Beiträge vom Mai, 2010

Der 31 Studiengang im HAW-Navigator: Medien und Information

Montag, 31. Mai 2010 17:32

logo-haw-hamburgSeit nunmehr ziemlich genau 4 Jahren wird das virtuelle Studienorientierungssystem mit Selbsttest-Elementen “HAW-Navigator” an der HAW Hamburg ausgebaut. Was 2006 mit Angeboten für die Studiengänge Soziale Arbeit, Pflegemanagement und Wirtschaftsingenieurwesen begann, ist inzwischen eines der größten webbasierten Systeme zur Studienwahl im deutschsprachigen Raum: Über 50.000 Studieninteressierte machten in den letzten vier Jahren namentlich registriert von dem Angebot Gebrauch, weitere gut 100.000 über den anonymen Gastzugang.

Mit dem Start der Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2010/11 am 01. Juni wird nun der 31 Bachelor-Studiengang live geschaltet: Medien und Information. Medien und Information (MUI) ist nebem Bibliothek- und Informationsmanagement (BIM) der zweite Bachelor-Studiengang des Departments Information innerhalb der Fakultät Design, Medien und Information.

Der Bachelor-Studiengang Medien und Information qualifiziert für Dienstleistungen der Informationsorganisation, -vermittlung und -beratung in der Medienwirtschaft. Inhaltlicher Fokus der Arbeit im Berufsfeld Medien und Information ist der professionelle und bedarfsorientierte Umgang mit Information aus Medien, über Medien, für Medien.

Aufgrund der großen Verwandtschaft zum Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement sind die HAW-Navigatoren für beide Studiengänge auch in einem Beratungsangebot zusammen gefasst, wobei sich die Inhalte an den Stellen verzweigen, wo die Unterschiede überwiegen. Konkret: Von den jeweils fünf enthaltenen Themenmodulen Berufsfeld, Anforderungsprofil, Studieninhalte, Studienorganisation und Studienkultur sind die ersten drei genannten für beide Studiengänge unterschiedlich, die letzten beiden gleich. Gleichwohl können beide “Navigatoren” separat angesteuert werden: Medien und Information über den Link: www.haw-navigator.de/mui und Bibliotheks- und Informationsmanagement über den Link: www.haw-navigator.de/bim.

Die Inhalte beider Navigatoren wurden von Studierenden im Rahmen von Studienprojekte entworfen: Für BIM im Wintersemester 2008/09, für MUI im Wintersemester 2009/10.

Das Herzstück des Navigators bildet auch für Medien und Information wieder das Selbsttest-Modul – hier “Anforderungsprofil” genannt. Dieser Abschnitt soll dem Nutzer dabei helfen, herauszufinden, ob sich die individuellen Erwartungen mit den Inhalten des Studiengangs Medien und Information decken.

MUI_Navigator

Die Fragen greifen Inhalte aus den folgenden vier Studienfeldern auf:

  • Medienwissenschaften und Journalistik
  • Informationstechnologie
  • Informationsorganisation
  • Informationsökonomie und Medienmanagement

Dazu gibt es jeweils immer Aufgaben und Selbsteinschätzungsfragen.

Aufgaben

Die Aufgaben geben einen Einblick, welche Inhalte im Rahmen des Studiums vermittelt werden und welche Fähigkeiten und Interessen Sie mitbringen sollten. Bei der Lösung werden die Teilnehmer durch Hintergrundinformationen unterstützt. Es geht dabei nicht um die Abfrage von Wissen. Wenn den Nutzer die Lösung der gegebenen Problemstellungen interessiert, ist das schon ein gutes Zeichen, dass auch das Studium passen könnte. Falsche Antworten sollen nicht entmutigen. Musterlösungen werden jeweils im Anschluss an eine Aufgabe gezeigt.

Selbsteinschätzungsfragen zu methodischen Kompetenzen

Neben diesen Leistungsaufgaben wurden zwischen den Aufgaben immer wieder Selbsteinschätzungsfragen zu relevanten methodischen Kompetenzen eingebaut, die eine wichtige Grundlage für das Studium bilden. Bei diesen Selbsteinschätzungsfragen gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Es geht hier vielmehr um einen Abgleich, inwieweit die individuellen Einschätzungen mit den Erwartungen der Hochschule übereinstimmen.

