Im Laufe der letzten Jahre haben Veranstaltungen, Tagungen und Kongresse zum Thema „Personalmarketing & Recruiting“ zugenommen und die Unternehmensvertreter haben wie immer die Qual der Wahl, wo Sie sich über News & Trends, über Entwicklungen und strategische und operative Themen weiterbilden oder auf dem Laufenden halten.
Eine Veranstaltung, nämlich der recruiting-convent ragt aber sicherlich aus der Vielzahl von Angeboten heraus. Jedes Jahr auf`s Neue setzt der recruiting-convent Maßstäbe und bietet neben neuen Themen (und auch mal neuen Referenten) immer wieder auch die Möglichkeit des exzellenten Networkings. Hier trifft man das „Who is Who“ im Personalmarketing & Recruiting und bekommt hervorragende Einblicke in strategische und operative Themen. Der Mix macht es und hieran merkt man auch, dass der recruiting-convent von einem der führenden Personalern (Prof. Dr. Christoph Beck) für Personaler orchestriert und mit Leidenschaft durchgeführt wird.
Auch der recruiting-convent 2010 wird seiner Vorreiterrolle wieder gerecht. So werden Themen wie Neuro- und Guerillamarketing, Interactive Marketing und Social Analytic Networks ebenso beleuchtet wie das Employer Branding, Talent Management oder auch einzelne Web 2.0-Anwendungen (Blogs / Video / twitter) und Praxishilfen zum Personalmarketing-Controlling, zur optimalen Ausschreibung von Personalmarketing-Leistungen oder auch zu den Bachelor- und Master-Abschlüssen u.v.m.
Kurzum, wir meinen, der recruiting-convent 2010 – übrigens am 8. und 9. März 2010 auf Schloss Bensberg – ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Informationen und Anmeldung unter www.recruiting-convent.de.
Wo liegen meine Stärken? An welchen Tätigkeiten habe ich Spaß? Wo sehe ich mich in der Zukunft?
Viele Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich gerade gegen Ende ihrer Schulzeit mit diesen und ähnlichen Fragen, die grundlegend für den weiteren Lebensweg sind.
Studien belegen, dass Eignungstests im Rahmen der Studierendenauswahl zwar grundsätzlich Hinweise auf die generelle Studierfähigkeit geben, jedoch nicht als Indikator für den Studienerfolg verstanden werden können. Vielmehr hängen Studienerfolg und –abbrecherquote wesentlich von den auf Seiten der potenziellen Studienbewerber vorhandenen Kenntnissen über Studieninhalte, -schwerpunkte und den Studienverlauf ab. Wichtig sind zudem vor allem auch die Gegebenheiten des Hochschulorts, kulturelle Aspekte oder Fragen der Studienfinanzierung. Es kann davon ausgegangen werden, dass allein das Vorhandensein einer Hochschulzugangsberechtigung grundsätzlich als Nachweis der allgemeinen Studierfähigkeit ausreicht. Von daher steht im Hinblick auf die Studierendenauswahl vor allem die Passung von individuellen Kompetenzen und Bedürfnissen der Studieninteressierten auf der einen und den Anforderungen der Hochschule bzw. den Inhalten des Studiums auf der anderen Seite im Mittelpunkt.
Aus dieser Argumentation heraus hat sich die Hochschule Niederrhein für ein webbasiertes Studieninformations- und Beratungsangebot entschieden. Die virtuellen Studienorientierung gibt Studieninteressierten die Möglichkeit, im Internet multimedial ausgestaltete Applikationen zu durchlaufen, die wichtige Fragen zur Berufswelt, zu Studieninhalten in einzelnen Studiengängen, der Studienorganisation und dem Studierendenleben an der Hochschule beantworten.
