Mitarbeiterempfehlung trifft Gamification – Gastbeitrag von Arnim Wahls zu firstbird

Spontan passieren ja oft die nettesten Dinge… So hatte ich bei der diesjährigen Social Media Recruiting Conference in Wien – bei der ich die Recrutainment-Fahne hochhalten durfte – das Vergnügen einer spontan über Twitter verabredeten Kaffeepause mit den beiden Gründern von firstbird, Arnim Wahls und Matthias Wolf, die mir ein bisschen über ihr Mitarbeiterempfehlungsprogramm erzählt haben.

Mitarbeiterempfehlungen sind zweifelsohne eine Möglichkeit, qualitativ hochwertige – weil besonders gut zur eigenen Unternehmenskultur passende – Bewerbungen zu generieren. Das Ganze war auch ein Schwerpunktthema unseres letztjährigen Praxisseminars Recruiting2014. Katja Rothe von der Firma Butting erzählte uns damals im Rahmen ihres extrem unterhaltsamen Vortrags, wie sie mit Mini-Budget, dem gezielten Ansprechen der Belegschaft und dem geschickten Einsatz von Schokobons 200 Mitarbeiter rekrutieren konnte und Wolfgang Brickwedde lieferte im Rahmen seines Vortrags einige Zahlen zum Status und zur Wichtigkeit des Themas „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“.

Dieses Jahr setzen wir beim Praxisseminar Recruiting2015 übrigens auf das Thema Orientierung. Aber nicht nur für angehende Azubis und Studenten, die Orientierung im Berufsdschungel wird auch für Professionals immer schwieriger, weshalb Orientierungshilfen auch bei dieser Berufsgruppe wichtiger werden (Pssst es sind noch Plätze frei :-) ), wobei eine Jobempfehlung von jemandem, den ich (einigermaßen) gut kenne, natürlich auch als Orientierungshilfe dienen kann.

Aber zurück zum Thema. Die große Frage bei Mitarbeiterempfehlungsprogrammen ist ja immer:

Wie schaffe ich es, meine Mitarbeiter dazu zu motivieren, meine Jobs zur richtigen Zeit an ihre Bekannten zu verteilen und einen einmal etablierten Prozess nicht wieder einschlafen zu lassen?

Hier versucht firstbird anzusetzen und den Anreiz für die Empfehler nicht ausschließlich auf den monetären Aspekt zu reduzieren, sondern insbesondere auch Gamification Elemente einzusetzen, um ein langfristiges Empfehlernetzwerk aufzubauen. Aber das Ganze kann Arnim, den wir für einen kleinen Gastartikel gewinnen konnten, natürlich noch viel besser erläutern.

Also Arnim, ich übergebe den „Redestab“…

Arnim-Wahls

Vielen Dank!

Jeder gute Blogpost startet ja bekanntlich mit einer Geschichte – und hier ist meine: Vor gut 3 Jahren ist die Tür zu meinem Büro aufgeflogen und es hieß: Arnim, wir brauchen einen neuen erfahrenen Anwalt, der unbedingt viel Erfahrung hier und noch mehr Expertise dort mitbringt – achja, asapst natürlich.

Ich war damals für das Recruiting der Juristen in einer großen Anwaltskanzlei verantwortlich und hatte vor allem eine Aufgabe: Schnellstmöglich die bestmöglichen Kandidaten zu liefern und das auf einem Arbeitsmarkt, gegen den die Wüste Gobi wie eine Blumenhandlung wirkt.

Gut also, dass wir ein Jahr zuvor ein Empfehlungsprogramm mit einer satten Erfolgsprämie gestartet hatten, denn – wie in vielen anderen Branchen auch – sind die Experten in der Anwaltsbranche nicht nur hochgradig passive Kandidaten, sondern auch untereinander äußerst gut vernetzt. Ich brauchte also nur noch unseren Job auf unsere interne Jobbörse im Intranet stellen und auf die passenden Kandidaten warten.

Nunja – das Ende der Geschichte ist, dass wir über unser Empfehlungsprogramm keinen einzigen Bewerber erhielten und unserem Headhunter eine Summe überweisen mussten, mit der wir den ein oder anderen Jura-Abschlussjahrgang zum Segeltörn einladen hätten können. Soweit, so normal. Das spannende Detail an der Geschichte ist jedoch, dass unser neuer Anwalt nicht nur viele Studenten um eine Fahrt ans Mittelmeer gebracht hat, sondern in unserer Kanzlei viele ehemalige Studien- und Arbeitskollegen wiedertreffen durfte.

Wir mussten uns also fragen: Warum hatten wir es nicht geschafft, diesen neuen Mitarbeiter über unser eigenes Netzwerk zu rekrutieren? Viele Gespräche mit Mitarbeitern, Recruitingexperten und Empfehlungsspezialisten später war das Ergebnis klar: Wir hatten unser Netzwerk weder ausreichend über die offene Position informiert, noch sinnvoll zu Empfehlungen motiviert. Viele weitere Gespräche (und mutmachende Getränke) später war ich von Empfehlungen als Recruitingkanal dann soweit fasziniert, dass ich zusammen mit meinem Partner Matthias Wolf firstbird gegründet habe.

Was macht firstbird?

Mit firstbird unterstützen wir Unternehmen dabei, ihr eigenes Netzwerk als effizienten Recruitingkanal zu etablieren und unsere Fehler aus der Vergangenheit zu vermeiden. Mit einer webbasierten Lösung deckt firstbird alle Prozesse des Empfehlungsmanagements ab und fokussiert sich vor allem auf den alles entscheidenden Erfolgsfaktor: Motivation.