Im Laufe des Jahres wird das Gesamtangebot der HAW-Navigatoren durch ein Studiengangsübergreifendes Angebot – einen sog. Studieninteressentest – abgerundet. Dieser wird dann auch Interessenten eine Orientierung bieten, die noch gar nicht wissen, welche Studienrichtung oder welcher Studiengang für sie interessant sein könnte – eine Orientierung vor der Orientierung.. Doch hierzu werden wir dann natürlich gesondert berichten…

Thema: Employer Branding und SelfAssessment, Studieren an der HAW Hamburg, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (1)

Wie RWE zielgruppengerecht und vorausschauend Online-Azubimarketing betreibt – das RWE-Schulforum

Freitag, 28. Mai 2010 19:32

RWE_SchulforumMit der Website www.rwe-schulforum.de ist es dem RWE Konzern gelungen, in einem Instrument eine vielseitige, informative und hochgradig interaktive Azubimarketing-Plattform und gleichzeitig eine Art spielerisches eLearning-Tool zu schaffen.

Inhaltlich und kommunikativ zugeschnitten auf die drei Hauptzielgruppen dieser Applikation – Kinder, Jugendliche und Lehrer –  hält das RWE-Schulforum getrennt nach Zielgruppenzugehörigkeit spannende Infos, Lernspiele und Unterrichtsmaterialien rund um das Thema Energie bereit.

Wie kann man im Haushalt sinnvoll Energie sparen? Wie bringen wir die Glühbirne im Puppenhaus zum Leuchten? Was können Gefahrensituationen im Umgang mit Strom sein? Die lustige Dame, die sich in der Badewanne sitzend das wallende Haar föhnt oder etwa der kleine Junge, dessen Drachen sich in der Hochspannungsleitung verfangen hat?

Schulforum_KinderSpielerisch und kindgerecht gibt Kalle Knips, das Maskottchen der RWE Rheinland Westfalen Netz, bereits den Kleinsten wichtige Tipps im Umgang mit elektrischem Strom. In kurzweiligen, bunt bebilderten und mit viel Liebe zum Detail gestalteten Wissensspielen (nicht nur, dass die Waschmaschine im Querschnitt des Hauses sichtbar schleudert, auch pustet der Ventilator oder dröhnt im Kinderzimmer der Kassettenrecorder) kann sich die jüngste Zielgruppe in kleinen Online-Games an einfacheren Energiefragestellungen ausprobieren. Kurze, verständliche Anweisungen, viele anschauliche Bebilderungen und ein hoher Grad an Interaktivität (viele Aufgaben sind per Drag & Drop zu lösen und schulen nicht nur inhaltlich, sondern fördern auch den Umgang mit dem Computer) zeichnen die thematisch unterschiedlichen „Minitests“ aus, die übrigens nicht nur fordern und fördern, sondern auch etwas zurück geben: Jede geistige Anstrengung wird anschließend mit einer Urkunde belohnt, die sich die kleinen Naturwissenschaftlicher am Ende jedes Wissensspiels ausdrucken können. Warnhinweise zu Beginn jedes Spiels vermitteln wichtige Sicherheitsinformationen im Umgang mit elektrischem Strom.

RWE macht vor, wie es geht: Das RWE-Schulforum hat nicht nur einen hohen Informationsgehalt sowie Lern- und Aufklärungsfaktor, es ist vorausschauendes (Employer) Branding, das bereits bei den Jüngsten ansetzt. Denn wer weiß, vielleicht erinnert sich der ein oder andere Nachwuchstüftler ja in 10 oder 15 Jahren auf der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz oder Berufseinstieg wieder an Kalle, das knallgelbe Maskottchen, mit dem man damals die erste virtuelle Glühbirne zusammen gebastelt hat. Und dass Interaktivität nachweislich das Involvement und die Auseinandersetzung mit dem Content erhöht – gerade bei den aufnahmefähigen Kleinen – ist längst kein Geheimnis mehr und tut in Sachen Bindung – soweit in diesem Rahmen möglich – ihr Übriges.