Die virtuellen Beratungsmodule der HN-Navigatoren setzen klar vor der eigentlichen Bewerbung an und nehmen aktiv Einfluss darauf, wer sich für einen Studiengang bewirbt. Die Studieninteressierten erhalten entscheidungsrelevante Informationen, die ungeeignete Bewerber „abschrecken“ und passende „anziehen“ sollen.
In Text- und Bildform erfahren Studieninteressierte alles Wichtige zu Studieninhalten, -aufbau und –organisation. In Videointerviews geben Studierende, Professoren und Absolventen aus erster Hand authentische Einblicke in die Hochschule, die Studienanforderungen und das Leben am Fachbereich. Im Kapitel „SelfAssessment“ haben Studieninteressierte die Möglichkeit, sich im Vorfeld der Bewerbung einmal selbst an studiennahen Aufgaben und Fragestellungen „auszuprobieren“. Rückmeldende Feedbacks enthalten Hinweise auf Neigung und Eignung für den entsprechenden Studiengang.
Die webgestützte Studienorientierung ist eine Serviceleistung der Hochschule Niederrhein und besteht ergänzend zur persönlichen Studienberatung. Die umfangreichen Infos und nützlichen Links auf relevante Websites unterstützen die Studienentscheidung und bieten die Grundlage für eine fundierte Studienwahl, damit das vermeintliche Traumfach im Nachhinein nicht zum Albtraum wird!
Die Evaluation einer ähnlichen, von CYQUEST realisierten virtuellen Studienberatung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg in bisher 29 Studiengängen mit inzwischen gut 100.000 Teilnehmern belegt, dass durch das virtuelle Informations- und Beratungsmodul die Selbstauswahlfähigkeit und die Studienwahlsicherheit der Interessenten nachweislich erhöht werden. Die Studienabbrecherquote lässt sich durch diesen Ansatz senken, der Studienerfolg deutlich verbessern. Zudem geht eine derartige Serviceleistung der Hochschule mit positiven Auswirkungen auf die Profilbildung und das Image der Hochschule einher.
Abrufbar sind die HN-Navigatoren unter www.hn-navigator.de. Eine Registrierung für den Navigator des Interesses ermöglicht es, den Bearbeitungsfortschritt zu speichern, wenn die Bearbeitung unterbrochen werden und zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt werden soll. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich mit folgendem anonymen Gastzugang einzuloggen, der den Bearbeitungsfortschritt nicht festhält:
Benutzername: besucher
Passwort: besucher
Im kommenden Jahr soll der Umfang der virtuellen Studienberatungs- und Selbsttestangebote an der Hochschule Niederrhein deutlich ausgebaut werden. Ziel ist ein hochschulweiter Ausbau.
Mit dem Unterschied zwischen eAssessments und SelfAssessments leitete Dr. Dennis Mocigemba von der Stabstelle Marketing und Wissensmanagement an der Universität Freiburg seinen Vortrag beim CYQUEST Praxisseminar 2009 ein. In Folge der Änderung der Hochschulrahmengesetzgebung haben Hochschulen nun die lang eingeforderte Autonomie der Selbstauswahl ihrer Studierenden erhalten. Neben dem höheren Aufwand, den die Auswahl der Studierenden mit sich bringt, steigt natürlich auch der Wettbewerb und es entsteht ein wachsender Orientierungsbedarf. Das heißt, Universitäten müssen, um dem Wettbewerb standzuhalten, die potentiellen Studierenden viel intensiver informieren. Das wichtigste Ziel für die Universität Freiburg war es, die Abbruchrate unter den Studierenden zu verringern.
Dies wurde zum einen durch eine webbasierte, realistische und zielgruppenadäquate Darstellung von Fach, Universität und Studienort umgesetzt und zum anderen durch authentische Videointerviews von Peers („student generated content“) und die Möglichkeit der Studieninteressierten zur Reflektion und Kommunikation dieser Informationen.
Dr. Mocigemba betonte, dass es hier nicht gilt, die Eignung zu verbessern, sondern die Passung, um dadurch eine erhöhte Studienwahlsicherheit und langfristig eine verbesserte Studienerfolgsquote zu erreichen.
