Dissertation von Dr. Kristof Kupka: E-Assessment: Entwicklung und Güteprüfung von internetbasierten Simulationsverfahren zur Messung der Planungs- und Problemlöseleistung
Der technologische Fortschritt und die zunehmende Verbreitung des Internets haben neue Wege der Leistungs- und Eignungsdiagnostik eröffnet. Der Einsatz von internetbasierten, eignungsdiagnostischen Verfahren – so genannten E-Assessment-Verfahren – ist ein relativ junges Unterfangen. Trotz zunehmender Bedeutung und Verbreitung von E- und Self-Assessments zum Zwecke der Personalauswahl, Personalentwicklung, Karriereberatung oder des Personalmarketings nähert sich die Wissenschaft erst langsam diesem Themengebiet an.
Oft werden existierende Papierformen von Tests und Fragebogen einfach als computer- oder internetgestützte Versionen neu aufgelegt. Erfolgversprechender und innovativer ist die Nutzung der technischen Möglichkeiten zur Realisierung neuer Formen der Diagnostik via Internet. Internetbasierte Simulationsverfahren bieten Qualitäten, die von traditionellen Testverfahren nicht erreicht werden können. Bis dato besteht ein Defizit an theoretisch fundierten und testtheoretisch geprüften Online-Simulationsverfahren, obwohl sich insbesondere die simulativen Arbeitsproben als höchst valide zur Vorhersage von Berufserfolg erwiesen haben (Schmidt & Hunter, 1998).
Diese Arbeit leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung von internetgestützten Diagnoseverfahren – gerade auch auf dem vielversprechenden Gebiet der Arbeitsproben. Neben der ausführlichen Dokumentation der Entwicklung und Güteprüfung von zwei internetbasierten Simulationsverfahren zur Erfassung von berufsbezogener Problemlöse- und Planungsfähigkeit von angehenden Schulleitern und Führungsnachwuchskräften geht das Buch auch detailliert auf grundsätzliche Fragen der internetbasierten Eignungsprüfung ein. Anhand des hier neu eingeführten Modells des Blended-Assessment werden die spezifischen Potentiale und Risiken sowie konkreten Ansatzpunkte von E-Assessments dargestellt.
Dr. Kristof Kupka (Jg. 1971) ist Geschäftsführer der webadelic.de GmbH und Leiter der psychologischen Verfahrensentwicklung der CYQUEST GmbH in Hamburg. Den Kern seiner akademischen und beruflichen Tätigkeit bilden die Themen E-Assessment, Self-Assessment und simulationsbasierte, berufsbezogene Eignungsverfahren. Ergebnisse dieser Tätigkeiten finden sich wieder in zahlreichen Forschungsvorhaben, Vorträgen und Publikationen sowie in der Erstellung von E- und Self-Assessments für Kunden wie Bertelsmann, citibank, Commerzbank, Gruner+Jahr, HAW Hamburg, Unilever, Universität Hamburg oder Media-Saturn.
Ab sofort kann die Dissertation kostenlos auf dem Hochschulschriftenserver der Leuphana Universität Lüneburg eingesehen werden:
http://opus.uni-lueneburg.de/opus/volltexte/2009/14175/index.html



Donnerstag, 3. Juni 2010 14:22
[...] Dass sich die Vorhersagegüte des gesamten Auswahlprozesses durch den Einsatz verschiedener Auswahlinstrumente erhöht – also in dem eben nicht nur der Lebenslauf gelesen wird, sondern zusätzlich noch ein Test durchgeführt, ein Interview geführt oder ein Assessment Center veranstaltet wird, liegt daran, dass sich so eben verschiedene Facetten des Kandidaten beleuchten lassen. Oder anders ausgedrückt: Jedes Instrument klärt zusätzlich einen anderen Teil der vorhandenen Unsicherheit über den Kandidaten auf. In diesem Zusammenhang wird folglich oft von “multimodaler” Testung gesprochen. Mein Kollege Kristof Kupka hat dieses Modell im Rahmen seiner Dissertation um die Dimension der “Multimedialität” erweitert und spricht von “Blended Assessment”. [...]
Sonntag, 4. Juli 2010 11:32
[...] miteinander kombiniert und so unterschiedliche Bewerbermerkmale überprüft werden. Das Prinzip des Blended Assessment (Kupka 2007) sieht bei dieser Kombination explizit den Einsatz von Offline- und Onlineverfahren vor. Unter [...]