Online-Spiel_JugendlicheFür die Zielgruppe Schüler/Jugendliche geht der Konzern einen Schritt weiter. Auch hier finden sich Lern- und Wissensspiele, die zwar grundsätzlich in Sachen Gestaltung und Aufbereitung den oben beschriebenen Prinzipien folgen, jedoch in Bezug auf Inhalt und Niveau ein anderes Level erreichen. Vom Fahrraddynamo zum Generator im Kernkraftwerk: Was ist ein Magnetfeld? Wann spricht man von elektromagnetischer Induktion? Wozu nutzt man eigentlich ein Ampèremeter? Was misst ein Voltmeter? Auch hier werden technische Zusammenhänge über interaktive Abbildungen vermittelt. Die Wirkung der eigenen Handlung wird im Schaubild unmittelbar sichtbar.

Energie_im_Alltag_2Besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle zudem das Online-Spiel „Energie im Alltag“, eine im Prinzip eigenständige Applikation, die über das RWE-Schulforum verlinkt ist. Hier schlüpft der User in die Rolle eines Energiemanagers und hat nicht nur technische Fragestellungen zu lösen, sondern muss zur Bearbeitung der Kundenaufträge zudem Planungs- und Teamaufgaben erfüllen. Die Gestaltung unterscheidet sich hier deutlich von den Lernspielen der „übergeordneten Ebene“, also der Schulforum-Seite selbst: „Energie im Alltag“ erinnert für meinen Geschmack an die zumindest zu meiner Schulzeit sehr beliebte und „hippe“ Zeichentrickserie „South Park“ und weckt entsprechende Assoziationen. Skateboard fahrende und mit Ghettoblaster „bewaffnete“ Passanten, das HipHop-Konzert Plakat am heruntergekommenen Mauerwerk und der mit Graffiti besprühte Bauwagen: Die vielen gestalterischen Feinheiten machen das Spiel jung, modern und ansprechend. Zielgruppengerechte Realistic Job Preview vom Feinsten und mit Sicherheit einen eigenen Blogartikel wert.

Hat man sich erst mit dem Job eines Energiemanagers vertraut gemacht, bietet die Kategorie „Ausbildung und Karriere“ zahlreiche Infos über mögliche Ausbildungsberufe und Traineeprogramme im RWE-Konzern. Eine Verknüpfung zur RWE-Online-Bewerbung besteht unmittelbar. Zusätzlich finden sich im RWE-Schulforum für Jugendliche und Schüler Infos zu Unterrichts- und Lernmaterialien für das Referat oder die Physikklausur. Für die schwächeren Schüler bietet der Konzern das Ausbildungsvorbereitungsprogramm „Ich pack das!“ an. Auch das ist Employer Branding und beeindruckt nicht nur diejenigen, an die sich das Programm in erster Linie richtet. Lernvideos runden das Web 2.0-Angebot ab.

Auch macht das Azubimarketing der RWE nicht an den Grenzen des Internets Halt. Im Gegenteil: Der Konzern initiiert “reale” Maßnahmen wie Schülerwettbewerbe, Forschungsprojekte und Klassenausflüge unmittelbar im direkten Kontakt mit der Zielgruppe. Das Online-Schulforum informiert darüber, bündelt die vielen Aktivitäten, zeigt Fotos und schafft einen Überblick.

Für die Zielgruppe Lehrer findet sich das Pendant an Infos zur Zielgruppe Schüler: Unterrichtsmaterialien, Informationen zu Klassenausflügen und Schülerwettbewerben, aber auch Lehrerfortbildungsangebote und natürlich Berufswahlinformationen.

Fazit: Das RWE-Schulforum ist eine Plattform, die in Sachen Zielgruppenansprache breit aufgestellt ist. Indirekt erreicht sie mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit vor allem auch die Eltern, die in Sachen Berufswahl, wie zahlreiche Studien belegen, einen maßgeblichen Einfluss auf ihre Kinder haben. Sicherlich kein strategischer Nachteil im “War for Talent”. Inhaltlich wie gestalterisch wird die Seite allen Anforderungen des Azubimarketings im Netz in einem Instrument gerecht. Lediglich der Punkt “Social Media” könnte zumindest in Bezug auf die Gruppe Schüler möglicherweise in Zukunft eine größere Rolle spielen.