Das Konzept der Universität Freiburg besteht aus drei Bereichen:
• meinFach,
• meinStudieren und
• meine Aufgaben.
Im ersten Bereich können die Teilnehmer ein SelfAssessment durchlaufen und erhalten anschließend Rückmeldungen bezüglich eigener Erwartungen, beruflicher und akademischer Interessen und optional zur Informiertheit. Außerdem verhelfen eine Fototour und Videointerviews dazu, den Habitus des Studiengangs besser zu erfassen. Der zweite Bereich besteht aus Fragen zu kritischen Studiensituationen („Situational Judgement Inventory“) mit direktem Feedback, Berufsfeldinformationen und Praktikumsberichten. Im dritten Teil können sich die Studieninteressierten an einigen, auf das jeweilige Studienfach bezogenen, Beispielaufgaben ausprobieren. Zum Schluss erhält der SelfAssessment-Teilnehmer ein Gesamtfeedback und die Möglichkeit die eigenen Ergebnisse über Facebook, Twitter und Co. mit Freunden zu teilen. Zurzeit bietet die Universität Freiburg insgesamt acht SelfAssessments für 14 Studiengänge an. Demnächst werden noch vier SelfAssessments für sieben weitere Studiengänge hinzukommen.
Dr. Mocigemba misst der Selbstauswahl der Studierenden durch SelfAssessments, die nicht nur inhaltliche Informationen zum Studienfach enthalten, sondern auch Informationen zur Hochschule, eine zentrale Rolle bei. Denn nicht nur die Wahl des passenden Studienfachs wirkt sich auf den Studienerfolg aus, sondern auch die Wahl der passenden Hochschule. Denn, wie Dr. Mocigemba betonte, die besten Studierenden nützen der Hochschule nicht, wenn sie nicht zur Hochschule passen und deswegen nach einigen Semestern die Hochschule wechseln.
Doch nicht nur durch SelfAssessments versucht die Universität Freiburg Studieninteressierte für sich zu gewinnen. Auch im Bereich Social Media ist die Hochschule aktiv. Podcasts bei iTunes U, Videos bei Youtube, Studierendenblogs – die Uni Freiburg ist in vielen Bereichen aktiv. Und sie wird noch aktiver werden. Denn auch wenn Dr. Mocigemba der Meinung ist, dass man die Bedeutung von Social Media nicht überschätzen sollte, spielt es doch eine zentrale Rolle dort vertreten zu sein, wo man die Zielgruppe trifft. Der Vortrag kann hier heruntergeladen werden.
Neben der Universität Freiburg bieten auch andere Hochschulen die Möglichkeit, sich durch SelfAssessments über einen Studiengang zu informieren. CYQUEST hat z.B. für die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) ein Studienorientierungs- und SelfAssessment-Tool für bisher 29 Studiengänge entwickelt, die „HAW Navigatoren“. Auch hier war das Ziel, die Passung zwischen Studieninteressierten und Studienplatz zu erhöhen. Aus der umfangreichen Evaluation gehen, neben dem verbesserten Hochschulimage, eine signifikant erhöhte Studienwahlsicherheit und ein höherer Grad an Informiertheit nach Durchführung des HAW-Navigators hervor. Unter www.haw-navigator.de sind alle Studiengänge aufgeführt, für die es bereits einen HAW Navigator gibt. Auf der Website www.hn-navigator.de ist nun ein dem Ansatz nach ähnlicher, aber selbstverständlich die individuellen Begebenheiten der Hochschule berücksichtigendes Angebot der Hochschule Niederrhein hinzu gekommen. Die HN Navigatoren informieren in einer ersten Ausbaustufe über die Studiengänge Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Mechatronik, Soziale Arbeit und Kulturpädagogik.
