Beiträge vom 4. November 2009

Dissertation von Dr. Kristof Kupka: E-Assessment: Entwicklung und Güteprüfung von internetbasierten Simulationsverfahren zur Messung der Planungs- und Problemlöseleistung

Mittwoch, 4. November 2009 12:09

Dissertation E-Assessment

Dissertation E-Assessment

Der technologische Fortschritt und die zunehmende Verbreitung des Internets haben neue Wege der Leistungs- und Eignungsdiagnostik eröffnet. Der Einsatz von internetbasierten, eignungsdiagnostischen Verfahren – so genannten E-Assessment-Verfahren – ist ein relativ junges Unterfangen. Trotz zunehmender Bedeutung und Verbreitung von E- und Self-Assessments zum Zwecke der Personalauswahl, Personalentwicklung, Karriereberatung oder des Personalmarketings nähert sich die Wissenschaft erst langsam diesem Themengebiet an.

Oft werden existierende Papierformen von Tests und Fragebogen einfach als computer- oder internetgestützte Versionen neu aufgelegt. Erfolgversprechender und innovativer ist die Nutzung der technischen Möglichkeiten zur Realisierung neuer Formen der Diagnostik via Internet. Internetbasierte Simulationsverfahren bieten Qualitäten, die von traditionellen Testverfahren nicht erreicht werden können. Bis dato besteht ein Defizit an theoretisch fundierten und testtheoretisch geprüften Online-Simulationsverfahren, obwohl sich insbesondere die simulativen Arbeitsproben als höchst valide zur Vorhersage von Berufserfolg erwiesen haben (Schmidt & Hunter, 1998).

Modell des Blended Assessment (Kupka, 2008)

Modell des Blended Assessment (Kupka, 2008)

Diese Arbeit leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung von internetgestützten Diagnoseverfahren – gerade auch auf dem vielversprechenden Gebiet der Arbeitsproben. Neben der ausführlichen Dokumentation der Entwicklung und Güteprüfung von zwei internetbasierten Simulationsverfahren zur Erfassung von berufsbezogener Problemlöse- und Planungsfähigkeit von angehenden Schulleitern und Führungsnachwuchskräften geht das Buch auch detailliert auf grundsätzliche Fragen der internetbasierten Eignungsprüfung ein. Anhand des hier neu eingeführten Modells des Blended-Assessment werden die spezifischen Potentiale und Risiken sowie konkreten Ansatzpunkte von E-Assessments dargestellt.

Dr. Kristof KupkaDr. Kristof Kupka (Jg. 1971) ist Geschäftsführer der webadelic.de GmbH und Leiter der psychologischen Verfahrensentwicklung der CYQUEST GmbH in Hamburg. Den Kern seiner akademischen und beruflichen Tätigkeit bilden die Themen E-Assessment, Self-Assessment und simulationsbasierte, berufsbezogene Eignungsverfahren. Ergebnisse dieser Tätigkeiten finden sich wieder in zahlreichen Forschungsvorhaben, Vorträgen und Publikationen sowie in der Erstellung von E- und Self-Assessments für Kunden wie Bertelsmann, citibank, Commerzbank, Gruner+Jahr, HAW Hamburg, Unilever, Universität Hamburg oder Media-Saturn.

Ab sofort kann die Dissertation kostenlos auf dem Hochschulschriftenserver der Leuphana Universität Lüneburg eingesehen werden:

http://opus.uni-lueneburg.de/opus/volltexte/2009/14175/index.html

Thema: eAssessment, Fachartikel | Kommentare (2)

E-Recruiting im Mittelstand

Mittwoch, 4. November 2009 11:13

LogoCHRIShighres_01Vor ein paar Tagen haben wir hier im Blog ja bereits über die Employer Branding Aktivitäten in mittelständischen Unternehmen geschrieben. Hierzu passen nun auch die Ergebnisse der Studie “Recruiting Trends im Mittelstand 2009” des CHRIS. Die Ergebnisse der Studie lassen sich gut überschreiben mit der Daumenregel, dass mittelständische Unternehmen mit drei bis vier Jahren des Recruitingtrends folgen, die sich in Großunternehmen bereits durchgesetzt haben.

Ein paar zentrale Ergebnisse im Einzelnen:

  • Jedes siebte mittelständische Unternehmen sieht sich bei anhaltender Wirtschaftsflaute in seiner Existenz bedroht. Hieraus resultiert nicht zuletzt ein deutlich gestiegener Effizienzdruck in der Personalrekrutierung.
  • 40% der tatsächlichen Neueinstellungen erfolgen über die eigene Website, 34% über Printmedien, 14% über die Arbeitsagentur und 11% über andere Kanäle.

Anteil der generierten Einstellungen nach Rekrutierungskanal

  • Knapp 63% der veröffentlichten Vakanzen werden über die eigene Website publiziert (+4,3 Prozentpunkte), gut 36% über Online-Stellenanzeigen (+4,5 Prozentpunkte), ebenfalls gut 36% über Printmedien (-3 Prozentpunkte) und gut 34% über die Arbeitsagentur (-8,2 Prozentpunkte).

Anteil der veröffentlichten Vakanzen nach Rekrutierungskanälen

  • 58% der Mittelständler schalten zwar regelmäßig Anzeigen in Internet-Stellenbörsen, jedoch nur 13% suchen aktiv in Lebenslaufdatenbanken.
  • Fast die Hälfte der mittelständischen Unternehmen in Deutschland betreibt inzwischen IT-gestütztes Bewerbermanagement.

Im Rahmen des CYQUEST Praxisseminars “eAssessment, SelfAssessment, webbasiertes Employer Branding” am 10. November wird das Thema E-Recruiting im Mittelstand durch den Vortrag von Werner Neumann, dem Personalleiter der Hamburger Biesterfeld AG, detailliert beleuchtet. Herr Neumann wird über die Erfahrungen im Umgang mit der webbasierten Applikation “Biesterfeld Berufsorientierung” berichten, die Self-Assessment und Online-Test kombiniert. Ferner setzt Biesterfeld seit diesem Sommer auch das Marketing-Instrument Google-Adwords, also Suchmaschinenmarketing, ein.

Thema: Biesterfeld Karriere, eAssessment, Employer Branding, Vorträge und Veranstaltungen | Kommentare (0)