Thema: Employer Branding und SelfAssessment | Kommentare (0)

„So schnell wird man Chef“ – Virales Personal-Recruiting bei OTTO. Gastbeitrag von Benjamin Wittkamp (elbkind)

Donnerstag, 27. Mai 2010 16:00

Dass der OTTO-Konzern in Bezug auf Experimentierfreude und Innovativität im webbasierten Employer Branding oft Zeichen setzt ist ja nicht neu. Jüngstes Beispiel: Die Kampagne “So schnell wird man Chef!”. Wir freuen uns sehr, dass wir Benjamin Wittkamp von der für die Realisierung verantwortlichen Agentur elbkind gewinnen konnten, uns in einem Gastbeitrag die Kampagne zu erläutern:

Benjamin Wittkamp von elbkind

Benjamin Wittkamp von elbkind

Neue Maßstäbe für personalisierte Videos durch Individualität und technische Umsetzung

Einmal Chef sein. Für viele ist das ein Traum. Für die meisten wird dieser Traum leider nie in Erfüllung gehen. Doch bei OTTO darf nun jeder mal zum Chef werden – zumindest im personalisierten Video der Recruiting-Kampagne.

Die Website www.so-schnell-wird-man-chef.de ist das Zentrum der Kampagne. Hier können alle, die gern einmal Chef sein wollen, ein personalisiertes Video erstellen. Dazu muss der Nutzer lediglich ein paar Angaben zu seiner Person machen, damit das Video entsprechend angepasst werden kann (männlich oder weiblich, Name, Bild, etc.).

Und schon gehts los: Der Betrachter schlüpft in die Rolle des Chefs und geht in der Ego-Perspektive durch das reale Konzerngebäude. Alltägliches spielt sich ab: Die hübsche Sekretärin wünscht einen schönen Guten Morgen, überreicht einen Stapel Bewerbungen und bringt Kaffee – natürlich alles mit einem freundlichen Lächeln. Nachdem die Bewerbungen abgearbeitet sind, blickt man am Ende des Videos in einen Spiegel und sieht – sich selbst – als Vizepräsident von OTTO.

Das Highlight des Videos ist die Personalisierung und Individualisierung selbst, die in dieser Form absolut innovativ ist:

Zwei komplette Versionen — eine für Frauen und eine für Männer

Um den unterhaltsamen Einblick in die Chef-Etage nicht auf rein männliche Betrachter zu limitieren, wurde die sehr aufwendige Produktion in zwei geschlechtsspezifischen
Versionen durchgeführt. Selbst die Rolle der Assistentin / des Assistenten wurde in zwei Varianten besetzt, so dass weder Mann noch Frau auf den freundlichen Hingucker
verzichten muss.

Eine reale Googlesuche

Mit dem Namen des Bewerbers wird eine echte Googlesuche im Film durchgeführt. Dabei werden die in Echtzeit ermittelten Suchergebnisse im Film gezeigt. Angepasst ist dabei
nicht nur die Suche, sogar die Anschläge auf der Computertastatur werden entsprechend der Länge des Namens angepasst.

3D-Facemapping inklusive sehr hoher Bildqualität

Allein die Spiegelung auf dem Bild des Fotos in der Bewerbungsmappe ist beeindruckend. Der eigentliche Höhepunkt ist aber die Großaufnahme des Chefs am Ende des Films, in der sich der User dank eines 3D-Facemappings als Chef in einem großen Spiegel betrachtet. Hier wurde sogar eine reale Gesichtsmimik ins Video integriert. Für das Seeding der Kampagne in Deutschland, also der strategischen Verbreitung, zeichnet ebenfalls elbkind verantwortlich. Um sicherzustellen, dass das Video sein virales Potenzial ausschöpft, kann ein Embed-Code verwendet werden, um das Video auf einem Blog zu posten. Darüber hinaus wird auch ein HQ-Download-Link zur Verfügung gestellt, so dass der Film beispielsweise auch auf dem eigenen Video-Kanal veröffentlicht werden kann.

Um die Kampagne abzurunden, können alle Teilnehmer mit etwas Glück sogar ganz real einen Fuß in die Tür der Chefetage bekommen. OTTO begleitet das Video mit einem Gewinnspiel: Neben 33 Einkaufsgutscheinen á 150,00 Euro dürfen drei Teilnehmer als Gewinn einen Tag in der OTTO-Chefetage verleben. Somit ermöglicht OTTO die wohl einmalige Chance, einen Einblick in die Bereiche Einkauf, Personal oder E-Commerce des Konzerns zu erhalten.