Facebook entwickelt sich immer mehr zum Lieblingsnetzwerk der Deutschen und ist mit ca. 4,5 Millionen erwachsenen deutschen Nutzern (Schätzung vom 26.11.2009) mittlerweile das größte soziale Netzwerk der Bundesrepublik. Bemerkenswert aus Recruiter-Sicht ist insbesondere, dass der Mitgliederzuwachs altersunabhängig erfolgt. So ist allein die Altersgruppe der 30- bis 49-jährigen Deutschen in den vergangenen fünf Monaten um rund 550.000 Nutzer gewachsen.
Wie alle Dinge mit vielen positiven Eigenschaften, hat jedoch auch Facebook einen kleinen Haken, zumindest aus Recruiting-Perspektive. Facebook ist auf private Kommunikation ausgerichtet und daher besonders auf den Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer bedacht. Als Konsequenz hat man nur sehr eingeschränkte Zugriffs- und Kontaktmöglichkeiten auf Profile außerhalb des eigenen Netzwerks.
Das hat Personalmarketer bisher daran gehindert, jenseits von Unternehmensseiten (Company Pages) und Marketplace-Anzeigen einen Zugang zum Facebook-”Kandidatenpool” zu finden. Aber sowohl die Unternehmensseiten als auch der Marketplace fristen im Bewußtsein der Nutzer ein Schattendasein. Die eigentliche Kommunikation bei Facebook spielt sich in den individuellen “Streams” und auf den “Walls” der Nutzer ab, zu denen man von außen keinen Zugang hat.
Die Lösung dieses Dilemmas besteht darin, nicht von “außen” in diese Streams eindringen zu wollen, sondern von innen heraus zu einem normalen Bestandteil der alltäglichen Facebook-Kommunikation zu werden. Um Recruitern genau dies zu ermöglichen, hat atenta die Facebook-Applikation jobstriker entwickelt. Mit der jobstriker-App können die Mitarbeiter eines Unternehmens die Stellenangebote ihres Arbeitgebers mit einem eigenen Jobs-Tab (s. Abb.) in ihr Facebook-Profil einbinden. Die Stellenangebote holt jobstriker von der Karriere-Website des Unternehmens und aktualisiert sie bei Hinzukommen neuer Angebote automatisch.
Durch einen Klick auf den “Teilen”-Button unter jedem Stellenangebot können die Nutzer sich gegenseitig Jobs empfehlen, wahlweise in Form einer für alle sichtbaren öffentlichen Empfehlung oder diskret per privater Direktnachricht.
Nachrichten, die öffentlich empfohlen werden, erscheinen im “Stream” des Empfehlenden und sind für alle seine Kontakte sichtbar.
Das Unternehmen ist erfolgreich zum Bestandteil der Facebook-Kommunikation geworden.
Über die Gastautoren: Alexander Fedossov und Jan Kirchner betreiben in Hamburg eine auf Online- und Social-Media-Recruiting spezialisierte Personalberatung für technische Berufe und sind Autoren des Praxishandbuchs “Online-Personalsuche“. Mit jobtweet.de betreiben sie außerdem die erste Jobsuchmaschine für den Microbloggingdienst Twitter. In ihrem Blog “Wollmilchsau” beschäftigen sie sich intensiv mit den Themen Personal- und Stellensuche im Internet, sowie mit Data-Mining, Social Media und Web 2.0.
Unter der Adresse http://www.youtube.com/HAWnavigator erstellt CYQUEST gerade einen Youtube Channel für die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Der Kanal umfasst einen Großteil der Videos, die im Rahmen der Erstellung der virtuellen Studienberatungs- und SelfAssessment-Module der “HAW-Navigatoren” entstanden sind. Dabei handelt es sich z.B. um Interviews mit Studierenden, Ehemaligen / Alumni oder Lehrenden aus den im Rahmen der HAW-Navigatoren abgebildeten Studiengänge. Darunter befinden sich (vermeintlich) bekannte Studiengänge wie Maschinenbau, Betriebswirtschaftslahre, Informatik, Elektrotechnik oder Biotechnologie aber auch eher unbekannte oder exotische Studiengänge wie Rescue Engineering, Ökotrophologie oder Hazard Control.