Im Folgenden möchte ich euch kurz die wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Empfehlungsprogramms vorstellen und einen Eindruck geben, wie firstbird diese Schritte unterstützt:

1. Ohne Netzwerk geht gar nichts

Die Basis eines Empfehlungsprogramms sind gute Empfehler. Ein Empfehler kann eigentlich jeder sein, der dein Unternehmen kennt und dem ihr vertraut, angefangen bei den eigenen Mitarbeitern über Alumni und Geschäftspartner bis hin zu eurem Talentepool oder Hochschulkontakten.

Mit einem Mausklick könnt ihr ausgewählte Kontakte über firstbird zu eurem Empfehlungsprogramm einladen. Diese können sich registrieren und stehen euch dann als Empfehler zur Verfügung.

2. Macht eure Jobs viral

Sobald ihr einen neuen Job schaltet, werden eure Empfehler aktiv informiert, ganz egal, wo sie gerade sind. Damit sich eure Stellenanzeigen schnell viral innerhalb der Zielgruppe verbreiten, können eure Empfehler per Mausklick oder Smartphone Kandidaten empfehlen oder Jobs auf sozialen Netzwerken teilen.

Um eurem Netzwerk das Empfehlen passender Kandidaten noch einfacher zu machen, erhalten sie über die Smart-Match Funktion für jeden Job passende Personen aus den eigenen sozialen Netzwerken vorgeschlagen, die dem Anforderungsprofil des jeweiligen Jobs entsprechen.

3. Motivation ist der Schlüssel zum Erfolg

Es reicht jedoch nicht aus, euren Empfehlern eine moderne Plattform in die Hand zu drücken. Ihr müsst euer Netzwerk regelmäßig und nachhaltig zur Teilnahme motivieren. Nur so könnt ihr 30% oder mehr eurer Einstellungen über Empfehlungen generieren.

Geld regiert die Welt, oder nicht?

Natürlich können auch über firstbird finanzielle Prämien für erfolgreiche Empfehlungen ausgezahlt werden, denn je nach Unternehmenskultur ist Geld eine wichtige Voraussetzung für ein funktionierendes Empfehlungsprogramm. Auf der anderen Seite motivieren finanzielle Prämien nur 11% der Mitarbeiter. Für den Großteil der Mitarbeiter benötigt es also weitaus mehr als nur Geldprämien.

Gratulation: Du hast deinen 50sten Job geteilt!

Ein weitaus wichtigerer Motivator ist Anerkennung. Bei einem klassischen Empfehlungsprogramm werden meist nur erfolgreiche Einstellungen honoriert und auch diese meist erst, wenn der empfohlene Kandidat seine Probezeit überstanden hat.

Dieser Prozess dauert jedoch mitunter sehr lange und gibt die eigentliche Leistung der Empfehler nicht wieder. Denn diese besteht darin, Jobs zu verbreiten und gute Bewerbungen aus dem eigenen Netzwerk zu generieren.

Daher werden über firstbird jegliche Leistungen eurer Empfehler gemessen und transparent gemacht. Anstatt nur für eine erfolgreiche Empfehlung Geld auszuzahlen, könnt ihr eure Empfehler dadurch auch mit einem Fallschirmsprung für die 10. gute Empfehlung oder Theaterkarten für das 25. Jobposting of XING motivieren.

und der Gewinner ist…

Dadurch, dass ihr über firstbird alle Leistungen eurer Empfehler messt, könnt ihr zudem einen freundschaftlichen Wettbewerb auslösen und somit für zusätzliche Motivation sorgen. Über firstbird habt ihr nicht nur selbst immer den Überblick, wer eure besten Empfehler und Netzwerker sind. Auch eure Talentscouts werden über die Erfolge ihrer Kollegen informiert und können ihre Leistungen untereinander vergleichen.

Das war eine fantastische Empfehlung!

Eine weitere wichtige Säule für ein erfolgreiches Empfehlungsprogramm ist eine regelmäßige und wertschätzende Kommunikation mit euren Empfehlern.

Daher werden eure Empfehler über firstbird immer automatisch über den Status ihrer Kandidaten und die Bewertungen ihrer Empfehlungen auf dem Laufenden gehalten.

4. Kontrolle und Planbarkeit

Zu guter Letzt ermöglicht firstbird ein hohes Maß an Planbarkeit und Kontrolle des Empfehlungsprogramms. So habt ihr immer den Überblick über jegliche Statistiken, empfohlene Kandidaten und ausstehende Prämienzahlungen.

Zudem lässt sich firstbird natürlich mit den gängigsten Anbietern von Recruitingsoftware integrieren, damit ihr weiterhin mit euren bestehenden Systemen arbeiten könnt – nur mit dem Unterschied, dass ihr jetzt mehr empfohlene Kandidaten bekommt, die euer Anforderungsprofil wirklich erfüllen.

Weitere nützliche Informationen sowie Tipps & Tricks zum Thema Empfehlungsprogramme findet Ihr auf www.firstbird.eu/wissenswertes.

Gastautor: Arnim Wahls

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Lisa Adler

Senior-Projektmanagerin bei CYQUEST GmbH
Ich bin Senior-Projektmanagerin bei der CYQUEST GmbH und als solche leite ich unterschiedlichste Projekte mit Recrutainment-Bezug - E-Assessments, SelfAssessments, Berufs- und Studienorientierungsanwendungen – über die ich immer wieder gerne in diesem Blog schreibe. Mein persönliches Lieblingsthema stellen Online-SelfAssessments (kurz OSAs) im Hochschulkontext dar und wie diese die Studienwahlsicherheit positiv beeinflussen können.

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