Screenshot_OTTO_Viral

Ein Beispiel-Video kann hier eingesehen werden: http://www.so-schnell-wird-man-chef.de/?show=video&session=de24a53f1081e12e43f66c0082e7a2c1#

Thema: Employer Branding und SelfAssessment, Social Media HR | Kommentare (1)

Webinar: Employer Branding und Personalauswahl in Zeiten des Web 2.0 (eAssessment, SelfAssessment, Realistic Job Previews) – Einsatzgebiete, Erfahrungsberichte, Erfolgsfaktoren

Freitag, 21. Mai 2010 11:35

HRnetworx-logo-english_150x90Vor dem Hintergrund des War for Talent und der dynamischen Entwicklung des Web 2.0 kommt dem Employer Branding sowie der treffsicheren Auswahl von Mitarbeitern eine entscheidende Bedeutung zu. Webbasierte Instrumente – sowohl als Bestandteil der eigenen Karrierewebsite, als auch im Bereich Social Media – können hierbei wichtige Funktionen übernehmen und Unternehmen Wettbewerbsvorteile bringen.

Hierzu veranstaltet HRnetworx am 01.06. ein Webinar. Ich werde hier hierbei einen Vortrag mit folgendem Inhalt halten:

Ausgehend von der Fragestellung, wodurch eine Personalauswahlentscheidung eigentlich „gut“ wird, werden die Wirkungsmechanismen von Selbstauswahl verbessernden Instrumenten einerseits und Online-Tests (eAssessment) andererseits beleuchtet. Die Betrachtung erfolgt vor dem Hintergrund des War for Talent und der besonderen Anforderungen an Personalmarketing und Recruiting im Web 2.0. Es werden verschiedene Fallbeispiele (Unilever, Targobank, Gruner+Jahr, Commerzbank etc.) vorgestellt.

Im Einzelnen:

  • Es wird der Zusammenhang zwischen Selbstselektion und Fremdselektion erläutert und aufgezeigt, welche Bedeutung jeweils beide für die Qualität der Personalauswahl haben.
  • Es werden Beispiele für erfolgreiche SelfAssessment- und Realistic Job Preview Verfahren vorgestellt.
  • Es werden Beispiele für erfolgreiche Online-Assessments, also eignungsdiagnostische Testverfahren, vorgestellt.
  • Die Beispiele werden im Kontext verschiedener Social Media Instrumente wie Facebook, Twitter, Youtube etc. diskutiert und wichtige Erfolgsparameter vorgestellt.

Die Anmeldung zur Veranstaltung erfolgt direkt über die HRnetworx Seite unter: http://www.hrnetworx.info/event/12077/

Der Vortrag kann hier eingesehen werden.

Thema: Ausbildung bei der Stadt Hamburg, Bertelsmann Karriere, Commerzbank Karriere, eAssessment, Employer Branding und SelfAssessment, Gruner + Jahr Karriere, Media-Saturn Karriere, Social Media HR, TARGOBANK Karriere, Tchibo Karriere, Unilever Karriere, Vorträge und Veranstaltungen | Kommentare (0)

Hochschulwahl ist Vertrauenssache: Beziehungsmarketing mit Self-Assessments

Montag, 17. Mai 2010 13:43

Die Leser des Recrutainment-Blogs kennen das ja schon: Von Zeit zu Zeit bitten wir externe Autoren um die Beisteuerung von Gastbeiträgen rund um die Themen eAssessment, SelfAssessment und webbasiertes Employer Branding. Heute freue ich mich sehr, dass wir Ulrich Künzel, Herausgeber der “Hochschulwebsite” gewinnen konnten, einen Artikel zum wichtigen Thema der Studienorientierung zu schreiben. Ich kann mich da nur wiederholen: Enmployer Branding und “Hochschulbranding”, Personalmarketing und Studierendenmarketing haben erheblich mehr miteinander zu tun als dies vielen Personalern bewusst ist. Wettbewerb um Köpfe herrscht hüben wie drüben. Von einander lernen kann helfen…

Ulrich Künzel, Herausgeber Hochschulwebsite

Ulrich Künzel, Herausgeber Hochschulwebsite

Hochschulwahl ist Vertrauenssache: Beziehungsmarketing mit Self-Assessments

Befragungen unter Oberschülern und Studienanfängern kommen regelmäßig zu dem Ergebnis: Bei der Studienentscheidung sind Fachwahl und Heimatnähe die herausragenden Motive. Für geringe Mobilität erscheinen jedoch pragmatische Erwägungen wie kostengünstiges Wohnen bei den Eltern zur Begründung nicht ausreichend. Besonders die Vorbehalte, die Studieninteressierte aus den alten Bundesländern regelmäßig gegenüber Hochschulen und Studienorten in den neuen Bundesländern äußern, zeigen: Oft fehlt es an Vertrauen, um sich auf eine neue Umgebung einzulassen.

