rund um die Recruiting Trends von morgen, tolle Diskussionen, viel Networking und 120 Teilnehmer von Siemens, Daimler, Haspa, Techniker Krankenkasse, Gruner+Jahr, Tchibo, Hettich, Grünenthal, Comdirect, Commerzbank, E.ON, OTTO, Beiersdorf, Coca-Cola, Continental, Detecon, Bertelsmann, ZEIT, Taylor-Wessing, Dannemann, Europcar, Max Bahr, Hermes, Dräger, Groupon uvm.

CU there.

Thema: Ausbildung bei E.ON, Berufsorientierung, CYQUEST Vorträge und Veranstaltungen, Demografischer Wandel, Deutsche Bahn Karriere, eAssessment, Employer Branding, eRecruiting | Kommentare (0)

Die Recruiting 2013 ist ausgebucht!

Montag, 16. Juli 2012 9:15

Vor etwa sieben Wochen haben wir das Programm unseres diesjährigen Praxisseminars “Recruiting 2013″ hier im Blog vorgestellt. Ich muss in der Tat zugeben, dass ich finde, dass uns dieses Mal gemeinsam mit Wolfgang Brickwedde vom ICR und Delphi ein wirklich herausragendes Programm gelungen ist. Das fanden offensichtlich auch noch ein paar andere, weshalb die Veranstaltung am 19. September nun bereits zwei Monate vor Veranstaltungstermin AUSVERKAUFT ist! Wir sind mit aktuell 100 Teilnehmern wirklich bis auf den letzten Platz voll.

Von daher ist aktuell auch keine Anmeldung mehr über die amiando Seite bzw. das entsprechende Buchungsmodul möglich. Wer dennoch noch dabei sein möchte, um die Vorträge von Robindro Ullah (Deutsche Bahn), Ina Bourmer (Deutsche Telekom), Christian Heinen (Nordex), Karoline Steffens (E.ON) und Ireen Baumgart (OTTO) zu Themen wie Videointerviews, Online Assessment, Bewerbermanagement oder Active Sourcing in den schönen Räumlichkeiten des Business Club Hamburg hören will, der kann uns dieses Anmeldefax schicken. Wir setzen Interessenten dann auf die Nachrückerliste. Sofern ein Teilnehmer abspringt und wieder ein Platz frei wird, melden wir uns dann umgehend.

Thema: Ausbildung bei E.ON, CYQUEST Vorträge und Veranstaltungen, Demografischer Wandel, Deutsche Bahn Karriere, eAssessment, Employer Branding, eRecruiting | Kommentare (0)

Karriere-Twittercharts mit zwei Neulingen – KPMG und TeleTeam – und insg. mit leichten Bremsspuren

Montag, 4. Juni 2012 19:04

Wegen der Geburt meiner zweiten Tochter komme ich momentan nicht in gewohntem Maße zum bloggen. Es ist aber mal wieder ein Monat rum, weshalb ich meinen Lesern ja nicht die aktuellen Twittercharts vorenthalten möchte.

Im Tausenderclub gibt es so viel Neues nicht. Die Deutsche Bahn rollt auf die 10000er Marke zu, wird dafür aber wohl noch einen oder zwei Monate brauchen. Audi legt ein recht sportliches Wachstum vor und wird wenn es so weitergeht in den kommenden Monaten den einen oder anderen weiter vorn platzierten Account überholen.

In der zweiten Liga gibt es zwei Neueinsteiger. Neben den Wirtschaftsprüfern von KPMG mit aktuell 154 Followern (zum Vergleich: PwC bringt es auf 1133, Ernst & Young auf  550) ist das das Oldenburger Callcenter-Unternehmen Teleteam. Die bringen es bei gerade einmal 350 Mitarbeitern immerhin auf aktuell 834 Follower. Auch das zeigt, dass Twitter nicht nur etwas für die “Großen” sein muss.

Einen wirklich “heißen” Kandidaten für den Aufstieg in den Tausenderclub gibt es aktuell übrigens nicht. Bombardier und Philips sind mit 943 und 901 Followern am dichtesten dran, es handelt sich aber in beiden Fällen um aktuell quasi “inaktive” Accounts, d.h. über beide wurde seit Monaten nicht mehr getwittert. Hallo? Aufwachen…

Der aktivste Account, zumindest gemessen an der Anzahl abgesetzter Tweets, war im Mai erstmals der von Brunel. Insg. war die Aktivität dieses Mal deutlich niedriger als den Vormonaten. Das hängt sicherlich ein wenig mit den unterschiedlichen Messpunkten zusammen (ich nehme ja immer den ersten Montag im Monat), aber in der Breite ist das dennoch überzufällig.

Auch der “Index”, also die durchschnittliche Followeranzahl der beobachteten Kanäle, ist im Mai nur um 33 gestiegen, was etwa 20% unter dem langfristigen durchschnittlichen Wachstum liegt. Nun, vielleicht hängt das ja auch mit der etwas geringeren Aktivität zusammen. Einen Trend würde ich daraus noch nicht ableiten wollen, aber ich werde es im Auge behalten.

So, und nun zurück an die Wickelfront… :-)

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