Fundstück der Woche: Karriere an der Front statt Backoffice in der Großkanzlei

Okay, ich gebe zu, dass ich aufgrund der Profession meiner Frau durchaus ein wenig für das Berufsbild des Juristen sensibilisiert bin. Von daher nehme ich von Zeit zu Zeit ja auch die Bestrebungen der werten Advokaten in Bezug auf ihre Mitarbeitergewinnung oder ihre Arbeitgebermarketingbemühungen unter die Lupe. Dass sie – meine Frau mal ausgenommen – das Thema Social Media eher meiden, habe ich hier mal beleuchtet, dafür aber zuweilen immerhin mit innovativen spielerischen Ansätzen (Houthoff Buruma oder CMS Hasche Sigle) punkten, hatten wir ja schon.

Nun ist mir quasi als Fundstück zum Wochenende eine sehr schöne Stellenanzeige der auf Immobilien- und Baurecht spezialisierten Kanzlei Oberthür und Partner in die Hände gefallen. Diese nimmt auf herrlich trockene Art den aus meiner Sicht recht albernen Notenwahn, die sehr starke Fixierung auf „Lebenslaufpluspunkte“ und eine hohe Bezahlung als zentralem extrinsischem Motivator vieler Großkanzleien auf die Schippe. Gux du (bis zum Ende lesen)…

Einfaches Mittel. Kleines Augenzwinkern und – so sagt man zumindest – den Ton und die Werte der Generation Y treffend.

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Jo Diercks

Geschäftsführer bei CYQUEST GmbH
Ich bin Gründer und Geschäftsführer der CYQUEST GmbH und der Mi4 GmbH. CYQUEST beschäftigt sich mit dem Thema Recrutainment, also dem Einsatz spielerisch-simulativer Methoden im Online-Assessment, Employer Branding und Recruiting. Im Recrutainment Blog berichte ich regelmäßig hierüber. Mi4 ist als Unternehmensberatung auf Themen des Online-Marketings und eCommerce spezialisiert.

9 Gedanken zu „Fundstück der Woche: Karriere an der Front statt Backoffice in der Großkanzlei

  1. Sehr schöne Ironie und allein dadurch auffällig.
    Ich weiß nur nicht, ob sich „Gen Y“ und Juristerei nicht per se ausschließen… (sagt ein Betroffener ;-)

  2. Sehr unterhaltsam – ich hoffe, die meisten Bewerber halten bis zum Ende durch. Schließlich wird es erst am dem vierten Aufzählungspunkt auffällig ;-)

    Beste Grüße
    Martin Reti
    martinreti.wordpress.com

  3. @Thomas Helmke:

    Gen Y und die Juristerei schließen sich überhaupt nicht per se aus. Sagt eine „Betroffene“, die nicht mit Blut gezeichnet hat ( ;-) )und mit vielen Juristen spricht, die nun gerade ihr 2. Examen hinter sich bzw. im Angriff haben…

    @Henner Knabenreich
    Danke! :-)

  4. Super – Sowas liest man doch gerne als angehender Absolvent :)
    Aber leider ist es wahrscheinlich genau das was viele Firmen von jungen Leuten nach ihrem Uniabschluss fordern.
    Auf jeden Fall interessant.

  5. Wenn ich gelegentlich leicht-latente Zweifel an der ein oder anderen Vernunftsbegabung innerhalb der geschätzten Profession hege, schaue ich gerne schmunzelnd auf diese Seite.

    Immer wieder gut für etwas revitalisierende Heiterkeit.

    sbruns

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