Erklärungsbedürftige Angebote müssen vertraut gemacht werden.

Vertrauen, so Luhmann, sei ein soziales Phänomen der Gedächtniskonstruktion, durch das es  gelingt, aus einer unendlichen Fülle von Handlungsoptionen eine Entscheidung zu treffen. Denn das kognitive System ist in der Lage dazu, Sinnesreize zu selektieren und so die Unsicherheit über das nicht vorhersehbare Ergebnis einer Handlung zu minimieren – durch Erfahrungen aus ähnlichen Situationen, im besten Fall sogar mit den gleichen Interaktionspartnern.

Die Intensität des Selektionsvorgangs hängt vom Charakter der nachgefragten Leistung ab. Gemäß dem Marketingansatz der Nordic School gilt: Je erklärungsbedürftiger die Leistung ist, desto eher ist in ihrem Erwerb ein langfristiger, von zahlreichen vertrauensbildenden Interaktionen geprägter Prozess als eine einmalige Transaktion zu sehen.

Zur Verdeutlichung bietet es sich an, Produkte und Dienstleistungen allgemein als Werte zu betrachten, laut Meffert „Auffassungen von etwas Wünschenswertem“. Wie groß ein Wert ist, hängt vom Nutzen ab, der mit ihm verbunden wird – konkret: dem Potenzial, das dem Produkt oder der Dienstleistung beigemessen wird, die Differenz zwischen dem eigenen Status Quo und einem wünschenswerten Zustand zu verringern. Eine 2007 vom Centrum für Hochschulentwicklung CHE unter Oberstufenschülern vorgenommene Entscheidertypisierung zeigt, dass die mit einem Studium verbundene Wertvorstellung im Spektrum zwischen beruflicher Qualifikation bis zu persönlicher Selbstverwirklichung individuell sehr verschieden sein kann. Genauso vielfältig sind die mit dem Studium verbundenen Erwartungen an die Hochschule. Im Studium ist folglich ein komplexer, erst in Co-Produktion von Studierenden und Hochschulmitarbeitern geschaffener Wert zu sehen.

Wertschaffung durch Interaktion – über welche Kanäle?

Praktische Vorteile wie orts- und zeitunabhängige Verfügbarkeit sowie die Mediennutzung von Jugendlichen weisen darauf hin, dass die ersten Schritte des Vertrauensaufbaus über das WWW statt finden sollten. Zur Generierung von Aufmerksamkeit dienen z.B. Hochschulkampagnen, die attraktive Versprechen an Studieninteressierte abgeben. Dem Webauftritt der Hochschule fällt dann die Aufgabe zu, auf diese Versprechen einzugehen und sie im besten Fall zu bestätigen.

Die eingangs erwähnten Motive der Studienentscheidung legen nahe: Die Fachwahl sollte im Mittelpunkt stehen.

Virtuelle Self-Assessments eignen sich hierzu exzellent: Sie ermöglichen es, fachliche Informationen mit einer authentischen persönlichen Einladung zu verbinden. In Videos, Podcasts und Bildergalerien können der Fachbereich, die Umgebung und die mit dem Studiengang verbundenen Personen vorgestellt werden – Lehrende und studentische Testimonials. Zusätzlich lassen sich problemlos Schnittstellen zur Website der Studienberatung, zu Foren oder Gruppen in sozialen Netzwerken herstellen, in denen Studieninteressierte selbst Inhalte einstellen können. So stellen sie nicht nur für sich fest, ob sie der Studiengang interessiert und ob sie mit den fachlichen Anforderungen zurecht kommen; sie finden eine Antwort auf die alles entscheidende Frage: Werde ich mich hier wohl fühlen?