Der Youtube Kanal soll Interessenten einen schnellen Einblick in ausgewählte Aspekte der jeweiligen Studiengänge geben (Erfahrungsberichte über Praktika, Berufseinstieg, Highlights des Studiengangs etc.). An weitergehenden Informationen interessierten Usern wird der direkte Link zu den jeweiligen HAW-Navigatoren angeboten.
Wenn alle momentan verfügbaren Videos hochgeladen sind, wird der Youtube Kanal gut 70 Videos umfassen. Ein weiterer Ausbau folgt. Unterhttp://tinyurl.com/hawyoutubekanal findet sich ein kurzer Bericht über den HAW Youtube-Channel.
Noch bis zum 29. November läuft im Rahmen der Media-Saturn Facebook Seite (http://www.facebook.com/mediasaturn) sowie auf der speziell zur Kommunikation des Studiengangs “International Retail Management” geschaffenen Microsite www.international-retail-management.com die “Media-Saturn Treasure Hunt”.
Zielsetzung der Media-Saturn Schnitzeljagd ist es, die verschiedenen Web-Aktivitäten durch ein verbindendes Element zu verknüpfen. Das führende Medium hierbei ist Facebook, da hier durch die mehr als 1500 Fans der Media-Saturn Seite nicht nur ein direktes Zielgruppenpotential besteht, sondern vor allem ein beträchtliches virales Potential (Weiterleitung an Freunde etc.).
Auf der Media-Saturn Facebook Fanpage sowie auf der Microsite wurden über die vergangenen zwei Wochen regelmäßig Fragen kommuniziert, deren Antworten durch Surfen auf bestimmten Internetseiten herausgefunden werden konnten. Diese insg. 5 Fragen wurden von Media-Saturn und CYQUEST entwickelt und drehten sich um die verschiedenen Webaktivitäten rund um die dualen Studiengänge. Die Antworten und das aus diesen resultierende Lösungswort mussten dann auf der Microsite in ein entsprechendes Formular, das gegen Gewinnspiel-Robots durch IP-Check und Captcha-Code gesichert ist, eingegeben werden. Parallel zur Kommunikation über Facebook wurden die Fragen auch getwittert.
Unter den Teilnehmern werden attraktive Preise (iPods und Music Downloads) verlost.
Dieses technisch und gestalterisch relativ unaufwendige Instrument, ermöglicht eine regelmäßige Wiederholung der Aktion, weil im Wesentlichen nur jeweils neue Fragen erarbeitet und eingestellt werden müssen.
Vergangene Woche – am 10. November – fand im Grand-Elysée Hotel das halbtägige Praxisseminar “eAssessment, SelfAssessment, webbasiertes Employer Branding” statt. Der Einladung CYQUESTs folgten insg. etwa 70 Teilnehmer, die zu etwa drei Vierteln aus Unternehmen kamen (u.a. Deutsche Bank, ExxonMobil, Siemens, Lufthansa Technik, Techniker Krankenkasse, RWE oder Continental) und zu etwa einem Viertel von Hochschulen (u.a. Uni Göttingen, Uni Marburg, Uni Hannover oder Uni Bonn).
In insg. 6 spannenden Praxisvorträgen stellten dabei Referentinnen und Referenten von Media-Saturn, Bertelsmann, der DAK Unternehmen Leben, der Biesterfeld AG, von ABSOLVENTA und von der Uni Freiburg vor, wie sie jeweils durch den Einsatz von Onlinetests, Selbsttestinstrumenten und den Möglichkeiten des Web 2.0 den Herausforderungen ihres Recruitings entgegentreten. Die überaus facettenreiche Thematik wurde so aus Sicht von Großunternehmen, mittelständischen Firmen, Startups und Hochschulen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, worin die Teilnehmer einen sehr wertvollen Blick über den Tellerrand sahen.
