Beiträge vom 14. April 2010

Virtuelle Studienberatung der HAW Hamburg feiert den 50.000 registrierten Nutzer

Mittwoch, 14. April 2010 11:02

Die Online Studienberatungsplattform HAW-Navigator hilft Studieninteressierten den passenden Studiengang zu finden. Das Feedback der Nutzer zeigt, dass das Self-Assessment die Sicherheit der Studienwahl um über 10 Prozentpunkte steigert.

Seit 2006 entwickelt CYQUEST für die HAW Hamburg Studienorientierungs-Applikationen im Inter­net – die sogenannten HAW-Navigatoren. Inzwischen stehen für 30 Bachelorstudiengänge entsprech­ende Navigatoren zur Verfügung. Mit der Freischaltung des Navigators für den Studiengang „Medien und Inform­a­­tion“ jetzt im Juni und einem studiengangsübergreifenden Interessentest im Herbst dieses Jahres ist der Aufbau eines hochschulweiten Internet-Beratungsangebot für das Bachelor-Studienprogramm abge­schlossen.

Zeit für ein Zwischenfazit: In vier Jahren haben mehr als 150.000 User an der Studienorientierung im Netz teilgenommen, 50.000 davon registriert, die Übrigen verwendeten den anonymen Gastzugang. Zwei Drittel der registrierten Teilnehmer nahmen sich auch die Zeit die Navigatoren zu bewerten. Das Ergebnis ist ein­deutig: Die „HAW-Navigatoren“ wurden auf einer Schulnotenskala durchschnittlich im sehr guten bis guten Bereich (zwischen 1,65 und 2,15) benotet!

Beurteilung der HAW Navigatoren auf einer Schulnotenskala

Beurteilung der HAW Navigatoren auf einer Schulnotenskala

Auch hat sich die Studienwahlsicherheit der Teilnehmer durch die HAW-Navigatoren erhöht: Der Vorher­-Nachher-Vergleich zeigt, dass der Anteil der „Studienwahlsicheren“ im Durchschnitt um mehr als 12 Prozentpunkte durch die Teilnahme an der virtuellen Studienberatung stieg.

Das Studienorientierungsangebot der HAW Hamburg setzt darauf, Bewerber vor der eigentlichen Bewer­bung über die wesentlichen Merkmale des jeweiligen Studiengangs zu informieren. Eine verbesserte Orien­tierung im Vorfeld macht dem Bewerber klar, wofür er sich bewirbt, was das Studium ist und was nicht. Unter­­teilt in verschiedene Themenkapitel, umfassen die HAW-Navigatoren hierzu Informationen: zur Berufs­welt, zu Studieninhalten und -organisation, zur Studienkultur sowie den benötigten Fachkenntnissen und Anforderungen des jeweiligen Studiengangs. Dabei kommen unterschiedliche didaktische Instrumente zum Einsatz wie z.B. interaktive Übungen, Selbsttests, Simulationen, Fallstudien und Filme.

Thema: Ausbildung bei der Stadt Hamburg, SelfAssessment, Studieren an der HAW Hamburg, Virtuelle Studienberatung | Kommentare (1)

Gastbeitrag von Manuel Koelman: Tipps für eine bessere „Work-Life-Balance“ in Sozialen Netzwerken

Mittwoch, 14. April 2010 9:17

Vergangene Woche sind wir im Recrutainment Blog mit dem Gastbeitrag von Stefan Menden ja bereits einmal die Ergebnisse der OSCAR Studie zur Nutzung Sozialer Netzwerke eingegangen. Ich freue mich sehr, dass wir nun auch Manuel Koelman, Gründer und Geschäftsführer der Personalberatung Talential gewinnen konnten, einen Gastbeitrag hierzu zu schreiben. Manuel geht hierbei vor allem auf das Spannungsfeld zwischen “Privatem” und “Beruflichem” im Zusammenhang mit der Nutzung von Social Networks ein – überaus lesenswert!

Manuel, Go!

Manuel Koelman, Geschäftsführer von Talential.com

Manuel Koelman, Geschäftsführer von Talential.com

Im März haben wir mit dem Karriere-Netzwerk Squeaker.net und der studentischen Unternehmensberatung Oscar eine Studie zu „Recruiting und Employer Branding mit Social Media“ sowie einen Workshop durchgeführt.

Erste Studienergebnisse hatten wir bereits veröffentlicht und Stefan Menden von Squeaker.net hat hier letzte Woche in einem Gastbeitrag die Erkenntnisse zur Nutzung der verschiedenen Social Media Kanälen aus Unternehmenssicht und der erwarteten Inhalte der Bewerber weiter aufgearbeitet und konkretisiert. Auf diese Themen werde ich daher nicht weiter eingehen.

Neben der Herausforderung, welche sozialen Netzwerke Arbeitgeber wie einsetzen sollen, stellt sich für die Nutzer ein ganz anderes Problem. Dies ist mir insbesondere bei der Sichtung der während der Umfrage gesammelten Teilnehmerfragen und auch während des Workshops aufgefallen.

Drei wesentliche Herausforderungen für Nutzer von Social Media

Nutzer stehen zwar i.d.R. nicht vor dem Problem, dass richtige Netzwerk zu wählen. Es ist aber eine große Unsicherheit bzgl. der Nutzung spürbar. Bei den Rückmeldungen und Diskussionen haben sich drei wesentliche Bereiche herauskristallisiert:

1. Datenschutz: Sind meine Daten sicher? Wer kann meine Daten sehen? Was geschieht mit meinen Daten?
2. Online-Reputation: Was sollte ich Online posten? Recherchieren Arbeitgeber im Internet über mich?
3. Spannungsfeld Beruf vs. Privatleben: Wen soll ich in einem sozialen Netzwerk hinzufügen? Wie manage ich berufliche und private Verbindungen?