Dieses Bild gilt es im Verlauf des Studiums zu bestätigen, denn eingehaltene Versprechen entfalten nachhaltige Wirkung: Zufriedene Studierende gehören zu wichtigsten Multiplikatoren einer Hochschule.

Referenzen:

  • Beckmann, Julia / Langer, Markus 2009. Studieren in Ostdeutschland? Eine Empirische Untersuchung der Bereitschaft zum Studium in den neuen Ländern. Gütersloh
  • Bergler, Reinhold 2005. Identität und Image. in: Bentele, Günter / Fröhlich, Romy / Szyska, Peter 2005. Handbuch der Public Relations. Wissenschaftliche Grundlagen und berufliches Handeln. Wiesbaden. S. 346-360
  • Grönroos, Christian 2007. In Search of a New Logic for Marketing. Foundations of Contemporary Theory. Hoboken
  • Gummesson, Evert 1997. Relationship Marketing: von 4P zu 30R. Landsberg / Lech
  • Hachmeister, Cort-Denis / Harde, Maria / Langer, Markus 2007. Einflussfaktoren der Studienentscheidung. Eine empirische Studie von CHE und EINSTIEG. Gütersloh
  • Heine, Christoph 2008. Studienanfänger in den alten und neuen Ländern: Gründe der Hochschulwahl und Bewertungen der Regionen in West- und Ostdeutschland. Hannover
  • Herrmann, Viola / Winter, Martin 2009. Studienwahl Ost. Befragung von westdeutschen Studierenden an ostdeutschen Hochschulen. Lutherstadt Wittenberg
  • Kutteroff, Albrecht / Behrens, Peter / et al. 2009. JIM 2009. Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Stuttgart
  • Luhmann, Niklas 1974. Vertrauen. Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität. Stuttgart
  • Meffert, Heribert 1998. Marketing. Grundlagen marktorientierter Unternehmensführung. Konzepte – Instrumente – Praxisbeispiele. Wiesbaden

Thema: Employer Branding und SelfAssessment, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (0)

2010 bereits mehr als 8.000 durchgeführte Online-Tests bei Unilever Südamerika

Freitag, 14. Mai 2010 16:22

Logo_UnileverSeit 2004 betreibt CYQUEST für Unilever Deutschland, Österreich und Schweiz das eAssessment “unique.st”, mit dessen Hilfe Kandidaten für das Traineeprogramm vorselektiert werden. Seit 2008 wird das Testverfahren, mit dem in erster Linie Aspekte berufsbezogener kognitiver Leistungsfähigkeit überprüft werden, in einer spanisch- und einer portugiesischsprachigen Version auch für versch. südamerikanische Landesgesellschaften eingesetzt. 2010 haben so bereits die Länder Argentinien und Peru ihre Vorauswahl über “unique.st” abgewickelt, Mexiko tut dies zur Zeit gerade. Im weiteren Jahresverlauf wird u.a. noch die größte südamerikanische Landesgesellschaft Brasilien folgen.

Insg. wurden 2010 somit bereits wieder deutlich über 8.000 Online-Tests in Südamerika durchgeführt. Bedenkt man, dass allein Brasilien letztes Jahr knapp 40.000 Tests durchgeführt hat, kommt da dieses Jahr noch ein bißchen was auf uns zu…

Ach ja, wer der Sprache mächtig ist – hier ist ein kleiner Youtube-Clip zum Traineeprogramm in Brasilien. Man achte auf “Vera CYQUEST…”.

Um sich ein Bild von der kreativen Gestaltung von “unique.st” zu machen, steht eine Demoversion online bereit. “unique.st” ist kein trockener Testparcours, sondern eine anspruchsvolle Recrutainment-Applikation, die auch Aspekte der Selbstselektion bedient. Im Rahmen von “unique.st” wird der Testkandidat virtuell ins Eiswerk der Marke “Ben&Jerry´s” nach Vermont / USA versetzt, wo er verschiedene Aufgaben lösen muss. Hierbei werden ihm quasi parallel zu den Tests eine Reihe wichtiger Personalmarketing-Botschaften vermittelt. Die eigentlichen Testfragen sind natürlich bei der Demoversion ausgeblendet: www.recrutainment.de/uniquest/simulation.html

Thema: eAssessment, Unilever Karriere | Kommentare (0)