Zum Auftakt der sechs Vorträge stellte Isabella Jakobs vor, wie Media-Saturn verschiedene webbasierte Instrumente einsetzt, um international Kandidaten für die vom Konzern in Kooperation mit der Hochschule Ingolstadt angebotenen dualen Studiengänge zu gewinnen (Sourcing), auszuwählen (Selecting) und zu halten (Retaining). Hierbei spielen Aktivitäten bei Facebook oder Youtube genau so eine Rolle wie die unternehmenseigene Community Talent C@ampus, die Microsite www.international-retail-management.com oder das eAssessment, welches Bewerber vortestet. I sabella Jakobs ging dabei auch auf das potentielle Spannungsfeld zwischen der im Web 2.0 wichtigen Schnelligkeit und Authentizität einerseits und den Anforderungen der Corporate Communications andererseits ein. Der Vortrag von Isabella Jakobs kann hier herunter geladen werden.
Vortrag von Christine Rudolph (DAK) über das SelfAssessment "...ich und meine Zukunft"
Im direkten Anschluss daran stellte Christine Rudolph das spielerische SelfAssessment “…ich und meine Zukunft” vor, mit dem die DAK Unternehmen Leben das Ausbildungsberufsbild des Sozialversicherungsfachangestellten (“Sofa”) der Zielgruppe Schüler auf interaktive Weise näherbringt und wie das Instrument in die Employer Branding Aktivitäten des Unternehmens eingebunden ist. Christine Rudolph ging dabei auch detailliert auf die erforderlichen Entwicklungsschritte, die im Realbetrieb gemachten Erfahrungen (Userbewertungen, Traffic etc.) sowie die weiteren Aussichten ein. So soll in 2010 thematisch auch das Berufsbild “Kaufleute im Gesundheitswesen” hinzugenommen werden und ein Online-Assessment als Vorauswahlinstrument realisiert werden. Der Vortrag von Christine Rudolph kann hier herunter geladen werden.
Den dritten Beitrag steuerte Werner Neumann, Personalleiter der Hamburger Biesterfeld AG, bei. Er referierte hierbei über den Einsatz von Berufsorientierungsvideos und Online-Assessment Verfahren speziell in einem mittelständischen Unternehmen. Werner Neumann gelang es auf sehr gute Weise aufzuzeigen, dass diese Instrumente eben nicht nur etwas “für die Großen” sind, sondern auch und gerade für kleinere Unternehmen große Chancen im Web 2.0 liegen, weil sehr passgenau – und zu vertretbaren Kosten – vorgegangen werden kann. der Vortrag von Werner Neumann kann hier herunter geladen werden.
Ein besonderes Highlight folgte dann im direkten Anschluss an die für rege Diskussionen genutzte Kaffeepause: Der Vortrag über den Einsatz von Online Self-Assessments an der Universität Freiburg durch Dr. Dennis Mocigemba. Dennis Mocigemba gelang es auf eindrucksvolle Weise aufzuzeigen, dass nicht nur Unternehmen regelmäßig vor Branding- und Auswahlproblematiken stehen, sondern auch und seit dem Wegfall der ZVS in besonderem Maße Hochschulen. Viele Teilnehmer betonten in ihrem Feedback, dass sie dies so vorher noch nie gesehen hätten. Der Einsatz von Selbsttests zur Verbesserung der Studienorientierung hat sich in Freiburg als enorm gewinnbringend herausgestellt – eine Erkenntnis, von der auch viele Unternehmen berichten. Der Vortrag von Dennis Mocigemba kann hier herunter geladen werden.