Dabei werden insbesondere die ersten beiden Punkte schon länger diskutiert. Der dritte Punkt stellt aber auch für Social Media Experten eine neue Herausforderung dar. So habe ich erst vor wenigen Tagen eine Anfrage einer Social Media Expertin über Facebook erhalten, die dort jetzt zwei Profile pflegen wird: Ein privates und ein berufliches.

Wie das Spannungsfeld Beruf vs. Privat in Social Media entstanden ist

Für diese Entwicklung gibt es drei wesentliche Gründe:

  • Die klare Trennung zwischen den Netzwerken entfällt: Früher wurde z.B. StudiVZ für private Kontakte und Xing für berufliche Kontakte genutzt. Facebook vereint zunehmend beides.
  • Soziale Netzwerke sind „Standard“: Soziale Netzwerke sind schon länger Mainstream und werden mittlerweile „vorausgesetzt“. Es überrascht, wenn jemand nicht auf einem sozialen Netzwerk vertreten ist.
  • Die Scheu andere Menschen zu Kontakten hinzufügen sinkt: Hat man früher nur Freunde oder Bekannte hinzugefügt, werden heute flüchtigen Bekanntschaften oder sogar wildfremden Kontaktanfragen gesendet.
Klassifizierung-von-sozialen-Netzwerken

Klassifizierung von sozialen Netzwerken. Facebook wird mittlerweile vermehrt auch beruflich genutzt

Tipps für den Einsatz und die Nutzung der Social Media Tools

Facebook ist das Netzwerk, bei dem die Trennung zwischen beruflichem und privatem Netzwerk am meisten verschwimmt. Diese Entwicklung hat Facebook auch vorhergesehen und verschiedene Funktionalitäten ergänzt, welche die Einstellungsmöglichkeiten erheblich erhöhen. Nur leider sind diese Funktionalitäten dem „Otto-Normal-Nutzer“ häufig nicht bekannt.

  • Selektieren: Überlegen Sie sich genau welche Plattformen/Accounts sie zu welchem Zweck einsetzen wollen. Twitter ist z.B. ein Netzwerk was sich nur begrenzt für rein privates Netzwerken nutzt, da dies dem Grundgedanken des „Folgens“ widerspricht. Ggf. können auch zwei Accounts angelegt werden, die Pflege wird dann aber höher.
  • „Listen“ bilden: Facebook bietet mithilfe von „Listen“ eine gute Möglichkeit, um die privaten von beruflichen Kontakten auch in einem Account zu trennen. So können den verschiedenen Listen nicht nur unterschiedliche Profildaten, sondern auch unterschiedliche Statusupdates präsentiert werden.
  • Privatsphäre-Einstellung prüfen: In jedem verbreiteten sozialen Netzwerk gibt es Einstellungen zur Privatsphäre die Sie unbedingt prüfen sollten.
  • Lieber zu restriktiv als zu offen: Nicht jeder muss alles mit der Welt teilen. Sichtbarkeit im Web ist durchaus ok. Ein zurückhaltender Umgang mit (privaten) Daten ist aber nie verkehrt.

Tipps bzgl. des „Befreundens“ von beruflichen Kollegen/Geschäftspartnern

Insbesondere der „soziale Druck“ macht vielen zu schaffen. Kann ich die Freundschaftsanfrage von meinem Kollegen, Chef oder Kunden ablehnen? Wird die berufliche Beziehung leiden? Wird mein Kunde meine Dienstleistungen weiterhin beziehen?

  • Freundschaftsanfrage „von unten nach oben“: Um die Mitarbeiter nicht unter Druck zu setzen ist es für Führungskräfte ratsam, den eigenen Mitarbeitern die Initiative für die Freundschaftsanfrage zu überlassen.
  • Im Zweifel abwarten: Wenn Sie sich unsicher sind, dann sehen Sie von einer Kontaktanfrage auf einem eher privat genutzten Netzwerk ab.
  • Ablehnung akzeptieren: Akzeptieren Sie eine ignorierte Kontaktanfrage und „bohren“ Sie nicht nach.
Social-Media-Fail

Wer seinen Chef oder Kollegen hinzufügt sollte sich mit Äußerungen über den Job zurückhalten

Tipps bzgl. dem Verbreiten von Inhalten in sozialen Netzwerken

Generell gilt „alles geht“ solange es authentisch ist und anderen Leuten irgendeine Art Informations-„Mehrwert“ bietet. Wer ein paar einfache Verhaltens-Leitplanken für die Verbreitung von Inhalten beachtet, der ist für Social Media gut gerüstet:

  • „Don’t be stupid“: Die Mutter aller Social Media Empfehlungen wenn es um Inhalte geht. Gesunder Menschenverstand hilft.
  • Oma-Test: Würde ich diesen Inhalt auch meiner Oma zeigen? Wenn ja, dann ist er okay. Wenn nein, dann noch mal drüber nachdenken.
  • „Lecks“ vermeiden: Es gilt der Grundsatz „das Internet vergisst nicht“. Daher ist generelle Vorsicht geboten. Schnell können Inhalte sich auch über den eigenen Freundeskreis hinaus „viral“ verbreiten.
Social-Media-Checklist

Eine Social Media Checkliste

Thema: Social Media HR, Vorträge und Veranstaltungen | Kommentare (4)