Sein Nachredner, der Geschäftsführer von ABSOLVENTA Christoph Jost, ging in seinem Vortrag auf die zunehmende Bedeutung des aktiven Recruitings, speziell vor dem Hintergrund sich aus demografischen Gründen weiter verknappenden Potenzials, ein. Hierbei gelang es Christoph Jost auf eindrucksvolle Weise nicht nur zu transportieren, sondern sprichwörtlich zu “verkörpern”, dass “Digital Natives” mit Medien und Informationen heute anders umgehen als dies “Digital Immigrants” tun. Anhand eines Praxisbeispiels zeigte Christoph Jost auf, welche Möglichkeiten sowohl in qualitativer Sicht als auch aus Geschwindigkeitsgründen im Einsatz von Web 2.0 Recruitingkanälen liegen können – hier anhand des Beispiels Twitter. Schließlich verkündete Christoph Jost auch den Start des gemeinsam mit CYQUEST entwickelten eAssessments vor, mit dessen Hilfe die Aussagekraft der in der ABSOLVENTA Datenbank gespeicherten Kandidatenprofile enorm gesteigert werden kann. Der Vortrag von Christoph Jost kann hier herunter geladen werden.
Den krönenden Abschluss des Programmteils bildete der Vortrag von Judith Charles, die kurzfristig für den in einem Vorstandstermin gefangenen Gero Hesse eingesprungen war, in dem sie über die webbasierte Employer-Branding Strategie des Bertelsmann Konzerns berichtete. Der Kern der Bertelsmann Employer Brand betont unter der Überschrift “Create your own Career” den stark unternehmerischen Charakter des Unternehmens – des “Spirit to Create”. Folgerichtig zieht sich durch alle Aktivitäten von Bertelsmann im Web 2.0 – sei es bei XING, Facebook, Twitter, Youtube oder auch im Rahmen des mit CYQUEST erstellten videobasierten Unternehmensrundgangs / SelfAssessments “Discover Bertelsmann” – wie ein roter Faden die Authentizität und Individualität des “Bertelsmann Mitarbeiters”. Der Vortrag von Judith Charles kann hier herunter geladen werden.
Nach dem sehr intensiven Vortragsteil ging es in den informellen aber von allen Teilnehmern als sehr wertvoll bewerteten Networkingteil über. Bei hervorragendem Essen, einem netten Gläschen Wein und entsprechend aufgewertet durch die Anwesenheit der schwedischen Königin auf dem parallel stattfinden Empfang des schwedischen Generalkonsulats wurden die Eindrücke des Tages von vielen Teilnehmern noch bis um kurz nach 22 Uhr intensiv diskutiert.
Für die auf Absolventen spezialisierte Jobbörse ABSOLVENTA hat CYQUEST einen berufsbezogenen Persönlichkeitstest entwickelt, der als eAssessment in die ABSOLVENTA Profildatenbank integriert ist.
Die Teilnehmer des ABSOLVENTA eAssessments können das Testverfahren kostenlos durchlaufen und erhalten im direkten Anschluss ein detailliert kommentiertes Feedback (SelfAssessment). Auf Anfrage können die Teilnehmer ihre Ergebnisse auch rekrutierenden Unternehmen zur Einsicht freigeben, so die Aussagekraft ihrer übrigen Daten deutlich erhöhen und somit die eigenen Bewerbungschancen signifikant steigern. ABSOLVENTA bietet rekrutierenden Unternehmen die Möglichkeiten zur aktiven Direktsuche in einer Kandidaten-Datenbank, in der gegenwärtig ca. 130.000 Personen registriert sind. Die Möglichkeiten zur Kandidatenselektion umfassten bislang im Wesentlichen biografische (Lebenslauf-)Merkmale. Durch die Integration des eAssessments können in diese Selektion nun auch Eigenschaftsmerkmale einbezogen werden.
Der berufsbezogene Persönlichkeitstest unterscheidet dabei die drei Konstruktbereiche Soziale Interaktion, Motivation und Arbeitsstil.
Unterhalb dieser Konstruktbereiche werden im Einzelnen im Rahmen des eAssessments acht berufsrelevante Persönlichkeitsdimensionen gemessen, darunter die Skalen Führungs- und Leistungsmotivation, Team- und Zusammenarbeitsorientierung, Durchsetzungs- und Konfliktstärke, Einfühlungsvermögen und Kontaktfähigkeit sowie Ideenreichtum und Offenheit, Organisationsfähigkeit und Gewissenschaftigkeit und Belastbarkeit und Flexibilität.
Der Test umfasst dabei insgesamt 100 berufsrelevante Aussagen. Diese soll der Teilnehmer oder die Testteilnehmerin jeweils auf sich beziehen und auf einer achtstufigen Skala einschätzen, in wieweit diese Aussage auf ihn oder sie zutrifft.
Bei der Testkonstruktion wurden die aktuelle eignungsdiagnostische Fachdiskussion und die Ergebnisse einer Reihe von Metaanalysen berücksichtigt, welche Persönlichkeitsaspekte sich als valide in der Vorhersage von Berufserfolg erwiesen haben. In der Entwicklung fanden dabei diverse Konzepte (u.a. Great-Eight, Big-Five, Self-Efficacy) mit der Zielsetzung Berücksichtigung, ein geeignetes Verfahren für den Berufskontext und den Einsatz im Internet zu entwickeln.
Das Verfahren zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
Analyse des berufsbezogenen Selbstbild in den entscheidenden berufsrelevanten Persönlichkeitsbereichen
Optimiert für den Online-Einsatz
Zeitökonomische Durchführung unter 20 Minuten
Überprüfung der Tendenz zum Impression Management (Soziale Erwünschtheit)
Am 01. Dezember 2009 findet ab 15.45 Uhr ein interessanter Studientag für die Studierenden an der Hochschule Fresenius in Hamburg statt. An diesem Tag werden verschiedene Vorträge von Vertretern der Wirtschaft gehalten. Über Talent Management und Employer Branding, bis hin zum Medienrecht am Beispiel Kraftwerk vs.Sabrina Setlur. Im Anschluss an die Vorträge und die Podiumsdiskussion wird der Studientag mit einem gemeinsamen “Winter-Glühwein-Barbecue” im Garten vor der Cafeteria ausklingen.
Joachim Diercks von CYQUEST wird an diesem Tag gemeinsam mit Dr. Lars Jansen von der OTTO GmbH & Co. KG das Programm in der Business Psychology Class bestreiten. Joachim Diercks wird von 15.45 bis 16.45 Uhr einen Vortrag zum Thema E-Assessment, SelfAssessment und Realistic Job Previews in Personalauswahl und Employer Branding halten. Dr. Lars Jansen wird von 17.00 bis 18.00 mit dem Vortrag Zeichen setzen: Employer Branding bei der OTTO Group – der Weg zu einer überzeugenden Arbeitgebermarke anschließen.
Das Gesamtprogramm des Studientags kann hier heruntergeladen werden.
Die Entscheidung, wie es nach der Schule weitergehen soll, ist sicherlich nicht einfach. Wichtig sind Information und Orientierung.Es gibt im Web inzwischen eine Vielzahl an Selbsttests zur Studien- oder Berufswahl. Auf der website www.studienwahltest.de bündelt die verschiedenen Tests in übersichtlicher Weise inkl. der entsprechenden Links. Man findet Selbsttests zur Berufs- und Studienwahl (sog. SelfAssessments), in denen man gezielt überprüfen kann, ob der “ausgewählte” Studiengang auch wirklich der Richtige ist. Hier geht es u.a. zu Selbsttests in den Fächern Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Wirtschaftswissenschaften, Soziale Arbeit, Flugzeugtechnik, Fahrzeugbau, Biotechnologie und vielen anderen.